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verzeihen aber nicht vergessen |
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| 15.04.2008 12.46 | chibuzu | verzeihen aber nicht vergessen |
eine bekannte von mir,hat eine sehr problematische beziehung mit einem nigerianer.wollte ich in alle einzelheiten gehen würde ein buch daraus werden.deshalb komme ich gleich zu dem punkt der mich beschäftigt.der mann hat ein kind mit einer kenianerin gezeugt,während er mit ihr zusammen war.sie hat sich von ihm getrennt ist aber jetzt wieder mit ihm zusammen.er versucht nun alles um die beziehung zu retten.inwiefern er es ehrlich mit ihr meint,kann und will ich nicht beurteilen.nun ist es so dass sie ihn,kontrolliert, mit vorwürfen überhäuft,täglich ,ja wirklich täglich dieses desaster auf den tisch bringt das kind lehnt sie ab .es kommt mir nicht ins haus sagt sie.letzte woche waren beide bei mir zu besuch.es kam,wie es kommen musste.die vergangenheit der beiden war wieder hier.es gab streit.als sich die situation etwas beruhigte begannen wir zu diskutieren.auf meine frage warum sie wieder zu ihm zurück ist antwortete sie,dass sie ihn liebe und ihm verziehen hätte aber, nicht vergessen könne.meine frage an euch:verzeihen und vergessen,gehört das zusammen oder nicht? |
| 15.04.2008 13.05 | Jane | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Fast die gleiche Geschichte gibt es auch Berlin. Er mit deutscher verheiratet, zwei Kinder, ging mit einer Kenianerin fremd die darauf von ihm ein Kind bekam. Er steht zum unehelichen Kind, ist aber mit seiner Frau noch immer zusammen. Allerdings weiß ich nicht wie sie darüber denkt.
Ich finde nicht das verzeihen und vergessen zusammen gehört. Verzeihen fällt nur leichter als das Vergessen was gewesen ist. |
| 15.04.2008 13.07 | chibuzu | |
?( habe doch glatt vergessen den zweiten teil meiner frage zu schreiben geht vergessen ohne zu verzeihen? |
| 15.04.2008 13.23 | Jane | |
Manchmal geht für mich vergessen ohne zu verzeihen. Wenn es kleinere Dinge waren vergesse ich es von selbst oder sehe sie nicht mehr als schlimm an. |
| 15.04.2008 14.56 | Wahala | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Hi
Das eine ist ja der Seitensprung. Es gibt viele, die so etwas nicht verzeihen können. Ich finde, es geht und mit der Zeit ist er auch nicht mehr so vordergründig und vielleicht kann man ihn sogar vergessen.
Aber aus diesem Seitensprung ist ein Kind entstanden und das Kind wird immer wieder an den Seitensprung erinnern.
Keine Ahnung, ob ich das könnte, aber einfach ist es bestimmt nicht. Allerdings bin ich der Meinung, dass man für sich entscheiden muss, ob man damit umgehen kann oder nicht und dann diese Entscheidung durchziehen. So wie sie das macht, macht es doch wenig Sinn.
Wahala |
| 15.04.2008 16.23 | Village_Headmaster | |
ich glaube so etwas vergisst man nie.
geht das überhaupt....
"verzeihen und vergessen" ?
und wie - bitte schön - kann man vergessen ohne zu verzeihen ? *curious*
-V. |
| 15.04.2008 16.24 | Wahala | |
Hi
Vielleicht nicht komplett vergessen, aber nicht mehr ständig dran denken?
Wahala
P.S. Long time no see! |
| 15.04.2008 16.30 | Village_Headmaster | |
Original von Wahala
Hi
Vielleicht nicht komplett vergessen, aber nicht mehr ständig dran denken?
Wahala
P.S. Long time no see!
yep,...das hört sich realistischer an :)
how bodi?...na yua eye be dis ?
still me
-V. |
| 15.04.2008 16.48 | Wahala | |
Hi
Man sagt ja "Zeit heilt alle Wunden" und so seh ich es auch bei solchen Angelegenheiten.
Wobei eben .. wenn ein Kind dabei entstanden ist es wohl sehr schwierig sein wird zu vergessen.
Wahala
P.S. No na di eye from Tia Dalma from Pirates of the Caribbean bi this :-) |
| 15.04.2008 17.32 | Village_Headmaster | |
Original von Wahala
P.S. No na di eye from Tia Dalma from Pirates of the Caribbean bi this :-)
:LOL: :LOL: :LOL:
( "na your eye be this"(redewendung) = "lange nicht mehr gesehen" !) |
| 15.04.2008 19.34 | Wahala | |
Original von Village_Headmaster
Original von Wahala
P.S. No na di eye from Tia Dalma from Pirates of the Caribbean bi this :-)
:LOL: :LOL: :LOL:
( "na your eye be this"(redewendung) = "lange nicht mehr gesehen" !)
LOL
Ich brauche einen Intensivkurs in Redewendungen. Ist aber auch ein dummer Zufall mit meinem Avatar
:LOL: :LOL: :LOL: |
| 15.04.2008 20.24 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Vergessen kann man leicht Dinge, die einem nicht so wichtig sind. Man vergisst seinen Regenschirm, oder lässt in der Eile die Handschuhe liegen, vergisst ein Gesicht einer flüchtigen Begegnung. Sein Kind, seine Liebe dagegen, vergisst man wohl nicht.
Verzeihen muss man aber eher Dinge, die einem am Herzen liegen, einen tief verletzt haben. Das sind die wichtigen Dinge, die, die man eben nicht einfach übersieht oder vergisst. Sonst hätte ma ja gar nichts zu verzeihen.
Man kann einem Menschen so manches Verzeihen, aber eventuell meidet man danach zu große Nähe zu dieser Person. Denn es geht ja nicht nur ums Verzeihen, sondern auch darum wieder Vertrauen zu fassen, das zerstört wurde. Das geht halt nicht so einfach, manchmal gelingt es auch gar nicht mehr. Manchmal kommt immer wieder Wut und Mißtrauen hoch.
So sehr ich verstehen kann, dass die Frau kein Vertrauen mehr hat ... die Idee das so entstandene Kind auszublenden wird kaum gut funktionieren. Wenn der Mann - zumindest aus meiner Sicht - einigermaßen anständig ist, dann wird er sich um das Kind kümmern und zu ihm stehen. Wie verantwortungslos und wenig liebenswert wäre er denn, wenn er es dann auch noch links liegen ließe. Ich kann mir schlecht vorstellen, wie man einen so wichtigen Menschen, wie das Kind des Partners auf Dauer aus der eigenen Beziehung raushalten könnte, ohne zwangsläufig eine Art der Verlogenheit und Oberflächlichkeit in Kauf zu nehmen.
Es wird sich wohl mit der Zeit zeigen, wie stark die beiden eine Beziehung zueinander wünschen und wieviel sie dafür gegenseitig (er)tragen wollen. Ungeschehen kan man es jedenfalls nicht mehr machen, im Gegenteil, müssen beide wohl anerkennen wer sie nunmal sind und diesen Teil ihrer Beziehungsgeschichte akzeptieren lernen, wenn sie ein Paar sein wollen. |
| 15.04.2008 21.20 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
PS: weil es gerade passt und ich die Reihe generell so großartig finde ... morgen abend läuft auf dem WDR in der Reihe "Menschen Hautnah" ein Beitrag zu genau diesem Thema, auch als Podcast zu bekommen und zwar hier:
http://www.wdr.de/tv/menschenhautnah/sendungsbeitraege/2008/0416/index.jsp
Ich kann "Menschen Hautnah" jedem nur ans Herz legen. Jede Woche interessant und nah ohne dabei je respektlos oder wertend zu sein. |
| 15.04.2008 21.27 | Muyiwa | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von stepsi
PS: weil es gerade passt und ich die Reihe generell so großartig finde ... morgen abend läuft auf dem WDR in der Reihe "Menschen Hautnah" ein Beitrag zu genau diesem Thema, auch als Podcast zu bekommen und zwar hier:
http://www.wdr.de/tv/menschenhautnah/sendungsbeitraege/2008/0416/index.jsp
Ich kann "Menschen Hautnah" jedem nur ans Herz legen. Jede Woche interessant und nah ohne dabei je respektlos oder wertend zu sein.
Allerdings werden die Geschichten dort nicht immer so ganz richtig erzählt. Das weiss ich, weil die Geschichte, die letzte Woche gezeigt wurde, in dem Ort spielte, in dem ich lange Jahre gewohnt habe. Und das ist ein relativ kleiner Ort, da kriegen die Leute viel mit.
Trotzdem schaue ich diese Sendung auch gerne, weil sie wirklich interessante Geschichten erzählt. Man muss nur bedenken, dass manche Geschichten eben interessant "hingebogen" werden. |
| 15.04.2008 21.33 | Muyiwa | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von chibuzu
meine frage an euch:verzeihen und vergessen,gehört das zusammen oder nicht?
Ich denke, dass man durchaus gewisse Dinge verzeihen kann, ohne sie zu vergessen.
Und manche Dinge kann man auch nicht wirklich verzeihen, möchte es aber vielleicht gerne, um eine Beziehung aufrecht zu erhalten oder neu zu beginnen. Nur das ist dann in der Umsetzung eben nicht immer so ganz einfach, weil z.B. die Zeit noch nicht wirklich reif ist bzw. noch nicht genug Zeit vergangen ist, um die Wunden heilen zu lassen.
Aber vergessen kann man so tiefe emotionale Verletzungen sicher nie. |
| 15.04.2008 21.37 | silkilein | |
Man muss ja auch nicht vergessen, solche Erfahrungen erweitern auch den eigenen Horizont.
Aber wenn man vergibt, muss man sich von ganzem Herzen dafür entscheiden und die Sache auf sich beruhen lassen.
Für mich ist das ein Widerspruch, einen Mann zu lieben aber seine Kinder abzulehnen. Die Situation würde zeigen, ob ein weiteres Zusammenleben möglich ist, aber ein Kind könnte und wollte ich nie ablehnen, das kann ja wirklich nichts dafür. |
| 15.04.2008 21.52 | Muyiwa | |
Original von silkilein
aber ein Kind könnte und wollte ich nie ablehnen, das kann ja wirklich nichts dafür.
Ich denke, das Problem ist, dass das Kind die Frau ja immer an diesen Seitensprung erinnert.
Ich kenne einen ähnlichen Fall, wo der Mann (der in Nigeria eine Ehefrau hat, die derzeit in London weilt) hier in Deutschland ein Kind gezeugt hat.
Diese Frau will von diesem Kind nichts hören und nichts sehen. Aber natürlich bleibt sie bei ihrem Mann. |
| 15.04.2008 22.13 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von chibuzu
eine bekannte von mir,hat eine sehr problematische beziehung mit einem nigerianer.wollte ich in alle einzelheiten gehen würde ein buch daraus werden.deshalb komme ich gleich zu dem punkt der mich beschäftigt.der mann hat ein kind mit einer kenianerin gezeugt,während er mit ihr zusammen war.sie hat sich von ihm getrennt ist aber jetzt wieder mit ihm zusammen.er versucht nun alles um die beziehung zu retten.inwiefern er es ehrlich mit ihr meint,kann und will ich nicht beurteilen.nun ist es so dass sie ihn,kontrolliert, mit vorwürfen überhäuft,täglich ,ja wirklich täglich dieses desaster auf den tisch bringt das kind lehnt sie ab .es kommt mir nicht ins haus sagt sie.letzte woche waren beide bei mir zu besuch.es kam,wie es kommen musste.die vergangenheit der beiden war wieder hier.es gab streit.als sich die situation etwas beruhigte begannen wir zu diskutieren.auf meine frage warum sie wieder zu ihm zurück ist antwortete sie,dass sie ihn liebe und ihm verziehen hätte aber, nicht vergessen könne.meine frage an euch:verzeihen und vergessen,gehört das zusammen oder nicht?
Mh, verzeihen ist was anderes als vergessen - ich mein, ich vergesse so einiges, rein altzheimertechnisch, wenn ich verzeihe, dann bewußt.
Ehebruch würde ich nicht verzeihen, da bin ich sicher. Von daher wäre die Sache ja an dem Punkt erledigt - ich kann verstehen, dass sie sich das "Produkt" ned auch noch ins Haus holen will, das hat nichts mit verzeihen zu tun, denke ich. Da kann sie doch gar nicht "vergessen", wenn sie ständig dran erinnnert wird.
Ich kenne eine Frau, deren damaliger Freund nebenbei, als sie schwanger war, noch mit einer anderen ein Kind gezeugt hat - wohlgemerkt, an der Geschichte ist nichts afrikalastig, das sind zwei Österreicher. Ihre Bedingung dafür, die Beziehung fortzusetzen, war ,dass er niemals Kontakt zu diesem Kind aufbauen wird, er hat eingewilligt und sich dran gehalten (ist über zwanzig Jahre her). |
| 15.04.2008 22.33 | silkilein | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von kalamity
Ich kenne eine Frau, deren damaliger Freund nebenbei, als sie schwanger war, noch mit einer anderen ein Kind gezeugt hat - wohlgemerkt, an der Geschichte ist nichts afrikalastig, das sind zwei Österreicher. Ihre Bedingung dafür, die Beziehung fortzusetzen, war ,dass er niemals Kontakt zu diesem Kind aufbauen wird, er hat eingewilligt und sich dran gehalten (ist über zwanzig Jahre her).
Das find ich echt traurig. Das andere Kind hat doch auch ein Recht auf seinen Vater. |
| 15.04.2008 22.38 | silkilein | |
Original von Muyiwa
Ich denke, das Problem ist, dass das Kind die Frau ja immer an diesen Seitensprung erinnert.
Kann ich mir vorstellen. Aber denkst du, dass sie dann ihrem Mann den Seitensprung wirklich verziehen hat? |
| 15.04.2008 22.50 | Muyiwa | |
Original von silkilein
Original von Muyiwa
Ich denke, das Problem ist, dass das Kind die Frau ja immer an diesen Seitensprung erinnert.
Kann ich mir vorstellen. Aber denkst du, dass sie dann ihrem Mann den Seitensprung wirklich verziehen hat?
Ich denke, dass sie verzeihen möchte, es aber noch nicht wirklich kann. |
| 15.04.2008 22.50 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Da hst Du Insiderwissen, dass uns natürlich fehlt und sicher auch recht, dass man doch jede Geschichte erzählt bekommt und nicht selbst erlebt. |
| 15.04.2008 22.52 | Muyiwa | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von silkilein
Original von kalamity
Ich kenne eine Frau, deren damaliger Freund nebenbei, als sie schwanger war, noch mit einer anderen ein Kind gezeugt hat - wohlgemerkt, an der Geschichte ist nichts afrikalastig, das sind zwei Österreicher. Ihre Bedingung dafür, die Beziehung fortzusetzen, war ,dass er niemals Kontakt zu diesem Kind aufbauen wird, er hat eingewilligt und sich dran gehalten (ist über zwanzig Jahre her).
Das find ich echt traurig. Das andere Kind hat doch auch ein Recht auf seinen Vater.
Hier in Deutschland hat doch kürzlich ein Vater vor Gericht erstritten (vorm Bundesgerichtshof, war in allen Medien), dass er sein uneheliches Kind nicht sehen muss. |
| 15.04.2008 23.04 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Ich kenne eine Frau, deren damaliger Freund nebenbei, als sie schwanger war, noch mit einer anderen ein Kind gezeugt hat - wohlgemerkt, an der Geschichte ist nichts afrikalastig, das sind zwei Österreicher. Ihre Bedingung dafür, die Beziehung fortzusetzen, war ,dass er niemals Kontakt zu diesem Kind aufbauen wird, er hat eingewilligt und sich dran gehalten (ist über zwanzig Jahre her).
In Deutschland hat eine langjährige Geliebte eines verheirateten Mannes (und auch in dieser Ehe Vater) gerade geklagt, dass dieser gegen seinen Willen mit dem aus ihrer Beziehung hervorgegangenen nichtehelichen Kind Umgang haben muss - und ist gerichtlich damit gescheitert. Er lehnt jeden Kontakt ab, weil er damit seine Ehe gefährden würde. Fällt mir gerade dazu ein - Ich persönlich kann mir nicht vorstellen mit einem Mann zusammen zu sein und Kinder zu haben und ihm auf der anderen Seite den Kontakt zum Stiefkind als Bedingung für eine weitere Beziehung zu verbieten. Ich frage mich wie frau solch eine Bedingung tragen kann, während man den eigenen Kindern in die Augen sieht. Von des Vaters Seite aus verstehe ich es noch weniger. Da muss man schon sehr herabschauen auf andere und sich selbst enorm wichtig nehmen, um das mit sich vereinen zu können, scheint mir. Vielleicht würde ich mich trennen, vielleicht auch nicht. Aber diese Variante ist mir persönlich unvorstellbar. Und wie die Geschwister sich wohl mal begegnen werden? Ob die so eine "Lösung" einmal gutheißen werden? Hat das Paar, von dem Du schreibst kalamity denn auch Kinder? Wenn ja und das schon so lange her ist... wie sehen die das denn? |
| 16.04.2008 05.59 | silkilein | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von Muyiwa
Hier in Deutschland hat doch kürzlich ein Vater vor Gericht erstritten (vorm Bundesgerichtshof, war in allen Medien), dass er sein uneheliches Kind nicht sehen muss.
Das ist ja noch trauriger..... |
| 16.04.2008 07.56 | nneka | |
man kann schon viel verzeihen aber mit dem vergessen ist es so ne sache....ist es eine nicht so schlimme sache kann man verzeihen und auch vergessen.....aber wenn es etwas ist was einen so sehr verletzt hat kann man nicht vergessen aber man versucht das beste daraus zu machen......in meiner beziehung ist schon viel passiert und glaubt mir vergessen werde ich diese dinge niemals aber ich lebe damit und versuche in ähnlichen situationen mich nicht davon beeinflussen zulassen.......aber wie sagt man so schön......die zeit heilt alle wunden..... |
| 16.04.2008 08.26 | okwukwe | |
Ich denke, man muss nicht vergessen um zu verzeihen.
Wie chibuzu aber beschreibt, habe ich nicht den Eindruck, dass von Seiten der Frau dem Mann vergeben wurde. Sonst müsste sie es nicht immer wieder auf den Tisch bringen.
Sie versucht das zu verdrängen, indem sie versucht durch Nichtkontakt das Kind auszublenden, vergiftet aber einstweilen die Beziehung mit ihrer ständigen Wiederholung des Geschehenen.
Für mich wäre es ein langwieriger Prozess, einen Seitensprung zu verzeihen. Ich würde das mir zu Liebe schon wollen, weil ich nicht ständg mit diesem Schmerz herumlaufen wöllte und dieser Vorwurfshaltung in mir.
Ich würde ebenfalls nicht wollen, das ein Kind darunter leidet, das so gar nichts dazu kann.
Wie grausam von einer erwachsenen, denkenden Person.
Meine Verletzung gegen die des Kindes.
Mir sträubt sich mein nicht vorhandenes Nackenfell.
Ich glaube auch, dass man so lange man nicht verziehen hat, ncht vergisst, eher verdrängt und das im geeigneten Moment wieder zum Vorschein kommt.
Aber man muss nicht unweigerlich vergessen, um zu verzeihen, meine ich. |
| 16.04.2008 11.24 | chris | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von Muyiwa
Original von silkilein
Original von kalamity
Ich kenne eine Frau, deren damaliger Freund nebenbei, als sie schwanger war, noch mit einer anderen ein Kind gezeugt hat - wohlgemerkt, an der Geschichte ist nichts afrikalastig, das sind zwei Österreicher. Ihre Bedingung dafür, die Beziehung fortzusetzen, war ,dass er niemals Kontakt zu diesem Kind aufbauen wird, er hat eingewilligt und sich dran gehalten (ist über zwanzig Jahre her).
Das find ich echt traurig. Das andere Kind hat doch auch ein Recht auf seinen Vater.
Hier in Deutschland hat doch kürzlich ein Vater vor Gericht erstritten (vorm Bundesgerichtshof, war in allen Medien), dass er sein uneheliches Kind nicht sehen muss.
Ja, aber was ist denn die Alternative? Welchen Nutzen hat das Kind, wenn der Vater es besucht, weil er dazu gezwungen ist, es aber eigentlich gar nicht will? Wenn der Vater meines Kindes kein Interesse daran hätte, sein Kind zu sehen, dann wäre es mir auch lieber, er würde gar nicht kommen, als dass er sich halbherzig darum kümmern würde. Da hätte ich viel zu viele Bedenken, dass mein Kind nicht gut versorgt wird. Unterhaltspflicht ja, Umgangspflicht nicht unbedingt. Bringt dem Kind sowieso nichts. |
| 16.04.2008 13.50 | Wahala | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Hi Chris
Ja, aber ich würde keinen Mann wollen, der sich nicht um sein Kind kümmert. Seitensprung hin oder her, es ist sein Kind.
Wahala |
| 16.04.2008 14.05 | lena_s | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
dem mann meiner freundin ist auch so etwas passiert.
der hat neben seinen eigenen kindern noch ein zusätzliches eigenes kind gezeugt. das drama im haus war natürlich groß. alle möglichen varianten wurden dort durchgespielt - das kind darf nicht gesehen werden, das kind wird in den familienverband integriert, ...
geendet hat das ganze dann so:
der mann ist gestanzt worden und musste ausziehen. die beiden mütter sind gute freundinnen geworden und schimpfen in trauter zweisamkeit über den mann. der hat wohl ein pech gehabt ... |
| 16.04.2008 14.23 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von silkilein
Original von kalamity
Ich kenne eine Frau, deren damaliger Freund nebenbei, als sie schwanger war, noch mit einer anderen ein Kind gezeugt hat - wohlgemerkt, an der Geschichte ist nichts afrikalastig, das sind zwei Österreicher. Ihre Bedingung dafür, die Beziehung fortzusetzen, war ,dass er niemals Kontakt zu diesem Kind aufbauen wird, er hat eingewilligt und sich dran gehalten (ist über zwanzig Jahre her).
Das find ich echt traurig. Das andere Kind hat doch auch ein Recht auf seinen Vater.
Ich finde es nicht traurig - die beiden Ehepartner (die sind ja jetzt verheiratet) haben eine Abmachung getroffen, an sowas hält man sich.
Das andere Kind hat immer Unterhalt bekommen - nur zur Klarheit.
Vermutlich hab ich eine andere Einstellung dazu, als ich jung war, waren uneheliche Kinder noch nicht mal im Erbrecht gleichgestellt....
Und mal ehrlich, der Mann hatte die Wahl - er hätte ja auf die Beziehung mit seiner jetzigen Frau verzichten können und Kontakt zu beiden Kindern halten. Sie wollte halt ned auch noch das Produkt vom Seitensprung um sich haben - kann ich verstehen (und die meisten MÄNNER verstehen das durchaus, die möchten nämlich auch ned das Produkt vom Liebhaber der Freundin großziehen). |
| 16.04.2008 14.28 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von stepsi
Hat das Paar, von dem Du schreibst kalamity denn auch Kinder? Wenn ja und das schon so lange her ist... wie sehen die das denn?
Ja, sie haben mehrere gemeisame Kinder - und die haben auch keinerlei Interesse dran, den Halbbruder oder die Halbschwester kennenzulernen.
Das Paar selbst macht auf mich einen äußerst ausgeglichenen Eindruck, die wirklen glücklich.
Wer sagt eigentlich, dass das Kind wirklich drunter leidet, dass es zum Vater keinen Kontakt hat? Ich mein, das wird hier so vorausgesetzt - ich kenne durchaus Erwachsene, die ihren Vater nie persönlich kennengelernt haben (mein Onkel etwa, der wußte, wo sein Vater wohnt, aber dieser wollte keinen Kontakt, das wurde akzeptiert) und damit ausgezeichnet klarkommen, genauso wie ich Erwachsene kenne, die mit den Eltern, die sie immer um sich hatten, nicht klarkommen..... |
| 16.04.2008 17.03 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Wer sagt eigentlich, dass das Kind wirklich drunter leidet, dass es zum Vater keinen Kontakt hat? Ich mein, das wird hier so vorausgesetzt - ich kenne durchaus Erwachsene, die ihren Vater nie persönlich kennengelernt haben (mein Onkel etwa, der wußte, wo sein Vater wohnt, aber dieser wollte keinen Kontakt, das wurde akzeptiert) und damit ausgezeichnet klarkommen, genauso wie ich Erwachsene kenne, die mit den Eltern, die sie immer um sich hatten, nicht klarkommen.....
Ach, das will ich gar nicht bestreiten kalamity und sage es auch gar nicht. Ich spreche da subjektiv aus Mutter-Ebene und auch als Partnerin. Ich finde solch eine Haltung nicht nachvollziehbar, finde sie sogar höchst unsympathisch und habe einfach grundlegend zu viel Respekt vor Kindern, als dass ich Ihnen die Möglichkeit einer Beziehung ausschlagen wollte, nur weil es mir persönlich an den verletzten Stolz ginge, oder sie nicht innerhalb einer Ehe gezeugt und geboren wurden. Auch entspricht es nicht meiner Vorstellung von Partnerschaft die ich unbedingt erhalten möchte, die Kinder einer vorausgegangenen oder nachfolgenden (auch wenn sie zeitgleich sein mag) Beziehung zu ignorieren und eine Kontaktsperre zur Bedingung zu machen. Sie sind in meinen Augen immer gleich zu respektieren, ob nun vor meiner Zeit, während oder nach meiner Zeit als Partnerin zustande gekommen. Mir ist dabei völlig egal, wie das Erbrecht diesbezüglich mal war. Ich könnte mir eher vorstellen dann meinen Partner zu verlassen, ich könnte mir aber eben nicht vorstellen die Beziehung zu ihm um den Preis dieser möglichen Beziehung zu seinem (oder meinem! es könnte ja auch mir passieren) Kind zu halten. Und selbst wenn ich ihn verließe wären das in meiner Vorstellung die Geschwister meiner Kinder, mit denen man nach Möglichkeit verwandschaftlichen Kontakt pflegt. Ich mag Familie generell erstmal gut leiden, selbst die, die nicht den bürgerlichen Moralvorstellungen entspricht. Wenn ich jemanden in der Familie nicht mag, dann hat das andere Gründe. |
| 16.04.2008 17.15 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Die Klage wurde abgewiesen, weil die Mutter sie anstrengte und das Gericht nicht sah, das solch ein Zwang im Sinne des Kindeswohles wäre. Sollte aber das Kind selbst wenn es älter ist diesen Kontakt erstreiten wollen, so hätte es durchaus Chancen damit durch zu kommen. Denn nach einer Gesetzesänderung von 1998 haben Kinder das Recht auf Umgang mit ihren leiblichen Eltern. Wie sinnvoll solch ein Zwang im Einzelfall wäre - denn es ist sicher nicht die Regel und wird es auch nicht werden - müsste dann das Gericht neu bewerten und entscheiden. Verkehrt ist aber aus meiner Sicht ganz sicher nicht Eltern klar zu machen und da besonders auch den Vätern - dass auch Kinder Rechte an Ihnen haben und man sie nicht einfach beiseite schieben und mit Geld abspeisen kann. |
| 16.04.2008 17.31 | ngozi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Verzeihen?Ja.Vergessen kann man so etwas nie.Ausser man hat Alzheimer.
Es war nicht nur ein Flirt mit einer Frau.
Er hat seiner Frau das Herz gebrochen.Nicht ,das er nur mit dieser Frau geschlafen hat.Nein.Er hat mit ihr auch noch ein Kind gezeugt.Wie verletzend.
Sie hat ihm nicht verziehen.Es schmerzt noch genauso,wie am ersten Tag.
Das Beste wäre,wenn sie sich trennen.Denn,diese Wunden heilen nie.Es wird immer wieder Streit und Vorwürfe geben.
Wenn man verzeiht,dann spricht man auch nicht mehr darüber.Aber vergessen geht einfach nicht.Man denkt fast täglich daran. |
| 16.04.2008 18.12 | Muyiwa | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von chris
Original von Muyiwa
Original von silkilein
Original von kalamity
Ich kenne eine Frau, deren damaliger Freund nebenbei, als sie schwanger war, noch mit einer anderen ein Kind gezeugt hat - wohlgemerkt, an der Geschichte ist nichts afrikalastig, das sind zwei Österreicher. Ihre Bedingung dafür, die Beziehung fortzusetzen, war ,dass er niemals Kontakt zu diesem Kind aufbauen wird, er hat eingewilligt und sich dran gehalten (ist über zwanzig Jahre her).
Das find ich echt traurig. Das andere Kind hat doch auch ein Recht auf seinen Vater.
Hier in Deutschland hat doch kürzlich ein Vater vor Gericht erstritten (vorm Bundesgerichtshof, war in allen Medien), dass er sein uneheliches Kind nicht sehen muss.
Ja, aber was ist denn die Alternative? Welchen Nutzen hat das Kind, wenn der Vater es besucht, weil er dazu gezwungen ist, es aber eigentlich gar nicht will? Wenn der Vater meines Kindes kein Interesse daran hätte, sein Kind zu sehen, dann wäre es mir auch lieber, er würde gar nicht kommen, als dass er sich halbherzig darum kümmern würde. Da hätte ich viel zu viele Bedenken, dass mein Kind nicht gut versorgt wird. Unterhaltspflicht ja, Umgangspflicht nicht unbedingt. Bringt dem Kind sowieso nichts.
Liebe Chris,
ich hatte dies ohne jegliche Wertung meinerseits berichtet.
Meine Sicht der Dinge: Wenn ich ein Kind von einem Mann hätte, der dieses nicht sehen will, dann würde ich auf ihn sche****. Ich würde ihm mitteilen, dass er jederzeit Umgang mit seinem Kind pflegen kann. Wenn er das aber nicht will, dann eben nicht.
Wenn das Kind dann alt genug ist, könnte es ja immer noch versuchen von selber Kontakt aufzunehmen.
Ich glaube nicht daran, dass der Kontakt in diesem speziellen Fall dem Kind wirklich gut tun würde, wenn es immer spüren müsste, dass es so stark abgelehnt wird. |
| 17.04.2008 13.36 | silkilein | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von kalamity
Ich finde es nicht traurig - die beiden Ehepartner (die sind ja jetzt verheiratet) haben eine Abmachung getroffen, an sowas hält man sich.
Das andere Kind hat immer Unterhalt bekommen - nur zur Klarheit.
Vermutlich hab ich eine andere Einstellung dazu, als ich jung war, waren uneheliche Kinder noch nicht mal im Erbrecht gleichgestellt....
Und mal ehrlich, der Mann hatte die Wahl - er hätte ja auf die Beziehung mit seiner jetzigen Frau verzichten können und Kontakt zu beiden Kindern halten. Sie wollte halt ned auch noch das Produkt vom Seitensprung um sich haben - kann ich verstehen (und die meisten MÄNNER verstehen das durchaus, die möchten nämlich auch ned das Produkt vom Liebhaber der Freundin großziehen).
Nee is klar, ich bezweifel nicht, dass sich die Angelegenheit für die beteiligten Erwachsenen durch irgendwelche Abmachungen und Zahlungen regeln lässt, nur fragt kein Schwein nach den Wünschen und Bedürfnissen des Kindes, das am herbeiführen dieser Situation völlig unbeteiligt war. |
| 17.04.2008 14.18 | chibuzu | |
das kind um das es geht ist david mein überalles geliebter pflegesohn.siehe galerie.der vater des kindes kümmert sich und leidet unter der situation,was für mich nicht relevant ist da er diese problematik selbst verursacht hat Aber das kind kann doch nichts dafür.bei allem verständnis für meine bekannte,aber an diesem punkt,geht es mir völlig verloren.ausserdem bin ich jetzt gezwungen dem kind zuliebe zu lügen.würdet ihr auch lügen um vater und sohn einen kontakt zu ermöglichen.mit der mutter des kindes bin ich seit jahren befreundet. |
| 17.04.2008 14.29 | Julis | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von silkilein
......, nur fragt kein Schwein nach den Wünschen und Bedürfnissen des Kindes, das am herbeiführen dieser Situation völlig unbeteiligt war.
Was ist denn das Beste für´s Kind?
Wer weiss was das Beste ist? - und wer ist das, der sich anmasst es zu wissen?
Wir haben einen Bekannten (dtsch), der sich seinerzeit von seiner Freundin trennen wollte, aber ihr noch den schon länger geplanten Urlaub zugestand gemeinsam zu verbringen. Ja, auch mit dem ganz vagen Gedanken vielleicht wieder zusammen finden zu können.
Die Dame wurde bewusst schwanger um ihn somit an sich zu binden.
Moralische Unterstützung hatte sie von seiner Mutter, die für sich erhoffte somit Sohn mit seinem jungen Familienglück an sich und ihr Haus zu binden. Wer ist schon gern allein im Alter?
Die Mutter ist ein Tyrann, er ist ein lieber, geduldiger, hilfsbereiter Kerl.
Er heiratete seine Freundin nicht, darauf hin wurde er mit Missachtung und Schimpf von beiden Frauen bedacht, zudenen sich nun auch noch seine Schwester gesellte.
Die Schwester fand es auch gut, wenn der Bruder mit Familie in das Haus der schon älteren Mutter ziehen würde.
Dann brauchte sie nämlich selbst kein schlechtes Gewissen zu haben, ihr Leben nach ihren Wünschen gestalten zu können.
Da er sich später für eine andere Frau entschied und mit dieser auch Kinder hat, wetterte das "Weiber-3-Gestirn" gemeinsam gegen ihn.
Egal was er machte, es hagelte Kritik von Mutter, Schwester und der Ex. Deshalb distanzierte er sich von dieser Clique und somit auch vom Kind.
Er zahlt und ist offen für jeden Kontakt, den das Kind selbst haben will, wenn es alt genug ist eigene Entscheidungen zu treffen.
Mittlerweile sind die 3 Weiber untereinander zerstritten.
Also?
Wer weiss was das Beste für´s Kind ist - und welche Intention hat er dabei so zu denken? |
| 17.04.2008 15.54 | Frida | |
Ich denke, Wahala trifft den Punkt. Nicht ständig daran denken, d.h. auch, nicht immer darüber grübeln, beiseite schieben. Eigentlich müsste das ja gehen, wenn man wirklich verzeiht, Voraussetzung wäre natürlich dann, dass das Vertrauen gegeben ist, dass man weiss, sowas kommt nicht wieder vor. Dazu braucht es "Arbeit" von beider Seite, dann glaube ich, dass es möglich ist zu verzeihen und zu vergessen.
Frida. |
| 17.04.2008 15.57 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von silkilein
Nee is klar, ich bezweifel nicht, dass sich die Angelegenheit für die beteiligten Erwachsenen durch irgendwelche Abmachungen und Zahlungen regeln lässt, nur fragt kein Schwein nach den Wünschen und Bedürfnissen des Kindes, das am herbeiführen dieser Situation völlig unbeteiligt war.
Das Kind wächst so auf, wie eine Menge anderer Kinder auch - mit einer Mutter, die sich kümmert, und ohne Vater.
Ob das per se schlecht ist, weiß man erst, wenn Kind "erwachsen" ist und sich so richtig beschwert.
Mal ehrlich, es steht doch überhaupt nicht zur Diskussion, dass ich als Ehefrau das Kind der Ex-Geliebten auch noch einlade... |
| 17.04.2008 16.35 | chibuzu | |
hallo kalamity
das kind hat sehr viel kontakt mit dem vater.gott sei dank.das problem ist dass ich lüge und verheimliche.meine bekannte betrachtet mich als vertrauensperson.
für mich ist es auch nicht damit getan wenn ich mir vor augen führe dass viele kinder ohne vater aufwachsen. finde ich schlimm genug.david hat einen vater der vater sein will und nur weil viele kinder ohne vater aufwachsen,muss er es nicht denn er ist unschuldig,und hat ein recht auf seinen vater.sie hat kein recht so etwas zu verlangen.was sie tun kann ist die beziehung zu beenden,wenn sie damit nicht leben will.
was ist es was einen seitensprung soviel schlimmer macht wenn ein kind daraus hervor geht?für mich bleibt es gleich gemein mit und ohne kind. |
| 17.04.2008 18.49 | stepsi | RE: @ Julis |
Frauen haben seit Bestehen der Menschheit die Angewohnheit schwanger zu werden Julis. Wenn Mann das 100% vermeiden möchte muss er abstinent leben. Er kann auch das Risiko einer Schwangerschaft aktiv vermeiden und ein Kondom benutzen. Er kann sich sterilisieren lassen. Er kann Hormone nehmen. Wenn er all das nicht tut und selbst wenn er es tut wird er immer damit rechnen müssen, dass beim Sex ein Kind entstehen kann. Nichts schützt 100%. Das ist eine Binsenweisheit. Anstatt also rumzuheulen die werte Weiblichkeit habe ihn reingelegt, sollte Mann aus meiner Sicht dazu stehen, ohne seine Mittun wäre es nunmal nicht entstanden. Mich langweilen diese "Sie hat es darauf angelegt"-Geschichten.
Und abzuwarten, ob ein Kind dann mal Kontakt will, wenn es groß ist... pff ... da fällt mir echt nix mehr zu ein ... Wenn die Frau sooo grauenhaft ist, wieso schläft er dann mit ihr? Ich finde so eine Haltung einfach nur jämmerlich und kann gut verstehen, wenn seine Mutter nebst Schwester und Ex-Freundin da wenig Verständnis für haben. |
| 17.04.2008 23.19 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Das Kind wächst so auf, wie eine Menge anderer Kinder auch - mit einer Mutter, die sich kümmert, und ohne Vater.
Ob das per se schlecht ist, weiß man erst, wenn Kind "erwachsen" ist und sich so richtig beschwert.
Viele Dinge können sich gut entwickeln, auch wenn man selbst die Verantwortung ablehnt. Die auf dem Glatteis gestürzte alte Frau hebt vielleicht der nächste auf und ruft den Krankenwagen. Gut möglich, dass sie keinen Schaden davon trägt, wenn ich einfach weitergehe. Im Resultat macht das dann keinen Unterschied.
Für mich ist das aber keine rein nüchterne Frage der Resultate, als mehr eine des Charakters. Denn wenn wir alle einfach vorbeigehen, dann ist es vorbei für diese Frau ohne Hilfe.
Ich kann mich natürlich darauf ausruhen, dass andere die Dinge tun, die Kraft aufwenden, die nötig sind, um die Gemeinschaft zu erhalten, um einem Kind Liebe, Zuwendung und Vertrauen zu schenken. Und oft klappt das auch. Eine liebevolle Mutter, ein toller Opa, eine engagierte Tante ... die werden das Kind wohl schaukeln und es wird vielleicht nichts missen. Ich kenne auch einige und es sind wunderbare und heile Familien, auch ohne Vater.
Aber dass das so ist haben sich die, die die Verantwortung einfach abschütteln, wahrlich nicht auf die Fahnen zu schreiben und sie können sich darauf auch nicht berufen. Und genausowenig mag ich diese Menschen noch mit der Leistung anderer entschuldigen und ihre eigene Bequemlichkeit relativieren. Sag mal ehrlich, wie unverschämt ist das denn?
Mal ehrlich, es steht doch überhaupt nicht zur Diskussion, dass ich als Ehefrau das Kind der Ex-Geliebten auch noch einlade...
Du konfrontierst Deinen Mann doch täglich mit den Kindern Deines Ex. Der Punkt sind doch definitiv nicht die Kinder, sonst müsstest Du für immer Single bleiben. Der Punkt ist der Vertrauensbruch, und das Vertrauen kann man entweder wieder herstellen oder eben nicht. Und dass man nun mit Fakten konfrontiert ist, die der andere ohne meine Zustimmung geschaffen hat. Ich kann verstehen, dass einen das überfordert und man daher die Beziehung zum Partner beendet. Das Kind an sich aber, ob nun davor oder danach gezeugt, bleibt schlicht ein Kind. Ich kann nicht verstehen wie man es einfach, hier sogar übereinkommend als Beziehungsgrundlage, ignorieren kann, um sein eigenes kleines beschauliches Leben nicht zu belasten. Ich finde das im eigentlichen Wortsinn a-sozial. |
| 18.04.2008 08.10 | okwukwe | |
Original von chibuzu
das kind um das es geht ist david mein überalles geliebter pflegesohn.siehe galerie.der vater des kindes kümmert sich und leidet unter der situation,was für mich nicht relevant ist da er diese problematik selbst verursacht hat Aber das kind kann doch nichts dafür.bei allem verständnis für meine bekannte,aber an diesem punkt,geht es mir völlig verloren.ausserdem bin ich jetzt gezwungen dem kind zuliebe zu lügen.würdet ihr auch lügen um vater und sohn einen kontakt zu ermöglichen.mit der mutter des kindes bin ich seit jahren befreundet.
chibuzu, wärest du in der Situation der Mutter von David, was würdest du dir denn wünschen?
Würdest du, um deines vermeintlichen Frieden Willens angelogen werden wollen?
Wie wertvoll ist dir denn die Freundschaft zur Bekannten?
Würdest du riskieren, diese Freundschaft in den Sand zu setzen und vielleicht den Kontakt des Kindes zum Vater gefährden?
Wenn deine Bekannte blind sein möchte, ist es deine Aufgabe ihr die Augen zu öffnen?
Wer kennt denn ihre Gründe, warum sie sich so schützen muss?
Wobei ich gestehe, dass ich von einer erwachsenen Person erwarte, dass sie sich Problemen, Herausforderungen des Lebens stellt.
Vobel Strauß Taktik sehe ich nicht als gute Möglichkeit an offenen Auges durchs Leben zu gehen.
Ist das denn Thema zwischen dir und deiner Bekannten?
Der Junge ist ja nun schon ein paar Jahre aus den Windeln raus.
Ich für mich kann mir das schwer vorstellen mit einer Lüge rumzurennen. Ich halte sowas nicht aus. Aber ich sehe, dass hier abgewogen werden muss, zum Wohle des Kindes, wenn der Kontakt zum Wohle des Kindes ist. |
| 18.04.2008 12.04 | Julis | RE: @ Julis |
Original von stepsi
Frauen haben seit Bestehen der Menschheit die Angewohnheit schwanger zu werden Julis. Wenn Mann das 100% vermeiden möchte muss er abstinent leben. Er kann auch das Risiko einer Schwangerschaft aktiv vermeiden und ein Kondom benutzen. Er kann sich sterilisieren lassen. Er kann Hormone nehmen. Wenn er all das nicht tut und selbst wenn er es tut wird er immer damit rechnen müssen, dass beim Sex ein Kind entstehen kann. Nichts schützt 100%......
Ich kann Deine Einwände verstehen.
Mein Bekannter sieht es auch so, dass zum Kinderkriegen 2 gehören und spricht sich selbst in dieser Sache nicht frei von der eigenen "Schusseligkeit". Die Ex-Freundin hat bewusst schwanger werden wollen und dazu die Pille abgesetzt. Vorher galt für beide eine andere Abmachung. Ich finde es nicht fair, wenn ein Partner ohne Absprache Weichen stellt, die das Leben beider Partner betreffen (in solch einem Fall soagr noch das Leben einer 3. Person) Dann muss derjenige auch damit leben, dass der Partner aus dem Boot springt.
Aber es ging mir auch nur darum zu sagen, dass:
das vermeintlich so gut gemeinte "Kindeswohl" manchmal ganz andere Gründe hat.
Ja sogar ganz egoistische Gründe. |
| 18.04.2008 18.55 | Rubensengel | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
einen Seitensprung verzeihen und dann auch vergessen ist etwas anders wie ein Seitensprung verzeihen und VERGESSEN dass aus diesem Seitensprung ein Kind entsanden ist.
Ich glaube deine Bekannte hat vor allem Angst dass ihr Partner durch das Kind Kontakt mit der anderen Frau hat und sie ist eifersüchtig auf diese Frau. Vielleicht mangelt es deiner Bekannten auch an Selbstbewusstsein und es nagt in ihr dass ihr Mann sich eventuell mehr auf einer Wellenlänge der Mentalität mit dieser anderen Frau befindet |
| 18.04.2008 22.45 | kalamity | |
Original von chibuzu
hallo kalamity
das kind hat sehr viel kontakt mit dem vater.gott sei dank.das problem ist dass ich lüge und verheimliche.meine bekannte betrachtet mich als vertrauensperson.
für mich ist es auch nicht damit getan wenn ich mir vor augen führe dass viele kinder ohne vater aufwachsen. finde ich schlimm genug.david hat einen vater der vater sein will und nur weil viele kinder ohne vater aufwachsen,muss er es nicht denn er ist unschuldig,und hat ein recht auf seinen vater.sie hat kein recht so etwas zu verlangen.was sie tun kann ist die beziehung zu beenden,wenn sie damit nicht leben will.
was ist es was einen seitensprung soviel schlimmer macht wenn ein kind daraus hervor geht?für mich bleibt es gleich gemein mit und ohne kind.
Äh - ich habe NICHT von dem Kind gesprochen, das du erwähnt hast, sondern von dem Kind, das ein Bekannter außerhalb der Beziehung mi einer anderen Frau gezeugt hatte.
Was ich davon halte, dass du deine Freundin hintergehst, anstatt ihr schlicht zu sagen, wo du stehst, schreibe ich jetzt lieber nicht.
Und davon, dass du den Buben hier in aller Öffentlichkeit auch gleich noch beim Namen nennst, halte ich nicht viel mehr.
Für mich wäre ein Seitensprung meines Mannes mit oder ohne Kind ein Grund, mich zu trennen - da sind wir uns einig. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die betreffende Frau nicht auch noch jedes zweite Wochenende das Produkt sehen möchte, bzw. nicht haben möchte, dass ihr Kind Kontakt hat .... menschlich gesehen auch durchaus nachvollziehbar.
Mal ehrlich, wenn ich einen Mann kennenlerne, der Kinder aus vorherigen Beziehungen hat, dann entscheide ich mich bewußt, ob ich mir das antue (ich persönlich würde es mir antun), dass die vielleicht auf Besuch kommen,.... Ein Kind, dass mir während LAUFENDER Beziehung einfach vorgesetzt würde, muss ich mir dagegen nicht antun. Ich weiß, wieviel ich tragen kann und wo meine Grenzen sind. |
| 18.04.2008 22.52 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von stepsi
Die auf dem Glatteis gestürzte alte Frau hebt vielleicht der nächste auf und ruft den Krankenwagen. Gut möglich, dass sie keinen Schaden davon trägt, wenn ich einfach weitergehe. Im Resultat macht das dann keinen Unterschied.
Für mich ist das aber keine rein nüchterne Frage der Resultate, als mehr eine des Charakters. Denn wenn wir alle einfach vorbeigehen, dann ist es vorbei für diese Frau ohne Hilfe.
Der Vergleich hinkt, denn der alten Frau helfe ich natürlich - aber wenn da schon ein Helfer steht, der sich auskennt, dann helfe ich nicht auch noch mit (wozu auch?). Das Kind, von dem ICH geschrieben habe, hatte eine MUTTER, die sich kümmerte - genauso wie sich meine Mutter um mich gekümmert hat, meine Großmutter um ihre Kinder, samma ehrlich, Männer sind großteil entbehrlich. Will keiner von ihnen hören, ist mir aber ziemlich wurst. Weltweit ziehen Mütter ihre Kinder durchaus alleine groß.
Original von stepsi
Du konfrontierst Deinen Mann doch täglich mit den Kindern Deines Ex. Der Punkt sind doch definitiv nicht die Kinder, sonst müsstest Du für immer Single bleiben. Der Punkt ist der Vertrauensbruch, und das Vertrauen kann man entweder wieder herstellen oder eben nicht. Und dass man nun mit Fakten konfrontiert ist, die der andere ohne meine Zustimmung geschaffen hat. Ich kann verstehen, dass einen das überfordert und man daher die Beziehung zum Partner beendet. Das Kind an sich aber, ob nun davor oder danach gezeugt, bleibt schlicht ein Kind. Ich kann nicht verstehen wie man es einfach, hier sogar übereinkommend als Beziehungsgrundlage, ignorieren kann, um sein eigenes kleines beschauliches Leben nicht zu belasten. Ich finde das im eigentlichen Wortsinn a-sozial.
Der Punkt ist - aus meiner persönlichen Sicht - dass mein Mann es sich aussuchen konnte, mit einer mehrfachen Mutter eine Beziehung einzugehen oder es zu lassen. Würde ich JETZT mal "fremdv*geln" und davon schwanger werden, dann wette ich meinen A***llerwertesten drauf, dass er NICHT bereit wäre, dieses Kind auch nur ansatzweise großzuziehen.
Da ich mit Sicherheit nicht bereit wäre, mein Kind mal eben wegzugeben, wäre das dann vermutlich das Ende unserer Beziehung - ganz sicher weiß man das ja nie; wobei ich denke, mein Mann wäre schon weg, wenn er vom Seitensprung erfährt, die Schwangerschaft wär höchstens das I-Tüpfelchen.
Wir sind uns durchaus einig, der Punkt ist der Vertrauensbruch. |
| 19.04.2008 09.47 | Rubensengel | |
aber hallo
es geht doch immer ums Kind und um die Beziehung des Kindes zum Vater/Mutter ... was kann das Kind dafür wann und wie es gezeugt wurde ????
Klar gibt es genügend Väter die an keinem Kontakt zu ihrem/n Kinder/n interessiert sind obwohl ihnen niemand im Weg steht. Bzw in gewissen Fällen heucheln sie für Papiere interesse.
Wenn ich meinen Partner einen Seitensprung wirklich vergebe bedeutet dass da auch der Kontakt zu diesem Kind bestehen kann.
Wenn ich ihm wirklich vergebe vertraue ich ihm und gönne ihm dinge die ihm wichtig sind (zb kontakt mit seinem Kind). Ansonsten kann ich gleich schluss mit der Beziehung machen.
Und wenn mir eine Freundin ins Gesicht schön tut und hinter meinem Rücken sich mit Menschen verbündet (ganz egal um was es geht) die etwas tun womit sie mich verletzten ... so währe dass doch schon mal wieder ein Vertrauensbruch ... extrem toll ... wenn ich mir schon schwer tue jemandem zu vertrauen .. |
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