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25.05.2008 00.25 | chris |
Original von Wahala
Hier in diesem Forum wurde gar nichts gelöscht in den letzten Tagen.

Nein, Wahala, dieses Forum war auch garantiert nicht gemeint.

25.05.2008 00.37 | Wahala |
Original von chris
Original von Wahala
Hier in diesem Forum wurde gar nichts gelöscht in den letzten Tagen.

Nein, Wahala, dieses Forum war auch garantiert nicht gemeint.

ok

25.05.2008 09.50 | Muyiwa | RE: Leben um 180 Grad gedreht
Original von Felizitas1986
Er kam mit einem Visa nach Spanien das jetzt mittlerweile abgelaufen ist und wir werden wenn alles klappt bald in Spanien heiraten :jump: Alle Dokumente sind beschafft übersetzt und jetzt warten wir nur noch auf den „Interview“ Termin…..leider ist dies etwas schwierig im Sommer zur Hochsaison

Unter Anbetracht der Tatsache, dass Dein Freund sich derzeit offenbar illegal in Spanien befindet, finde ich es sehr mutig (um nicht zu sagen leichtsinnig) von Dir, sein Foto in einem öffentlchen Forum zu veröffentlichen.

Weiss Dein Freund das und hat Dir sein Einverständnis gegeben?

Ich an Deiner Stelle würde dieses Foto ganz schnell als privat deklarieren, damit es nicht mehr öffentlich gezeigt wird.

Aber letztlich müsst Ihr das natürlich selber entscheiden, ob Ihr bereit seid, solch ein Risiko einzugehen.

25.05.2008 10.37 | Bellacasa | RE: Leben um 180 Grad gedreht
Original von Muyiwa
Original von Felizitas1986

Weiss Dein Freund das und hat Dir sein Einverständnis gegeben?





....wäre mal interessant zu wissen...ich frage mich so manches Mal....ob all die Männer, die hier von Frauen/Freundinnen öffentlich präsentiert werden,
ihre Einwilligung gegeben haben :wink:

25.05.2008 14.19 | shalisara | RE: Leben um 180 Grad gedreht
Original von Muyiwa
Original von Felizitas1986
Er kam mit einem Visa nach Spanien das jetzt mittlerweile abgelaufen ist und wir werden wenn alles klappt bald in Spanien heiraten :jump: Alle Dokumente sind beschafft übersetzt und jetzt warten wir nur noch auf den „Interview“ Termin…..leider ist dies etwas schwierig im Sommer zur Hochsaison

Unter Anbetracht der Tatsache, dass Dein Freund sich derzeit offenbar illegal in Spanien befindet, finde ich es sehr mutig (um nicht zu sagen leichtsinnig) von Dir, sein Foto in einem öffentlchen Forum zu veröffentlichen.

Weiss Dein Freund das und hat Dir sein Einverständnis gegeben?

Ich an Deiner Stelle würde dieses Foto ganz schnell als privat deklarieren, damit es nicht mehr öffentlich gezeigt wird.

Aber letztlich müsst Ihr das natürlich selber entscheiden, ob Ihr bereit seid, solch ein Risiko einzugehen.

:madcow: @muyiwas genau das habe ich auch gedacht als ich ihr Bild gesehen habe,
Anscheinend geht Felizitas sehr unwissend und unbedarft an die Sache heran.
Ihr Freund scheint seine eigene Situation etwas zu verharmlosen ( so ala..ich bin nicht illegal,sondern nur mein Visa ist abgelaufen)
Aber so ist es ja meist....alles ganz easy,mal schnell heiraten in Spanien..no problem.
Wir hatten ja schon des öfteren solche Treads hier,mit Eheschließung in Spanien usw.
Mich wundert das man nie mal die positiven Berichte dieser Userinnen zu lesen bekommen hat.Wie es denn dann ausgegangen ist,
Sie teilen uns ihre Vorhaben mit,und wenn sie dann hier ein paar ratschläge zur Vorsicht bekommen oder wenn ihnen gesagt wird das das wohl nicht alles so easy ist,dann fühlen sie sich entweder angegriffen oder es ist nie mehr was zu lesen von Ihnen.

Eigentlich ist es schon traurig,wie manche Männer die Unwissenheit dieser jungen Frauen ausnutzt.

Und felizitas weiß anscheinend nicht das Ihr Freund sich strafbar gemacht hat damit das er illegal in Europa ist,denn sonst würde sie nicht hier ein Bild einstellen.

Lg shali

27.05.2008 20.07 | mimaj |
Sorry Felicitas,

aber ich glaube auch das das ganze kaum Aussicht auf Erfolg hat.
Nicht bös nehmen, aber die Statistiken sprechen eindeutig dagegen.

Ich wünsche Dir trotzdem alle Gute und das du nciht unter die Räder kommst.

Mimaj

28.05.2008 11.54 | Adora |
Hallo Felizitas,

super, dass es in der Arbeit wieder besser läuft, das ist ja erst mal mehr oder weniger das Wichtigste! Hoffentlich kannst du bald eine eigene Wohnung mieten... Ich glaube, mit Großeltern, die eine solche Einstellung haben, würde ich auch ohne Freund nicht zusammenleben wollen (und dann mit Freund nicht unbedingt bei den Großeltern oder wem auch immer in der Wohnung).

Grundsätzlich würde ich sagen, dass du dich nicht verunsichern lassen sollst; man kann natürlich nie voraussagen, ob die Sache gut geht oder nicht (z.B. kenne ich deinen Freund ja nicht), aber wenn du dir nach einer möglichst neutralen Einschätzung wirklich sicher bist, dass dein Freund es ernst mit dir meint, würde ich das Risiko auf jeden Fall eingehen.

Was die Kommentare angeht, wie z.B. "heiraten, nach dem man sich 6 Monate kennt?!?!?!?", kann ich sagen, dass ich (ich war damals 20, jetzt 23) mich entschlossen habe, meinen ebenfalls nigerianischen Freund zu heiraten, als ich ihn nicht mal 1 Monat kannte... Ich weiß, klingt völlig verrückt (bzw. in vielen Fällen, wo sowas vorkommt, ist es das wohl auch), davor war ich immer fest überzeugt, dass ich NIE heiraten werde (man soll eben niemals nie sagen :wink: ) und wenn ich davor von so einem Fall gehört hätte, hätte ich diejenige wahrscheinlich auch für verrückt erklärt.

Bei uns war es einfach Liebe auf den ersten Blick, schon als ich meinen Mann das erste Mal gesehen habe, hatte ich neben einer unheimlich starken Anziehungskraft auch ein ganz tiefes Gefühl, irgendwie "heimgekommen" zu sein. Ich habe ihm von Anfang an vertraut (womit ich aber nicht "blindes" Vertrauen meine, ich habe schon gewisse Dinge hinterfragt und meinen gesunden Menschenverstand nicht völlig "ausgeschaltet", und durch die ganzen Geschichten, die man immer wieder von Beziehungen hört, wo die deutsche Frau nur ausgenutzt wird, war ich natürlich in einem gewissen Maß vorsichtig), und ich hatte ein sehr starkes Gefühl, das richtige zu tun, alles hat sich einfach sehr "richtig" und natürlich angefühlt.

Ich hatte halt auch den Vorteil, dass ich ihn durch meine beste Freundin und deren Freund (ebenfalls Nigerianer) kennengelernt habe, sie kannten sich schon sehr lange und dadurch konnte ich ziemlich sicher davon ausgehen, dass er "in Ordnung" ist. Außerdem war er nicht irgendwo im Ausland, sondern in München Asylbewerber, so dass ich von Anfang an ständig mit ihm zusammensein konnte.

Wir mussten dann in Österreich heiraten, weil mein Mann Deutschland verlassen musste, es war alles weder einfach noch stressfrei und vor allem durch meine teilweise Unvernunft (jedes Wochenende während der ca. 3 Monate zu ihm fahren, dort teilweise im Hotel übernachten müssen, hohe Telefonrechnung...) auch nicht ganz billig, aber es hat sich gelohnt und seitdem (wir haben im März 2006 geheiratet) habe ich es nicht eine Sekunde bereut.


Durch die vielen Dinge, die wir schon zusammen durchgemacht haben (bzw. auch, die mein Mann wegen mir schon durchgemacht hat :oweh: ) und dadurch, wie sich das Leben meines Mannes in Deutschland im allgemeinen gestaltet, kann ich auch sicher sein, dass er wirklich nur wegen mir hier ist. Zuerst hat er ein Jahr in einem Hotel in der Zimmerreinigung gearbeitet, wodurch dann ein Rückenproblem entstanden ist, das bis heute nicht ganz weg ist, daraufhin war er längere Zeit arbeitslos (ich selbst verdiene auch nicht übermäßig viel, dadurch hatten und haben wir gewisse finanzielle Probleme und können, noch dazu in München, keine großen Sprünge machen) und putzt jetzt Treppen, was ihm immerhin keine Probleme macht; aber ein "Traumjob" bzw. Super-Leben, wegen dem manche Leute nach Deutschland möchten, ist es auf jeden Fall nicht und auch für die nähere Zukunft nicht zu erwarten. Mittlerweile ist es so, dass mein Mann ohne mich wohl wieder in Nigeria wäre, er war dort, auch für unsere Verhältnisse, reich, ohne dafür allzuviel zu tun (sonst hätte er auch das Visum nach Deutschland nicht innerhalb weniger Tage bekommen...) und könnte auch jederzeit wieder mit dieser Tätigkeit anfangen. Wegen politischer Probleme wollte er für eine gewisse Zeit das Land verlassen, mittlerweile besteht für ihn aber keine Gefahr mehr.



Als meine beste Freundin ihren Freund noch nicht so lange kannte und sich auch das Problem stellte, dass er nach Nigeria zurückmuss, wenn sie nicht heiraten, hat sie mich gefragt, was ich an ihrer Stelle tun würde, bzw. was ich ihr raten würde (sie hatte auch schon sehr schlechte Erfahrungen mit Nigerianern gemacht, und unabhängig davon ist und bleibt es natürlich ein Risiko, weil man in niemanden hineinschauen kann...). Ich habe ihr dann gesagt, dass sie ihn, wenn sie sich von ihrem Gefühl und auch einer möglichst neutralen Einschätzung des ganzen her sicher ist, auf jeden Fall heiraten sollte; natürlich wäre es schrecklich gewesen, wenn sie sich getäuscht hätte, aber wäre es nicht noch schlimmer für sie, aus Angst vor einer evtl. falschen Entscheidung nicht zu heiraten, die Beziehung aufgeben zu müssen und dann evtl. das ganze Leben unglücklich zu sein und immer zu denken, was, wenn es der Freund doch ehrlich mit ihr gemeint hat?


Das sind jetzt natürlich nur 2 Einzelbeispiele, aber ich denke, man kann daran sehen, dass so etwas durchaus gutgehen kann und man es nicht von vornherein verteufeln sollte...(wobei ich dir natürlich trotzdem rate, einen klaren Kopf zu bewahren und alles sehr gründlich zu überlegen)


Viel Glück!

28.05.2008 12.13 | Adora |
tut mir leid, wollte die teilweise superlangen Sätze noch etwas übersichtlicher machen, ist leider schon zu spät

29.05.2008 17.07 | adauwa |
Adora,

das folgenede Zitat aus Deinem Beitrag ist einer von denen, die ich
schlecht nachvollziehen kann:

"und putzt jetzt Treppen, was ihm immerhin keine Probleme macht; aber ein "Traumjob" bzw. Super-Leben, wegen dem manche Leute nach Deutschland möchten, ist es auf jeden Fall nicht und auch für die nähere Zukunft nicht zu erwarten. Mittlerweile ist es so, dass mein Mann ohne mich wohl wieder in Nigeria wäre, er war dort, auch für unsere Verhältnisse, reich, ohne dafür allzuviel zu tun (sonst hätte er auch das Visum nach Deutschland nicht innerhalb weniger Tage bekommen...) und könnte auch jederzeit wieder mit dieser Tätigkeit anfangen. Wegen politischer Probleme wollte er für eine gewisse Zeit das Land verlassen, mittlerweile besteht für ihn aber keine Gefahr mehr."

Aus welchem Grund sollte denn ein wohlhabender, berufstaetiger junger Mann aus Nigeria nach Europa kommen und dort Treppen putzen? Nicht, dass ich das fuer eine ehrenruehrige Tartigkeit halte, aber warum sollte das jemand machen, der Alternativen im Heimatland hat?Wenn er aus reiner Abenteuerlust, oder weil es "alle" tun nach Deutschland gekommen ist, dann hat er ja jetzt die rauhe Wirklichkeit zu Genuege kennengelernt und koennte das Experiment abbrechen. Du sagst, er sei nur noch wegen Dir hier? Warum ist das so?
Warum kannst Du nicht mit ihm dort hingehen, wo er "jederzeit"
seine Taetigkeit wieder aufnehmen kann. Bist Du noch nicht mit Deiner Ausbildung/Studium fertig?

Die "politischen Gruende" das Land zu verlassen sollten sich ja inzwischen erledigt haben. Selbst wenn Dein Mann als Journalist, oder als studentischer oder gewerkschaftlicher Aktivist gearbeitet hat, so ist das ja nun auch seit ca. 10 Jahren und dem Abschied der letzten Militaerregierung nicht mehr "gefaehrlich".

Es ist ueberhaupt nichts daran auszusetzen, seine eigene Wahl zu treffen. Wenn man lieber in Europa leben moechte und nicht das richtige Ruestzeug, sprich Ausbildung oder Geld, Zeit, Energie fuer
eine solche hat, dann kann man eben hier kein "Traumleben" haben.
Was nicht bedeutet, dass man nicht trotzdem zufrieden sein kann, wenn die persoenliche Umgebung stimmt. Wenn man aber bessere
Chancen in Nigeria hat, dann sollten sich alle die jungen Familien zusammensetzen und ueberlegen, ob es nicht besser und dem Seelenfrieden zutraeglicher waere, eine Kehrtwendung zu machen und ein Leben in Nigeria ins Auge zu fassen.

Du hast natuerlich recht, wenn Du sagst, dass die Laenge einer Bekanntschaft nicht unbedingt den Erfolg einer Ehe oder Beziehung voraussagen laesst. Ich habe meinen Mann auch mit 20 kennengelernt
und haette ihn nach 3 Wochen geheiratet, wenn er mich denn gefragt haette. Das waere damals nicht moeglich gewesen, da man zu meiner Zeit erst mit 21 volljaehrig wurde und er ausserdem 6 Jahre aelter und reifer als ich war. Ist!! Und wir deshalb erst 3 Jahre spaeter geheiratet haben. Und im naechsten Jahr unseren 40sten Hochzeitstag feiern.

So freu ich mich fuer Dich, dass Euer schneller Entschluss bis jetzt
gluecklich ausgegangen ist. Trotzdem wuerde ich im Falle von Felizitas zu kuehlem Kopf raten, da das Hauptproblem ja nicht die Kuerze der Bekanntschaft, sondern der illegale Aufenthaltsstatus ihres Freundes ist.i

30.05.2008 09.59 | Adora |
@ Adauwa


Ich habe Felizitas ja auch zu einem kühlen, bzw. klaren Kopf geraten und dazu, sich alles sehr genau zu überlegen, wollte sie nur ermutigen, es auf jeden Fall zu versuchen, falls sie sich ihrer Sache sicher ist.

Mein Mann war übrigens in Österreich im Prinzip auch illegal (bzw. er hat dort einen Asylantrag gestellt, nachdem seine Aufenthaltszeit in Deutschland bereits abgelaufen war; wir hatten ganz einfach das Problem, dass wir uns eine Heirat in Nigeria nicht hätten leisten können, und dafür, es in Deutschland zu machen, war schlicht und einfach die Zeit zu knapp; ursprünglich hatten wir das vor, aber ein paar Tage, nachdem wir beim Kreisverwaltungsreferat auf dem Standesamt waren, um uns über den Ablauf zu informieren, ist das Schreiben gekommen, dass mein Mann in Kürze Deutschland verlassen muss... So ein zufall...)

Zu meinem "Fall": Mein Mann war Massob-Mitglied (er war kein ganz "einfaches" Mitglied, sondern hatte schon gewisse wichtige Funktionen) und deshalb ist es ihm im Jahr 2004 in Nigeria zu gefährlich geworden; wenn man sich anschaut, zu was für Menschenrechtsverletzungen es in Nigeria auch unter Obasanjo immer noch kommt (es ist ja z.B. immer wieder vorgekommen, dass Massob-Mitglieder einfach verhaftet wurden und "verschwunden" sind, bzw. auch bei Demonstrationen erschossen wurden...), finde ich es nicht richtig, zu sagen, dass es dort "seit ca. 10 Jahren nicht mehr gefährlich" ist.


Was einen Umzug nach Nigeria angeht: Tut mir leid, ich kann mir definitiv nicht vorstellen, dort längere Zeit zu leben, geschweige denn für immer (und um mir da sicher zu sein, muss ich noch nicht dort gewesen sein), schon allein vom Klima her (ein sehr heißes, schwüles Wetter macht mir schon in Deutschland genug zu schaffen), von allem anderen mal abgesehen. Es ist ja auch nicht so, dass es meinem Mann in Deutschland nicht gefällt, jobmäßig ist es halt nicht toll.


Wir überlegen uns aber, mittelfristig evtl. doch in ein anderes Land zu ziehen, wo wir uns beide gut vorstellen können, dauerhaft zu leben, evtl. Großbritannien oder auch Malta (würde ihm ja auch vom Klima her schon etwas entgegenkommen :wink: ), wo er bessere Jobchancen hat und das Leben für ihn allgemein einfacher wäre, bis jetzt ist es aber nichts konkretes.

Meinem Mann fehlt übrigens nicht die Energie und Lust, eine Ausbildung zu machen (im Gegenteil, er hat sich schon über sehr viele Möglichkeiten erkundigt und würde sich prinzipiell für fast alles interessieren) bzw. eine Fortbildung in seinem ursprünglichen Beruf (Siebdrucker; bevor hier jetzt entsprechende verwunderte Fragen kommen, nein, das war es nicht, womit er in Nigeria hauptsächlich sein Geld verdient hat, er war ein Contractor, ist etwas kompliziert zu erklären), es ist einfach so, dass wir große finanzielle Probleme haben (ich bin im Moment auch wieder in Gefahr, arbeitslos zu werden) und von daher jeden Cent brauchen, so traurig das auch ist. Wenn er eine Ausbildung oder Fortbildung machen würde, würde er ja auf jeden Fall weniger verdienen als jetzt, auch wenn er vom (sch...) Arbeitsamt "unterstützt" wird.

30.05.2008 10.22 | Frida |
Liebe Adauwa,

herzliche Gratulation zu eurem bevorstehenden 40 Hochzeitstag!! Es tut immer gut, solche Lebensgeschichten zu hören! Aber was ist denn das Geheimnis Eures "Erfolges"? Wieso habt ihr geschafft, was andere nicht schaffen? Das würde mich sehr interessieren.. Kannst Du uns bitte sagen, was es denn ist, wieso jetzt an Deinem Beispiel die Ehe so lange hält? Oder war es einfach "Glück" (was ich jedoch nicht vermute!). Gibt es Dinge, die unabdingbar sind für das Gelingen einer Ehe? z.B. gleiches Bildungsniveau, ähnliche Träume und solche, die einer Ehe schlechte Startchancen geben? Durchhaltevermögen?
Würde mich freuen, wenn Du darauf antworten könntest..

Ganz lieber Gruss
Frida

30.05.2008 15.41 | adauwa |
Frida, es ist noch ein wenig zu frueh fuer Gratulationen, der 40ste ist erst im Jaenner, aber den 39sten haben wir erfolgreich uebertaucht.
So gerne wuerde ich ein Geheimnis oder ein Rezept verraten aber ich weiss es wirklich nicht, warum es bei uns und bei vielen unserer Bekannten alle Schwierigkeiten ueberdauert hat. Meine Theorie ist es einfach, dass eine gemischt-nationale, oder bi-kulturelle, oder wie immer man sie nennen mag Beziehung eine gute Chance hat, weil man sie sich meist gegen viele Widerstaende erkaempfen musste und dann nicht so schnell aufgibt wenn es einmal schwierig wird. Aber vielleicht sollte ich keine Theorien verbreiten sondern einfach erzaehlen, wie es bei uns gewesen ist und Deine Ueberlegungen und Fragen miteinbeziehen:

Ein aehnliches Bildungsniveau halte ich schon fuer einigermassen wichtig, man sollte schon eine gemeinsame Sprache finden und einen aehnlichen Referenzrahmen haben. Warum wir uns noch immer "spannend" finden, liegt auch daran, dass uns immer noch nicht der Gespraechsstoff ausgegangen ist. dass unsere Differenzen eher die maennliche und weibliche Sichtweise widerspiegeln und wir uns unsere
verschiedene Herkunft nie vorgehalten oder zum Thema gemacht haben. Und gemeinsame Traeume oder Ideale sollten schon auch da sein, ob das gemeinsame Ziel nun die Weltrevolution ist, oder der Plan, auf dem eigenen Gebiet in Nigeria eine kleine Verbesserung zu erreichen, oder die ganz privaten Traeume, ein gemeinsames Haus zu bauen, die Kinder auf dem Weg in ein glueckliches Leben zu begleiten ist. Ganz wichtig war fuer uns, dass wir auch in den stuermischsten Zeiten beide immer vom grundsaetzlichen Wohlwollen des Partners ausgegangen sind, dass wir Vertrauen zueinander haben, in jeder Situation. Dass wir loyal zueinander stehen, nicht nur in unserer Privatsphaere, sondern auch nach aussen. Das bedeutet nicht, dass man immer so tun muss, als ob alles in Ordnung sei, aber die Kritik die man nach aussen dringen laesst, muss doch die Liebe und den Respekt fuer den anderen spueren lassen. Ich weiss nicht, das klingt alles so
blutleer und so goody-goody, so ist es garnicht bei uns. Vielleicht ist es doch einfach Glueck, wenn die Liebe ueberlebt oder sich immer wieder erneuert. Es ist mir nicht als schwere Arbeit erschienen, sondern als ein Geschenk. Ich glaube nicht, dass ich es besser gemacht habe als viele andere, es lag auch nicht an der Weisheit meiner Wahl, das Schicksal hat mich einfach den Menschen finden lassen, der zu mir passt, der Geduld mit mir hat, mir verzeihen kann, mich ganz einfach liebt. Und all das tu ich auch fuer ihn.

Ich hoffe, ich habe Dir jetzt nicht das Herz schwergemacht, weil Du ja gerade in einer Trennungssituation bist. Aber glaube mir, wenn es nicht so ist wie beschrieben, dann ist eine Trennung oft die bessere Loesung und oeffnet vielleicht den Weg fuer ein dauerhafteres Glueck.
Ich wuensch Dir und Deiner Tochter alles Gute.

sen

30.05.2008 19.25 | Afusat |
@adora,
Was einen Umzug nach Nigeria angeht: Tut mir leid, ich kann mir definitiv nicht vorstellen, dort längere Zeit zu leben, geschweige denn für immer (und um mir da sicher zu sein, muss ich noch nicht dort gewesen sein), schon allein vom Klima her (ein sehr heißes, schwüles Wetter macht mir schon in Deutschland genug zu schaffen),

Es kommt immer darauf an wo Du Dich in NIgeria aufhältst. An der Küste weht immer ein laues Lüftchen.
Und DU darfst Deutschland mit 32 Grad nicht mit Nigeria 32 Grad gleichsetzen.

Mir war es heute auch entschieden zu drückend.

In NIgeria bin ich schon bei mehr als 40Grad zu Fuß zum MArkt gegangen und zurück.

Vor allem finde ich es dumm , etwas zu verurteilen was man nciht kennt.

So nach dem Motto : Was der BAUer nciht kennt , frißt er nicht.

Mach doch ein paar Wochen Urlaub dort und sieh es Dir mal an.

Wir haben diese Jahr übrigens den 21.Hochzeitstag , meine Freundin ist auch mit einem Nigerianer verheiratet , die sind schon seit 32 JAhren verheiratet.

31.05.2008 10.09 | sunnyibo |
Original von adauwa
...das Schicksal hat mich einfach den Menschen finden lassen, der zu mir passt, der Geduld mit mir hat, mir verzeihen kann, mich ganz einfach liebt. Und all das tu ich auch fuer ihn.



:umarm:

es macht mir immer wieder Gänsehaut... soooo schön.

"anything is possible"... ich gebe die Hoffnung für meine Zukunft nicht auf

31.05.2008 19.42 | Adora |
@Afusat


Wenn du schon den Ausdruck "dumm" verwenden musst: Ich finde es nicht besonders intelligent von DIR, meine Denkweise so zu bezeichnen, wenn du nicht mal weißt, warum genau ich nicht in Nigeria leben will (das mit dem Klima war ja nur ein Beispiel, was ich auch geschrieben habe). Ich weiß, dass man auch in Nigeria sehr gut leben kann, ich sage nicht, dass ich es grundsätzlich schlecht finden würde. Es ist einfach eine persönliche Sache und hat in erster Linie nichts mit Dingen zu tun, die ich mir erst mal anschauen müsste. Mir würde z.B. mein Umfeld hier fehlen, ich möchte meine Eltern und Freunde nicht nur ein-oder zweimal im Jahr sehen, mir würden die verschiedenen Jahreszeiten sehr fehlen (vor allem der Winter; ab und zu schneit es hier ja doch noch, und ich mag auch einen "richtigen" Frühling und Herbst sehr gern), ich reite sehr gerne, was ich definitiv nicht missen möchte (vor allem auf Pferden, die es in Nigeria nicht gibt),...etc., und tausend andere Dinge, die in Nigeria nicht möglich wären, bzw. die typisch für Deutschland sind... Außerdem lässt es sich wohl auch nicht bestreiten, dass die Sicherheitslage dort extrem schlechter ist.

Außerdem haben mein Mann und ich manchmal durchaus kleinere Meinungsverschiedenheiten aufgrund der unterschiedlichen Mentalität, was uns wegen unserer Liebe und unserem Verständnis füreinander und weil wir uns zumindest Mühe geben / bzw. versuchen, den anderen so zu nehmen, wie er ist, keine größeren Probleme verursacht. Ich kann mir aber NICHT vorstellen, in einem Land zu leben, wo die Mentalität grundsätzlich in diese Richtung geht, das heißt, wo alle um mich herum zumindest in gewissen, grundlegenden Dingen VÖLLIG andere Sichtweisen haben als ich ( ich beziehe mich auf gewisse Dinge, die anscheinend wirklich in der Mentalität begründet sind, nicht nur in der Persönlichkeit von jedem einzelnen, und die auf viele Nigerianer zutreffen, was ich auch hier im Forum immer wieder sehe). Als Beispiel z.B., wie extrem religiös viele Leute dort sind, bzw. was für eine wichtige Rolle die Kirchen spielen...


Wenn ich mir vorstelle, dass ich dauerhaft in Nigeria leben müsste, merke ich erst so richtig, was für eine riesige Umstellung und Herausforderung es wohl auch für meinen Mann, bzw. für Afrikaner allgemein sein muss, hier zu leben, bzw. allgemein in Europa... Ich bewundere es total, wenn man dazu in der Lage ist,aber ich selbst könnte es nicht...sorry. Höchstens, wenn es für uns sonst gar keine Möglichkeit gibt, zusammenzubleiben.


Ich habe ja in einem anderen Posting auch geschrieben, dass mein Mann und ich überlegen, evtl. in ein anderes Land zu ziehen, z.B. nach Großbritannien, Irland oder Malta, was uns beiden entgegenkommen würde.


Bitte jetzt nicht gleich darauf stürzen, was ich hier geschrieben habe,
man kann man es wahrscheinlich unter Umständen falsch verstehen (vor allem, wenn man es darauf anlegt, alles falsch zu verstehen...)

31.05.2008 20.25 | adauwa |
Zitat Adora

"ich reite sehr gerne, was ich definitiv nicht missen möchte (vor allem auf Pferden, die es in Nigeria nicht gibt)"

Das ist eine falsche Information, im Norden gibt es sehr viele Pferde, da findet auch jedes Jahr
das grosse Kano Sallah Durbar statt, an dem tausende von Pferden teilnehmen und das ein ganz aussergewoehnlich farbenfrohes und festliches Ereignis ist.

Und auch in Lagos gibt es einen Polo Club und in Ikeja (Stadtteil von Lagos) den Saddle Club. Dort konnte einmal eine pferdebegeisterte Nichte, die bei uns zu Besuch war, als Gast reiten.
Auch am Strand werden Pferde vermietet, die sehen allerdings nicht so gut aus.

Ich glaube mich auch zu erinnern, dass es in Calabar einen Reitclub gab, bin mir aber nicht ganz sicher, vielleicht war es auch in PHC. Ich habe naemlich Angst vor den Viechern und wuerde niemals in die Naehe gehen.

Es gibt auch berittene Polizei.

Nur zur Info, ich habe manchmal das Gefuehl, dass hier einige der Ehemaenner ein sehr beschraenktes Bild von Nigeria vermitteln. Was sie nicht kennen, das gibt es nicht.

Eigentlich moechte ich garkeine Propaganda fuer das Leben in Nigeria machen, das ist wirklich nichts fuer Leute, die Listen haben von unverzichtbaren Dingen. Nur werden die dann auch niemals die schoenen und anruehrenden Seiten des Lebens dort kennenlernen.

31.05.2008 23.20 | okwukwe |
Original von sunnyibo
Original von adauwa
...das Schicksal hat mich einfach den Menschen finden lassen, der zu mir passt, der Geduld mit mir hat, mir verzeihen kann, mich ganz einfach liebt. Und all das tu ich auch fuer ihn.



:umarm:

es macht mir immer wieder Gänsehaut... soooo schön.

"anything is possible"... ich gebe die Hoffnung für meine Zukunft nicht auf

irgendwie lang nix von dir gehört oder gesehen.
hoffe es geht dir gut.
okwukwe

01.06.2008 09.37 | adauwa |
Hi, sunnyibo,

wo hast Du denn gesteckt? Gerade als ich mal anfragen wollte, ob jemand etwas von Dir weiss, da meldest Du dich wieder. Alles fein mit Dir und Yinka und dem Liebsten?

01.06.2008 10.16 | Afusat |
@adora
und um mir da sicher zu sein, muss ich noch nicht dort gewesen sein

Solche Aussagen sind für mich dumm, wenn nicht eine nachvollziehbare Erklärung gleich dabei ist.

Hättest Du Deine Beweggründe gleich mit angeführt , hätte ich vielleicht etwas ansers reagiert.

Du hast aber das Klima als Grund angeführt.

Wo würdet Ihr denn z.B. in Lagos wohnen ?

Bei Deinen Ansprüchen müßtest du mindestens in Ikoyi , Victoria Island oder in Apapa im Berger Camp leben.

Nur die wechselnden Jahreszeiten hast Du dort auch nicht.
Aber alles andere Europäische findest Du dort zuhauf .

Im übrigen gibt es Meinungsverscheidenheiten in jeder Beziehung .

Man kann mit MÄnnern nunn mal nicht leben , aber erschießen darf man sie ja auch nicht. :wink:

01.06.2008 10.40 | tina brunner |
Ich denke, wer Angst hat nach Nigeria zu reisen oder dort zu leben, sollte es vielleicht auch besser sein lasssen. Ich habe dort einige europäische Frauen getroffen und auch behandelt, die mit solchen Ängsten kamen und sehr krank wurden. Ich habe es vorher schon mal erwähnt: Angst macht klein und anfällig für alles wiedrige.
Ich pesönlich denke zwar, daß man keine Angst in Nigeria haben muß....aber das ist nur meine Meinung. Für meinen Mann und mich war es immer klar, daß wir sowohl in Deutschland als auch in Nigeria leben können.
Was ich hier lese, bestätigt mich in meiner Überzeugung, daß die Männer, die aus Nigeria weggehen ( aus welchen Gründen auch immer ), sich in kürzester Zeit sehr verändern. Ich finde das sehr, sehr schade....gerade, wenn es daruf hinausläuft, daß sie nicht mehr in ihrer Heimat leben wollen. Wenn sie Angst vor ihrem eigenen Zuhause bekommen, was sie auf ihre Familien übertragen.

01.06.2008 11.48 | adauwa |
Tina, es wird mir immer mehr bewusst, wie sehr sich die Beweggruende und Erwartungen der Nigerianer die nach Europa gehen in nur einer Generation veraendert haben. Waehrend es frueher fast undenkbar war, nicht nach Nigeria zurueckzukehren und dort seinen Platz zu finden, ist die Haltung vieler jetzt doch sehr ambivalent. Ich bin ueberzeugt, dass mein Mann und wahrscheinlich auch der Deinige, uns unter anderem wegen unserer potentiellen "Nigeriatauglichkeit" gewaehlt haben. Das hat wenig damitzu tun, ob man dann tatsaechlich dort lebt, oder irgendwo anders in der Welt. Nur die grundsaetzliche Bereitschaft, es hier oder dort zu versuchen. Ich kann Aengste verstehen, die sich darum drehen, ob man beruflich dort wieder Fuss fassen kann, ob die in Europa gegruendete Familie groessere Anpassungsschwierigkeiten haben wird. Nicht verstehen kann ich die Haltung, dass allein die Tatsache einige Jahre in Europa gelebt zu haben einen untauglich fuer ein "normales" nigerianisches Leben macht.
Dieses ganze Sicherheitsgetue ist doch den meisten Leuten in Nigeria fremd. Sicher gibt es Ueberfaelle, sicher darf man des Nachts nicht zu sorglos herumspazieren, aber es bestimmt doch nicht das ganze Leben!?!
Wie Du schon sagst, Angst ist immer ein schlechter Berater und ich mache mir einfach Sorgen um eine verlorene Generation, die in Europa bis auf Ausnahmen nicht zu Hause sein wird und sich der Heimat derart entfremdet hat, dass sie allen patriotischen Verlautbarungen zum Trotz, sich hier kein Ruestzeug holt um wieder hineinzupassen.

01.06.2008 20.00 | kalamity |
Original von tina brunner
Was ich hier lese, bestätigt mich in meiner Überzeugung, daß die Männer, die aus Nigeria weggehen ( aus welchen Gründen auch immer ), sich in kürzester Zeit sehr verändern. Ich finde das sehr, sehr schade....gerade, wenn es daruf hinausläuft, daß sie nicht mehr in ihrer Heimat leben wollen. Wenn sie Angst vor ihrem eigenen Zuhause bekommen, was sie auf ihre Familien übertragen.

Ich persönlich finde es auch schade, wenn jemand seine eigenen Ängste auf andere Personen überträgt, soweit stimme ich dir zu. Dito, wenn einer den Größenwahn entwickelt, sobald er hier zu Kohle kommt - und dann allen Leuten aus seiner Heimat sagt, wie besch*** ihr Leben doch ist......

Andererseits (und das möchte ich ausdrücklich nicht auf Nigeria begrenzt sehen): Was ist schlimm daran, wenn ein Mensch, der AUSGEWANDERT ist, nachher nicht mehr in dem Land leben möchte, aus dem er kommt?

Ich mein, es wäre doch schlimmer, wenn einer in Europa lebt und eigentlich in Afrika leben möchte - für denjenigen, der würde ja dann unter seinem derzeitigen Leben in Europa leiden (wünschen wir das irgendjemandem?). So geht es ihm dort, wo er lebt gut - er möchte nicht mehr zurück, auch recht, oder?

Immer davon ausgehend, dass das seine ehrlichen Empfindungen sind - eh klar.

Wenn ich also nach Amerika gehe, mich dort wohlfühle, und nie im Leben wieder in Österreich leben möchte - ist das dann für mich schlecht oder für meinen eventuellen amerikanischen Ehemann, meine amerikanischen Kinder? Wäre es nicht viel schlimmer, wenn ich zurück möchte (und sie nicht)?

01.06.2008 20.05 | kalamity |
Original von adauwa
Sicher gibt es Ueberfaelle, sicher darf man des Nachts nicht zu sorglos herumspazieren, aber es bestimmt doch nicht das ganze Leben!?!


Nur am Rande: Wenn ich nachts nicht sorglos rumspazieren kann, dann bestimmt das zumindestens mein halbes Leben (wenn auch nicht das Ganze, es gibt ja noch den Tag) - und ich würde das durchaus für eine unnötige Verringerung meiner Lebensqualität halten.

Klar, für ein paar Wochen "Familienbesuch" nehm ich das vielleicht in Kauf - als "Urlaub" würde ich das dann ja nimmer bezeichnen. Aber ansonsten?

Das ist ja, als würdest du schreiben: Dass frau im Iran ein Kopftuch tragen muss, auch wenn sie nicht will, bestimmt ja nicht ihr ganzes Leben - denn in ihrer eigenen Wohnung braucht sie ja nicht. Ja, macht's des annehmbarer aus deiner Sicht?

01.06.2008 20.12 | Rose |
Original von mimaj
aber ich glaube auch das das ganze kaum Aussicht auf Erfolg hat.
Nicht bös nehmen, aber die Statistiken sprechen eindeutig dagegen.


Au ja, ich überprüfe auch immer zuerst die Statistiken, bevor ich eine Beziehung eingehe. :help:

02.06.2008 08.46 | kalamity |
Original von Rose
Original von mimaj
aber ich glaube auch das das ganze kaum Aussicht auf Erfolg hat.
Nicht bös nehmen, aber die Statistiken sprechen eindeutig dagegen.


Au ja, ich überprüfe auch immer zuerst die Statistiken, bevor ich eine Beziehung eingehe. :help:

Ich hab das so gelesen, dass die Statistiken dagegen sprechen, dass die Heirat in Spanien und die Beantragung der AE eher schwierig werden dürften.

02.06.2008 08.55 | adauwa |
kalamity,

ich glaube Du hast nicht genau verstanden, wie es gemeint war.
Natuerlich steht es jeden Nigerianer, wie auch jedem anderen Menschen frei, als Auswanderer sich seiner neuen Heimat zuzuwenden und mit seinem Ursprungsland nichts mehr am Hut zu haben. Dafuer gibt es ja sicher auch Beispiele und es steht mir oder irgendjemand anderen nicht zu, das zu bewerten. Ganze Voelkerscharen haben Amerika oder Australien bevoelkert und verschwenden keinen Gedanken mehr an die Ursprungsheimat. Das ist auch in Ordnung so.

Nur duerfen wir nicht vergessen, dass es sich bei den Einwanderern der letzten Jahre um die erste Generation derartiger Mobilitaet handelt. Und dass deren Motivation sich von denen frueherer Immigranten unterscheidet. Viele der afrikanischen Immigranten kommen nicht her, um Europa zu ihrer Heimat zu machen. Die ansaessige Bevoelkerung sieht diese Einwanderung auch nicht gern und gibt keine oder wenig Anreize fuer eine gelungene Integration. Bis auf Ausnahmen stehen diese Menschen nun teilweise jahrelang unter der ungeheuren Anspannung, einen Spagat zwischen den zwei Lebenswelten machen zu muessen. Zwischen der neuen Heimat wo sie trotz teilweise gelungener Partnerschaft im wesentlichen marginalisiert sind und der alten Heimat, deren Forderungen tagtaeglich per Telefon und Internet ins Haus flattern. Der Amerikaauswanderer frueherer Zeiten bekam vielleicht 2 mal im Jahr einen Brief von den Zurueckgebliebenen, stand also nicht in der gleichen Weise unter Druck.

Jedem Nigerianer, der es schafft, sich irgendwo auf der Welt ein ihn zufriedenstellendes Leben zu organisieren, sei dies von Herzen gegoennt.Der grossen Mehrzahl wird das meiner Ansicht nach aber nicht gelingen - aus vielerlei Gruenden, die zu Grossteil nicht ihre eigene Schuld ist - und um einen Fuss in der Tuer fuer eine Rueckkehr nach
Nigeria zu haben, waeren sie gut beraten, sich der Heimat nicht zu sehr zu entfremden.Niemandem ist damit gedient, dass es eine grosse Gruppe von Menschen gibt, die sich hier als Subproletariat fuehlt und dort als eine Elite ohne Substanz und Verbindung mit der Gesellschaft. Das menschliche Elend und die Schmerzen die damit einhergehen kann man sich vielleicht vorstellen.

Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Die Integrationswilligen-und faehigen werden diese Schmerzen aushalten und fuer ihre Kinder hoffen, dass es nach und nach leichter wird. Die anderen werden hoffentlich einen Weg zurueck finden und ihren Enkeln ohne allzuviel Bitterkeit von dieser merkwuerdigen Erfahrung erzaehlen. Und wie ich uns Frauen kenne, wird die eine oder andere von uns daneben sitzen und diesen Weg begleitet haben.

02.06.2008 09.44 | lena_s |
also ich könnte mir auch nicht vorstellen in nigeria zu leben. mir hat es dort nicht gefallen. ich hatte zwar keine angst und bin alleine herumgezogen, aber wohnungen mit vergitterten fenstern so wie ich sie in lagos gesehen habe, finde ich definitiv für mich nicht lebenswert. auch mit den frauen, die ich kennengelernt habe, habe ich mir schwer getan. entweder waren sie gute hausfrauen oder nutten. vielleicht habe ich einfach die falschen getroffen ...
benin rep. (das nachbarland nigerias) finde ich viel schöner. ich habe mich dort freier gefühlt und die menschen waren für mich viel aufgeschlossener und zugänglicher. alleine werde ich wohl nicht nach benin ziehen, aber dieses land wäre die überlegung wert.
gruß.

02.06.2008 11.17 | adauwa |
Ach lena_s
gerade Dich koennte ich mir gut in Nigeria vorstellen. Ich bin fast ueberzeugt, dass Du mit Deinen originellen Ansichten ein grosses Publikum begeistern koenntest. Die nigerianischen Frauen sind trotz ihres nach aussen hin "gute Hausfrauen" Habitus garnicht so humorlos
und lassen unter sich - und nach einiger Zeit wuerdest Du auch dazugehoeren - auch einige Wahrheiten ueber die Zustaende und die Maenner und sonstige Widrigkeiten vom Stapel. Nutten habe ich keine kennengelernt, oder ich hab s nicht gemerkt.

Wenn Du Dir die Architektur im Kern von Lagos anschaust, dann siehst Du, dass es sich dort um den sogenannten "brasilianischen Stil" handelt.
Genausolche Haeuser und genau solche Gitter vor den Fenstern gibt es auch in Salvador de Bahia. In diesem Klima hat man wohl die Fenster immer offen gehabt, oder urspruenglich garkeine Scheiben in den Fenstern, sondern nur hoelzerne Laeden um die Sonne abzuhalten.
Da waren Gitter vielleicht eine ganz gute Idee, auch in weniger "gefaehrlichen" Zeiten als jetzt. Diese Architektur samt Gittern gibt es auch in der ganzen Karibik. Und dieser Einfluss hat wohl auch auf die neueren oder moderneren Haeuser abgefaerbt, Gitter muessen sein. Fand ich auch erst befremdlich, man gewoehnt sich aber daran. Durch die Gitter sieht man doch die Sonne und die Palmen ......

Wir hatten lange Zeit zwischen zwei Eckfenstern an eben jenen Gittern eine Haengematte angebracht und da habe ich koestliche Mittagsschlaefchen gemacht, im Schatten und bei offenen Fenstern.
Einmal bin ich aus einem solchen Schlaf aufgewacht und sah mit Entsetzen, dass ich von Hals bis Fuss eine dunkelblaue Farbe angenommen hatte. Es handelte sich nicht um eine Arsenvergiftung oder eine tueckische Tropenkrankheit sondern stammte von einem wunderschoenen indigogefaerbten Tuch mit dem ich mich zugedeckt hatte. Meine Kinder haben sich ueber ihre blaue Mutter gekugelt vor Lachen. Viele Waschungen und schmerzhafte Abreibungen mit diesen
local sponges aus Baumfasern - WAHALA, die sind auch ein schoenes Mitbringsel - hatten dann den Erfolg, das ich nur noch hellblau schimmernd am naechsten Tag zur Arbeit gehen musste. Und mich dort alle Kollegen gefragt haben, ob ich irgendwie krank bin .....

02.06.2008 11.49 | Anya |
hellblau schimmernd am nächsten Tag zur Arbeit

Das hätte ich nur zu gerne gesehen! :LOL:

02.06.2008 16.44 | Wahala |
Hi

Oh jetzt ist es zu spät. Er ist ja schon wieder hier .. oder wolltest du testen wie aufmerksam ich deine Beiträge lese? :robert:

Meine Sponges kauf ich immer im Afrika-Shop, wobei ich mich frage, ob ich im Winter nicht einfach die Netze der Orangen und Mandarinen aufbewahren sollte. Scheint das gleiche Material zu sein.

Wahala

02.06.2008 18.13 | tina brunner |
Adauwa, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
Ich komme langsam zu der Überzeugung, daß Nigerianer hier zu überzeugen wieder zurückzugehen fast aussichtslos ist. Nach meiner Meinung liegt es zum großen Teil an ihrer eigenen Einstellung und zum Teil auch an ihren europäischen Familien.
Deswegen finde ich es so wichtig die junge Generation in Nigeria davon zu überzeugen - durch gute Ausbildung, Internet ( hier könen sie lesen und sehen, was in promised lands wirklich vorgeht, wenn sie dafür eine gute Anleitung bekommen ) - daß sie dort gebraucht werden, nämlich in Nigeria. Und nach meiner Meinung kann man sich nur dort verwirklichen, wo man anerkannt wird, Bestätigung bekommt, sowohl im Berufsleben als auch in der Familie.

02.06.2008 21.42 | mimaj |
Hallo Ihr,

mir ist in den letzten jahren aufgefallen das in Nigeria reine Hoffnungslosigkeit regiert. Sprich alles will raus. Warum sollten hier Ansässige also zurückgehen?

Zurück wollen sie alle denke ich, aber nur mit einer gehörigen Protion Kohle. Denn den Lebensstandard von hier möchte keiner aufgeben.
Meiner Ansicht nach ist es fast einfacher für uns den nigerianischen Lebensstandard, (dabei meine ich jetzt nicht unterhalb 1Dollar) zu leben als für sie.

Ich will es mal mit Schokolade versuchen.
Solange man sie nicht kennt , okay. Aber wenn man sie kennt und sie mag ist es schwierig darauf zu verzichten.
Wir kennen Schoki seit Anfang an, also ist es nichts besonderes, während Amala echt köstlich war.
>ich weis nicht ob ihr mich versteht, aber ich weiss das ich ohne fließendes Wasser leben kann, meinen Ex würde das nach 12 Jahren Europa minütlich aufregen.

Es gibt meiner Ansicht nach noch einen Grund warum keiner zurück geht. Der größte Teil er hochgebildeten des Landes ist glaube ich mittlerweile über alle Berge. Als ich die Universität in Ibadan letzten Sommer sah hätte ich heulen können. 1998 sah sie noch anders aus. Meine Schwägerin ist Lehrende dort, sie geht seit mehr als einem dreiviertel jahr nicht zur Arbeit weil sie sowieso keinen Lohn erhält. Desweiteren wurde auf dem Tor ein abgeschnittener Kopf drapiert.

Ich denke nicht gerade rosige Zeiten um aus der Position eines Tellerwäschers zurück in die Heimat zu gehen.

Mimaj

P.S. Aber ich würde es auch besser finden wenn sie alle sich hier für ihre Heimat bereitmachen würden, doch das wird wohl nie eintreffen, weil leider weltweit wirtschaftliche Interessen immernoch vor menschliche kommen. (Erinnert ein wenig an Sklaverei) Schade einen guten Elektriker hätten wir im Sommer gebrauchen können.

02.06.2008 21.53 | Anya |
Hallo mimaj! Wann warst du denn an der UI? Ich bin da auch letztes Jahr ein paar mal hin, im Juli, hab aber in Bodija gewohnt.

1998 hab ich UI noch nicht gekannt. Es würd mich schon interessieren was sich seit dem verändert hat. Magst du ein bisschen erzählen?

Ausserdem was meinst du mit dem abgeschnittenen Kopf auf dem Tor? 8o

02.06.2008 22.12 | Anya |
Hallo Kalamity, hab deine Antwort jetzt gerade erst entdeckt.

Ja, ja, die Italiener - in gewissen Dingen erinnern sie mich manchmal an die Nigerianer, z.B. weisen einige eine Gastfreundschaft auf, die ihres Gleichen sucht. Auch gibt es hier in London wohl ähnlich viele Italo-Shops wie Afro-Shops. Italienisch kann man auch ziemlich oft auf den Straßen hören, wenn auch nicht ganz so oft wie Yoruba (oder hör ich beim letzteren einfach aufmerksamer hin?). So jedenfalls ist es mir bisher aufgefallen ...

Vielleicht wäre Italien zum "Häuslebauen" gar nicht mal so schlecht. So nachdem, was ich bisher so gehört habe, könnte es mir dort gefallen. Oder doch lieber Nigeria? Oder letztendlich gar Deutschland? :wink:

Sorry, ich bin abgeschweift!

03.06.2008 11.21 | adauwa |
Orangen, Mandarinen?

Die sind doch in solchen orangefarbenen Plastiknetzen, oder ist das in der Schweiz anders?
Ich meine diese naturfarbenen Buendel aus Baumfasern, mit denen man sich abschrubben kann. Tut aber ein bisschen weh... Ich benutze die meistens um die Badewanne sauberzumachen, dann braucht man kein oder wenig Putzmittel.
Fuer Aufmerksamkeit 100 Punkte!!

03.06.2008 14.36 | Wahala |
Hi

Ja, genau solche Netze benutze ich zum abschrubben .. allerdings nicht die Wanne, sondern mich selbst.

Werde mir das mit den Schwämmen aber merken für die nächste Reise die mein Mann unternimmt. Vielleicht gibts die auch in Ghana, dann könnte ich eine Mitarbeiterin beauftragen, die bald fliegt.

Wahala

04.06.2008 08.24 | okwukwe |
Original von adauwa
Orangen, Mandarinen?

Die sind doch in solchen orangefarbenen Plastiknetzen, oder ist das in der Schweiz anders?
Ich meine diese naturfarbenen Buendel aus Baumfasern, mit denen man sich abschrubben kann. Tut aber ein bisschen weh... Ich benutze die meistens um die Badewanne sauberzumachen, dann braucht man kein oder wenig Putzmittel.
Fuer Aufmerksamkeit 100 Punkte!!

Das sind Luffaschwämme, gell :wink:

04.06.2008 11.28 | adauwa |
Nein, Luffaschwaemme sind ja meines Wissens nach wirkliche Schwaemme, also aus dem Wasser. Diese "sponges" sind lange lose Baumfaseren aus einen bestimmten Baum, kenne den botanischen Namen nicht, die gebuendelt und ineienander verflochten werden und fuer jede Art von Saubermachen benutzt werden koennen. Ziemlich kratzig aber effektiv. Werden in Nigeria und auch in Ghana an jeder Strassenecke verkauft. Die Farbe ist wie Luffaschwaemme, aber die sind viel weicher und haben eine andere, zusammenhaengenede Struktur.
Irgendjemand von den Computer wizards wird hier sicher ein Bild einstellen.
Ich habe keinen Photoapparat, sonst wuerde ich das Exemplar aus meinem Badezimmer
photographieren und einstellen.

04.06.2008 15.37 | Adora |
@ Adauwa


Zu deiner letzten Antwort auf mein Posting: Doch, ich weiß, dass es in Nigeria Pferde gibt, das ist aber nicht die Sorte, auf der ich am liebsten reite (die würden es in den Tropen gar nicht aushalten, sind nämlich aus Island :wink: );ich weiß, das muss sich für dich seltsam anhören, aber wenn du nichts mit Pferden zu tun hast und Angst vor ihnen hast, kannst du das auch nicht nachvollziehen. Mir würde es auch nicht gefallen, wenn es nur wenige, mehr oder weniger "exklusive" Möglichkeiten zum Reiten gibt. Hier ist es einfach so, dass es in jedem größeren Dorf einen Reitstall gibt und diese ganzen Reitställe, was z.B. die Pferde, den Reitstil und die Art Leute, die dort sind, angeht, auch sehr verschieden sind. Es hat einfach im Normalfall keinen "elitären" Touch oder dergleichen (sowas kann ich nicht ausstehen). Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich der durchschnittliche Einwohner von Lagos leisten kann, regelmäßig in dem Club zu reiten, von dem du geschrieben hast... Ich weiß auch, dass bei den Hausas Pferde eine große Rolle spielen, aber das ist ja nicht gerade der nächste Weg von Südnigeria aus und die muslimische Gesellschaft dort auch nicht unbedingt mein Fall..


Und nein, mein Mann vermittelt mir kein einseitiges Bild von Nigeria ...Wenn er etwas nicht genau weiß, sagt er das auch. Die Dinge, von denen er mir bis jetzt erzählt hat, habe ich so bzw. ähnlich auch woanders gehört oder gelesen. Ich weiß, dass Nigeria auch wunderschöne Seiten hat, gerade was die Herzlichkeit der Menschen angeht, dass die verschiedenen Kulturen und Traditionen sehr faszinierend sind, dass viele Dinge gerade des täglichen Lebens schöner, bzw. auch in gewisser Weise menschlicher sind, als hier, etc....

Trotzdem möchte ich dort nicht für immer leben und hier alles aufgeben, du hast wohl recht, wenn du schreibst, dass jemand mit so einer langen Liste von unverzichtbaren Dingen dafür einfach nicht geeignet ist. Es wäre natürlich toll, wenn es möglich wäre, einen Teil des Jahres in Nigeria und den anderen in Deutschland zu leben :) Mal sehen, wenn ich noch eine Ausbildung zur Übersetzerin mache, mich selbstständig machen kann und mein Mann wieder erfolgreich in sein Contractor-Business einsteigen kann, könnte es vielleicht irgendwann klappen...

04.06.2008 17.58 | sade83 |
@Adora,
wenn man sich nicht 100% sicher ist, sollte man es auch nicht machen.
Die Zeiten haben sich veraendert. Ich kam vor 20 Jahren nach Nigeria, das war bereits eine schwierige Zeit. Seitdem kam niemand mehr und blieb.
Zumindest in unserer Stadt.
Seit 20 Jahren!!!!
Hoere auf deinen Verstand, wenn du erst mal alles in Deutschland abgebrochen hast, ist es schwer wieder zurueckzukommen.
Und es ist sehr schwer in Nigeria eine Existens aufzubauen.
Vor 30 Jahren war es wesentlich leichter. Man bekam viel mehr fuer seine Naira.
Nur ein Beispiel, wenn ich frueher zum tanken gefahren bin, habe ich gar nicht nachgeschaut ob ich genug Geld in der Tasche habe. Es kostete nur 12 Naira.
Jetzt immer noch dasselbe Auto, kostet micht 2 500,-- Naira.
Es steht in keinem Verhaeltnis mehr zum Einkommen!

04.06.2008 21.00 | Afusat |
@sade83 ,

Die Preise hier in Deutschland stehen auch in keinem Verhältnis mehr zum einkommen:rolleyes:
Und nicht nur beim Sprit .

05.06.2008 09.55 | sade83 |
@Afusat, ich weiss, dass Deutschland auch sehr teuer geworden ist. Vor allem seit der Euro eingefuehrt wurde.
Ich bin fast jedes Jahr in Deutschland und kaufe auch dort ein.
Aber rechne das mal in % aus, so schlimm ist es in D nicht.
Wenn du rechnest dass eine Tankfuellung um die 3000,--Naira kostet.
Ein Monatsgehalt von 30 000,--Naira ist bei uns sehr guter Durchschnitt.
Jetzt rechne das fuer Deutschland.
Wieviel ist eine Tankfuellung jetzt?

05.06.2008 11.03 | Afusat |
@ sade83 ,

Unser Auto hat einen Tankinhalt von 70litern.Das mal 1,48€ macht 103,60€

ICh rechne mal mit 1€ zu 188Naira dann macht diese Tankfüllung 19476,8 NAira.

Unser Monatliches einkommen liegt im Schnitt bei 1700€ Netto.

Wollen wir das weiterrechnen??

05.06.2008 12.08 | chris |
Original von Afusat
@ sade83 ,

Unser Auto hat einen Tankinhalt von 70litern.Das mal 1,48€ macht 103,60€

ICh rechne mal mit 1€ zu 188Naira dann macht diese Tankfüllung 19476,8 NAira.

Unser Monatliches einkommen liegt im Schnitt bei 1700€ Netto.

Wollen wir das weiterrechnen??

Wenn man das weiterrechnet, bekommt man heraus, dass eure Tankfüllung 6 % eures Einkommens ausmacht, während es bei Sade 10% sind. Schon ein Unterschied, wie ich finde. Generell denke ich auch, dass man in Deutschland, selbst mit geringem Einkommen noch besser wegkommt, was die Lebenshaltungskosten angeht, als in vielen anderen Ländern. Du musst nur mal in die Schweiz fahren... :wink:

Ich hörte letztens in den Nachrichten, in Deutschland lebt man im Verhältnis zum Einkommen am günstigsten in ganz Europa. Ich kann mir das auch gut vorstellen.

05.06.2008 12.33 | sade83 |
Im vergleich zu England sicher.
Unsere Tochter lebt dort, wenn ich an die Mietpreise denke, und das Loch in dem sie wohnt!!!!!

05.06.2008 14.08 | lena_s |
nein adauwa,
der luffaschwamm wachst nicht im wasser. sondern heißt luffagurke und ist auch eine gurke.
hier ist sie in frischer form:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/boga/html/Luffa_acutangula_Foto2.html
und hier in getrockneter:
http://www.preisroboter.de/ergebnis8272957.html

diese teile habe ich in westafrika zum schrubben kennengelernt. kann es nicht sein, dass du das meinst?
die gibts hier auch beim douglas und dm.

gruß.

05.06.2008 16.02 | adauwa |
ok, also nicht im Wasser sondern Gurke. Aber das Luffading mein ich wirklich nicht, in meinen Badezimmer liegen beide herum, die sanfte Luffagurke, hier in einer Drogerie gekauft und der kratzige "sponge", der keineswegs eine Gurke sondern ein Geflecht von Fasern ist.
Kommt mir denn niemand zur Hilfe? Ich kenn die unter keinem andren Namen. Aber geben tut es die in jedem Haushalt in Nigeria. Fragt doch mal Eure Maenner nach "native sponge".
Meinem faellt auch keine bessere Beschreibung ein und meine Verzweiflung ob der Sprachlosigkeit findet er komisch.
.

05.06.2008 16.05 | Wahala |
ach ein Foto wäre eben schon toll! Hast du denn kein MMS auf deinem Handy?

05.06.2008 16.47 | adauwa |
Wahala, ich bin ein Dinosaurier, ich habe weder ein Handy noch ein MMS. Von dem ich noch nicht mal weiss, was es ist. Wenn ich mal meine Tochter in St. Gallen besuche werd ich in Zuerich haltmachen und Dir so ein Ding in die Hand druecken. Warum kennt das denn niemand? Damit schrubbt man Toepfe, Geschirr, Menschen, alles, alles....

05.06.2008 18.25 | Bellacasa |
Original von adauwa
Wahala, ich bin ein Dinosaurier, ich habe weder ein Handy noch ein MMS. Von dem ich noch nicht mal weiss, was es ist. Wenn ich mal meine Tochter in St. Gallen besuche werd ich in Zuerich haltmachen und Dir so ein Ding in die Hand druecken. Warum kennt das denn niemand? Damit schrubbt man Toepfe, Geschirr, Menschen, alles, alles....



Ich kann mir vorstellen, dass diesen "sponge" viele unserer Männer kennen.
Der Name "sponge" für dieses Teil ist ja etwas weit hergeholt, obwohl mein Mann es auch so nennt.
Wahala, es schaut aus wie ein Netz, sehr engmaschig, ich vermute aus dicken Baumwollfäden, die dann eingefärbt werden. Mein Mann hat sie vorrangig in dunkelrot und dunkelblau....nicht kaputt zu kriegen, total reissfest!! In einer Gesamtgrösse von vielleicht 25 x 40 cm.
Man kann sich diese Lappen oder sponges in beliebiger Grösse zuschneiden lassen, es gibt sie bei uns auch in jedem Afro-Shop. Diese kleinen Quadrate in diesem "Netz" haben einen Durchmesser von vielleicht 5mm und Du errreichst damit eben ein super Körperpeeling. Ich benutze diesen sponge auch und die Haut bleibt total weich!
Dass man damit Töpfe und Geschirr schrubbt, wusste ich noch nicht...
aber wieso nicht :wink:
Jedenfalls sehr sehr lange haltbar und pflegeleicht, schmeiss ihn immer mit in die 60° Wäsche.
Unsere Digicam ist leider kaputt, Fotohandy hat nur mein Mann, aber er würde mich verrückt erklären, wenn er ein Photo seines heiss geliebten, intimen sponge hier reinstellen sollte :LOL:
Falls mein Sohn noch vorbeikommt, kann er es "heimlich" machen....

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