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Ehe - zu welchem Preis? |
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| 31.03.2008 09.18 | NinaKöln | RE: Ehe - zu welchem Preis? |
Original von Wahala
Hi
Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich die Einstellung "Entweder es klappt oder es klappt nicht und wenns eben nicht klappt, dann sollte es nicht sein". So wurde die Beziehung dann beendet und ich stand bei der nächsten Beziehung oftmals am gleichen an (zumindest sehr ähnlich).
Mittlerweile denke ich anders darüber. Auch wenn es sehr viele nicht nachvollziehen können, halte ich an der Beziehung fest. Wir haben Probleme und nicht zu knapp und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir da durch müssen und an unserer Beziehung arbeiten sollten, auch wenn "aufgeben" manchmal einfacher wäre.
Ich glaube, dass ich diese Einsicht durch meinen Mann erfahren habe. Für ihn kam und kommt Trennung nicht in Frage. Wenn, dann müsste sie ganz klar von mir ausgehen. Und wenn wir - im schlimmsten Fall - so wie Karin nebeneinander her leben würden. Er würde sich trotzdem nicht trennen.
Wahala
Wahala, das sehe ich auch so. Ich habe mehr und mehr den Eindruck, es wird zu oft zu schnell aufgegeben. Ein Partner ist doch etwas anderes als ein Auto, was bei Nichtgefallen schnell ausgetauscht wird. Wenn ich Menschen treffe, die immer wieder einen neuen Partner haben, weil es einfach irgendwo nicht zu passen scheint, weil ihre Erwartungen nicht erfüllt werden, fehlt mir mittlerweile das Verständnis. Ich meine, wenn es wirklich schlimm ist, okay, sollte man sich trennen. Aber wegen Langeweile, Missfallen von Gewohnheiten oder ähnlichen Nichtigkeiten - das kann ich nicht mehr nachvollziehen.
Aber vielleicht sehe ich das anders, weil ich meinen Mann nicht mehr habe. |
| 31.03.2008 22.24 | kalamity | RE: Ehe - zu welchem Preis? |
Original von NinaKöln
Ich meine, wenn es wirklich schlimm ist, okay, sollte man sich trennen. Aber wegen Langeweile, Missfallen von Gewohnheiten oder ähnlichen Nichtigkeiten - das kann ich nicht mehr nachvollziehen.
Aber vielleicht sehe ich das anders, weil ich meinen Mann nicht mehr habe.
Ich glaub, es sind gerade Langeweile und die nicht gefallenden Gewohnheiten, die den Alltag dermaßen beeinträchtigen, dass man sie nimmer als Nichtigkeiten bezeichnen kann.
Was eine Nichtigkeit ist, muss ja jeder Mensch für sich selbst wissen.
Wenn ich mich neben meinem Partner zu Tode langweile, ist das für mich keineswegs eine Nichtigkeit, hätte er die Gewohnheit, laut zu pupsen und auf den Boden zu spucken, sich sternhagelvoll zu saufen oder mit den Schuhen ins Bett zu gehen,..... ich könnte mir vorstellen, dass ich das nicht als Nichtigkeit empfinden würde....
Darf ich fragen, ob du mit deinem Mann lange genug zusammengelebt hast, um überhaupt "Alltag" in dem Sinn erlebt zu haben, dass sich die kleinen Macken rauskristallisieren, ...... |
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