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was mich beschäftigt Teil II |
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| 23.05.2005 17.20 | Itohan | |
Ich sehe viele Dinge anders seit sie erst einmal geboren ist. Einige Dinge, z.B. die ungeplante Operation, Ameze tagelang auf der Neo, haben auch die Präferenzen meines Mannes verändert.
Ich werde mich sicher nicht so einfach geschlagen geben, ich würde mich fürchterlich fühlen wenn mein Kind beschnitten wird. Aber trotzdem: Heisst es denn die die ihre Kinder beschneiden lassen lieben sie weniger oder nehmen sie weniger wichtig?
Es gibt hier wohl nicht diesen Druck wie in der Heimat unserer Männer, aber trotzdem sind männliche Beschneidungen hier schon salonfähig und mein Mann weiss das auch. Das erschwert meinen Standpunkt ungemein.
Allerdings rede ich hier nur übers Theoretische - einen Sohn habe ich keinen. Wenn der erst mal da ist dann sieht alles wieder ganz anders aus. |
| 23.05.2005 17.25 | Itohan | |
übrigens, mein Mann weiss ganz genau was ich von Beschneidungen halte. Tatsächlich habe ich einige Monate vor der Geburt zu verstehen gegeben dass ich bestimmt nichts derartiges in die Wege leiten werde also solle er sich selbst darum kümmern.
Er hat aber überhaupt nichts getan.
Ich muss mir gerade überlegen ob ich so ein braves Frauchen bin und ob sich mein Mann sehr darüber freuen würde. |
| 23.05.2005 17.28 | Anwu | |
Originally posted by Itohan
übrigens, mein Mann weiss ganz genau was ich von Beschneidungen halte. Tatsächlich habe ich einige Monate vor der Geburt zu verstehen gegeben dass ich bestimmt nichts derartiges in die Wege leiten werde also solle er sich selbst darum kümmern.
Itohan, so denke ich auch. wenn er es will, soll er es selber machen. selber einen Arzt suchen, selber hinfahren, bezahlen und sich nachher um das Baby kümmen.
ABER - und das habe ich schon ganz am Anfang geschrieben - würdest du deinen Sohn gerade in so einem Moment alleine lassen?
Anwu |
| 23.05.2005 17.36 | Itohan | |
Anwu ich sehe es jetzt sowieso anders. Ich würde aktiver dagegen sein und nicht nur ihm alles einfach aufbürden.
Mit dem in-die-Wege-leiten meinte ich sowieso sich um jemanden kümmern der es ausführt, sei es Artz, jüdischer Beschneider, etc. und das alles auch zu organisieren. Wenn er tatsächlich zur Tat geschritten wäre würde ich aber bestimmt das Baby auch nicht alleine lassen. Ich würde aber darauf bestehen dass mein Mann die Wundversorgung alleine macht.
Ich habe es mir überlegt ob ich ein braves Frauchen wäre und bin zu keinem rechten Schluss gekommen. Ich stelle mir grad meinen schlimmsten Tobsuchtsanfall vor... und dann die Szene in der mein Mann mich mit irgendwas um den Finger wickelt... aber bei den eigenen Kindern geht das ja gar nicht. |
| 23.05.2005 17.37 | tinaxyz | |
Original von Anwu
ABER - und das habe ich schon ganz am Anfang geschrieben - würdest du deinen Sohn gerade in so einem Moment alleine lassen?
das widerspricht sich doch...
du bist der Meinung eine Beschneidung ist nciht schlimm- deshalb stimmst du ihr zu- und wenn eine Sache nciht schlimm ist, kann das Kind das doch sehr gut ohne die Mutter erleben...oder?
oder aber du findest es doch schlimm und willst deshalb bei deinem Kind sein? |
| 23.05.2005 17.41 | anelim | Ich habs auch überlegt.... |
... meinen Sohn beschneiden zu lassen, habe ja keinen Mann dahinter, dem es wichtig wär und es "fordert".
Was mich bisher daran gehindert hat (ohne dass ich mich bisher schon intensiv darüber informiert hätte) ... nachdem ich in den ersten Tagen / Wochen ja auch täglich seine Windeln wechsel ... ist die Vorstellung, dass sein Gekackertes , was ja sehr breiig bis flüssig ist - dann auch jedes Mal auf/um die Wunde hochschmiert. Eine Infekton scheint vorprogrammiert? Oder wie ist das?
Eine Vollnarkose würde ich meinem Kleinen NIE antun aus dem Grund einer nicht medizinisch notwendigen Beschneidung !
Also Anwu, ich habe mir anfangs auch ein Mädchen gewünscht, nun kann ich mir nichts anderes vorstellen, als meinen kleinen Jungen bei mir zu haben :) ... ich wünsche Dir von Herzen hauptsächlich, dass Dein Kind GESUND ist - egal ob Junge oder Mädchen - und wenn es ein Junge wird, dass Du eine Entscheidung triffst, bei der es Dir gut geht in Gedanken an Deinen Kleinen.
Lg *anelim* |
| 23.05.2005 17.41 | tinaxyz | RE: Meinungsänderung |
Original von Helena
Du hast vollkommen recht, aber irgendwie ist mir diese Denke in diesem Moment wie „abhanden gekommen“. Bei all der Leibe und dem Beschützerinstinkt hatte ich ein Gefühl, das ist Unseres Kind = ein Teil von uns = wir sollen (und können) mit ihm machen, was wir für richtig halten.
das kann ich sehr gut nachvollziehen. Jede Mutter will ja das Beste für ihr Kind.
Aber manchmal mischt sich auch so eine Art Abwägen hinein... "Beschneidung ist nicht schlimm, je kleiner umso weniger merken sie, es gibt kaum Komplikationen, später muss es ja sowieso vielleicht gemacht werden, es ist ein Routineeingriff"
und dem steht dann ein riesengroßer Zoff mit dem Ehegatten gegenüber. Dem es eben unglaublich wichtig ist.
Und dann sind wir wieder beim braven Frauchen, dass sich mit solchen -für mich- Pseudo-Argumenten beruhigt und zustimmt.
Entweder ich bin der Meinung, es ist richtig und wichtig, dass es gemacht wird (dann spielen aber m.M. solche Überlegungen wie: je kleiner umso besser, Routineeingriff etc kaum eine Rolle) - oder ich bin der Meinung es ist falsch.
Frau tut viel, um den häuslichen Frieden zu erhalten.
Es gibt verschiedene Strategien, eine Beschneidung zu verhindern: man spekuliert auf Zeit, überlässt alles dem Mann und zieht sich komplett zurück und hofft, dass er ablässt- oder man macht einen großen Streit.
Später mehr. |
| 23.05.2005 17.44 | Bine | Anwu |
Original von Anwu
Natürlich würde es mir sehr leid tun, mein Baby leiden zu sehen. es weiss nicht, warum ihm dieser Schmerz angetan wird, kann es nicht verstehen.
auf der anderen Seite gibt es aber immer wieder Mütter, deren Söhne keine Schmerzen hatten, oder zumindest nicht weinten. und wenn, dann vielleicht nur wegen der ungewohnten Situation. (es gibt auch Babys, die wegen dem kalten Taufwasser krähen wie am Spiess).
auf keinen Fall aber möchte ich als 'dummes follow-follow Frauchen' dastehen, das zu allem Ja und Amen sagt, was der Göttergatte bestimmt und wünscht.
ich glaube, diese Angst ist fast noch grösser, als die Bedenken über die Beschneidung.
und deshalb muss ich ja fast dagegen kämpfen. ich kann ja nicht einfach so hinnehmen, was mein Mann will.
und gerade die Beiträge hier im Forum haben mir das wieder ganz deutlich bewusst gemacht.
Anwu
Liebe Anwu,
ich finde nicht, daß du ein dummes "follow-follow-frauchen" bist.
Es gibt Dinge, die die Auseinandersetzung nicht lohnen - da kann man nachgeben, um den Frieden zu bewahren bzw. um die eigenen Nerven zu schonen. Man muss ja nicht wegen Allem streiten und debattieren.
Aber es gibt eben auch Dinge, die müssen ausgekämpft werden.
Bei diesen Dingen kann man dann keine Kompromisse schließen und der Frieden, der beim Kleinbeigeben entstünde, wäre meiner Meinung nach ein sehr fragiler, im Grunde nur ein Scheinfrieden.
Beschneidung wäre für mich - jetzt - so ein Thema.
(Aber diese Meinung hatte ich nicht immer. Früher war ich ja durchaus mal dafür.)
Unser immerwiederkehrendes Reizthema ist der Nachname unserer gemeinsamen Kinder, die glücklicherweise alle so heissen wie die Mama.
Das kann derjenige, mit dem ich verheiratet bin, nur sehr schwer verkraften. (Es kratzt an seinem männlichen Ego, nehme ich an.)
Da er mir bis heute kein einleuchtendes Argument liefern konnte, weshalb sein Name besser für unsere Kinder wäre als meiner, wird sich auch in absehbarer Zukunft nichts daran ändern.
Dem Wohl meiner Kinder und den Dingen, von denen ich überzeugt bin, ordne ich meine Beziehung JEDERZEIT unter.
Bine |
| 23.05.2005 17.47 | kalamity | Na dann |
Wenn es doch sowieso ein Mädchen wird - *gg*
Nein, im Ernst: Möchtest du jetzt meine Meinung zur Beschneidung hören? Oder geht es dir darum, dass es dir zu früh ist (ein paar Tage nach der Geburt)?
Mein Sohn wird nur beschnitten, wenn (im Sinne von FALLS) er sich selbst dazu entschließen sollte. Weil ich persönlich Beschneidung nicht nötig finde - genaugenommen lehne ich es ab, einen Körperteil operativ zu entfernen, wenn es nicht nötig sein sollte (und bevor jemand fragt: Ich lasse auch - nur so als Vergleich - meinen Töchtern erst Ohrlöcher stechen, wenn sie es selbst verlangen, ich erlaube keine Piercings unter 14 und keine Tätowierungen unter 16). Und (gebe ich hiermit offen zu): Weil ich es genieße, in einem Streit um die Beschneidung des Zwerges als Sieger hervorgegangen zu sein. |
| 23.05.2005 17.52 | kalamity | Operationen im allgemeinen |
Jede OP birgt doch Risiken - das wird euch kein Arzt verheimlichen.
Und jede Wunde kann sich entzünden.
Es gibt ja Fälle, wo Leute aus der Narkose für eine Nasen-OP nicht mehr aufwachen, genauso wie Fälle (bei mir zum Beispiel), wo die schlecht genähte Dammschnittwunde das Bein bis zum Knie mitinfiziert und monatelange Behandlung nachher nötig ist.
An der Beschneidung als solche sterben weder die Knaben noch die Mädchen (die verbluten halte dann oder sterben als Erwachsene bei einer Geburt). |
| 23.05.2005 17.55 | Schneewittchen | RE: was mich beschäftigt Teil II |
Warum solllte das Kind es nicht selbst entscheiden können? Warum glauben Eltern, das sie das Recht zu so einer Entscheidung hätten? |
| 23.05.2005 17.56 | kalamity | Die Ärzte hatten recht |
Jede OP ist eine VORSÄTZLICHE Körperverletzung, die nur in bestimmten Fällen vom Gesetz ausdrücklich unter Straffreiheit gestellt wird: nämlich dann, wenn sie von Ärzten oder medizinischem Personal unter Einhaltung der ärztlichen Kunst und mit Zustimmung des "Geschädigten" (oder seines gesetzlichen Vertreters) vorgenommen wird.
Genau da liegt der Hund begraben: Kann der gesetzliche Vertreter in eine nicht wieder zu behebende "Verunstaltung" einwilligen, wenn diese NICHT medizinisch gedeckt ist? Und wo liegen da die Grenzen - vor allem für den Arzt?
Und - falls jetzt mit Religionsfreiheit argumentiert werden sollte - um wessen Recht handelt es sich?
Ich wage mal zu behaupten, dass die meisten Beschneidungen von Ärzten unter Vorgabe irgendwelcher Gründe vorgenommen werden. |
| 23.05.2005 18.00 | anelim | nochwas .... |
kann jetzt wieder nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen,
ICH war nach der Geburt meines Sohnes sooooooooooo sensibel, dass ich schon Wasser geheult und (mit)gelitten habe, als eine Hebamme den Kleinen mal etwas weniger vorsichtig fürs Wiegen auszog und er dabei geschrien hat, konnte das ganz schlecht nicht ertragen, den Lütten da so hilflos in fremden Händen zu sehen!
und ich glaube, mir ging es da wie den meisten Frauen nach der Entbindung ... da kommen plötzlich die Muttergefühle und der Beschützerinstikt ganz heftig über einen, wie ich es mir noch in der Schwangerschaft kaum vorstellen konnte. |
| 23.05.2005 18.02 | kalamity | Gesetzlich gesehen |
JEDER Operation müssen laut Gesetz - bei gemeinsamen Sorgerecht - BEIDE Elternteile zustimmen. Es sei denn, es handelt sich um einen absoluten Notfall (bei Lebensgefahr etwa müssen die Ärzte zuerst handeln, holen dann aber nachträglich oft eine Unterschrift ein, um sich abzusichern).
Ein Elternteil kann aber - zumindestens in Österreich - die Erklärung abgeben, dass der andere einverstanden ist. Und genau DA sehe ich dann das Problem. Wenn Frau nämlich öffentlich immer wieder erklärt hat, dass sie dagegen ist, der Mann aber den Eingriff durchführen lässt. |
| 23.05.2005 18.15 | Itohan | |
Tina: "Es gibt verschiedene Strategien, eine Beschneidung zu verhindern: man spekuliert auf Zeit, überlässt alles dem Mann und zieht sich komplett zurück und hofft, dass er ablässt- oder man macht einen großen Streit."
Hallo Tina,
für mich sind das keine Strategien, sondern "Stages" ;-)
Zuerst überlasse ich ihm alles, wenn das nichts hilft dann versuche ich es hinaus zu zögern und wenn er dann immer noch will dann gibt es halt Streit. Genauso stelle ich mir das bei uns vor.
Allerdings bleibt die Frage offen, wer als Gewinner aus dem grossen Streit hervor geht (rein theoretisch natürlich, man kann ja dann auch noch die Unterschrift für die OP verweigern.)
Liebe Grüsse
itohan |
| 23.05.2005 18.21 | Schneewittchen | RE: was mich beschäftigt Teil II |
Original von Anwu
zudem müsse man es bei zu enger Vorhaut oft später nachholen. also lieber gleich machen, nicht erst später.
Aber wie viele Jungen sind überhaupt davon betroffen? Für mich ist das Quatsch, wenn ich so etwas höre oder lese bzw. scheint es so als wolle jemand damit sein Gewissen beruhigen. |
| 23.05.2005 18.28 | Schneewittchen | |
Original von Afusat
ICh persönlich glaube , wenn man es machen lassen will , so früh wie möglich.
Da habe ich vor Monaten mal was interessantes gelesen, dass Babies sehr stark die Schmerzen spüren und nicht wie sonst immer angenommen wurde, das schnell wieder vergessen. Jeder kleine Pieckser verewigt sich im Gedächtnis eines Babys und es gibt keine Zeit, wo es schmerzhafter ist oder nicht. |
| 23.05.2005 18.31 | Schneewittchen | |
Original von zebrahead
Ist ein beschnittenes Schnäbi (Penis) wirklich hübscher als ein unbeschnittenes?
Nein. |
| 23.05.2005 18.32 | kalamity | Klar spüren Babies Schmerzen |
Nur weil sich nicht darüber reden können, nimmt so mancher selbsternannte Spezialist an, sie würden entweder nichts spüren oder eben schnell wieder vergessen.
Schon mal was von Geburtstrauma gehört? Hatte meine Tochter Nummer zwei - ein volles Jahr lang durfte man unter anderem ihren Kopf nicht berühren. |
| 23.05.2005 18.34 | Schneewittchen | |
Original von Anwu
ein Mädchen braucht Ohrringe, damit es niemand für einen Jungen hält.
Ist es immer der Wille der Eltern? Meine Mädchen dürfen das alleine entscheiden. Ich selbst übrigens auch. Jahrelang habe ich meine Eltern bedrängt und niemand in meinem Umfeld musste so einen Eingriff über sich ergehen lassen. Es war immer die Entscheidung des Mädchens. |
| 23.05.2005 18.38 | Schneewittchen | RE: @Tina |
Anwu, kennt dein Mann den persönlich den Unterschied ob mit oder ohne? Ist es nicht meist so, das fast alle Afrikaner es nur so kennen und es deswegen machen wollen? Siehe joan. |
| 23.05.2005 18.50 | liesa | RE: @Tina |
Ich kenne den Unterschied zwischen mit und ohne . :red: Mein erster Freund -auch afrikanischer Abstammung- war nicht beschnitten obwohl das in dem Land auch üblich und normalerweise gemacht wird. Ich kannte eine Beschneidung bis ich meinen Mann kennengelrnt habe nicht . Wir haben unds unterhalten und gestritten und diskutiert und gebrüllt und geweint und diskutiert und dann haben wir einen Arzt unseres Vertrauens aufgesucht und mit ca 1jahr wurde unser Sohn unter Vollnarkosse ambulant beschnitten - Auch weil der Kinderarzt das befürwortet hat. So ist das. Obwohl alle weiblichenn Familienmitglieder beschnitten sind . wird unsere Tochter nie !!! beschnittenn werden !! Sollte da jemand Hand anlegen ist der tot. |
| 23.05.2005 19.00 | tinaxyz | RE: was mich beschäftigt Teil II |
Original von Schneewittchen
Warum solllte das Kind es nicht selbst entscheiden können? Warum glauben Eltern, das sie das Recht zu so einer Entscheidung hätten?
das ist eine sehr gute Frage, die obwohl hier bereits mehrfach gestellt- noch nicht von Eltern, die beschneiden lassen wollen, beantwortet wurde.
Es ging bisher nur um die Wünsche der Eltern. Ausschließlich. |
| 23.05.2005 19.03 | Jasintha | RE: @Anwu |
Das meinst du nicht wirklich ernst, oder 8o |
| 23.05.2005 19.11 | tinaxyz | RE: @Anwu |
Original von Anwu
auf keinen Fall aber möchte ich als 'dummes follow-follow Frauchen' dastehen, das zu allem Ja und Amen sagt, was der Göttergatte bestimmt und wünscht.
ich glaube, diese Angst ist fast noch grösser, als die Bedenken über die Beschneidung.
und deshalb muss ich ja fast dagegen kämpfen. ich kann ja nicht einfach so hinnehmen, was mein Mann will.
und gerade die Beiträge hier im Forum haben mir das wieder ganz deutlich bewusst gemacht.
dann hast du aber schlecht gelesen...
Wenn DU wirklich der Meinung bist, dass es GUT und WICHTIG ist und DU es willst (und zwar unabhängig von deinem Mann- und hier liegt die Crux)- dann bist du doch kein "braves Frauchen".
Aber du hörst dich eben nicht so an als wäre es dir ein Bedürfnis, dass dein Kind beschnitten wird.
Bei einem Schweizer Partner würdest du doch auch nicht auf einer Beschneidung bestehen, oder?
Stell dir doch mal den umgekehrten Fall vor, dein Mann will keine Beschneidung aber du- wie würdest du reagieren? Würdest du deine Überzeugung durchsetzen wollen oder wäre die Beschneidung auf einmal nicht mehr so wichtig?
Genau das meine ich!
Frau tut viel, um den Gatten glücklich zu machen- aber hier geht es um einen dritten.
Und niemand kann dir verbieten oder erlauben, dein Kind zu beschneiden- aber du solltest dir im Klaren sein, dass es hier nicht um einen Gefallen für den Ehegatten geht.
Ich glaube im übrigen nicht, dass es irgendeine Posterin gibt, die noch nie das brave Frauchen zumindest gemimt hat. Wie das mit den Männern aussieht, weiß ich nicht.
edit: und nochmals: Beschneidung ist für mich ein unnötiger Eingriff an einem Menschen, der nicht über sich selbst bestimmen kann. Und er ist nicht rückgängig zu machen und birgt wie jeder chirurgische Eingriff auch Risiken.
Am schlimmsten finde ich allerdings, dass man nicht nur über ein Baby bestimmt, dass es den hässlichen babyblauen Strampler anziehen soll oder das doofe Möhrengemüse essen muss, sondern dass es eine unumkehrbare Veränderung (um es mal ganz blasphemisch auszudrücken) hinnehmen muss. |
| 23.05.2005 19.49 | Schneewittchen | an alle |
Original von tinaxyz
Original von Schneewittchen
Warum solllte das Kind es nicht selbst entscheiden können? Warum glauben Eltern, das sie das Recht zu so einer Entscheidung hätten?
das ist eine sehr gute Frage, die obwohl hier bereits mehrfach gestellt- noch nicht von Eltern, die beschneiden lassen wollen, beantwortet wurde.
Es ging bisher nur um die Wünsche der Eltern. Ausschließlich.
Keine Antworten? |
| 23.05.2005 19.51 | Schneewittchen | @Liesa |
Den Sohn geopfert, aber bei der Tochter bleibt man konsequent. Oder wie soll man das verstehen? |
| 23.05.2005 19.53 | tinaxyz | RE: an alle |
Original von Schneewittchen
Warum glauben Eltern, das sie das Recht zu so einer Entscheidung hätten?
Keine Antworten?
auf obige Frage?
Nein, zumindest keine nachvollziehbaren, oder etwas drastischer ausgedrückt: keine glaubwürdigen. |
| 23.05.2005 19.58 | tinaxyz | RE: @Anwu |
Original von tinaxyz
um es mal ganz blasphemisch auszudrücken
ich meinte euphemistisch... |
| 23.05.2005 19.59 | liesa | RE: an alle |
Vielleicht müssen manchmal die Eltern einfach eine Entscheidung treffen und mit den Konseguenzen umgehen ? |
| 23.05.2005 20.02 | Bine | @ Liesa |
Liesa,
Du entscheidest, aber die Konsequenzen dieser Entscheidung trägt dein Kind. Nicht du.
Bine |
| 23.05.2005 20.03 | tinaxyz | RE: an alle |
das lass ich gelten, wenn sie die Entscheidung treffen müssen, d.h. ein medizinischer Grund vorliegt wie bspw. eine Phimose.
Aber hier geht es doch darum eine unumkehrbare Entscheidung ohne Einverständnis dessen, an dem sie vorgenommen wird und ohne Not sie treffen zu müssen. |
| 23.05.2005 20.07 | liesa | RE: @ Liesa |
Nein . Ich trag die Konsequenzen ! Ich muss es erklären und ob beschnitten oder nicht mann kann es nicht jedem Recht machen . Manchmal gibt es eben kein schwarz / weis sondern nur grau. Es gibt Argumente für das für und wider. |
| 23.05.2005 20.14 | Bine | RE: @ Liesa |
Nein, außer medizinischer Notwendigkeit gibt es KEIN nachvollziehbares Argument für eine Beschneidung.
Bine |
| 23.05.2005 20.16 | Bine | RE: @ Liesa |
Original von liesa
Nein . Ich trag die Konsequenzen ! Ich muss es erklären und ob beschnitten oder nicht mann kann es nicht jedem Recht machen . Manchmal gibt es eben kein schwarz / weis sondern nur grau. Es gibt Argumente für das für und wider.
Nachtrag:
Du trägst die Konsequenzen?
Ha ha ha.
Bine |
| 23.05.2005 20.18 | tinaxyz | RE: @ Liesa |
Original von liesa
Nein . Ich trag die Konsequenzen !
ach und was trägt dann der beschnittene Junge? Keine Konsequenzen?
Liesa, das ist absolut lächerlich. Du hast keinen beschnittenen Penis, sondern dein Sohn. Also trägt er die Konsequenz deiner/eurer Entscheidung...
Original von liesa
Ich muss es erklären
und er muss damit leben. was wiegt wohl schwerer?
Original von liesa
... man kann es nicht jedem Recht machen . Manchmal gibt es eben kein schwarz / weis sondern nur grau. Es gibt Argumente für das für und wider.
da hast du Recht. Aber warum lässt du dein Kind nicht entscheiden, welche Argumente für ihn am tragfähigsten sind? Lass doch dein Kind entscheiden (wenn er alt genug ist), welche Argumente für ihn schwerer wiegen.
Schließlich muss er mit den Konsequenzen leben- nicht du.
und bei Beschneidung von einem Mittelweg zu reden ... es gibt nur Beschneiden oder Nicht-Beschneiden. Es gibt da nur schwarz oder weiß. |
| 23.05.2005 20.19 | liesa | RE: @ Liesa |
Sowieso ist es es immer die Schuld der Eltern respektive der Mutter wenn was nicht so läuft wie es soll ! |
| 23.05.2005 20.22 | Schneewittchen | RE: an alle |
Original von liesa
Vielleicht müssen manchmal die Eltern einfach eine Entscheidung treffen und mit den Konseguenzen umgehen ?
?(
Ist das eine lebensnotwendige Entscheidung? Kann man nicht abwarten bis das Kind so alt ist, um es selbst entscheiden zu lassen? |
| 23.05.2005 20.23 | liesa | RE: @ Liesa |
Die Konsequenz ist , das er beschnitten ist und wenn er es nicht währe hat das auch Konsequenzen . So oder so es ist NICHT zu vergleichen mit der Beschneidung von Mädchen /Frauen ! |
| 23.05.2005 20.24 | Schneewittchen | RE: @ Liesa |
Original von Bine
Nein, außer medizinischer Notwendigkeit gibt es KEIN nachvollziehbares Argument für eine Beschneidung.
Bine
:applaus: |
| 23.05.2005 20.25 | Bine | RE: @ Liesa |
Original von liesa
Sowieso ist es es immer die Schuld der Eltern respektive der Mutter wenn was nicht so läuft wie es soll !
Ich lasse mir von niemandem die Schuld aufladen für Dinge, die ich nicht zu verschulden habe.
Bine |
| 23.05.2005 20.25 | liesa | RE: an alle |
Definiere mal Lebensnotwendig . ?( |
| 23.05.2005 20.27 | tinaxyz | RE: @ Liesa |
Original von liesa
Die Konsequenz ist , das er beschnitten ist und wenn er es nicht währe hat das auch Konsequenzen .
stimmt, Liesa.
Nur: wenn ihn das nicht-beschnitten-sein irgendwann mal stört- kann er das ändern.
Wenn ihn allerdings das beschnitten-sein irgendwann mal stört, kann er es nicht ändern- und dann hat er die Konsequenzen für dein/euer Handeln zu tragen. |
| 23.05.2005 20.29 | tinaxyz | RE: an alle |
Original von liesa
Definiere mal Lebensnotwendig . ?(
also mir wirds spätestens jetzt zu blöde.
Viel Spaß noch. |
| 23.05.2005 20.29 | Schneewittchen | RE: an alle |
Es gibt lebensnotwenige Operationen und kosmetische Operationen (Schönheitschirurgie). Eine solche Beschneidung wäre demnach eine kosmetische OP. |
| 23.05.2005 20.31 | Bine | @Tina |
Hi Tina,
bei so einer Argumentation erübrigt sich echt jeder weitere Kommentar.
Schließe mich dir gerne an:-)
Bine |
| 23.05.2005 20.32 | Anwu | RE: @ Liesa |
Ich habe noch einmal mit meinem Mann darüber geredet.
er hofft mittlerweile auch, dass es ein Mädchen wird! :P
nein, Spass beiseite. er war erstaunt, dass ich wieder mit dem Thema komme. für ihn sah es so aus, als sei alles geklärt.
was mir jetzt klar geworden ist: er hat überhaupt keine Argumente. because it's a nice thing, sagt er. wäre er nicht beschnitten, würde er sich gleich heute beschneiden lassen. es muss einfach sein. warum? das weiss er selber nicht.
ich merke einfach, dass es ihm ganz extrem wichtig ist.
von Psychologie, unverarbeiteten Dingen, Unterbewusstsein und so weiter hält er nicht viel. er wurde beschnitten, kann sich nicht mehr daran erinnern und deshalb hat es für ihn nicht statt gefunden.
so ist es natürlich schwierig, zu diskutieren. ich habe viele gute ARgumente (hier im Forum gesammelt! :D ), er hat keine. aber 'meine' zählen nicht.
aber er findet, es müsse schon sonst immer nach meinem Kopf gehen.
ich weiss mittlerweile nicht mehr so genau, um was es mir geht. dass dieser kleine Eingriff (doch, für mich ist es noch ein kleiner Eingriff) nicht vorgenommen wird, oder darum, dass ich diesen Kampf gewinne?
Anwu |
| 23.05.2005 20.39 | tinaxyz | RE: @ Liesa |
Original von Anwu
aber er findet, es müsse schon sonst immer nach meinem Kopf gehen.
ich weiss mittlerweile nicht mehr so genau, um was es mir geht... darum, dass ich diesen Kampf gewinne?
und für ihn ist es kein "Kampf"?
Er sagt doch selbst: es geht sonst schon immer nach dir, also muss er hier Recht behalten. Es geht nur um euch zwei und nicht um das Baby.
Wird dir das klar?
Es geht darum, wer Recht hat oder Recht bekommt oder seinen Willen durchsetzen kann.
edit: dabei sollte es um das Beste für das Baby gehen. Und das kann auch eine Beschneidung sein - wenn es medizinisch notwendig ist.
Wenn man übrigens an Gott glaubt, so wie ihr beide- wieso nimmt man sich das Recht heraus, an einem von Gott geschaffenem Wesen herumzuschnippeln?
Ist Gott nicht unfehlbar? Ist das nicht ziemlich anmaßend?
ich bin nicht gläubig, man möge mir meine blasphemischen (hier passt es!) Äußerungen verzeihen. |
| 23.05.2005 20.43 | Schneewittchen | RE: @ Liesa |
Ein Link von Barbara, den ich gern hier kommentarlos einfügen möchte:
Wen es interessiert, hier geht es lang ---> |
| 23.05.2005 20.44 | liesa | RE: an alle |
?( Allso wenn mann eine Beschneidung ausführt , ist das eine Schönheits OP ? Und wenn Ärzte das machen nur um ein Baby schöner zu machen ? Und alle die dafür sind sind gegen das Selbstbestimmungsrecht von Kindern (Jungen )? Normal ist es so , wenn etwas in dem Land /Familie so gemacht wird , ist es richtig . Mann will kein Ausenseider sein und nicht aus der Reihe tanzen . Genau wie wenn ein Jude /Moslem /Afrikaner nicht beschnitten ist , ist das nicht ok oder wird mit Verwunderung aufgenommen . |
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