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weiße Frau im Afroshop.... |
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| 26.04.2008 12.12 | Afusat | |
@adauwa
sondern von vorne und hinten "madamt" wird. Und alle ehrfuerchtig meinen "hoffentlich" weisen Worten lauschen.
Das kenne ich!
Das erinenrt mich auch an einen Onkel von meinem MAnn .Ist ungefähr im selben Alter wie ich.
wenn ich mit dem hier in der Stadt unterwegs war , einkaufen oder mein MAnn hat mich mit ihm von der Arbeit abgeholt , dann hat er mich auch immer entweder MAdam oder MAma gerufen .Aber quer durch den Laden . |
| 26.04.2008 18.07 | adauwa | |
Ach Afusat, Du kennst das also auch.
Inzwischen ist es mir nicht mehr wichtig aber als ich mit 25 das erste Mal, jungverheiratet und kinderlos nach Nigeria kam, musste ich schon sehr schlucken, wenn mich Verwandte, die in meinem Alter waren und schon mehrere Kinder hatten, mit "Aunty" oder "Madam" ansprachen. Besonders die Madam konnte ich nicht leiden, wo ich doch Sozialist war und mir das als eine ueberholte bourgeoise Bezeichnung vorkam. Aber alle meine Aenderungswuensche fielen auf taube Ohren, niemand wollte mich bei meinem Namen nennen....
Und dann wurde das nach der Geburt meines ersten Kindes in" Mama Samuel" umgewandelt. Feministin war ich ja auch und das erschien mir fast noch schlimmer, dass meine eigene Identitaet nun von einem Baby abhaengen sollte, dass ich ohne ihn garnicht existieren bzw. einen Namen haben sollte. Lange habe ich dagegen angekaempft und verucht, Ueberzeugungsarbeit zu leisten.....
Und nun bin ich wohl altersmilde und es ist mir ganz egal, ich horche auf alles und muss auch nicht mehr kaempfen. Sollen mich doch alle so nennen, wie sie es gelernt haben, ich weiss doch wie ich heisse. Und zum Glueck mein Mann auch. |
| 26.04.2008 18.58 | Malo | |
Original von Julis
Original von lena_s
was wollen sie denn über mich gossipen? dass ich plantain gekauft habe und egusi?
hast Du ´ne Ahnung!
Vor 4 Jahren fuhr mein Mann und Sohn für 5 Wochen nach Ghana.
Am ersten Wochenende, welches in diese Zeit fiel, kam ich in der Nachbarstadt an einem Pizza-Imbiss vorbei, in dem mehrere Nigerianer und Ghanaer arbeiteten.
Ich bestellte 2 Pizzen zum mitnehmen - kurzer Gruß - kurzer smalltalk und bye.
Als mein Mann 3 Tage wieder zuhause war, wollte er wissen, für wen die 2. Pizza war ;)
Das heisst, er selbst wollte es nicht unbedingt wissen, aber die Kumpels hätten halt gefragt.
Von wegen alles cool und easy - westafrikanische Männer tratschen mehr als Waschweiber.
Die Erfahrung habe ich auch gemacht, wenn ich abends ausgegangen bin, dann wusste mein Mann in NIgeria davon eher als meine beste Freundin (es sei denn sie war mit), denn ich hab die Leute in der Regel ausschlafen lassen, um ihnen zu erzählen, wo und mit wem ich gestern aus war.
Die Freunde meines Mannes meinten wohl ein Mann braucht keinen Schlaf, wenn sein Frau tanzt! |
| 26.04.2008 19.58 | Afusat | |
@adauwa ,
Ja und wie ich das Kenne .
ICh bin das 1. mal nach Nigeria , da war mein Sohn 10monate.
Fortan hieß ich Mama Idris oder Iya Idris .
Mit Mama und Madam oder Aunty konnte ich mich noch anfreunden (notgedrungen).Oder auch das allseits berliebte My Wife . Ganz schlimm wird es , wenn man Mummy gerufen wird.Da kommst Du Dir vor hundert.
Meine Schwiegermutter hat es dann ganz anders gemacht und mich nur noch Afusat gerufen , warum auch immer .
Das hat mich genervt.Damit konnte ich mich überhaupt niocht identifizieren.
Und aus meinem richtigen Namen sind die dollsten Wortkreationen gemacht worden. |
| 26.04.2008 20.09 | coralia | |
Worüber soll mich mein Mann denn aufgeklärt haben?
Coralia |
| 26.04.2008 21.00 | Julis | |
Original von lena_s
julis, weißt du mich kratzt das überhaupt nicht, was diese typen über mich reden. .....
mich kratzt das in der Regel auch nicht und mein Mann weiss schon, dass er mir da vertrauen kann.
Aber, wie hier schon jemand anderes sagte: willste mal ein Gerücht streuen, dann reicht es im Afroshop nur eine Andeutung zu machen. |
| 27.04.2008 15.21 | kalamity | |
Original von adauwa
Ach Afusat, Du kennst das also auch.
Inzwischen ist es mir nicht mehr wichtig aber als ich mit 25 das erste Mal, jungverheiratet und kinderlos nach Nigeria kam, musste ich schon sehr schlucken, wenn mich Verwandte, die in meinem Alter waren und schon mehrere Kinder hatten, mit "Aunty" oder "Madam" ansprachen. Besonders die Madam konnte ich nicht leiden, wo ich doch Sozialist war und mir das als eine ueberholte bourgeoise Bezeichnung vorkam. Aber alle meine Aenderungswuensche fielen auf taube Ohren, niemand wollte mich bei meinem Namen nennen....
Und dann wurde das nach der Geburt meines ersten Kindes in" Mama Samuel" umgewandelt. Feministin war ich ja auch und das erschien mir fast noch schlimmer, dass meine eigene Identitaet nun von einem Baby abhaengen sollte, dass ich ohne ihn garnicht existieren bzw. einen Namen haben sollte. Lange habe ich dagegen angekaempft und verucht, Ueberzeugungsarbeit zu leisten.....
Und nun bin ich wohl altersmilde und es ist mir ganz egal, ich horche auf alles und muss auch nicht mehr kaempfen. Sollen mich doch alle so nennen, wie sie es gelernt haben, ich weiss doch wie ich heisse. Und zum Glueck mein Mann auch.
*gg* Das kenn ich aus Ägypten - ich hab das so gelöst, dass ich die "Madame"-Anreder schlicht mit "Monsieur, Effendi,...." angesprochen habe.... die Sache war meist in Minuten gegessen.
Die "Auntie" hab ich mir verbeten - ich komme mir deppat vor, wenn mich der fast 2 Meter große, breitschultrige 18jährige Neffe vom Ex mit "Tante" (in Ägpyten ist das dann ausgesprochen "tant") oder "Aunt" bezeichnet. Klar, dass er es trotzdem grinsend versucht hat, ebenso klar, dass ich ihm eine Tracht Prügel angeboten habe.
Das "Om ..." (Mama von...) haben sie auch schön seingelassen .....
Die Familie fand es zum Zerkugeln, dass Ex-Schwiegermutter und ich uns mit Vornamen angsprochen haben, statt mit "Om xy"....
Wobei, ob sie begriffen haben, warum ich diese Bezeichnungen nicht leiden konnte, weiß ich nicht - aber die Ex-Familie ist höflich genug, Menschen nur so zu betiteln, wie sie es haben wollen.
Lustiges Detail am Rande: Als ich erstmals nach Ägypten kam, fragten mich die Neffen, wie sie mich nennen sollten (den Ex-Schwägerinnen war das klar, mit denen hatte ich ja schon jahrelang Briefe gewechselt....). Auf mein ziemlich dämliches Gesicht hin, haben sie mir erklärt, dass die andere Schwägerin aus Österreich ja unbedingt "Susi" genannt werden wollte, sie würden mich daher auch "Susi" rufen, wenn ich es wünsche. Und ich bekam einen Lachkrampf, denn ich kannte die Geschichte aus Sicht der Schwägerin, die hatte nämlich bei der Frage "Wie sollen wir dich nennen?" vermutet, ihr Name wäre schwer aussprechbar und daher einfach "Susi" gesagt - bis zu MEINER Ankunft war daher "Susi" in der Familie eine Art Ehrenbezeichnung. |
| 27.04.2008 17.34 | adauwa | Susi und Helmut |
@kalamity,
die "Susi" als ehrenvolle Sammelbezeichnung fuer angeheiratete Schwaegerinnen erinnert mich an eine lustige Geschichte:
Waehrend meiner Nigeriajahre wurde in Deutschland nach Helmut Schmidt Helmut Kohl zum Bundeskanzler gewaehlt. Ein netter Nachbar, der immer mit mir ein kleines Schwaetzchen halten wollte, versuchte mir zur Neuwahl zu gratulieren. Er konnte mit "Austria" nichts anfangen und bestand immer darauf mir die neuesten Nachrichten aus Deutschland zu ueberbringen. Little did he know, dass gerade diese Nachricht mich nicht gerade gluecklich machte. Waehrend ich ihm zu erklaeren versuchte, dass dieser Mensch einer konservativen Partei angehoerte , die nicht leiden konnte, fragte er ploetzlich interessiert, was denn eigentlich ein"Helmut" sei???? Er glaubte, dass es sich hier um einen akademischen oder irgendeinen Ehrentitel handeln muesse. Darueber haben wir jahrelang gelacht und auch jetzt kann ich den Traegern dieses schoenen - zum Glueck selten gewordenen - Namens nicht ohne leichte Kicheranfaelle gegenuebertreten.
Zu allem Uebel sahen wir dann spaeter auch noch Jim Jarmuschs "Night on earth" wo sich in einer der Episoden ein New Yorker Taxifahrer ueber den Namen amuesiert und immer wieder "Helmet" skandiert, waehrend Armin Mueller-Stahl sich ueber dessen Namen "JayJay" oder so aehnlich wuerdevoll wundert.
Am Montag fang ich ja meine neue Stelle an und im Vorlesungsverzeichnis habe ich einen Kollegen entdeckt, der so heisst.
Ich hoffe ich kann wuerdevoll sein, wenn wir uns das erste Mal begegnen. |
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