Regeln Häufig gestellte Fragen Kalender Linkliste Board-Chat Zur Startseite
deutsch auswählen choose english Registrierung Mitgliederliste Teammitglieder Suche Seite empfehlen Gästebuch zum Cafe Forum Radiocenter


[BotIndex] [««]       Speziell generierte Seite - benutzen Sie bitte die Navigation etwas off topic, Geburtsbegleitung durch Ehemänner (oder Partner)  

17.06.2008 01.04 | Itohan | etwas off topic, Geburtsbegleitung durch Ehemänner (oder Partner)
Ich würde gerne eure Sicht und eure Erfahrungen zu diesem Thema kennen lernen.

Bei der Geburt unseres ersten Kindes war mein Mann dabei. Allerdings fand ich das nicht so ideal. Zuerst ist konnte er sich gar nicht wach halten und dann hat er sich mit der (zugegeben unsympatischen) Hebamme angelegt. Ich glaube das hat mich nur unnötig von der Sache abgelenkt.
Schlussendlich gab es eine Notoperation zu der er nicht mehr zugelassen wurde, was seinen Kreislauf vorübergehend ruhig stellte.

Jetzt steht die Geburt des zweiten Kindes an, und für meinen Mann scheint es wie selbstverständlich zu sein, dass er wieder dabei sein wird. Ich habe schon mal vor ihm laut darüber nachgedacht, dass seine Begleitung vielleicht gar nicht so ideal sei, und er war da etwas eingeschnappt.
Eines seiner Motive vermute ich zu kennen: er möchte gerne kontrollieren, was mit seiner Frau und seinem Kind passiert. Er ist gegenüber dem Spitalpersonal etwas misstrauisch, nachdem bei der Geburt von A. einiges schief ging, umso mehr.

Ich denke aber an mich, ich möchte das beste aus der Situation machen. Ich liebe meinen Mann über alles und suche auch oft Unterstützung bei ihm, die ich dann auch bekomme, aber ich habe Angst dass ihn diese Situation wieder überfordern wird und er mich dann halt wieder eher ärgert und ablenkt, was kontraproduktiv sein wird.

Soll ich es also alleine versuchen? Ich bin eine Einzelgängerin, habe keine Probleme mit dem Alleinsein, aber ich bin ja dann doch nicht wirklich alleine, sondern mit dem Spitalpersonal, dem ich dann quasi ausgeliefert sein werde, wenn niemand weiteres mehr da wäre...
Sonst kenne ich niemanden, der mich begleiten könnte, ich habe keine enge geeignete Freundin. Ich betrachte eben schon meinen Mann als diejenige Person, die am besten zu beschützen mich imstande ist, bei der ich mich am sichersten fühle. Sollen wir es nochmals zusammen versuchen?

Meine Mutter wäre vielleicht noch eine Möglichkeit, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das will. Wir haben eine gute Beziehung, etwas hält mich aber davon ab. Ich bin ja erwachsen und habe mich schon längst von ihrem "mütterlichen Schutz" gelöst, will ich das wieder rückgängig machen?

Versteht überhaupt jemand meine ambivalenten Gedankengänge?

Oder kurz: hat jemand schon einen ähnlcihen Entscheidungsprozess hinter sich gebracht?

17.06.2008 07.23 | okwukwe | RE: etwas off topic, Geburtsbegleitung durch Ehemänner (oder Partner)
Hallo Itohan,
deine Ambivalenz ist gut nachvollziehbar.
Ich war nie in der Situation, da ich bei der Geburt meiner Tochter bereits getrennt vom Vater war. Mich haben zwei Freundinnen begleitet, wobei nur die eine bei der Geburt dabei war, da die andere selbst hoch schwanger.
Ich wäre, aber das stellte ich erst bei der Geburt fest, am liebsten alleine gewesen. Die Sicherheit, dass wenn etwas geschehen sollte, dass in meinem Sinne und nicht im Sinne des Krankenhauspersonales gehandelt werden würde, war mir wichtig.
Begleitung war mir also wichtig aber nicht unter der Geburt.
Kannst du deinem Mann sagen, was du benötigst und was störend war beim letzten Mal? Kann er sich auf dich einstellen, wenn dir etwas wichtig ist und sich zurückstellen?
Es geht um die Geburt eures Kindes und der Wunsch deines Mannes ist nachvollziebar. Aber DU gebärst und DiR muss es gut gehen. Du musst dich fallen lassen können. Also bist du die, die die Situation bestimmt. Finde ich jedenfalls :red:
Wenn du dich bei deiner Mutter gut aufgehoben fühlst, warum soll sie dich nicht begleiten? Wenn du nicht den Eindruck hast, du musst es ihr recht machen oder sie würde dich bestimmen oder zu sehr beglucken oder die Distanz nicht wahren können.........
Könnt ihr auch zu dritt gehen? Ich muss schmunzeln bei der Vorstellung, wenn so ein ganzer Trupp angerückt kommt.
Meine Freundin haben wir zu zweit begleitet Sie gebar damals Zwillinge.
Itohan, ich wünsch dir erst mal ne gute Klärung und dann ein tolles Geburtserlebnis.

17.06.2008 08.16 | Malo | RE: etwas off topic, Geburtsbegleitung durch Ehemänner (oder Partner)
Bei mir war es, wie bei Okwkwe. Ich hatte mich vom Vater meiner Tochter getrennt und er kam für mich auf keinen Fall in Frage.

So habe ich meine Mutter dabei gehabt und (und das finden die meisten etwas seltsam) meinen Papa.
Obwohl ich im Nachhinein auf meinen Papa wohl auch verzichten hätte können.
Ich hatte einfach das Gefühl, das Kind muss gleich zu Beginn die Anwesenheit eines Mannes spüren (ich kanns nicht erklären, war einfach ein Gefühl).

Ich denke, ich würde bei einem gemeinsamen Kind wohl meinen Mann mitnehmen. Auch wenn ich nicht sicher bin, ob das funktioniert, denn entweder wird er mich überbehüten (und damit wahnsinnig machen) oder eben wie Deiner mit seinen eigenen Bedürfnissen kämpfen (müde, hungrig, gestresst, was auch immer)

Ito, habt ihr auch Beleghebammen bei Euch?
Bei uns gibt es die Möglichkeit, sich schon während der Schwangerschaft eine betreuende Hebamme zu suchen, die einen dann auch ins Krankenhaus und nach der Geburt zur Nachsorge begleitet.
Mit einer erfahrenen Hebamme kann man eine ganze Menge Möglichkeiten durchspielen und festlegen, wie und wie nicht man das Ganze haben möchte...
Und vielleicht hat die auch eine Idee, wie man den Mann "aus dem Weg" bekommt, wenn Frau sich nicht ausreichend entspannen kann.

Bei meinem Bruder (Hausgeburt) hat die Hebamme meinen Vater Folie kaufen geschickt, die bräuchte man dringend bei einer Hausgeburt. Als mein Vater dann nach einiger Zeit mit Frischhalte- und Teichfolie (er ist eben ganz Handwerker) wiederkam, weil er die richtige nicht finden konnte, war sein Sohn auf der Welt, er konnte ihn in den Arm nehmen und alles war gut...

17.06.2008 08.27 | RedDawn |
Itohan, auch bei mir steht in den nächsten Tagen eine Geburt an und ich habe auch sehr viel Zeit damit verbracht, darüber nachzudenken ob mein Mann dabei sein soll oder nicht. Bei meinem ersten Sohn war ich allein, was mich auch überhaupt nicht gestört hat, es war sogar entspannend. Auch denke ich, dass ich, wenn jemand dabei ist, ich mich mehr in meinen Schmerz reinsteigere, schliesslich ist jemand da, der mich dann tröstet. Bei meiner ersten Geburt war ich ganz ruhig, hab kaum gejammert oder sonstwas.
Ich weiss auch nicht ob mein Mann wirklich eine gute Stütze sein könnte, aber eigentlich möchte ich schon, dass er dabei ist. Er wollte ja anfangs nicht so richtig, aber jetzt möchte er schon. Ich glaub, dass die Männer nicht wissen wie sie uns helfen können und deshalb machen sie dann sowas wie Dein Mann gemacht hat. Dabei sollen sie ja nur da sein, sie müssen gar nichts weiter machen. Aber ich verstehe auch ihre Seite, bei meiner Freundin war ich bei der Geburt ihrer Tochter dabei und es war schlimm sie so leiden zu sehen und nichts tun zu können. Man will irgendwas tröstendes sagen oder tun aber es fällt einem nicht ein was das sein könnte. Sag Deinem Mann einfach, dass bestimmte Dinge während der Entbindung für Dich belastend sind und Du Dich auf Dich konzentrieren musst und Dich nicht noch um ihn kümmern kannst. Würde es wieder so laufen wie beim letzten Mal, würde ich ihn dann vielleicht lieber rausschicken.
Viel Glück!

17.06.2008 08.42 | Itohan |
Im werde in einem öffentlichen Spital gebären, dort kann man sich eben leider nicht von seiner eigenen Hebamme begleiten lassen. Andere private Spitäler würden das zulassen, diese kommen für mich aber nicht in Frage weil ich in einem Spital gebären will, wo es entsprechende neonatologische Einrichtungen gibt, ich will da nichts riskieren weil es bei der Geburt von A. diese Komplikationen gab. Dasselbe rät mir meine Gynäkologin, es sei denn, ich würde von Anfang an einen Kaiserschnitt planen. Das will ich aber nicht.

Wenn ich jetzt schon wüsste, dass ich mich mit der Hebamme super verstehen werde, dann würde ich mir keine grossen Gedanken machen und es alleine versuchen. Das wäre der Idealfall, der leider das letzte Mal nicht eingetroffen war.

Meine Mutter ist weder begluckend noch würde sie Druck auf mich ausüben, aber ich habe das Gefühl dass ich mich bei ihr nicht richtig gehen lassen will, ich weiss nicht warum.

Mein Mann weiss, was nicht gut lief, es tut ihm auch leid. Ich meine er war überfordert, bin mir aber nicht sicher ob er das auch so sieht. Seine Auseinandersetzung mit der Hebamme war für ihn gerechtfertigt und notwendig. Auf sie hätte ich ehrlich gesagt auch verzichten können.

Danke okwukwe, du hast mich darin bekräftigt dass es nicht ganz so abwegig ist, die Geburt ohne private Begleitung, zu wollen. Jemand sollte aber wohl in greifbarer Nähe sein. Das Problem ist, wie macht man diese Person dann im entscheidenden Moment greifbar?

17.06.2008 09.05 | little django |
Hallo Itohan!
Ich hatte bei meinen Kindern meinen ersten Mann dabei, er war mir eine große stütze, auch wenn er danach sagte daß er sich hilflos gefühlt hat, eben wegen der schmerzen und er gar nichts tun kann außer handerl-halten und schweiß abwischen.
ein kind kommt ja im moment nicht in frage, aber sollten wir dir möglichkeit bekommen (sprich er arbeiten dürfen) gibts sicher eines od. zwei.
da würde ich mir schon wünschen daß er uns begleitet. ich weiß nicth wie er reagieren wird, aber so wie ich ihn im moment kenne würde er entweder gleich umfallen und so "aus dem weg geräumt sein" :wink: oder er ist der super starke der hilft wo er kann. ich tendiere zu zweiterem.
wie reagiert er wenn er grantig od. gereizt ist wenn du ihm das sagst? kannst du ihn da "raus schicken" ohne daß es sich zuspitzt? sozusagen zum abkühlen?
beim meinem schatz geht das, somit mach ich mir da keinen kopf daß er nicht gehen würde wenn ich allein sein mag.
und ich denke vor allem - es ist ja schon eure zweite geburt. da ist meines erachtens alles etwas leichter, weil man ja ungefähr glaubt zu wissen was einen erwartet. vielleicht ist er gar nimmer so nervös wie beim ersten mal.
lg, ich wünsch dir das geburtserlebnis das du dir wünscht!
ldj

17.06.2008 09.49 | lena_s |
hallo itohan,
zuerst einmal herzlichen glückwunsch zur schwangerschaft.
ich habe meine erste tochter im beisein meines mannes bekommen. die anderen töchter dann alleine.
ich finde, dass kinderkriegen eine frauensache ist. ein mann kann damit nichts anfangen.
nie mehr würde ich einen mann bei einer geburt dabeihaben wollen.
du könntest deinen mann doch so ganz klassisch vor der türe warten lassen. kauf ihm ein packerl zigaretten und gib ihm kleingeld für den kaffeeautomaten. viellicht wäre das ein kompromiss.
gruß.

17.06.2008 10.09 | Wahala | RE: etwas off topic, Geburtsbegleitung durch Ehemänner (oder Partner)
Hi

Mein damaliger Mann hat mich zur Geburt meines Sohnes begleitet, aber ich empfand ihn als sehr störend. Und ich hatte das Gefühl, dass ich mich um ihn sorgen müsse statt umgekehrt. Irgendwann hab ich ihn dann nach Hause geschickt (die Geburt dauerte ziemlich lang). Meine Mutter hatte immer wieder angerufen um zu wissen wie es mir geht und - das weiss sie allerdings nicht - das hat mich irgendwann so genervt, dass in den Hörer geschrien habe, sie solle eben kommen und nicht ständig anrufen. Sie war dann beim letzten Teil der Geburt dabei, mein Mann kam auch wieder rein. Die Geburt ansich war absolut schrecklich und die Begleitung keinerlei Unterstützung.

Ich war selbst bei der Geburt des Sohnes einer Freundin dabei und würde dies wohl so machen, falls ich noch ein Kind gebären wollte. Allerdings habe ich dies ja sowieso ausgeschlossen. Meinen Mann würde ich bei einer Geburt wohl nicht ständig um mich herum haben wollen. Er kann ja in den Spital kommen und draussen warten oder was auch immer .. Ich würde ihn wohl eher als störend empfinden.

Für mich kämen weder Mutter, noch Ehemann in Frage. Wenn überhaupt, dann eine gute Freundin (die selber schon eine Geburt hatte).

Wahala

17.06.2008 11.41 | chris |
Zur Geburt von A. war von uns aus auch geplant, dass mein Freund mit dabei ist. Leider kam ja dann alles anders. Es wurde ja eingeleitet und als es langsam losging, glaubte mir das keiner und sie schickten ihn nach Hause, weil die Besuchszeit vorbei war. Sie meinten, sie rufen ihn wieder an, sollte es wirklich losgehen. Das tat aber leider keiner, ich selbst war leider nicht mehr in der Lage dazu, denn eingeleitete Wehen lassen einem offenbar leider von Anfang an keine Verschnaufpause, kommen sehr schnell in 2-Minuten-Abständen, jedenfalls war es bei mir so. Zwei Frauen, die mit mir im Zimmer lagen, baten die Nachtschwester, ihn zu informieren, das wurde aber ignoriert.

Die Geburt war wirklich schrecklich, gar nicht so sehr wegen der Schmerzen, sondern wegen der Art und Weise, wie man dort mit mir umging. Ich durfte ja nirgends hin, nicht in den Kreissaal, nicht in den Vorwehenraum und auf Station schliefen alle. Außerdem durfte ich aus dem Grund auch nicht laut sein. Ich habe dann eine Stunde auf dem Besucherklo zugebracht und hatte schon Angst, mein Kind dort unbemerkt zu bekommen (es hat sich ja niemand gekümmert, wo ich war, obwohl die Schwester wusste, dass ich Eröffnungswehen hatte, ich war die Stunde komplett ohne Aufsicht, wäre was passiert, ich will es mir gar nicht ausmalen), bis ich endlich in den Kreissaal durfte. Schwestern und Hebammen waren mehr als unfreundlich und wie gesagt, die ganze Zeit über informierte niemand den Kindsvater oder sonstwen. Ich war unfreiwillig allein und das war wohl die schrecklichste Nacht meines Lebens. Ich hätte einiges drum gegeben, meinen Freund dabei zu haben, schon allein, weil ich weiß, dass er sich, wie dein Mann, eine solche Behandlung nicht hätte bieten lassen. Außerdem hat er so die Geburt seiner Tochter verpasst.

Meine Mutter hätte ich auch nicht dabei haben wollen. Warum kann ich auch nicht so direkt sagen, es ist seltsam. Es wäre mir einfach unangenehm, obwohl wir ein sehr gutes Verhältnis haben.

Also ich würde den Mann auf jeden Fall mitnehmen, aber basierend auf meinen Erfahrungen. Ich finde, jede Frau muss selbst entscheiden, was ihr angenehmer ist. Ich hätte nur gerne jemanden gehabt, der in dieser Nacht ein Machtwort gesprochen hätte.

17.06.2008 12.39 | vanilla |
Ich hätte das selbe wie Malo empfohlen, eine Beleghebamme wäre für eine zweite Geburt die Ideale Lösung bei mir. Sind in dem Spital Doulas zugelassen? Das kostet zwar glaube ich extra, aber das könnte auch eine Lösung sein (und im Notfall kann man sie ja auch als Freundin deklarieren).

Da hat's noch zusätzliche Infos dazu.

http://www.swissmom.ch/anzeige.php?docname=INTERVIEWBIRCHLER

www.doula.ch

Es ist zwar teuer, aber vielleicht gibt's da ja auch Lösungen (Teilbegleitung, etc.)

17.06.2008 12.57 | bembe |
Hallo Ito

Ich habe alle drei Varianten hinter mir; einmal mit Freundin, einmal mit Mann und einmal alleine.
Die Geburt, bei der ich "alleine" war (medizinisches Personal war natürlich anwesend) war für mich die beste. Das schönste war. dass auch nach der Geburt niemand kam und ich meine frische Tochter recht lange ganz für mich alleine hatte.

Ich finde aber, dass es auch eine Rolle spielt, warum dein Mann dabei sein will. Möchte er Kontrolle haben, möchte er dich unterstützen? Oder will er ganz einfach die Geburt seines Kindes miterleben.
Im ersteren Fall würde ich ihm klar versichern, dass du es alleine schaffst. Beim letzteren Fall würde ich den Mann dabei haben wollen. Ich finde auch ein Mann hat das Recht die Geburt mitzuerleben, wenn er will.

17.06.2008 12.58 | sunnyibo |
Original von Itohan


Wenn ich jetzt schon wüsste, dass ich mich mit der Hebamme super verstehen werde, dann würde ich mir keine grossen Gedanken machen und es alleine versuchen. Das wäre der Idealfall, der leider das letzte Mal nicht eingetroffen war.



Hach, jetzt war ich mal 'ne zeitlang nicht da...

als erstes: Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft und (wohl baldigen) Geburt :umarm:

kann man bei euch nicht vorher das Krankenhaus besichtigen, lernt die Ärzte und die Hebammen kennen, bespricht den gewünschten Geburtsvorgang???

LG Sunny

17.06.2008 13.16 | Seestern |
Hallo, Itohan!
Habe meinen Sohn auch ohne seinen Vater zur Welt gebracht.
Er wäre aber auch nicht der Typ Mann gewesen, den ich hätte dabei haben wollen. Eine Freundin von mir ist aber die letzten 8 Stunden - die Wehen sind eingeleitet worden - an meiner Seite gewesen. Und das war total gut und auch wichtig, denn es war nicht einfach und sie war gelernte Hebamme und Krankenschwester. Ich weiss nicht, was ich ohne sie gemacht hätte. Der Arzt, der mich entbunden hat, war unmöglich und sehr sarkastisch.
Also: alleine würde ich nicht hingehen. Vielleicht doch mit deinem Mann, der ja zwischendurch, wenn er nervt, mal rausgehen kann ...?
Ich wünsche dir, dass du eine einfache, entspannte Geburt haben wirst - mit deinem Mann in der Nähe.
LG - Seestern

17.06.2008 14.28 | Bine |
:knutsch:Original von lena_s
hallo itohan,
zuerst einmal herzlichen glückwunsch zur schwangerschaft.
ich habe meine erste tochter im beisein meines mannes bekommen. die anderen töchter dann alleine.
ich finde, dass kinderkriegen eine frauensache ist. ein mann kann damit nichts anfangen.
nie mehr würde ich einen mann bei einer geburt dabeihaben wollen.
du könntest deinen mann doch so ganz klassisch vor der türe warten lassen. kauf ihm ein packerl zigaretten und gib ihm kleingeld für den kaffeeautomaten. viellicht wäre das ein kompromiss.
gruß.

Hi

Mein damaliger Mann hat mich zur Geburt meines Sohnes begleitet, aber ich empfand ihn als sehr störend. Und ich hatte das Gefühl, dass ich mich um ihn sorgen müsse statt umgekehrt. Irgendwann hab ich ihn dann nach Hause geschickt (die Geburt dauerte ziemlich lang). Meine Mutter hatte immer wieder angerufen um zu wissen wie es mir geht und - das weiss sie allerdings nicht - das hat mich irgendwann so genervt, dass in den Hörer geschrien habe, sie solle eben kommen und nicht ständig anrufen. Sie war dann beim letzten Teil der Geburt dabei, mein Mann kam auch wieder rein. Die Geburt ansich war absolut schrecklich und die Begleitung keinerlei Unterstützung.

Ich war selbst bei der Geburt des Sohnes einer Freundin dabei und würde dies wohl so machen, falls ich noch ein Kind gebären wollte. Allerdings habe ich dies ja sowieso ausgeschlossen. Meinen Mann würde ich bei einer Geburt wohl nicht ständig um mich herum haben wollen. Er kann ja in den Spital kommen und draussen warten oder was auch immer .. Ich würde ihn wohl eher als störend empfinden.

Für mich kämen weder Mutter, noch Ehemann in Frage. Wenn überhaupt, dann eine gute Freundin (die selber schon eine Geburt hatte).

Wahala



Ich seh`s wie Lena und Wahala - und habe drei Varianten durch.
Bei Geburt eins war meine Mom dabei, bei Geburt zwei der Kindsvater, bei den Geburten drei und vier jeweils eine gute Freundin.

Fazit:
NIE MEHR würde ich einen Mann ins Krankenhaus mitnehmen.
Ich gehe da mit Lena und meiner letzten Hebamme konform: Ein Mann hat im Kreißsaal m.A. nach nichts zu suchen - das ist Frauensache.

Meine erste Geburt war locker und ich war froh, dass ich meine Mutter dabei hatte - so ganz alleine hätte ich das wahrscheinlich nicht so gut gepackt, denn meine Mam hat schon auf mich aufgepasst:)

Die besten Geburten waren aber diejenigen, bei denen eine Freundin dabei war. Und die Variante "Alleine Entbinden" würde ich immer noch und jederzeit der Variante "MIT MANN" vorziehen - aber so bin ich halt :knutsch:!

Bine

17.06.2008 19.51 | Afusat |
Mein Mann war bei allen 3 Kindern dabei.

Die Geburt von unserem Sohn wurde eingeleitet .
Diese Wehen sind mörderisch.Kann man nicht wegatmen.

Irgendwann fragte mein MAnn dann tatsächlich ob ich schmerzen hätte , da ich immer ins Kopfkissen biss.

Tochter Nr kam morgens um 1.40Uhr.
Mann ahtte Frühschicht und ich jage ihn NAchts aus dem Bett , weil die Wehen losgingen.
Tochrter kam recht schnell auf die Welt , PApa sass dann mit Kind im Arm auf einem Stuhl und ist dauernd eingenickt.
Wir haben ih dann nach Hause geschickt.

Tochter Nr. 2 kam morgens um 7.40 UHr . Mein MAnn wurde angerufen und kam dann gleichzeitig mit dem KInd an.


Er war keine Hilfe ,aber auch keine Belastung.

Itohan , ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und du wirst das schon wuppen. Ob mit oder ohne MAnn.

17.06.2008 20.11 | Bellacasa |
Original von Afusat
Diese Wehen sind mörderisch.Kann man nicht wegatmen.

Irgendwann fragte mein MAnn dann tatsächlich ob ich schmerzen hätte , da ich immer ins Kopfkissen biss.



....einen Satz vom Vater meines Sohnes werde ich nie vergessen....während einer Wehe:
" beim nächsten Kind musst du aber besser atmen, das hast du ja gar nicht richtig geübt!"
Ich kann mich da nur Bine anschliessen.
Geburt ist Frauensache.
Ich habe damals meine "eigene" Hebamme mit ins Krankenhaus genommen, wo sie entbinden durfte.
Den Vater meines Sohnes habe ich kaum wahrgenommen, soooo viel hatte ich mit mir zu tun. Und im entscheidenden Moment musste er den Raum verlassen, da der Arzt eine Saugglockenentbindung durchführte.

Hätte ich noch ein Kind bekommen, ich wäre in ein Geburtshaus gegangen zusammen mit meiner Freundin....ein Ort von Wärme und Kraft....diese Geburtshäuser gibts bei uns in jeder grösseren Stadt, habe gerade gegooglet...in der Schweiz wohl auch.
Anbei der Link und alles Gute für Euch!!

http://de.wikipedia.org/wiki/Geburtshaus

17.06.2008 23.20 | Itohan |
Geburtshäuser gibt es bei uns natürlich auch, aber wie bereits erwähnt kommt das für mich nicht in Frage, bei der ersten Geburt gab es eine gefährliche Situation für mein Kind und ich bevorzuge wieder die Sicherheit eines gut ausgerüsteten Spitals.

Vanilla - von Doulas habe ich schon gehört, aber das wäre ja auch eine fremde Frau, also auch "Personal". Eigentlich sollte eine Hebamme ja dieser Service anbieten... ?

Ich überlege mir nun inzwischen eine Mehrpersonenlösung, z.B. Mutter, Freundin, Mann die sich situativ ablösen könnten. Meinen Mann möchte ich sicher nicht ganz ausschliessen. Meine Mutter evtl als Supplement. Dann gibt es eine Freundin die für mich in Frage kommt.

Wir haben heute darüber gesprochen, er meinte, er wäre eben gerne dabei, aber wenn ich das nicht wolle dann halt nicht. Er wäre sehr nervös gewesen bei der ersten Geburt. Ich sagte ihm, dass ich ihn auf jeden Fall in der Nähe haben will, aber vielleicht eben nicht die ganze Zeit über drinnen. Dass ich verstehe, dass er müde war (er war zum Zeitpunkt auch über 24 Stunden schon auf den Beinen), dass er aber sich lieber aus meiner Sichtweite irgendwo hinlegt, wenn das wieder passieren sollte. Ich habe noch nicht erwähnt, dass ich die Möglichkeit einer Freundin in Betracht ziehe, zuerst will ich dass uns klar wird, was seine Rolle sein wird. Er kennt diese Freundin auch nicht so gut.

(Diese Wehenmittel-Wehen sind wirklich sehr schmerzhaft, mir wurden diese Mittel auch verabreicht weil die natürlichen Wehen offensichtlich nicht effizient genug waren. Die Hebamme hat dieses Mittel ohne Vorankündigung am Tropf angehängt wo vorher nur NaCl floss, und es später "gebeichtet". Ich hatte starke Schmerzen und mir wurde geboten ruhig zu liegen, weil man einen CTG machen wollte, ich konnte aber nicht still auf dem Rücken liegen dabei. Die Hebamme wurde dann recht harsch zu mir, und das hat meinem Mann nicht gepasst, deshalb hat er sich dann auch eingemischt.)

Die Geburt rückt immer näher, aber gestern habe ich mir das erste Mal richtige Gedanken dazu gemacht. Ich habe jetzt noch ein paar Klausuren und viel anderes im Kopf, da kam das zu kurz. Wenn diese vorbei sind ist mein Kopf wieder frei für diese auch sehr wichtigen Dinge. Danke für eure Inputs.

17.06.2008 23.57 | chris |
Original von Itohan


(Diese Wehenmittel-Wehen sind wirklich sehr schmerzhaft, mir wurden diese Mittel auch verabreicht weil die natürlichen Wehen offensichtlich nicht effizient genug waren. Die Hebamme hat dieses Mittel ohne Vorankündigung am Tropf angehängt wo vorher nur NaCl floss, und es später "gebeichtet". Ich hatte starke Schmerzen und mir wurde geboten ruhig zu liegen, weil man einen CTG machen wollte, ich konnte aber nicht still auf dem Rücken liegen dabei. Die Hebamme wurde dann recht harsch zu mir, und das hat meinem Mann nicht gepasst, deshalb hat er sich dann auch eingemischt.)



Ja, so war das bei mir auch. Grausige Schmerzen in ganz kurzen Abständen. Auf dem Rücken liegen war auch bei mir nicht möglich, ich musste mich immer aufbäumen und wegatmen hat bei dieser Intensität auch überhaupt nicht funktioniert. Auch ich bin damit auf Unverständnis seitens der Hebamme gestoßen. Aber ich hätte mir wie gesagt gewünscht, dass mein Freund da hätte eingreifen können, denn ich hatte keine Kraft mehr, mich zu verteidigen. Ich hatte die Nacht vorher schon nicht schlafen können.

Aber wie gesagt, jeder empfindet das wohl anders.

18.06.2008 08.55 | vanilla |
Original von Itohan
Vanilla - von Doulas habe ich schon gehört, aber das wäre ja auch eine fremde Frau, also auch "Personal". Eigentlich sollte eine Hebamme ja dieser Service anbieten... ?



Ja, sie sind auch Personal, allerdings begleiten sie dich auf Wunsch auch vor der Geburt. Wenn ich das richtig verstanden habe ersetzen sie nicht die Hebamme, d.h. sie beschäftigen sich weniger mit dem medizinischen Aspekt, sondern mit der Mutter selber, und vertreten ihre Meinung dann eher bei den Aerzten. Ich persönlich finde es bei einer guten Hebamme weniger wichtig eine Doula zu haben, aber wenn man nicht weiss wen man hat kann es vielleicht hilfreich sein.

Deine Lösung klingt doch gut ;). Gerade wenn eine GEburt sehr lange dauert ist es vielleicht für alle gut wenn mehrere Personen da sind. Und du kannst je nach Gefühl eher die eine oder andere fragen, ob sie dich in dem Moment begleiten können.

Mit den Wehenmittel und einer nicht besonders netten Hebamme habe ich auch Erfahrungen, das scheint ein relativ verbreitetes Phänomen zu sein....

18.06.2008 09.03 | NinaKöln |
Original von vanilla

Mit den Wehenmittel und einer nicht besonders netten Hebamme habe ich auch Erfahrungen, das scheint ein relativ verbreitetes Phänomen zu sein....

Dann frage ich mich, ob sie euer vorheriges Einverständnis hatten, ungefragt diese Wehenmittel zu verabreichen - ansonsten könnte man da bös Ärger machen.

18.06.2008 09.40 | Anwu |
mein Mann und ich hatten uns über dieses Thema gestritten, lange bevor ich schwanger war. er wollte auf keinen Fall dabei sein, ich fühlte mich von ihm im Stich gelassen.

als es dann soweit war, konnte er nicht dabei sein, hätte aber alles darum gegeben, dabei sein zu dürfen!

ja, so spielt das Leben.

auf jeden Fall machte ich mich am Geburtsabend zusammen mit drei Freundinnen auf den Weg ins Spital. später kam noch meine Mutter dazu. zwei Freundinnen gingen nach Hause, eine blieb. dazu kamen noch zwei Hebammen - eine ältere, sehr erfahrene und eine jüngere in Ausbildung.

für mich war das Setting so perfekt. die Atmosphäre war sehr gut... es hat alles gestimmt. Gebären ist eben irgendwie doch Frauensache. ;)

auf der anderen Seite hätte ich wohl auch Mühe, den Kindsvater auszuschliessen, wenn er dabei sein möchte... vor allem kann so eine Geburt ja Stunden gehen... am liebsten wäre es mir wohl, er wäre am Anfang dabei, würde dann aber rausgehen, wenn es richtig zur Sache geht. :wink:

18.06.2008 10.30 | little django |
Original von Itohan

(Diese Wehenmittel-Wehen sind wirklich sehr schmerzhaft, mir wurden diese Mittel auch verabreicht weil die natürlichen Wehen offensichtlich nicht effizient genug waren.


die bekam ich auch beim buben, weil meine eigenen wehen nicht stark genug waren. vor dem kaiserschnitt.
ich bekam vor dem wehenmittel aber einen kreuzstich, somit waren sie auszuhalten. aber ohne wär´s heftig gewesen. ich durfte aber knien bzw. seitlich liegen, wie´s mir gepasst hat. meine hebamme war total süß, wir waren auch die einzigen die sie zu betreuen hatte.

es sind sicher andere hebammen als bei deiner ersten geburt, und wenn du eh unterstützung hast (nicht nur männliche) wird das sicher anders und ruhiger ablaufen.
somit: kopf hoch und positiv denken

lg
ldj

01.09.2008 12.35 | chanthadi |
Hallo Itohan,

habe gerade Deinen thread zur Geburt gesehen und bin nun doch ziemlich neugierig, ob Dein Mann denn nun dabei war oder nicht?

Hoffe, Euch allen gehts super!!!

Liebe Gruesse,
Chantha

01.09.2008 12.48 | Simone |
Itohan

Koennen nicht dein Mann und deine Mutter, beide mit kommen in den Kreissaal? Oder sich abwechseln? Es ware gut, wenn beide da waeren, deine Mutter kann, dann den Vater to be etwas unter Kontrolle halten.

Bei der Geburt meines ersten Sohnes war mein Mann dabei, und er war ein grosse Hilfe, aber er hat sich mit seiner Schwaester abgewechselt und die hat ihn in schach gehalten, die maenner wollten immer ihre Frauen im Kreissaal beschuezten und koennen dadurch genau zum gegenteil der Hilfe werden.

Bei der Geburt meines zweiten Sohnen, war ich waeren der Schwangerschaft allein in London, da mein Mann in Nigeria arbeiten musste, aber ich hab darauf bestanden, dass er bei der Geburt dabei ist und er ist zwei Wochen vor den Entbindungstermin nach London gekommen. Ich haette ihn nicht verziehen, wenn ich das Kind alle bekommen haette, meine Mutter war auch in London fuer 2 Wochen und im Anschluss, mein Schwaegerin fuer 3 Monate.

Es ist immer gut, mehrer Leute zu haben die dir nach der Gueburt helfen koennen und auch deinen Mann . . .

01.09.2008 13.55 | chris |
Original von Simone
Koennen nicht dein Mann und deine Mutter, beide mit kommen in den Kreissaal? Oder sich abwechseln? Es ware gut, wenn beide da waeren, deine Mutter kann, dann den Vater to be etwas unter Kontrolle halten.


Ähm, Simone, Ito hat ihr Baby bereits bekommen. Du hast ihr sogar dazu gratuliert im "It's a girl"-Thread, weißt du nicht mehr? :D

Und meine Signatur deutet sowas in der Richtung auch an...

01.09.2008 14.37 | Anna-Lena |
mein freund war damals nicht dabei.

er sass auf den flur und hat gewartet auf der station.
als iich kurz aus dem raum raus bin zur toilette bin ich über den flur gelaufen und sah das er ...... schläft :headknock:

der hatte echt die frechheit das einzuschlafen. nagut es war mitten in der nacht aber trotzdem wie kann man bei sopwas schlafen!!!???
später sagte er mir das er dachte es wäre nur falscher alarm und ich würde das kind noch nicht bekommen so dachte er.....

naja um 4:04 war der kleine dann da. und naja ich glaube um 5:00 hatte sich der liebe papa schon verdrückt weil er ja zu seine wichtigen ein-euro-job musste!!! da war ich echt entäuscht.... ich war da die ganze nacht alleine, die hebamme war auch irgendwie nur unterwegs und habe mein kind bekommen....

naja am nächsten tag sagte mir dann die hebamme das "mein mann" gestern nacht ja soooo fertig war und anscheinend auch geweint hatte auf den flur.... ich weiss nicht ob ich das glauben soll.... aber gut damals glaubte ich es.... :help:

01.09.2008 14.52 | chris |
Original von Anna-Lena
mein freund war damals nicht dabei.

er sass auf den flur und hat gewartet auf der station.
als iich kurz aus dem raum raus bin zur toilette bin ich über den flur gelaufen und sah das er ...... schläft :headknock:

der hatte echt die frechheit das einzuschlafen. nagut es war mitten in der nacht aber trotzdem wie kann man bei sopwas schlafen!!!???
später sagte er mir das er dachte es wäre nur falscher alarm und ich würde das kind noch nicht bekommen so dachte er.....

naja um 4:04 war der kleine dann da. und naja ich glaube um 5:00 hatte sich der liebe papa schon verdrückt weil er ja zu seine wichtigen ein-euro-job musste!!! da war ich echt entäuscht.... ich war da die ganze nacht alleine, die hebamme war auch irgendwie nur unterwegs und habe mein kind bekommen....

naja am nächsten tag sagte mir dann die hebamme das "mein mann" gestern nacht ja soooo fertig war und anscheinend auch geweint hatte auf den flur.... ich weiss nicht ob ich das glauben soll.... aber gut damals glaubte ich es.... :help:

Oh mann, Anna-Lena, jetzt ist er ja wirklich der personifizierte Teufel. Ich finde das bewundernswert, wenn man die ganze Nacht im Krankenhaus war, dann noch arbeiten zu gehen. Und dass der Mann, der ja bei dem ganzen nur hilflos warten kann, ggf. irgendwann einschläft, ist jawohl auch nachvollziehbar. Und warum sollte dich die Hebamme anlügen?

Ehrlich, ich verstehe, dass du ihm, berechtigterweise, dein Veilchen übel nimmst, aber jetzt im Nachhinein alles schlecht zu reden find ich auch nicht in Ordnung. Vor allem ist das nicht förderlich für einen entspannten Kontakt deines Sohnes zum Vater.

01.09.2008 14.59 | Anna-Lena |
Original von chris
Original von Anna-Lena
mein freund war damals nicht dabei.

er sass auf den flur und hat gewartet auf der station.
als iich kurz aus dem raum raus bin zur toilette bin ich über den flur gelaufen und sah das er ...... schläft :headknock:

der hatte echt die frechheit das einzuschlafen. nagut es war mitten in der nacht aber trotzdem wie kann man bei sopwas schlafen!!!???
später sagte er mir das er dachte es wäre nur falscher alarm und ich würde das kind noch nicht bekommen so dachte er.....

naja um 4:04 war der kleine dann da. und naja ich glaube um 5:00 hatte sich der liebe papa schon verdrückt weil er ja zu seine wichtigen ein-euro-job musste!!! da war ich echt entäuscht.... ich war da die ganze nacht alleine, die hebamme war auch irgendwie nur unterwegs und habe mein kind bekommen....

naja am nächsten tag sagte mir dann die hebamme das "mein mann" gestern nacht ja soooo fertig war und anscheinend auch geweint hatte auf den flur.... ich weiss nicht ob ich das glauben soll.... aber gut damals glaubte ich es.... :help:

Oh mann, Anna-Lena, jetzt ist er ja wirklich der personifizierte Teufel. Ich finde das bewundernswert, wenn man die ganze Nacht im Krankenhaus war, dann noch arbeiten zu gehen. Und dass der Mann, der ja bei dem ganzen nur hilflos warten kann, ggf. irgendwann einschläft, ist jawohl auch nachvollziehbar. Und warum sollte dich die Hebamme anlügen?

Ehrlich, ich verstehe, dass du ihm, berechtigterweise, dein Veilchen übel nimmst, aber jetzt im Nachhinein alles schlecht zu reden find ich auch nicht in Ordnung. Vor allem ist das nicht förderlich für einen entspannten Kontakt deines Sohnes zum Vater.


nein er ist nicht der teufel in person!
ich war damals halt entäuscht von ihm.
auch als mann könnte ich nicht einschlafen wenn mein kind gerade zur welt kommt, nein.
mein sohn hat damit nichts zu tun. er muss sich seine eigene meinung über seinen vater bilden da fusche ich nicht mit rein. im gegenteil zu meinen ex! arbeiten gehen? weisst du was ein ein-euro-job ist??

er ist dahingegangen mit all seinen albanischen und afrikanischen kumpels und immer schön am trinken gewesen :LOL:
ab und zu wenn der chaf da war wurde dann auch mal gearbeitet (park saubermachen und so) also anstrengend war das nicht das war sein zeitvertreib.

01.09.2008 15.06 | chris |
Original von Anna-Lena
arbeiten gehen? weisst du was ein ein-euro-job ist??


Nee, weiß ich nicht, klär mich mal auf :madcow:

Du meinst also, ein Ein-Euro-Job ist keine Arbeit? Hast DU denn schonmal einen gemacht? Man kann nur hoffen, dass du von deinem hohen Ross nicht irgendwann mal runterfällst.

01.09.2008 15.30 | Anna-Lena |
Original von chris
Original von Anna-Lena
arbeiten gehen? weisst du was ein ein-euro-job ist??


Nee, weiß ich nicht, klär mich mal auf :madcow:

Du meinst also, ein Ein-Euro-Job ist keine Arbeit? Hast DU denn schonmal einen gemacht? Man kann nur hoffen, dass du von deinem hohen Ross nicht irgendwann mal runterfällst.



ja hab ich.
6 monate lang. deswegen weiss ich das das keine arbeit ist.
mein freund ist um 6 zum park oder schule gegangen dann kam sein boss hat alle aufgeschrieben die anwesenheit. danach ging der chaf und die saßen dort ungefähr 5 leute oder so und haben gequatscht. und manchmal im winter gabs halt mal ne flasche wodka oder sowas, weil es ja warm hält :wink:

ich habe ihn da meistens besucht aus langeweile. und blib da bis 12. um 12 sind wir dann gemeinsam nach hause. dewegen glaube ich es zu beurteilen zu können das er damals kaum gearbeitet hat :LOL:

also ich denke du solltest eher von deinen hohen ross runterkommen und aufhören so zickig zu sein :wink:

01.09.2008 15.44 | chanthadi |
Aehm, ich hab da grad ne Verstaendnisluecke, Anna-Lena: Hast Du den 1-Euro Job gemacht oder Dein Mann? So ganz klar ist das in Deinem posting nicht, wie denn DEIN 1-Euro-Job war. Ich wuerde sagen, das ist in jedem individuellen Fall unterschiedlich, je nach Arbeitgeber/Chef - so wie das mit "Normal"jobs halt auch ist: die einen muessen sich sonstwie abbuckeln fuer ein paar Kroeten und andere trinken den ganzen Tag Kaffee und haben am Monatende trotzdem ein fettes Konto...

01.09.2008 15.52 | Simone |
Ups falschen Namen eincopiert, Sorry . . .

01.09.2008 16.07 | Anna-Lena |
Original von chanthadi
Aehm, ich hab da grad ne Verstaendnisluecke, Anna-Lena: Hast Du den 1-Euro Job gemacht oder Dein Mann? So ganz klar ist das in Deinem posting nicht, wie denn DEIN 1-Euro-Job war. Ich wuerde sagen, das ist in jedem individuellen Fall unterschiedlich, je nach Arbeitgeber/Chef - so wie das mit "Normal"jobs halt auch ist: die einen muessen sich sonstwie abbuckeln fuer ein paar Kroeten und andere trinken den ganzen Tag Kaffee und haben am Monatende trotzdem ein fettes Konto...


es geht um seinen 1 euro job.

allerdings meinte jemand ich sässe auf einen hohen ross und blablabla

daraufhin wollte ich nur nebenbei erwähnen das ich auch mal einen 1 euro job hatte 6 monatelang. das war nichts besonderes. ich war kein bisschen müde nach den 8 h :wink:

02.09.2008 10.06 | tinaxyz |
Original von Anna-Lena
Original von chris
Du meinst also, ein Ein-Euro-Job ist keine Arbeit? Hast DU denn schonmal einen gemacht? Man kann nur hoffen, dass du von deinem hohen Ross nicht irgendwann mal runterfällst.

ja hab ich.
6 monate lang. deswegen weiss ich das das keine arbeit ist.



Ich finde es richtig, dass endlich mal jemand schreibt, was ein Ein-Euro-Job sein sollte.

Es ist nämlich per Definition KEINE echte Arbeit. Ausdrücklich NICHT.
Schließlich ist es ja keine echte Arbeitsstelle, sondern eine Ergänzung- wie z.b. Geschichten vorlesen im Altenheim.

Ich freue mich sehr, dass ich ENDLICH mal von einem 1-Euro-Job lese, der auch ein solcher ist.

Bisher habe ich nur Ein-Euro-Jobs "kennengelernt", die in Wirklichkeit echte Arbeit waren und nur eine Geldsparmaßnahme der AGs.

Der Gesetzgeber tut ja so als ob er nicht wüsste und wollte, dass diese 1-€-Jobs echte Arbeit sind. Dies sind sie aber definitiv in den meisten Fällen nicht.

02.09.2008 10.10 | tinaxyz |
und OT

Ich hatte meinen Mann dabei und fand, dass er eine tolle Unterstützung war. Er hat mich bei den Eröffnungswehen dran erinnert, nicht zu verkrampfen, sondern locker auszuatmen etc. Auch als die Wehen sehr sehr stark wurden und ich keine Wehenpausen mehr hatte (Geburt wurde mit Cocktail eingeleitet), half mir das, auch wenn ich ihm manchmal gerne gesagt hätte, er solle doch einfach ruhig sein.
Presswehen ohne ihn hätte ich wohl nicht durchgestanden. Ich musste auf dem Rücken liegen und brauchte ihn als "Gegengewicht", d.h. er musste sich mit seinem Brustkorb auf meine linke Hand lehnen und ich habe ihn quasi "gestemmt" und gleichzeitig gepresst.
Bei einer Presswehe war er nicht da und das war wirklich schlimm, weil dieses Gegengewicht total gefehlt hat.
Ich empfand seine Anwesenheit als große Hilfe und Unterstützung, und hatte insgesamt eine sehr schöne und harmonische Geburt.

03.09.2008 14.06 | sunnyibo |
Original von Anna-Lena
nur nebenbei erwähnen das ich auch mal einen 1 euro job hatte 6 monatelang. das war nichts besonderes.

wann hast Du den Job denn gemacht?

Ich erinnere mich an Worte wie: ich bin anders, hab gelernt, Ausbildung gemacht trotz Kind, hab einen guten Job und viel Niveau etc. etc.

und neuerdings Worte wie: Aufhebungsvertrag, 1 Euro-Job...

ähm... hm... alles klar

03.09.2008 15.09 | Anna-Lena |
Original von sunnyibo
Original von Anna-Lena
nur nebenbei erwähnen das ich auch mal einen 1 euro job hatte 6 monatelang. das war nichts besonderes.

wann hast Du den Job denn gemacht?

Ich erinnere mich an Worte wie: ich bin anders, hab gelernt, Ausbildung gemacht trotz Kind, hab einen guten Job und viel Niveau etc. etc.

und neuerdings Worte wie: Aufhebungsvertrag, 1 Euro-Job...

ähm... hm... alles klar


keine angst das war schon länger her. ausserdem heisst es nicht das wenn jemand einen 1 euro job gemacht hat, das derjenig KEIN NIVEAU bzw UNGEBILDET ist !!

nur mal so nebenbei....
das eine schließt das andere nicht aus!

04.09.2008 10.17 | sunnyibo |
Original von Anna-Lena
Original von sunnyibo
Original von Anna-Lena
nur nebenbei erwähnen das ich auch mal einen 1 euro job hatte 6 monatelang. das war nichts besonderes.

wann hast Du den Job denn gemacht?

Ich erinnere mich an Worte wie: ich bin anders, hab gelernt, Ausbildung gemacht trotz Kind, hab einen guten Job und viel Niveau etc. etc.

und neuerdings Worte wie: Aufhebungsvertrag, 1 Euro-Job...

ähm... hm... alles klar


keine angst das war schon länger her. ausserdem heisst es nicht das wenn jemand einen 1 euro job gemacht hat, das derjenig KEIN NIVEAU bzw UNGEBILDET ist !!

nur mal so nebenbei....
das eine schließt das andere nicht aus!

schon länger her... aha, alles klar
ja, bist ja auch SCHON 21
hast ein Kind wohl auch Erziehungsurlaub, und 'ne Ausbildung (wurdest übernommen, dann Aufhebungsvertrag)...

langsam komm ich mir vor wie in der Märchenstunde

im übrigen bezweckte ich keine Verbindung zwischen Niveau und 1-Euro-Job. DAS bezog sich lediglich auf Deine früheren Postings

04.09.2008 11.23 | Anna-Lena |
Original von sunnyibo
Original von Anna-Lena
Original von sunnyibo
Original von Anna-Lena
nur nebenbei erwähnen das ich auch mal einen 1 euro job hatte 6 monatelang. das war nichts besonderes.

wann hast Du den Job denn gemacht?

Ich erinnere mich an Worte wie: ich bin anders, hab gelernt, Ausbildung gemacht trotz Kind, hab einen guten Job und viel Niveau etc. etc.

und neuerdings Worte wie: Aufhebungsvertrag, 1 Euro-Job...

ähm... hm... alles klar


keine angst das war schon länger her. ausserdem heisst es nicht das wenn jemand einen 1 euro job gemacht hat, das derjenig KEIN NIVEAU bzw UNGEBILDET ist !!

nur mal so nebenbei....
das eine schließt das andere nicht aus!

schon länger her... aha, alles klar
ja, bist ja auch SCHON 21
hast ein Kind wohl auch Erziehungsurlaub, und 'ne Ausbildung (wurdest übernommen, dann Aufhebungsvertrag)...

langsam komm ich mir vor wie in der Märchenstunde

im übrigen bezweckte ich keine Verbindung zwischen Niveau und 1-Euro-Job. DAS bezog sich lediglich auf Deine früheren Postings


mein erziehungsurlaub dauerte 2 monate :wink:

04.09.2008 11.43 | Itohan |
also um wieder auf das Thema zurück zu kommen und chanthadi's Frage zu beantworten:

Ja, mein Mann war wieder dabei, dieses Mal auch beim ersten Schrei. Ich wollte noch eine gute Freundin dabei haben, das Baby hat sich allerdings just an dem einen Tag im ganzen Monat angekündigt, an dem sie verhindert war... Das war aber nicht so schlimm, denn es kam sowieso wieder anders, als ich es mir vorgestellt hatte.

Mein Mann sass etwas entfernt von mir in einer Ecke auf einem Stuhl, auf einem Stuhl weil eine Schwester in gebeten hatte, sich wenigstens hin zu setzen, weil man nicht für ihn sorgen könnte falls er sich "nicht mehr wohl fühlen würde", etwas entfernt in einer Ecke, weil er so das Schnippen der Scheren nicht so gut hörte und das Blut nicht spritzen sah ;).

Ich war auch nicht gerade unnervös, mich hat derweil die Anästhesistin beruhigt und unterhalten. Dieses Mal hat die Betäubung perfekt funktioniert, ich liebe die Kompetenz dieser Frau, sie hat mein Vertrauen in diese Technik wieder hergestellt. Sie hiess übrigens Joan, ein mir vom Forum her sehr vertrauter Name, ein gutes Omen vielleicht ;).

Unsere Ivie war sehr schnell geboren, es ging keine 15 Minuten. Das Entfernen der Plazenta und anderer Verwachsungen die von meinem 1. Kaiserschnitt noch herrührten und das wieder zusamme nähen dauerten aber eine Ewigkeit, etwa eine Stunde. Es war zu kalt im OP (nur ca 17-18 Grad) so dass mein Mann mit dem Baby in einem Nebenraum auf mich warteten.

Sollte ich jetzt wieder mal schwanger werden, hat sich die ganze Diskussion über Geburtsbegleitung schon erübrigt.

04.09.2008 16.10 | chanthadi |
Ganz, ganz herzlichen Dank Ito!
Das hilft mir sehr, nochmal drueber nachzudenken beim naechsten Mal...

04.09.2008 17.08 | Itohan |
Ich muss vielleicht noch schildern wie es überhaupt dazu kam, sonst erscheint mir mein vorheriges Posting gar nicht so aussagekräftig...

Der Termin war schon eine Woche überschritten, die letzten Ultraschalluntersuchungen deuteten wieder auf ein überdurchschnittlich grosses Kind hin: 4.3 kg war die Einschätzung der Chefin der Geburtsabteilung meines Spitals. Wir machten aus, dass wir noch eine US-Untersuchung machten und setzten die Obergrenze bei 4.5 kg fest, würde diese überschritten, sollte von vorneherein ein Kaiserschnitt durchgeführt werden.

Ich war ein bisschen nervös, wollte das eigentlich vermeiden und probierte alle möglichen Hausmittelchen aus, die wehenbeschleuningend wirken sollten...
Bis zu diesem Termin haben wir dann auch nicht mehr geschafft, ich hatte einen Blasensprung in der Nacht zuvor, dann sind wir ins Spital, wo auch schon bald die ersten Wehen einsetzten.
Ich hatte eine sehr nette ältere Hebamme mit 25 Jahren Berufserfahrung. Sie war sehr offen zu mir, als sie mir nach dem Frühstück sagte, dass sie eigentlich damit rechne, dass es wieder sehr schwierig werden könnte. Mein Kind war nämlich trotz geplatzer Fruchtblase und auch schon echten Wehen noch nicht ins Becken gerutscht, es sah so aus als würde es blockiert. Sie schlug mir wieder eine Epiduralanästhesie vor, damit ich es trotz allem versuchen konnte.

Da war für mich aber auch schon der Punkt errreicht, das Experiment abzubrechen. Ich wollte mein Baby nicht derselben gefährlichen Situation aussetzen, wie es bei meiner ersten Entbindung war. Ich realisierte dass die Fachleute die Chancen für eine vaginale Entbindung so schlecht einschätzten, vorher war mir das nicht so bewusst, vielleicht wollte ich es nicht wahr haben.

Ich habe sie gebeten mich kurz mit meinem Mann in Ruhe zu lassen, da war ich wirklich froh, dass er bei mir war. Und dann habe ich mich zu einem - zugegebenerweise kurzfristig - geplanten Kaiserschnitt entschlossen. Ich musste sechs Stunden warten, weil ich ja kurz zuvor gerade gegessen hatte. Ich bekam ein wehenhemmendes Medikament und durfte mich zwei Stunden in die Badewanne hängen. Ich habe gelesen, es war sehr angenehm.

Erst danach wurde es kurz recht unangenehm, als die Wehen wieder verstärkt kamen und ich ja genau wusste, dass ich diesen Schmerz quasi umsonst ertragen muss.

Die OP war übrigens fast Frauensache, es waren ungefähr zehn Leute da, nur der Assistenzarzt (der Gynäkologie) war ein Mann, plus mein Mann.

Rückblickend bedauere ich zwar für mich, dass ich mich wieder mit einem Bauchschnitt rumquälen muss (ich empfinde das immer noch so unangenehm, diese Narbe schmerzt, ich gehe teilweise noch so "krüppelig", diese Wundheilung geht bei mir so schlecht voran), für mein Kind war es aber wahrscheinlich das beste, so wie es war. Eine recht sichere, relativ stressfreie Entbindungsvariante für das Kind, zumal sie auch ihren Geburtstag selber bestimmen konnte. Sie war auch völlig fit, hat den Apgartest mit Bestnoten bestanden (im Gegensatz zu meinem ersten Kind damals).

@chanthadi: Inwiefern hilft dir das darüber nachzudenken?

05.09.2008 18.57 | chanthadi |
Hi Itohan,
die Geburt meines 4. Kindes war fuer mich die erste, wo mein Mann mit dabei war. Bei den Geburten davor war ich immer alleine mit der Hebamme. Ich war anfangs ganz davon begeistert, dass mein Mann mitwollte. Aber dann hat sich alles so lange hingezogen, hatte 30 Stunden Wehen und er war die ganze Zeit dabei. Ich bin zwischendurch wenigsten immer mal eingeschlafen, er war so aufgedreht dass er kein Auge zugekriegt haette und sein Blutdruck war im Oberstuebchen. Am Ende war er mehr geschafft als ich, er hat definitiv mehr gelitten als ich (zumindest seelisch) und ich hab mich richtig schuldig gefuehlt. Ich denke im Nachhinein auch, dass sich die Geburt so lange hingezogen hat, weil ich das Gefuehl hatte, dass ich mich zusammenreissen muss und mich doch nicht vor ihm so gehenlassen kann. So hatte ich eigentlich beschlossen, dass ich das beim naechsten Mal lieber wieder alleine mit Hebamme durchziehe. Da kann ich ich sein. Auf der anderen Seite ist es sicherlich ein Schluesselerlebnis fuer den Vater, wenn er die Geburt seines Kindes miterlebt und das Baby - so wie mein Mann - sogar als erster in den Armen halten kann. Auch kann es ja (wie bei Dir) passieren, dass ploetzlich eine wichtige Entscheidung getroffen werden muss, die ich vielleicht nicht alleine treffen kann und will und die man auch nicht am Telefon loesen kann (derjenige, der die Situation nicht hautnah miterlebt, kann sie ja dann gar nicht richtig einschaetzen). Also ueberlege ich mir das Ganze nochmal ganz, ganz intensiv... ein paar Monate haben wir ja noch Zeit.
Chantha

05.09.2008 19.24 | adauwa |
Wenn man alle diese Schilderungen liest, kommt man zu dem Schluss, dass es dabei kein richtig oder falsch gibt, dass es so viele Loesungen gibt, wie es Paare gibt und dass es wahrscheinlich ganz nach dem eigenen Gefuehl machen muss.

Bei uns ist es den ganz klassischen altmodischen Weg gegangen, ich war allein mit den Hebammen, die ich als sehr kompetent und zugewandt erlebt habe und mein Mann hatte die Rolle, aufgeregt in den Gaengen des Spitals herumzugeistern und an den Naegeln zu kauen.Fuer mich war das gut so, ich konnte mich auf den Geburtsvorgang konzentrieren und musste mich nicht um ihn sorgen. Er kam ja denn gleich herein, konnte die Kinder abnabeln, wir haben zusammen gelacht und geweint und es war eigentlich kein Thema zwischen uns, dass er oder ich etwas versaeumt haetten.

Spaeter hatte ich nach 3 Fehlgeburten noch eine Totgeburt im 5. Monat, und da war er dabei, weil das mitten in der Nacht daheim passierte und wir nicht mehr ins Spital kamen. Das ging alles so schnell, dass wir uns garkeine Gedanken machen konnten. Wir konnten dann zusammen Abschied von dem ganz zarten, winzigen und wunderschoenen kleinen Buben nehmen, bevor der Morgen anbrach und wir ins Spital fahren konnten. Telefon und Ambulanz gab es damals in Nigeria noch nicht ueberall. Dieses Ereignis hat uns, trotz aller Trauer sehr zusammengeschweisst, ich habe ihn da als kompetenten Arzt (unser Glueck),
als einen trauernden Vater und als den besten aller Kameraden und Troester erlebt. Es hat mir dann fast leidgetan, dass er bei den anderen Kindern nicht doch dabei war.

Aber im Wesentlichen denke ich, dass Geburt Frauensache ist und solange der Vater greifbar und bei Entscheidungen eingebunden ist, es vielleicht problemloser "ohne" ist.
















t

06.09.2008 10.08 | sunnyibo |
Original von adauwa
Wenn man alle diese Schilderungen liest, kommt man zu dem Schluss, dass es dabei kein richtig oder falsch gibt, dass es so viele Loesungen gibt, wie es Paare gibt und dass es wahrscheinlich ganz nach dem eigenen Gefuehl machen muss.

Bei uns ist es den ganz klassischen altmodischen Weg gegangen, ich war allein mit den Hebammen, die ich als sehr kompetent und zugewandt erlebt habe und mein Mann hatte die Rolle, aufgeregt in den Gaengen des Spitals herumzugeistern und an den Naegeln zu kauen.Fuer mich war das gut so, ich konnte mich auf den Geburtsvorgang konzentrieren und musste mich nicht um ihn sorgen. Er kam ja denn gleich herein, konnte die Kinder abnabeln, wir haben zusammen gelacht und geweint und es war eigentlich kein Thema zwischen uns, dass er oder ich etwas versaeumt haetten.

Spaeter hatte ich nach 3 Fehlgeburten noch eine Totgeburt im 5. Monat, und da war er dabei, weil das mitten in der Nacht daheim passierte und wir nicht mehr ins Spital kamen. Das ging alles so schnell, dass wir uns garkeine Gedanken machen konnten. Wir konnten dann zusammen Abschied von dem ganz zarten, winzigen und wunderschoenen kleinen Buben nehmen, bevor der Morgen anbrach und wir ins Spital fahren konnten. Telefon und Ambulanz gab es damals in Nigeria noch nicht ueberall. Dieses Ereignis hat uns, trotz aller Trauer sehr zusammengeschweisst, ich habe ihn da als kompetenten Arzt (unser Glueck),
als einen trauernden Vater und als den besten aller Kameraden und Troester erlebt. Es hat mir dann fast leidgetan, dass er bei den anderen Kindern nicht doch dabei war.

Aber im Wesentlichen denke ich, dass Geburt Frauensache ist und solange der Vater greifbar und bei Entscheidungen eingebunden ist, es vielleicht problemloser "ohne" ist.


oh Adauwa, ich bin zutiefst berührt ;(

[BotIndex] [««] [Original-Thread]  

BotFood V1.3 by Utopia

Teamseite © 2004 by Blue
Flash-Seite © 2003 Piti & Brinkley
JGS-Treffen Version © 2003 www.jgs-xa.de
Linklist Platinum © 2003-2004 ShadowByte's IT 4all
Hangman V2.1 ©2003 by Trooper WbbCoderForum.de
Galerie V3.3.6 ©2003/2004 by Trooper WbbCoderForum.de
Powered by Burning Board 2.1.3 © 2001-2003 WoltLab GmbH
Radio-Center © by Piti
Guestbook © 2002-2003 by Merides
Absentlist by Merides - modified by Piti
JGS-Chat 2.1.0 © 2003-2004 JGS-XA.de
HM-Portal V3.1.2 © by Old_Surehand / Trooper
Database V2.5 ©2003 Trooper WbbCoderForum.de
poesie v1.4 © by Aussie december 2005
Designed and modified by: Chief © 2000-2019 Chief´s gaddings.de
Impressum
Diese Seite wurde in 0.253 Sekunden generiert (38 MySQL Abfragen)
 Minibanner einbinden
Nigeria  BotIndex  Nigeria

Regeln Häufig gestellte Fragen Kalender Linkliste Board-Chat Zur Startseite
deutsch auswählen choose english Registrierung Mitgliederliste Teammitglieder Suche Seite empfehlen Gästebuch zum Cafe Forum Radiocenter