| [BotIndex] [««]
Speziell generierte Seite - benutzen Sie bitte die Navigation |
Deutsche (Community) in Lagos |
|
|
| 20.05.2008 18.01 | New-in-town | Deutsche (Community) in Lagos |
Hallo,
nächste Woche ist es soweit. Ich fliege nach Lagos ;-) und lasse meinen Rückflug offen. Gibt es in Lagos, insbesondere in (oder auf) Victoria Island eine deutsche Community?
fragt -new-in-town- und dankt jetzt schon für Eure Antworten |
| 21.05.2008 15.36 | adauwa | |
Die deutsche Community schart sich ein wenig um die deutsche Schule in Beachland.
Das ist in Apapa, aber die Kinder der Deutschen, die in V.I. und Ikoyi wohnen gehen dort natuerlich auch hin. Es gibt dort eine deutsche Kirchengemeinde mit einem versetzten Pfarrer aus Deutschland. Im Moment ist es, glaube ich, eine Pfarrerin. In Beachland selber, einen ausgedehnten Gelaende mit Schwimmbad und schoenen Wohnungen und Haeusern, Tennisplaetzen etc. wohnen fast ausschliesslich ausschliesslich deutsche Familien, meistens Angestellte der grossen Baufirmen, die dort Projekte haben.
Da ich Deine Motivation, nach Lagos auszuwandern ? nicht kenne, kann ich nicht sagen, ob das fuer Dich der richtige Anknuepfungspunkt waere. Falls Du mit einem nigerianischen Mann auswanderst, wirst Du nicht so ohne weiteres Zugang zu diesr Community haben. Die schotten sich schon sehr von der sie umgebenden Gesellschaft ab, leben weitgehends unter sich. Nigerianer kennen die oft nur als Angestellte und Untergebene und lassen keine Gelegenheit aus, sich ueber deren Fehler auszulassen. Das kann man als "nigerianisch Verbandelte" meist nicht gut aushalten und es foerdert auch nicht die Integration. Es gibt hin und wieder einmal jemanden, meist aus dem Umkreis des Goetheinstituts oder , der oder die ihren Aufenthalt in Nigeria dazu nutzt, Neues, Anderes kennenzulernen. Vor den Leuten, die aus rein materialistischen Gruenden dort einige Jahre in ihnen in Euopa nicht bekanntem Luxus "aushalten" kann ich von meinem Standpunkt aus nur warnen.
Wenn Du in Victoria Island wohnst, wirst Du genug Nigerianer und internationale Bekannte (auch Deutsche) kennenlernen, diem Dir veraten koennen, wo man das beste Brot bekommt, dass Du auf die Community nicht angewiesen sein wirst. |
| 21.05.2008 18.03 | Nwaka | |
Vielleicht hilft Dir auch dieser Link weiter:
http://www.nigerwivesnigeria.com/lagos.htm
Ich habe für einige der deutschen Baufirmen gearbeitet und es gibt da hin und wieder auch aufgeklärte, nette Deutsche - aber der Großteil ist schon so, wie von Adauwa beschrieben.
Melde Dich mal von Lagos aus - dort gibt es ja meist Strom, Internetcafes und hot spots (?- oder jedenfalls die Möglichkeit) für W-Lan etc. |
| 21.05.2008 19.31 | New-in-town | |
Danke für Eure Mitteilungen und
ja, ich gehe zu meinem Mann, der nach 14 Jahren in Deutschland nun versucht, in Nigeria eine Existenz aufzubauen.
Und ja, ich werde in Victoria Island leben.
Ich gehe ohne große Erwartungen oder Ängste in dieses Land. Sicher ist es ganz anders als Deutschland. Und sicher noch viel anders als Asien, wo ich die vergangenen 2 Jahre verbracht habe. Aber nur was ich selbst sehe und erlebe, kann ich auch be- oder verurteilen. Ausserdem habe ich ja mein Rückflugticket immer dabei ;-)
Ich freu mich drauf und will mich auf gar keinen Fall in ein kleines Deutschland innerhalb Nigerias zurückziehen. Aber ab und an dieselbe Sprache, den selben Humor, und einiges mehr, das ist schon wichtig für mich. |
| 22.05.2008 08.04 | adauwa | |
Dann kann ich mich nur Nwaka anschliessen und auf die Nigerwives verweisen. Da gibt es neben allen denkbaren anderen Nationalitaeten auch sehr viele Deutsche. Mit denen und ihren Familien kann man Zeitschriften und Buecher austauschen, mal einen "Kaffeeklatsch" machen und kann auf Verstaendnis bei kulturell bedingten Missverstaendnissen rechnen. Weil dort wenigsten ein Interesse, eine Sympathie, eine Affinitaet mit Nigeria da ist (hofft man auf jeden Fall), waehrend es da bei den "Wirtschaftsfluechtlingen" oft hapert. Ich habe mich immer wieder gewundert, dass diese "Expatriates" einige Jahre ihres Lebens fuer Geld verkaufen, wenn es denn so unermesslich schrecklich ist, wie sie uns glauben lasssen wollen. Bis auf Ausnahmen sind das ja keine Top-Leute - welcher Ingenieur geht schon nach Nigeria wenn er auch in die USA oder China gehen koennte - sondern im besten Falle Techniker oder Facharbeiter. Die leben dort das Leben der Lotusessr, haben Chauffeur, Gaertner, Hilfe im Haushalt. koennen sich ein Segelboot oder den Golfclub leisten und jammern und klagen staendig ueber ihr hartes Schicksal. Die Traenenstroeme intensivieren sich allerdings, wenn die Stunde des Abschieds naht und man aus dem unaussprechlich scheusslichen Nigeria wieder ins wundersame Deutschland zurueckmuss. Und dann wieder seinen eigenen Dreck wegmachen muss und nicht mehr die Nigerianer fuer alle Enttaeuschungen des taegliche Lebens verantwortlich machen kann.
Die meistens mit grosser Geduld und ganz unverstaendlichem Gleichmut auf diese Leute reagieren.
Wuensche Deinem Mann alles Gute, er soll sich nichts gefallen lassen.
Und Dir einen guten Anfang und offene Augen.i |
|
|