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verzeihen aber nicht vergessen |
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| 19.04.2008 22.14 | stepsi | RE: @ Julis |
Natürlich ist es nicht fair, wenn man bewusst hintergangen wird. Niemand lässt sich gerne betrügen. Kinder werden sowieso aus den unterschiedlichsten Gründen gezeugt, manchmal aus reiner Nachlässigkeit und Gedankenlosigkeit, manchmal um eine Beziehung zu kitten, manchmal aus Verzweiflung, manchmal aus Liebe. Und Egoismus haftet grundsätzlich allen diesen Erwägungen an, da man Kinder nunmal nicht fragen kann, ob sie geboren werden wollen. Die lebensnaheren und weiseren sind sich zumindest bewußt darüber, dass man Kindern nicht schon vor Geburt Aufgaben auferlegen kann, die man selbst nicht zu lösen vermochte. Die lebensweisen wissen dann auch noch, dass man Kindern nicht die Fehler (wie z.bsp. einen Betrug) ihrer Eltern zuschreiben kann.
Denn letztlich ist allen eines gemein, dass es eben lebendige Kinder sind. Und das ist letztlich der Punkt, der zählt und zwar bis zum eigenen Lebensende (wenn es gut läuft). Wenn wir alle wüssten, was sich unsere Eltern mal gedacht oder nicht gedacht haben :wink: |
| 19.04.2008 22.34 | zariakoto | |
MEINE Meinung dazu (angesichts dessen was ich mitbekommen habe):
Ich denke, der MANN ist das Problem, denn:
- ER ist fremdgegangen, NICHT sie
- Offensichtlich ist ihm die Beziehung mit seiner Frau wichtig(er?), denn sonst hätte er nicht um Verzeihung gebeten
- Die Frau hat eingewilligt ihm zu verzeihen wenn er bestimmte Bedingungen erfüllt was er offensichtlich nicht tut. Ich finde es ist ihr gutes recht Bedingungen aufzustellen, der Mann muss ja nicht die Bedingungen akzeptieren. Er kann die Bedingungen akzeptieren und die Folgen hinnehmen oder er kann sie nicht akzeptieren und die daraus resultierenden Folgen hinnehmen (Trennung). Das wäre ehrlicher und ich denke besser für alle! Parteien (das Kind wird sicherlich die Spannungen die jetzt in seinem Umfeld herrschen mitbekommen und ob sie dem Kind gut tun ist die nächste Frage...).
- Ich denke nicht dass die Frau ihm zwingen kann bei ihr zu bleiben; wenn ihm die Situation nicht gefällt und er zu seinem Kind Kontakt halten will kann er ja die Beziehung mit seiner Frau beenden.
- Ich finde er hat die Bedingungen akzeptiert, dann soll er sich gefälligst daran halten, oder eben ganz ehrlich zu sich selbst und seiner Frau sein UND die Beziehung beenden. So wie er sich verhält, finde ich, ist falsch (es gibt dieses Sprichwort "you can't have your cake and eat it" und gerade das versucht er jetzt). Er und seiner Geliebte hätten VORHER überlegen können was passiert wenn... und nicht jetzt versuchen seiner Frau als "Hexe" darzustellen.
- Wie sollte die Frau wirklich verzeihen können wenn er sich offensichtlich nicht an seinem Teil der Abmachung hält. Sie haben doch abgemacht dass sie ihm verzeiht WENN er den Kontakt zu Mutter & Kind abbricht oder nicht? (Gut, er denkt sie weiss es nicht dass er das Kind & evtl. die Mutter noch sieht, aber wahrscheinlich merkt sie doch was). Ich denke, sie merkt dass etwas nicht ganz stimmt und daher reagiert sie so.
Eine Frage: angenommen sie akzeptiert das Kind (Kind ist z.B. jedes 2. WE bei denen), warum sollte ihr Mann sein Verhalten ändern? Sie hat ihm verziehen, er hat sein Kind bei sich etc. Warum sollte er nicht weitermachen und noch weitere uneheliche Kinder erzeugen (es hat ja keine Folgen für IHN gegeben). So erlebt habe ich dies mindestens 2 x in meinem Umfeld (1 x eine binationale Ehe und 1 x Deutsch / Deutsch (ein "Produkt" davon ist meine Freundin)).
Ganz ehrlich: ich kann die Frau nicht verurteilen, denn ich weiss nicht wie ICH in so einer Situation reagieren würde.
Um zurück zu den eigentlichen Fragen zu kommen:
1.
Ich denke es ist möglich zu verzeihen ohne zu vergessen in so einer Situation. Um dies zu verdeutlichen: ein Mann / eine Frau geht fremd, der / die Partner/in verzeiht, der Fremdgeher verspricht nicht wieder fremdzugehen. Nach einiger Zeit jedoch geht er wieder fremd. Der / die Partner/in trennt sich daraufhin weil "er / sie hat mich schon wieder betrogen". Er / sie hat das erste Mal verziehen aber nicht vergessen.
2.
Original von chibuzu
ausserdem bin ich jetzt gezwungen dem kind zuliebe zu lügen.würdet ihr auch lügen um vater und sohn einen kontakt zu ermöglichen.mit der mutter des kindes bin ich seit jahren befreundet.
Ich denke es kommt darauf an was für dich wichtig ist. ICH würde nicht lügen sondern ICH würde dem Mann unmißverständlich klar machen dass er sich trennen möge von seiner Frau wenn er ihre Bedingungen nicht akzeptieren will. Denn die jetzige Situation ist weder für das Kind gut, noch für dich oder das Ehepaar.
O je, jetzt sehe ich wie laaaaannnnngggg mein Beitrag geworden ist... tut mir leid
Gruss
Zaria |
| 19.04.2008 22.59 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Zum ersteren hast Du insoweit recht dass, wenn da schon jemand kompetentes steht, ich nicht extra im Weg rum stehe und gaffe. Da bin ich eventuell sogar überflüssig. Aber sicher erst, nachdem ich das abgesichert habe und nachfrage und meine Fähigkeiten hier nicht gebraucht werden. Und welcher Vater ist denn bitte überflüssig, wenn er ernsthaft Verantwortung übernimmt? Und wieviele Mütter lehnen denn bitte die ehrlich gemeinte und guten Willens angebotene Unterstützung eines Vaters ab? Und vorallem welches Kind? Das mag mal vorkommen, dass eine Mutter das verweigert - dann sind diese Väter die ausgebooteten, die zwar zahlen, aber nicht teilnehmen dürfen. Aber wir reden doch hier auch über Männer, die die persönliche Verantwortung erst gar nicht auf sich nehmen wollen. Bestenfalls Geld zusteuern, als würden sie ein Auto unterhalten, aber kein menschliches Wesen.
Ich denke eben, Väter sind nicht einfach so entbehrlich, manche von Ihnen machen sich vielmehr dazu. Das ist eine aktive Entscheidung da passiv zu bleiben. Darüber sollte sich Frau im Falle meiner Ansicht nach nicht ihr Leben lang aufregen. Kostet zu viel Energie und Frau (oder auch Mann) kann auch alleinerziehend glücklich werden. Keine Frage. Aber es deswegen als etwas unabänderliches und wertneutrales ansehen kann ich solche Passivität und Verantwortungslosigkeit nicht. |
| 19.04.2008 23.28 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von stepsi
Zum ersteren hast Du insoweit recht dass, wenn da schon jemand kompetentes steht, ich nicht extra im Weg rum stehe und gaffe. Da bin ich eventuell sogar überflüssig. Aber sicher erst, nachdem ich das abgesichert habe und nachfrage und meine Fähigkeiten hier nicht gebraucht werden. Und welcher Vater ist denn bitte überflüssig, wenn er ernsthaft Verantwortung übernimmt? Und wieviele Mütter lehnen denn bitte die ehrlich gemeinte und guten Willens angebotene Unterstützung eines Vaters ab? Und vorallem welches Kind? Das mag mal vorkommen, dass eine Mutter das verweigert - dann sind diese Väter die ausgebooteten, die zwar zahlen, aber nicht teilnehmen dürfen. Aber wir reden doch hier auch über Männer, die die persönliche Verantwortung erst gar nicht auf sich nehmen wollen. Bestenfalls Geld zusteuern, als würden sie ein Auto unterhalten, aber kein menschliches Wesen.
Ich denke eben, Väter sind nicht einfach so entbehrlich, manche von Ihnen machen sich vielmehr dazu. Das ist eine aktive Entscheidung da passiv zu bleiben. Darüber sollte sich Frau im Falle meiner Ansicht nach nicht ihr Leben lang aufregen. Kostet zu viel Energie und Frau (oder auch Mann) kann auch alleinerziehend glücklich werden. Keine Frage. Aber es deswegen als etwas unabänderliches und wertneutrales ansehen kann ich solche Passivität und Verantwortungslosigkeit nicht.
Ich stelle mal die These auf, dass so ziemlich JEDER Mensch entbehrlich ist - auch Mütter.
Da aber Mütter immerhin den Großteil der Kinder auf der Welt großziehen, während Väter sich vornehm zurückhalten (so pi mal Daumen, ich kenne KEINEN Vater, der sich ernsthaft um sein Kind kümmert...), denke ich mal, dass auf letztere zuerst verzichtet werden kann.
Mir ist klar, dass es Väter gibt, die sich liebend gerne kümmern würden (was immer sie damit auch meinen, denn "kümmern" ist ja ziemlich dehnbar, vom Begriff her) - im von mir geschilderten Fall handelt es sich aber um einen Vater, der eben NICHT wollte (zumindestens NICHT um den Preis, dann seine Ehefrau zu verlieren). Macht aus meiner Sicht keinen Sinn, drüber nachzudenken, ob er drunter leidet (den Eindruck hat er auf mich nie gemacht) oder ob das Kind (das ich ja nicht kenne) drunter leidet. Es ist, wie es ist.
Aber gut, mir will ohnehin nicht in den Kopf, wozu es ZWEI Erwachsene brauchen sollte, um EIN Kind großzuziehen - reicht doch, wenn das einer erledigt. :LOL: |
| 19.04.2008 23.32 | zariakoto | |
Original von zariakoto
Eine Frage: angenommen sie akzeptiert das Kind (Kind ist z.B. jedes 2. WE bei denen), warum sollte ihr Mann sein Verhalten ändern? Sie hat ihm verziehen, er hat sein Kind bei sich etc. Warum sollte er nicht weitermachen und noch weitere uneheliche Kinder erzeugen (es hat ja keine Folgen für IHN gegeben).
er... ich meine natürlich "zeugen"... :red:
Zaria |
| 20.04.2008 10.38 | okwukwe | |
Eine Frage: angenommen sie akzeptiert das Kind (Kind ist z.B. jedes 2. WE bei denen), warum sollte ihr Mann sein Verhalten ändern? Sie hat ihm verziehen, er hat sein Kind bei sich etc. Warum sollte er nicht weitermachen und noch weitere uneheliche Kinder erzeugen (es hat ja keine Folgen für IHN gegeben).
Gegenfrage:
Ist es der Job einer Frau, einen erwachsenen Mann zu erziehen? |
| 20.04.2008 10.40 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Ich stelle mal die These auf, dass so ziemlich JEDER Mensch entbehrlich ist - auch Mütter.
Da aber Mütter immerhin den Großteil der Kinder auf der Welt großziehen, während Väter sich vornehm zurückhalten (so pi mal Daumen, ich kenne KEINEN Vater, der sich ernsthaft um sein Kind kümmert...), denke ich mal, dass auf letztere zuerst verzichtet werden kann.
Jemand ist nur dann entbehrlich, wenn ein anderer die Aufgabe übernimmt. Natürlich sind dann auch Mütter entbehrlich (wenn man dann in der glücklichen Lage ist dem Säugling Ersatznahrung bieten zu können). Wer wann welche Aufgabe übernehmen sollte versuchen die meisten Gesellschaften in der einen oder anderen Form zu steuern. Ich finde es eben ungerechtfertigt automatisch den Müttern diese Rolle aufzudrücken, ohne sich zu fragen warum das so ist. Und oft auch ohne dann wenigstens die passenden Rahmenbedingungen zu bieten. In unserer Gesellschaft ist es nicht unproblematisch ein Kind alleine aufzuziehen und zu ernähren. Sonst würden nicht so viele Alleinerziehende am Existenzminimum rumkrebsen. Entweder gehören die Väter da mehr und selbstverständlicher in die Pflicht genommen, oder die Mütter besser unterstützt.
Mir ist klar, dass es Väter gibt, die sich liebend gerne kümmern würden (was immer sie damit auch meinen, denn "kümmern" ist ja ziemlich dehnbar, vom Begriff her)
Da muss ich zur Ehrenrettung der Väter sagen, dass ich pi mal Daumen einige kenne, die sich sehr wohl um ihren Nachwuchs kümmern und zwar richtig gut. Inklusive ins Bett bringen, spielen, Fieber messen und zuhören.
- im von mir geschilderten Fall handelt es sich aber um einen Vater, der eben NICHT wollte (zumindestens NICHT um den Preis, dann seine Ehefrau zu verlieren). Macht aus meiner Sicht keinen Sinn, drüber nachzudenken, ob er drunter leidet (den Eindruck hat er auf mich nie gemacht) oder ob das Kind (das ich ja nicht kenne) drunter leidet. Es ist, wie es ist.
Es ist wie es ist mag dann die Maxime sein, die einen weiterleben lässt und den Fokus auf die positiven Seiten lenkt. Sicher die klügste Haltung für die nun alleinerziehende Mutter. Aber ich denke nicht, dass eine Gesellschaft deswegen nicht mehr darüber nachzudenken hat und das sinnlos ist. Wenn Alleinerziehen häufig in Erschöpfung und Armut endet (und das tut es häufig kalamity, das ist nichts unbekanntes), dann muss sich die Gesellschaft fragen, wie sich das ändern und verbessern lässt. Die Suppe einfach weiterhin die Frauen auslöffeln zu lassen - so ist es halt- ist mir persönlich zu schicksalsergeben und bequem.
-Aber gut, mir will ohnehin nicht in den Kopf, wozu es ZWEI Erwachsene brauchen sollte, um EIN Kind großzuziehen - reicht doch, wenn das einer erledigt. LOL
Und ich glaube es braucht ein ganzes Dorf :prost: |
| 20.04.2008 11.49 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
PS: Außerdem ist die alleinige Tatsache dass jemand etwas NICHT will, noch lange kein Argument. Wer will schon Steuern zahlen oder in der Schlange anstehen :wink: Ich dachte mir gerade dass Väter, die sich um ein Kind kümmern könnten, es aber schlicht nicht wollen, dann halt Unterhalt zahlen und in Ihrer Freizeit zu Sozialstunden herangezogen werden sollten. Wenn sie dann die vollen Urinbeutel im Altenheim entsorgen müssen oder einmal in der Woche die Wohnung einer Alleinerziehenden putzen müssen, leisten sie wenigstens an anderer Stelle sinnvolles für die Gemeinschaft :LOL: |
| 20.04.2008 16.36 | zariakoto | |
Original von okwukwe
Eine Frage: angenommen sie akzeptiert das Kind (Kind ist z.B. jedes 2. WE bei denen), warum sollte ihr Mann sein Verhalten ändern? Sie hat ihm verziehen, er hat sein Kind bei sich etc. Warum sollte er nicht weitermachen und noch weitere uneheliche Kinder erzeugen (es hat ja keine Folgen für IHN gegeben).
Gegenfrage:
Ist es der Job einer Frau, einen erwachsenen Mann zu erziehen?
Ich weiss nicht ob ich das als "Erziehung" ansehen kann / soll.
Fakt ist, sie haben eine Abmachung (kein Kontakt / Verzeihen) an die er sich nicht hält. Meine Meinung nach wird er sich auch an andere Abmachungen nicht halten; wie ich vorhin sagte, ist er das Problem. Sie hat ihre Bedingungen gestellt, er kann sie akzeptieren oder nicht. Er soll sich nur daran halten.
Was ist überhaupt "Erziehung"? Werden wir nicht unser Leben lang von Freunden, Familie, der Gesellschaft, das Leben und uns selbst "erzogen"? Heisst es nicht lebenslanges Lernen oder das Leben ist eine Schule?
Und in dem Fall wo sie dann zu ihm sagt "ich verzeihe dir aber das machst du nicht noch mal!", das ist nicht "Erziehung"? Oder wenn sie sagt "du hast mich betrogen, ich verlasse dich", das ist nicht "Erziehung"? Wie kommt es dass es "Erziehung" ist wenn sie ihm Bedingungen stellt für ihr Bleiben?
Es ist nicht ihr / sein Job, dann brauch man gar nichts mehr diskutieren oder in der Beziehung Grenzen festlegen. Man kann dann sagen, wir sind beide Erwachsen und unsere "Erziehung" ist vollständig, wir lernen nichts neues dazu, jeder macht was er will... Meine Meinung.
Z.b. bei einer Freundin von mir: Ihr Partner lässt seine dreckige Socken fast überall liegen, sie keine Lust mehr hinterher zu laufen. Nach mehrmaligen erfolglosen Bitten, packt sie die Socken auf seiner PC-Tastatur. Danach kamen die Socken von alleine in den Wäschekorb... "Erziehung", nicht "Erziehung"? Nicht ihr Job? Was sollte sie machen? Sich trennen? Weil sie ihm nicht "erziehen", korrigieren sollte / darf? Auch wenn sie ihm gebeten hat seine Socken in den Wäschekorb zu tun und er ihre Bitte sofort nachgekommen ist, ist das keine "Erziehung"?
Ich denke es ist sehr schwierig und komplex in Beziehungen und man kann nicht pauschal sagen "nicht mein Job", "interessiert mich nicht" usw.
Jeder muss für sich entscheiden (situationsabhängig) wie wichtig die Beziehung für ihn ist und wo seine Grenzen liegen, was akzeptiert er, was akzeptiert er nicht UND entsprechend die Konsequenzen akzeptieren. |
| 20.04.2008 20.13 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von stepsi
PS: Außerdem ist die alleinige Tatsache dass jemand etwas NICHT will, noch lange kein Argument. Wer will schon Steuern zahlen oder in der Schlange anstehen :wink: Ich dachte mir gerade dass Väter, die sich um ein Kind kümmern könnten, es aber schlicht nicht wollen, dann halt Unterhalt zahlen und in Ihrer Freizeit zu Sozialstunden herangezogen werden sollten. Wenn sie dann die vollen Urinbeutel im Altenheim entsorgen müssen oder einmal in der Woche die Wohnung einer Alleinerziehenden putzen müssen, leisten sie wenigstens an anderer Stelle sinnvolles für die Gemeinschaft :LOL:
Naja, ich glaube auch nicht, dass jeder, der seine Kinder höchstpersönlich großzieht, damit Sinnvolles für die Gesellschaft leistet....
Und ich gönne es weder alten Menschen noch kleinen Kindern von Personen betreut zu werden, die das eigentlich nicht machen möchten, es aber tun, um sich schlimmere Repressalien zu ersparen.
Selbstverständlich reicht "Ich will nicht" durchaus aus, wenn ich mich nicht um meinen Nachwuchs kümmern will .... auch für Mütter gilt das. Was nicht ausreicht, ist "ich will" zu schreien, wenn es um die Kohle und den Status als Eltern geht - und dann nicht zu machen (mir tun die Kids, die MIT ihren Vätern aufwachsen, wobei die dann biertrinkend auf der Bank am Spielplatz sitzen, nämlich mehr leid als die, die ihre Väter nicht kennenlernen).
Bezüglich der Rahmenbedingungen gebe ich dir recht, die sind teilweise unter aller Kanone - und da wird sich NICHTS ändern, solange Frauen nicht schlicht drauf bestehen, genauso einem Beruf nachzugehen wie Männer und da ihren Beitrag leisten und ihre Recht einfordern (welchen Grund sollten Politiker haben, Krippenplätze etc. zu schaffen, wenn eh ein Elternteil zu Hause bleibt?).
Ich kenne übrigens etliche Mütter, die einen Partner haben und trotzdem erschöpft und nebenbei noch arm sind - ist ein Mann an meiner Seite Garantie dafür, dass ich nicht erschöpft sein werde und niemals an der Armutsgrenze lande? |
| 21.04.2008 10.57 | little django | |
Original von Rubensengel
was kann das Kind dafür wann und wie es gezeugt wurde ????
nix kann das kind dafür. der vater kann aber seinen schniedel in seiner eigenen hose lassen, damit gar kein kind entstehen kann.
Original von Rubensengel
Wenn ich meinen Partner einen Seitensprung wirklich vergebe bedeutet dass da auch der Kontakt zu diesem Kind bestehen kann.
da hst du recht: WENN ich den seitensprung vergeben KANN, dann SOLLTE ich auch das Kind akzeptieren können.
Ansonsten bin ich da, eh schon öfter gesagt, mit @kalamity auf einer linie: seitensprung = auf nimmerwiedersehen ohne entschuldigungsmöglichkeit
lg
ldj |
| 21.04.2008 13.14 | chibuzu | |
kalamity,was du von mir hälst, ist mir völlig gleichgültig und beeinflusst mein leben in keinster weise.. ich bin dir deshalb dankbar dass du dir die ausführungen geschenckt hast.trotzdem,david heisst nicht david,so wie ich nicht chibuzu heisse.ach ja die freundin des mannes ist eine bekannte.befreundet bin ich seit jahren mit der mutter des kindes! |
| 21.04.2008 18.22 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Naja, ich glaube auch nicht, dass jeder, der seine Kinder höchstpersönlich großzieht, damit Sinnvolles für die Gesellschaft leistet....
Böse böse kalamity :prost: Natürlich ist es sinnvoll für eine Gesellschaft Kinder groß zu ziehen ... darüber brauchen wir grundsätzlich sicher nicht ernsthaft diskutieren. Daran ändern auch die weniger erfreulichen Produkte nichts, eher noch zeigen sie wie notwendig es ist, dass sich die Gemeinschaft für ihre Kinder interessiert und bestmöglich für sie sorgen sollte.
Und ich gönne es weder alten Menschen noch kleinen Kindern von Personen betreut zu werden, die das eigentlich nicht machen möchten, es aber tun, um sich schlimmere Repressalien zu ersparen.
Ich glaube kaum ein junger Erwachsener würde den Zivildienst leisten wollen, wäre es nicht ein allgemein anerkannter und verlangter Dienst. Dennoch sind viele sehr bemüht und engagiert in diesem Dienst und manche Einrichtung könnte ohne ihre Unterstützung dicht machen oder müsste an Qualität extrem einbüßen. Davon abgesehen ist mein Vorschlag diesbezüglich ironisch zu nehmen. Ich halte ihn kaum für realistisch. Gerechtfertigt fände ich ihn aber allemal. Denn wieso sollen denn nur Frauen für den Job als Mutter geeignet sein und Männer im Gegenzug da komplett rausgehalten werden, nichts kompensieren müssen? Wenn sie halt nicht wollen - dann muss man die armen Kerle halt lassen, so kommt mir das vor. Diese deine Haltung ist mir nicht verständlich.
Selbstverständlich reicht "Ich will nicht" durchaus aus, wenn ich mich nicht um meinen Nachwuchs kümmern will .... auch für Mütter gilt das.
??? Es würde reichen wenn dem "ich will nicht" ein "ich bekomme daher keine" folgen würde. Sonst reicht es offensichtlich nicht, denn dann müssen sich andere kümmern.
Was nicht ausreicht, ist "ich will" zu schreien, wenn es um die Kohle und den Status als Eltern geht - und dann nicht zu machen (mir tun die Kids, die MIT ihren Vätern aufwachsen, wobei die dann biertrinkend auf der Bank am Spielplatz sitzen, nämlich mehr leid als die, die ihre Väter nicht kennenlernen).
Ohne Frage scheint mancher besser bedient, wenn er nicht bei seinen Eltern aufwächst. Leider. Aber erstens sitzen nicht alle Väter biertrinkend auf der Parkbank und lassen die Kinder verwahrlosen und zweitens muss sich eine Gemeinschaft dann erst recht Gedanken machen, warum sich viele Väter nicht verantwortlich zeigen wollen. Dir scheint aber die reine Feststellung schon zu genügen, um es als unumstößliche Wahrheit anzuerkennen. Sollen da nun die Kinder geschützt werden oder die MÄNNER vor den Kindern?
Bezüglich der Rahmenbedingungen gebe ich dir recht, die sind teilweise unter aller Kanone - und da wird sich NICHTS ändern, solange Frauen nicht schlicht drauf bestehen, genauso einem Beruf nachzugehen wie Männer und da ihren Beitrag leisten und ihre Recht einfordern (welchen Grund sollten Politiker haben, Krippenplätze etc. zu schaffen, wenn eh ein Elternteil zu Hause bleibt?).
Ja, da müssen sich die Frauen noch viel mehr wehren. Dazu gehört auch zu verlangen, dass auch Männer etwas mit dem Nachwuchs zu tun zu haben. Männer, die nach wie vor zum Großteil Politik und Unternehmen bestimmen kalamity und zwar meist mit einer Frau im Rücken, die IHRE Kinder versorgen und managen. Das ist es was mir in Deinen Erläuterungen bisher einfach fehlt. Oder willst Du Kinder abschaffen und die letzte Generation einläuten? Einfach zu behaupten Männer seien generell unfähig diesbezüglich und deswegen ist es sowieso sinnlos daran zu rühren - da tappst Du doch in die eigene Falle. Und argumentierst hier auf einmal nicht wesentlich anders als die kirchlichen und konservativen Kreise die uns alle Glauben machen wollen: Frauen gehören zu den Kindern, weil sie das nunmal am besten können. Du setzt dem Ganzen nur noch einen drauf. Frauen gehören alleine zu den Kindern UND sollen diese auch noch alleine ernähren und aufziehen.
Ich kenne übrigens etliche Mütter, die einen Partner haben und trotzdem erschöpft und nebenbei noch arm sind - ist ein Mann an meiner Seite Garantie dafür, dass ich nicht erschöpft sein werde und niemals an der Armutsgrenze lande?
Wer behauptet das kalamity? Wie sind denn die Bedingungen für Frauen respektive Mütter am Arbeitsmarkt? Darüber reden wir ja doch die ganze Zeit. Die Zahlen sprechen nunmal ein klares Urteil über die Gefahr arbeitslos und arm zu werden aus, wenn ich den Job auch noch alleine durchziehen muss. Für Alleinerziehende verschärft sich diese Situation logischerweise noch mal. Als meine Nachbarin ihren Job verloren hatte, war immer noch das Gehalt ihres Mannes da und sein Selbstverständnis sich genauso in Erziehung und Haushalt zu teilen. DAS ist für mich ein Maßstab. Du scheinst die ganze Zeit dagegen nur Situationen zu suchen, die die diskutierte besser macht - einen finden dem es wenigstens fast genauso mühsam geht um es dann damit zu belassen. Warum?
Macht es Deine Situation erträglicher? Traust Du dich vielleicht gar nicht mehr nach oben zu gucken und Ansprüche zu stellen? Für mich klingt das alles recht resigniert - nicht deprimiert wohlgemerkt - aber wie jemand der kapituliert hat. |
| 22.04.2008 22.32 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Ja, ich will die Kinder abschaffen - meine fünf reichen jetzt einfach mal :LOL: :LOL: :LOL:
Mal ehrlich, es gibt eine Menge Leute, die sich Kinder wünschen - wenn ich also sage "Ich will die meinen nicht", dann freuen sich ein paar andere und leisten die wertvolle Arbeit für die Gesellschaft...
Wird sich rechnerisch wurst bleiben.
Mir ist herzlich wurst, ob Herr XY eine Frau hinter sich hat, die seine Kinder erzieht, damit er in der Politik oder sonstwo Karriere machen kann - samma ehrlich, Madame hat sicher ihren "Rollengewinn". Das ist schlich ein Geschäft: Frau zieht Kinder groß und hält Mann den Rücken frei, Mann versorgt sie dafür finanziell. Wenn es beiden passt, hab ich kein Problem - nur sollten sich dann weder die Frau noch der Mann beschweren. Man kann im Leben halt ned alles haben - wenn ich meine Zeit in meine Karrierre investiere, dann kann ich nicht gleichzeitig am Spielplatz sitzen, umgekehrt wird auch nix draus.
Die meisten jungen Erwachsenen tun sich den Zivildienst an, weil sie den Dienst an der Waffe noch weniger schätzen - und zu einem von beiden sind sie nun mal verpflichtet (ich halte nichts von der Wehrpflicht, das nur am Rande, und ich halte auch nichts von verpflichtenden Sozialdiensten) - und ned etwa als Strafe...
Im übrigen habe ich nicht gesagt, dass Männer generell unfähig sind, was Kinder betrifft - ich habe nur gesagt, dass ich keinen Mann kenne, der sich höchstpersönlich um seine Kinder kümmert, da wird höchstens mal am Wochenede was unternommen oder abends eine Geschichte vorgelesen. Mein Fazit ist der Umkehrschluß: Was für Männer gut ist, kann für mich als frau nur besser sein, folglich hab ich auch nicht vor, Kinder zu meinem Lebenszweck zu machen. Ich lebe mit meinen Kindern, nicht FÜR sie - und wenn sich der dazugehörige Vater abseilt, dann hab ich im Grunde doch nur ein Problem weniger, ich brauch mich nicht auch noch mit ihm zu unterhalten. :LOL:
Du kennst meine politischen Ansichten nicht, daher mal ein kleines Beispiel: Ich bin FÜR Ganztagskrippen ab der Geburt, und zwar für alle Kinder, deren Eltern das möchten, auch tageweise - damit endlich auch die Hausfrau in Ruhe ihr Ding drehen kann, mal Luft bekommt.... Ach ja, und meiner Meinung nach sollten die Krippen außerdem gratis sein - denn die Gesellschaft nimmt es ja ernst mit ihrer Verantwortung, oder?
Da vermeiden wir dann auch so Sachen wie, dass die Mütter nach zweieinhalb Jahren Kinderbetreuungsgeld keinen Job mehr haben, ohne Job keinen Kiga-Platz, ohne Kiga-Platz keinen Job.....
Ich bin nicht der Meinung, dass Frauen ihre Kinder alleine großziehen SOLLTEN - aber sie sollen es dürfen, wenn sie möchten, und sie sollen es dürfen, schon dreimal, wenn der andere Elternteil schlicht nicht möchte. Wer nicht will, der hat schon. Ich glaub, Kinder können drauf verzichten, dass sich einer kümmern MUSS, der nicht wirklich mag.
Bisher hab ich eigentlich nur Alleinerziehende kennengelernt, denen alles auf dem Silbertablett entgegengetragen wurde - wenn eine Alleinerziehende mit zwei Kindern den Job verliert, stockt das Sozialamt den Bedarf auf, wenn das gleiche einer verheirateten Mutter mit zwei Kindern passiert, schaut sie in die Röhre (nach dem Arbeitslosengeld, denn Notstandshilfe wird bei uns nur bezahlt, wenn das Haushaltseinkommen niedrig ist). Handelt es sich um gemeinsame Kinder, dann hat sie wenigstens für diese noch einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Ehemann - handelt es sich aber um Kinder aus erster Ehe, dann vergeht ihr das Lachen, denn sie als Hausfrau (ist sie dann ohne Job nämlich) bekommt 33 % des Familieneinkommens als Unterhalt (und muss davon natürlich auch die Kosten anteilig zahlen), die Kinder haben schlicht KEINEN Anspruch, ....
Du gehst von der Ideal-Vorstellung aus, dass sich zwei kümmern WOLLEN und dazu auch in der Lage sind - dass das super ist, kann auch ich nachvollziehen. Ich sehe halt eher die "Problemfälle" - wird an meinem Umfeld liegen, an meiner Ausbildung, an meinen Erfahrungen.
Und wenn der Problemfall lautet: Vater will Kind nicht kennenlernen, Mutter zieht es alleine auf - dann lautet meine Lösung: Vater auf Unterhalt klagen und holen, was geht, und sich im übrigen an der Situation freuen.
Übrigens: Ich bin ja alte Matriarchin - als solche empfinde ich es als äußerst angenehm, dass ich als frau zu einer Sache in der Lage bin, die bisher Männer nicht mal ansatzweise hinbekommen haben: Ich kann mich bewußt FÜR ein Kind entscheiden und dieses auch bekommen (und die Beteiligung, die ich männlicherseits für die Erfüllung dieses Traumes brauche, die tendiert dann doch eher gegen Null). |
| 24.04.2008 00.29 | stepsi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
J ]a, ich will die Kinder abschaffen - meine fünf reichen jetzt einfach mal LOL LOL LOL
Nee nee, behalte die mal :lof:
Mal ehrlich, es gibt eine Menge Leute, die sich Kinder wünschen - wenn ich also sage "Ich will die meinen nicht", dann freuen sich ein paar andere und leisten die wertvolle Arbeit für die Gesellschaft...
Wird sich rechnerisch wurst bleiben.
Nee, tut es nachgewiesener maßen nicht kalamity. Den Zahn muss ich Dir ziehen. Auch Österreich zeichnet da eine klare Alterspyramide ab. Du bist eine Ausnahme und manch einer in D. (ich sage das hier nicht um Stimmung zu machen, sondern um die inzwischen akzeptierte Haltung der Gesellschaft zu verdeutlichen) findet 5 Kinder heutzutage gar assozial. WARUM? Du stellst für meinen Geschmack einfach zu wenig Fragen über den Suppentellerrand hinaus kalamity und kreist sehr um Dich ... sympathisch zwar, aber eben nicht exemplarisch für die Gesellschaft.
Die meisten jungen Erwachsenen tun sich den Zivildienst an, weil sie den Dienst an der Waffe noch weniger schätzen - und zu einem von beiden sind sie nun mal verpflichtet (ich halte nichts von der Wehrpflicht, das nur am Rande, und ich halte auch nichts von verpflichtenden Sozialdiensten) - und ned etwa als Strafe...
Geht mir ähnlich und vielen jungen Erwachsenen ebenso kalamity (mit dem Wehrdienst) - und genau deswegen ist es ein gutes Beispiel dafür, was gesellschaftliche Akzeptanz und Druck zu leisten vermag. Man MUSS etwas tun, was man nicht mal für rechtens hält, oder MUSS einen Ersatz leisten und gewinnt dem sogar etwas ab. WIESO sollte das in punkto Kindererziehung - die dazu noch eine gesellschaftlich gesehen wesentlich breitere Akzeptanz und Anerkennung in der Notwendigkeit erfährt, als der Wehrdienst - nicht im selben Maße funktionieren? Ich kann dir sagen warum. Nicht weil es als MUSS gelten würde. Sondern weil einerseits innerhalb der Familie keine entsprechende Kontrollinstanz installiert werden könnte. Familie ist die letzte intime Insel, keiner will sich vom Staat zu sehr ins Schlafzimmer und an den Familientisch blicken lassen. UND vorallem: Männer die sich ausklinken werden von der Gesellschaft - wie von Dir - viel eher akzeptiert, als Mütter die ein gleiches Ansinnen hätten. DARAN würde solches scheitern kalamity. Das Problem wäre nicht die Akzeptanz einer Kompensation in diesem Bereich. Das würden viele Wähler grundsätzlich akzeptieren - damit ginge ich glatt in die Politik - wäre da nicht neben der intimen Familie die klare Rollenverteilung.
Im übrigen habe ich nicht gesagt, dass Männer generell unfähig sind, was Kinder betrifft - ich habe nur gesagt, dass ich keinen Mann kenne, der sich höchstpersönlich um seine Kinder kümmert, da wird höchstens mal am Wochenede was unternommen oder abends eine Geschichte vorgelesen. Mein Fazit ist der Umkehrschluß: Was für Männer gut ist, kann für mich als frau nur besser sein, folglich hab ich auch nicht vor, Kinder zu meinem Lebenszweck zu machen. Ich lebe mit meinen Kindern, nicht FÜR sie - und wenn sich der dazugehörige Vater abseilt, dann hab ich im Grunde doch nur ein Problem weniger, ich brauch mich nicht auch noch mit ihm zu unterhalten. LOL
Das handelt eben wieder von Dir speziell und Deinen Männern/Vätern, die jedenfalls aus deiner Sicht offensichtlich absolute Versager sind und daher besser fernbleiben. Während Mütter offensichtlich naturgemäß (das halte ICH für selbstverordnete Verarschung :wink:) die einzig bestimmten Kinderaufzieher sind. Wer hindert denn bitte irgendeine Frau grundsätzlich daran IHRE Kinder alleine aufzuziehen? Du wirst dabei nicht behindert kalamity, es wird von Dir erwartet! Und zwar ohne dass du da zu jammern hättest. Wäre ja noch schöner! Eine wahre Variante der "Macho-Emanziaption" ist doch die "taffe" alleinerziehende Mutter. Die scheißt auf die Väter und ist zufrieden damit und "diese Männer" sagen leise "so ist es auch richtig Mädel" :LOL:
Du kennst meine politischen Ansichten nicht, daher mal ein kleines Beispiel: Ich bin FÜR Ganztagskrippen ab der Geburt, und zwar für alle Kinder, deren Eltern das möchten, auch tageweise - damit endlich auch die Hausfrau in Ruhe ihr Ding drehen kann, mal Luft bekommt.... Ach ja, und meiner Meinung nach sollten die Krippen außerdem gratis sein - denn die Gesellschaft nimmt es ja ernst mit ihrer Verantwortung, oder?
Ich bin ehrlich gesagt nicht nur für Krippen, ich bin vorallem für QUALITATIV BESSERE Krippen, Kindergärten und Schulen und das so günstig wie möglich und finanziell nach Einkommen gestaffelt und bitte! mher Männer in diese Bereiche. Das ist ja das reinste Mädchenpensionat! Ich zahle da gerne für, vorausgesetzt ich kann und die Qualität stimmt und gerne dann auch mehr, als meine arbeitslose Nachbarin, oder auch gar nichts. Aber ich sehe nicht, dass ich DESWEGEN dann die Rolle der Hausfrau und Mutter begeistert alleine leben soll und das Personal- und Gehaltstechnsich mal wieder "Weibersache" ist. Da unterscheiden wir uns gewaltig kalamity.
Da vermeiden wir dann auch so Sachen wie, dass die Mütter nach zweieinhalb Jahren Kinderbetreuungsgeld keinen Job mehr haben, ohne Job keinen Kiga-Platz, ohne Kiga-Platz keinen Job.....
Ich bin nicht der Meinung, dass Frauen ihre Kinder alleine großziehen SOLLTEN - aber sie sollen es dürfen, wenn sie möchten, und sie sollen es dürfen, schon dreimal, wenn der andere Elternteil schlicht nicht möchte. Wer nicht will, der hat schon. Ich glaub, Kinder können drauf verzichten, dass sich einer kümmern MUSS, der nicht wirklich mag.
An einem gewissen Punkt treffen wir uns da kalamity. Ich bin keine treue Anhängerin der Paar-Elternschaft, ich glaube Kinder können auch sehr wohl glücklich werden mit einer verlässlichen Bezugsperson. ABER ... ich sehe nicht, dass das die Mutter sein muss und ich sehe sehr wohl, dass unsere Gesellschaft - und auch du - diesem Glauben anhängen. Ich meine es gehören zwei zum Nachwuchs machen und es sind beide dafür in die Verpflichtung zu nehmen, gleichberechtigt und gleichverpflichtet. Mich ödet die ewige Mutterarie ehrlich an. Ich sehe meine Kinder nämlich auch wie Du nicht als alleinerfüllenden Lebensinhalt und sehe gar nicht ein, dass mir/uns diese Rolle immer zugeschustert wird. Und das wird sie nach wie vor. Auch von Dir. Es ist doch überhaupt keine Frage, dass Du Deine Kinder alleine erziehen "darfst". Da muss ich ja ehrlich grinsen bei der Formulierung. Wer hätte das je in einem gesellschaftlichenn und historischen Kontext in Deiner Zeit und Generationen davor streitig gemacht? Aber wie ist es denn, wenn Du das nicht willst und die Kinder dem Vater überlassen willst? Den Gedanken auch nur zu hegen ist doch immer noch ein Tabu! Da musst Du kalamity schon extrem daneben liegen, dass sowas unerhörtes passiert :LOL: Das willst Du ja auch gar nciht, stimmts? Warum nur ... Ist wohl die Mutter- Natur ... In deinen Ausführungen sind die Rollen brav verteilt. In meinen Gedanken dagegen nicht - Ich Rabenmutter!
Bisher hab ich eigentlich nur Alleinerziehende kennengelernt, denen alles auf dem Silbertablett entgegengetragen wurde - wenn eine Alleinerziehende mit zwei Kindern den Job verliert, stockt das Sozialamt den Bedarf auf, wenn das gleiche einer verheirateten Mutter mit zwei Kindern passiert, schaut sie in die Röhre (nach dem Arbeitslosengeld, denn Notstandshilfe wird bei uns nur bezahlt, wenn das Haushaltseinkommen niedrig ist).
Das Silbertablett? Und serviert? Vielleicht herrschen in Ö ja so märchenhafte Zustände? Hierzulande stehen die Menschen erstmal in Schlangen und ziehen Nummern, dann warten sie - warten - warten - dann müssen sie sich unfreundlich behandeln lassen und bekommen das Gefühl vermittelt SIE würden dem Sachbearbeiter die letzte Scheibe Käse von DESSEM Silbertablett klauen. Wenn sich das für Dich wie auf dem Silbertablett serviert bekommen ausnimmt - dann möchte ich Deine Wahrnehmung als Droge verkaufen dürfen :LOL: Hier gibt es Zahlen. Wenn eine Familie ein bestimmtes Einkommen nicht erzielt, darf es sich in die Warteschlange einreihen und den Silbertablettservice in Anspruch nehmen. Vor dem ALGII Schalter sind nun endlich alle fast gleich - Amen.
Handelt es sich um gemeinsame Kinder, dann hat sie wenigstens für diese noch einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Ehemann - handelt es sich aber um Kinder aus erster Ehe, dann vergeht ihr das Lachen, denn sie als Hausfrau (ist sie dann ohne Job nämlich) bekommt 33 % des Familieneinkommens als Unterhalt (und muss davon natürlich auch die Kosten anteilig zahlen), die Kinder haben schlicht KEINEN Anspruch, ....
Sorry, das müsste ich als Rechnung nachvollziehen - sie bekommt wovon 33% und muss welche Kosten anteilig tragen???? Kinder aus erster Ehe haben wo keinen Anspruch? Naja, füe meine Freundin ist das egal kalamity. Der Vater der Kinder ist selbständig und hat auf dem Papier gar nichts außer Schulden - und einen Geschäftswagen und ein paar andere nette Annehmlichkeiten - ob die zuständigen Behörden diesen Zustand bei verteilten Rollen wohl auch so unkritisch hinnehmen würden? - seis drum, die Kinder sind über 12 und bekommen daher auch keinen Unterhaltsvorschuß und sie aalt sich lächelnd auf dem Silbertablett. Na dann ist ja alles in bester Ordnung :prost: |
| 24.04.2008 01.08 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von stepsi
JNee, tut es nachgewiesener maßen nicht kalamity. Den Zahn muss ich Dir ziehen. Auch Österreich zeichnet da eine klare Alterspyramide ab. Du bist eine Ausnahme und manch einer in D. (ich sage das hier nicht um Stimmung zu machen, sondern um die inzwischen akzeptierte Haltung der Gesellschaft zu verdeutlichen) findet 5 Kinder heutzutage gar assozial. WARUM? Du stellst für meinen Geschmack einfach zu wenig Fragen über den Suppentellerrand hinaus kalamity und kreist sehr um Dich ... sympathisch zwar, aber eben nicht exemplarisch für die Gesellschaft.
Ich sprach nicht davon, keine Kinder zu bekommen - ich sprach davon, dass jemand seine schon vorhandenen Kinder schlicht nicht selbst versorgen will. Und da brauchst nur am JA nachfragen, wieviele Paare (haha, das nenne ich die Verar***, dass da dann nur Paare genommen werden) sich angemeldet haben auf ein Adoptivkind... Glaub mir, da kommt Freude auf über JEDES Baby, dass abgegeben wird.
Ob irgendwer 5 Kinder assozial findet, tangiert mich wenig - bisher hab ich mich nicht assozial verhalten (im Gegenteil, ich arbeite mehr als so manche Einfach-mutter *gg*), also zieh ich mir den Latschen nicht an.
Original von stepsi
Geht mir ähnlich und vielen jungen Erwachsenen ebenso kalamity (mit dem Wehrdienst) - und genau deswegen ist es ein gutes Beispiel dafür, was gesellschaftliche Akzeptanz und Druck zu leisten vermag. Man MUSS etwas tun, was man nicht mal für rechtens hält, oder MUSS einen Ersatz leisten und gewinnt dem sogar etwas ab.
Dass MANN Wehrdienst oder Zivildienst leisten muss, hat nichts damit zu tun, dass es da gesellschaftliche Vorgaben gäbe - es hat mir schlichten gesetzlichen Vorschriften zu tun.
Original von stepsi
Das handelt eben wieder von Dir speziell und Deinen Männern/Vätern, die jedenfalls aus deiner Sicht offensichtlich absolute Versager sind und daher besser fernbleiben. Während Mütter offensichtlich naturgemäß (das halte ICH für selbstverordnete Verarschung :wink:) die einzig bestimmten Kinderaufzieher sind. Wer hindert denn bitte irgendeine Frau grundsätzlich daran IHRE Kinder alleine aufzuziehen? Du wirst dabei nicht behindert kalamity, es wird von Dir erwartet! Und zwar ohne dass du da zu jammern hättest. Wäre ja noch schöner! Eine wahre Variante der "Macho-Emanziaption" ist doch die "taffe" alleinerziehende Mutter. Die scheißt auf die Väter und ist zufrieden damit und "diese Männer" sagen leise "so ist es auch richtig Mädel" :LOL:
Nö, da geht es weder um MEINE Männer oder MEINE Väter - da geht es schlicht um meinen Bekanntenkreis.
Ist es - aus deiner Sicht - emanzipierter, wenn ich so tue, als bräuchte ich da unbedingt noch eine zweite erwachsene Person, um Familie dauerhaft hinzubekommen?
Original von stepsi
Ich bin ehrlich gesagt nicht nur für Krippen, ich bin vorallem für QUALITATIV BESSERE Krippen, Kindergärten und Schulen und das so günstig wie möglich und finanziell nach Einkommen gestaffelt und bitte! mher Männer in diese Bereiche. Das ist ja das reinste Mädchenpensionat! Ich zahle da gerne für, vorausgesetzt ich kann und die Qualität stimmt und gerne dann auch mehr, als meine arbeitslose Nachbarin, oder auch gar nichts. Aber ich sehe nicht, dass ich DESWEGEN dann die Rolle der Hausfrau und Mutter begeistert alleine leben soll und das Personal- und Gehaltstechnsich mal wieder "Weibersache" ist. Da unterscheiden wir uns gewaltig kalamity.
Ich wüßte nicht, wo ich geschrieben hätte, dass das Personal in der Kinderkrippe notwendigerweise weiblich sein sollte.
Allerdings, samma ehrlich, nicht viele Männer haben Freude dran, Kleinkinder zu betreuen - und das würde sich nur ändern, wenn die Sache so richtig fett entlohnt würde (früher waren die Hebammen Frauen, heute ist die Sache in Händen männlicher Frauenärzte - und ich weiß, das liegt an der Bezahlung.....). Will ich in einem so sensiblen Bereich jemanden haben, der vor allem (wenn ned ausschließlich) dort ist, weil das ein gut bezahlter Bereich ist? Mh.
Wo hab ich geschrieben, dass DU die Rolle der Hausfrau und Mutter begeistert alleine spielen sollst - ich hab geschrieben, AUCH Hausfrauen (aber doch ned nur die) sollen mal Ruhe für sich selbst haben.
Original von stepsi
An einem gewissen Punkt treffen wir uns da kalamity. Ich bin keine treue Anhängerin der Paar-Elternschaft, ich glaube Kinder können auch sehr wohl glücklich werden mit einer verlässlichen Bezugsperson. ABER ... ich sehe nicht, dass das die Mutter sein muss und ich sehe sehr wohl, dass unsere Gesellschaft - und auch du - diesem Glauben anhängen. Ich meine es gehören zwei zum Nachwuchs machen und es sind beide dafür in die Verpflichtung zu nehmen, gleichberechtigt und gleichverpflichtet. Mich ödet die ewige Mutterarie ehrlich an. Ich sehe meine Kinder nämlich auch wie Du nicht als alleinerfüllenden Lebensinhalt und sehe gar nicht ein, dass mir/uns diese Rolle immer zugeschustert wird. Und das wird sie nach wie vor. Auch von Dir. Es ist doch überhaupt keine Frage, dass Du Deine Kinder alleine erziehen "darfst". Da muss ich ja ehrlich grinsen bei der Formulierung. Wer hätte das je in einem gesellschaftlichenn und historischen Kontext in Deiner Zeit und Generationen davor streitig gemacht? Aber wie ist es denn, wenn Du das nicht willst und die Kinder dem Vater überlassen willst? Den Gedanken auch nur zu hegen ist doch immer noch ein Tabu! Da musst Du kalamity schon extrem daneben liegen, dass sowas unerhörtes passiert :LOL: Das willst Du ja auch gar nciht, stimmts? Warum nur ... Ist wohl die Mutter- Natur ... In deinen Ausführungen sind die Rollen brav verteilt. In meinen Gedanken dagegen nicht - Ich Rabenmutter!
Dir ist schon bewußt, dass es historisch gesehen eine absolute Neuheit ist, dass Frauen ihre Kinder selbst großziehen - wenn ich dran denke, dass in Österreich vor hundert Jahren die unehelichen Kinder nicht mal mit der Mutter rechtlich verwandt waren, dass bis 1975 das Sorgerecht für die Kinder nach einer Scheidung beim Ehemann blieb, während die Mutter die "Pflege und Erziehung" bekam (schön beschränkt), dass uneheliche Mutter bis 1975 (wenn ned länger) nicht das Sorgerecht für ihre Kinder hatten, das lag beim JA, später musste es eigens beantragt werden,.... - doch, ich glaube, den Generationen VOR mir wurde es durchaus streitig gemacht, ihre Kinder OHNE fremde Einflußnahme großzuziehen. Ich bin froh, dass die Zeiten gegessen sind, ganz ehrlich.
Und, ja , ich bin gerne Mutter - ich habe meine Kinder bewußt bekommen, und ich habe keinerlei Lust, die dem Vater zu überlassen (der hat mir schlicht neun Monate körperlichen Stress zu wenig durchgemacht, um da mehr Anrecht zu haben).
Das Original von stepsi
Silbertablett? Und serviert? Vielleicht herrschen in Ö ja so märchenhafte Zustände? Hierzulande stehen die Menschen erstmal in Schlangen und ziehen Nummern, dann warten sie - warten - warten - dann müssen sie sich unfreundlich behandeln lassen und bekommen das Gefühl vermittelt SIE würden dem Sachbearbeiter die letzte Scheibe Käse von DESSEM Silbertablett klauen. Wenn sich das für Dich wie auf dem Silbertablett serviert bekommen ausnimmt - dann möchte ich Deine Wahrnehmung als Droge verkaufen dürfen :LOL: Hier gibt es Zahlen. Wenn eine Familie ein bestimmtes Einkommen nicht erzielt, darf es sich in die Warteschlange einreihen und den Silbertablettservice in Anspruch nehmen. Vor dem ALGII Schalter sind nun endlich alle fast gleich - Amen.
Wenn hier eine Familie - bestehend aus zwei Erwachsenen und Kindern - das bestimmte Einkommen nicht erzielt, dann kann es demjenige, der gerade zu Hause geblieben ist, weil Kinder zu versorgen sind (was immer ich persönlich davon halte, es gibt ja Paare, die regeln das so), auch anstellen, um eine Nummer zu ziehen, für Kiga-Platz.... DAS passiert keiner alleinerziehenden Mutter.
Am Sozialamt isses ähnlich, die alleinerziehende Mutter von drei Kindern, der wird schlicht abgenommen ,dass sie KEINEN Job bekommt - während die verheiratete Mutter sich erstens anhört, dass ihr Mann sie unterstützen muss, und zweitens, dass sie ja arbeiten kann, wenn er Zeit hat, die Kinder zu betreuen (tja, was soll ich sagen?). Ach ja, Nummern werden nicht verteilt, hier ruft man am Sozialamt an und bekommt einen Termin.
Original von stepsi
Handelt es sich um gemeinsame Kinder, dann hat sie wenigstens für diese noch einen Unterhaltsanspruch gegenüber dem Ehemann - handelt es sich aber um Kinder aus erster Ehe, dann vergeht ihr das Lachen, denn sie als Hausfrau (ist sie dann ohne Job nämlich) bekommt 33 % des Familieneinkommens als Unterhalt (und muss davon natürlich auch die Kosten anteilig zahlen), die Kinder haben schlicht KEINEN Anspruch, ....
Sorry, das müsste ich als Rechnung nachvollziehen - sie bekommt wovon 33% und muss welche Kosten anteilig tragen???? Kinder aus erster Ehe haben wo keinen Anspruch? Naja, füe meine Freundin ist das egal kalamity. Der Vater der Kinder ist selbständig und hat auf dem Papier gar nichts außer Schulden - und einen Geschäftswagen und ein paar andere nette Annehmlichkeiten - ob die zuständigen Behörden diesen Zustand bei verteilten Rollen wohl auch so unkritisch hinnehmen würden? - seis drum, die Kinder sind über 12 und bekommen daher auch keinen Unterhaltsvorschuß und sie aalt sich lächelnd auf dem Silbertablett. Na dann ist ja alles in bester Ordnung :prost:
Als Hausfrau stehen dir in Österreich 33 % des Haushaltseinkommens als Unterhalt zu, bist du berufstätig, verdienst aber weniger, sind es immerhin schon 40 %. Abzüglich 4 % für JEDE weitere unterhaltsberechtigte Person (hat also mein Mann noch vier Kinder aus erster Ehe, dann stehen mir, sollte ich nach dem Arbeitslosengeld keine Arbeit finde, genau 13 % des Familieneinkommens zu; juhu).
Kinder aus MEINER ersten Ehe haben keinen Anspruch gegenüber dem Stiefvater - so war das gemeint. Sein Einkommen wird aber in allen Bereichen, die die Kinder betreffen - etwa Kiga-Gebühren, Zuzahlungen zu Krankenhausaufenthalten.... - schlicht VOLL angerechnet.
Als Stiefvater konnte mein Mann auch nicht das Kinderbetreuungsgeld in Anspruch nehmen, das normalerweise 6 Monate extra bezahlt wird, wenn sich die Eltern den Anspruch teilen (das wäre euer früheres Erziehungsgeld) - und das, obwohl er meinen Sohn nachweislich betreut hat.
Dieselbe Krankenkasse lässt aber die Gratis-Mitversicherung von Stiefkindern und Enkelkindern zu - soviel Logik hat mich dann umgehauen.
So darf frau sich auch doppelt verar*** fühlen.
Unterhaltsvorschuß gibt es in Österreich bis zur Volljährigkeit - allerdings nur in gerichtlich berechneter Höhe (wenn da dann rauskommt, dass Vater nicht zahlen KANN, dann zahlt er nicht und Vorschuß gibt es auch keinen; ach ja, er schuldet dann auch keinen Unterhalt, kommt er nachher zu Kohle, kannnst nicht rückwirkend einklagen....), Mindestsätze gibt es nicht (ich aale mich daher nicht auf dem Tablett, sondern greife nach den 60 Euro für meinen Buben, leg noch ein bisserl drauf für den Hort und geh arbeiten *gg* - aber das ist mir immer noch lieber, als dass mir da auch noch einer dabei im Weg steht, weil er gerne Papa spielen möchte).
:prost: |
| 24.04.2008 17.29 | shatzi | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
meine kinder sind 1984!!!!! geboren und ich mußt, da unverheiratet, die vormundschaft beantragen!!!!!!! |
| 24.04.2008 19.16 | kalamity | RE: verzeihen aber nicht vergessen |
Original von shatzi
meine kinder sind 1984!!!!! geboren und ich mußt, da unverheiratet, die vormundschaft beantragen!!!!!!!
Eben. |
| 02.05.2008 21.39 | LizzyMarie | |
Mit 'vergessen' und 'Verzeihen' habe ich mehrmals in meinem Leben gravierende Erfahrungen gemacht, sowohl als diejenige, die sehr verletzt hat, als auch als diejenige, die sehr verletzt worden ist.
Ich kenne echt beide Seiten und das Thema begleitet mich schon lange.
Ich habe für mich erfahren:
Eine schwerwiegende Verletzung kann man nicht vergessen- und dazu gehört m.-E. auch das 'Fremdgehen' des Partners.
Verzeihen ist ein aktiver Prozess. Er setzt nach meiner Erfahrng voraus, dass derjenige, der den Partner/die Partnerin verletzt hat, sich aktiv um 'Wiedergutmachung' bemüht. Was das sein kann, das müssen die Partner miteinander aushandeln. - Ich halte jedenfalls nichts von der Idee, man müsse nur genug lieben und dann könne man alles verzeihen ( ich glaube, das konnte nur Jesus). -
Wenn ich wirklich verziehen habe dann kann ich das Geschehene in mein Leben integrieren - muß es weder verdrängen noch meinem Partner ständig vorhalten.
Bei einer schweren Verletzung ein langer Weg, der auch lange dauert. Und für den man sich Zeit lassen muß. Manchmal sehr lange.
Der 'Gewinn' dieses langen und schmerzhaften Prozesses ist gerade nicht das Vergessen sondern innerer Friede. |
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