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24.03.2008 19.04 | Frida | Ehe - zu welchem Preis?
Hallo miteinander,

ich habe jetzt zwar nicht nocheinmal den ganzen Thread von Karin durchgelesen, was mir jedoch auch aufgefallen ist, sind die Befürworter von Ehen, "um jeden Preis" und solche, die sich lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende vorstellen.
Ich selbst befinde mich auch in einem solchen Dilemma - wann gibt es kein Pardon mehr, wann ist eine Trennung/Scheidung gerechtfertigt und wie lange soll, kann, will man es noch versuchen? Was sind eurer Meinung nach Kriterien für ein Zusammenbleiben, was für ein getrenntes Leben?

Wie Joan (sinngemäss) extrem im andern Thread geschrieben hat, kann man einen Menschen nicht einfach "wegwerfen", wenn er nicht mehr passt, ich sehe das auch so, denn man sollte zuerst alles probieren, um die Ehe zu retten (die Frage bleibt dann jedoch: wie lange?). Was aber, wenn die Bedürfnisse der Eheleute nicht mehr unter einen Hut gebracht werden? Klar gibt es keine pauschalen Antworten auf solch ein komplexes Thema, dass v.a. auch die Gefühle beinhaltet.
Was lässt sich denn alles verzeihen? Fremdgehen, wenn halt der andere diese Bedürfnisse hat und sie ausleben will? Grundsätzlich kein Interesse am Eheleben, weil ja jeder sich selbst bleiben soll? Usw...

Tja, ich für meinen Teil habe da mehr Fragezeichen als Antworten...

Frida

24.03.2008 19.46 | little django | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von Frida
Hallo miteinander,

ich habe jetzt zwar nicht nocheinmal den ganzen Thread von Karin durchgelesen, was mir jedoch auch aufgefallen ist, sind die Befürworter von Ehen, "um jeden Preis" und solche, die sich lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende vorstellen.
Ich selbst befinde mich auch in einem solchen Dilemma - wann gibt es kein Pardon mehr, wann ist eine Trennung/Scheidung gerechtfertigt und wie lange soll, kann, will man es noch versuchen? Was sind eurer Meinung nach Kriterien für ein Zusammenbleiben, was für ein getrenntes Leben?

Wie Joan (sinngemäss) extrem im andern Thread geschrieben hat, kann man einen Menschen nicht einfach "wegwerfen", wenn er nicht mehr passt, ich sehe das auch so, denn man sollte zuerst alles probieren, um die Ehe zu retten (die Frage bleibt dann jedoch: wie lange?). Was aber, wenn die Bedürfnisse der Eheleute nicht mehr unter einen Hut gebracht werden? Klar gibt es keine pauschalen Antworten auf solch ein komplexes Thema, dass v.a. auch die Gefühle beinhaltet.
Was lässt sich denn alles verzeihen? Fremdgehen, wenn halt der andere diese Bedürfnisse hat und sie ausleben will? Grundsätzlich kein Interesse am Eheleben, weil ja jeder sich selbst bleiben soll? Usw...

Tja, ich für meinen Teil habe da mehr Fragezeichen als Antworten...

Frida

liebe frida, ich denke daß es da nicht so pauschale antworten geben kann. denn jeder hat seine eigenen prinzipien, seine ganz indiviuelle lebenserwartung, seine ziele.

ich denke aber daß in einer ehe die grundlegenden ziele gleich sein sollten. zb. der kinderwunsch (ja/nein), fremdgehen (ja/nein), sportlich od. lieber couch-potatoe......
jeder sollte aber auch seine eigenen freiräume haben - seine freunde zb. die man mal alleine besucht, mal gemeinsam. hobby und so weiter

solche freiräume hatte ich in meiner ersten ehe kaum, obwohl ich eher so ein freigeist bin. aber ich hab auch sehr jung geheiratet. jetzt hab ich das glück daß wir in dieser beziehung sehr harmonieren. also - es gibt keine "blöden" nachfragen mit wem,wie lange usw. fortgehen. natürlich reden wir darüber und erzählen daß wir und mit wem wir fortgehen, und wann wir "zurück erwartet" sind. denn es kann ja auch was passieren. aber das darüber sprechen kommt von uns jedem alleine ohne daß der andere da viel nachfragt.
wir sind zb. beide sportlich, wir gehen gemeinsam laufen, schwimmen, radfahren. er mag nicht so gerne mit mama spazieren gehen ;-)) und ich geh nicht gern ins fitnesscenter. ok, das machen wir getrennt. wir haben eine partnerschaft - das heißt aber nicht daß ich dem anderen gehöre.
ja natürlich gibt es auch diskussionspuntkte. zb. der kinder wegen. das ist jetzt aber nicht negativ für mich, er versteht manche entscheidungen von mir nicht (zb. daß die große tochter beim freund schlafen darf), er erzählt mir dann wie das bei ihnen zu hause gehandhabt wird. das kann aber durch reden aus der welt geschaffen werden. und manche sachen hab ich mir schon aus seiner nigerianischen welt eingeführt ;-)) Die Kinder haben jetzt zb ihre fixen Aufgaben im Haushalt - war eine gute idee *gg*

viel kann durch offenheit und auf den anderen mit respekt zu gehen aus der welt geschaffen werden.
manches kann man nicht tolerieren weil es seine eigene grenzen überschreitet (bei mir ist das zB. fremdgehen od. alkoholisiert sein) - da gibt es mit mir GENAU KEINE diskussionsmöglichkeit. doch diese grenzen müssen von anfang an klar ausgesprochen werden, denn riechen kann sie der andere nicht. auch wünsche, gedankenlesen kann keiner.

mir ist aber auch klar, daß wenn man seinen partner zb. im urlaub kennenlernt und ihn "importieren" muß - diese phase schwierig ist. denn er hat die eingewöhnungsschwierigkeiten + gleichzeitig sollten grenzen gesteckt werden. außerdem in einer fernbeziehung, wo eigentlich nur das warten auf den schatz vorrangig ist, diese dinge zb. am telefon zu besprechen ist schwer. oft kommt es dann nicht so rüber wie es soll, wenn man vis-a-vis sitzt ist´s leichter, da sieht man wie der andere reagiert.
lg
ldj

PS: hoffentlich hast du jetzt nicht noch mehr fragen :-)

25.03.2008 10.56 | adauwa |
Mir will garnicht in den Kopf, was an einer Ehe so grundkegend anders sein sollte, als an jeder andere Beziehung? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in einer Beziehung ausharren wuerde, die mich nur noch traurig macht, mit der Ausnahme der zu meinen Kindern. Auch wenn sie die Beziehung zu mir abbrechen sollten, waere ich doch auf immer emotional mit ihnen verbunden.

Aber ein Partner/Freund/Ehemann? Muss man da nicht, sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten ,immer einmal ueberpruefen, ob man noch "freiwillig" beisammen ist, ob das Fundament noch traegt?
In Krisenzeiten dann die Grundlagen entweder bekraeftigen oder neu festsetzen, in guten Zeiten sich einmal wieder zu sagen, wie wichtig, schoen und erfuellend das Zusammensein ist?

Ich bin ja ein wenig aelter als die meisten hier und aus einer Generation, wo man sich nicht so leicht getrennt hat und wo der Grundsatz "for better or for worse" noch Gueltigkeit hatte. Ich wuerde also nicht Verbindungen das Wort reden, die leicht geschlossen und leicht wieder beendet werden. Trotzdem lese ich aus manchen Berichten hier eine solch tiefe Verzweiflung, eine solche Selbstaufgabe, dass ich vielen dieser gedrueckten Wesen eher zur Trennung raten wuerde als ein Ausharren um jeden Preis. Und da rede ich von Maennern und Frauen, die in lieblosen und gleichgueltigen Verbindungen verkuemmern. Ich glaube fest, dass man eine Zeitlang zurueckstehen kann, die eigenen Beduerfnisse denen des anderen unterordnen, weil nicht jeder zur gleichen Zeit stark oder schwach ist. Aber auf Dauer darf man nicht aus lauter Altruismus sich selber vergessen. Wenn wir uns nichts wert sind, warum sollten wir jemand anderem wert sein? Wir muessen neben aller Sorge um das Wohlergehen des Partners auch auf unser eigenes achten. Nur dann koennen wir ueberhaupt eine eigenstaendige Person sein, koennen Teil einer Parnerschaft oder auch nicht sein, und nicht nur ein trauriges Anhaengsel.

Verheiratet zu sein, oder in einer Partnerschaft zu leben darf nicht das einzige Ziel sein. Wir wollen doch alle ein erfuelltes und moeglichst glueckliches Leben. Wenn wir es teilen koennen ist es gut, wenn wir
es alleine meistern muessen oder wollen ist es auch gut.

25.03.2008 11.07 | joan |
Adauwa,

Ich bin auch kein Befürworter eines sinnloses Ausharrens, auch wenn es vielleicht für viele so aussieht.

Ich sehe nur in der Beendung einer Beziehung ein ganz anderes Problem, nämlich das der Einseitigkeit.

Sind sich beide Partner einig, dass eine Beziehung ihnen nichts mehr bringt, dann steht einer Trennung nichts entgegen.

Und was ist, wenn der andere Partner unter dieser Trennung endlos leidet?

Was ist, wenn nur ich meinen Partner nicht mehr liebe, er aber mich liebt, unabhängig davon, ob dieses Gefühl für mich noch lesbar ist - ich meine, man fühlt da immer nur die eigene Liebe, nie die des anderen, da kann einer sich auf den Kopf stellen um seine Liebe zu zeigen, sie wird nicht ankommen.

Wie kommt es dazu, dass man für den Partner nichts mehr empfindet, dass man lieber ohne ihn, allein oder mit jemand anderem leben WILL?

25.03.2008 11.24 | little django |
Original von joan
Adauwa,

Ich bin auch kein Befürworter eines sinnloses Ausharrens, auch wenn es vielleicht für viele so aussieht.

Ich sehe nur in der Beendung einer Beziehung ein ganz anderes Problem, nämlich das der Einseitigkeit.

Sind sich beide Partner einig, dass eine Beziehung ihnen nichts mehr bringt, dann steht einer Trennung nichts entgegen.

Und was ist, wenn der andere Partner unter dieser Trennung endlos leidet?

Was ist, wenn nur ich meinen Partner nicht mehr liebe, er aber mich liebt, unabhängig davon, ob dieses Gefühl für mich noch lesbar ist - ich meine, man fühlt da immer nur die eigene Liebe, nie die des anderen, da kann einer sich auf den Kopf stellen um seine Liebe zu zeigen, sie wird nicht ankommen.

Wie kommt es dazu, dass man für den Partner nichts mehr empfindet, dass man lieber ohne ihn, allein oder mit jemand anderem leben WILL?

joan, denkst du daß liebe wirklich von alleine vergeht? das denke ich nicht.
ich bin auch nicht für´s leichtfertige aufgeben. liebe vergeht nicht von alleine. und wenn mein partner mein vertrauen wissentlich so mißbraucht daß meine liebe schwindet - warum soll ich dann bei ihm bleiben? wieviel liebe hat er denn dann für mich? liebt er mich wirklich und mißbraucht mein vertrauen trotzdem? das geht für mich nicht zusammen.

natürlich soll man seine beziehung immer "prüfen", man soll dem anderen auch öfters sagen daß man in liebts, ihm das zeigen. und doch geht´s dann nicht daß der andere das so annehmen kann wie man es geben kann (war bei meinem x so, alle haben gesehen wie ich ihn liebe und ihm das zeige, nur er meint ich zeigs ihm nicht richtig).

eine beendigung einer beziehung (egal welcher) ist meistens einseitig. irgendwer muß es aussprechen - der andere kann dann übereinstimmen od. nicht. leiden, würd ich sagen, tun im normalfall beide parteien. denn eine beziehung zu beenden tut man ja nicht leichtfertig. also zumindest keiner den ich kenn tut es leichtfertig.

25.03.2008 22.57 | kalamity | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von Frida
Hallo miteinander,

ich habe jetzt zwar nicht nocheinmal den ganzen Thread von Karin durchgelesen, was mir jedoch auch aufgefallen ist, sind die Befürworter von Ehen, "um jeden Preis" und solche, die sich lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende vorstellen.
Ich selbst befinde mich auch in einem solchen Dilemma - wann gibt es kein Pardon mehr, wann ist eine Trennung/Scheidung gerechtfertigt und wie lange soll, kann, will man es noch versuchen? Was sind eurer Meinung nach Kriterien für ein Zusammenbleiben, was für ein getrenntes Leben?

Wie Joan (sinngemäss) extrem im andern Thread geschrieben hat, kann man einen Menschen nicht einfach "wegwerfen", wenn er nicht mehr passt, ich sehe das auch so, denn man sollte zuerst alles probieren, um die Ehe zu retten (die Frage bleibt dann jedoch: wie lange?). Was aber, wenn die Bedürfnisse der Eheleute nicht mehr unter einen Hut gebracht werden? Klar gibt es keine pauschalen Antworten auf solch ein komplexes Thema, dass v.a. auch die Gefühle beinhaltet.
Was lässt sich denn alles verzeihen? Fremdgehen, wenn halt der andere diese Bedürfnisse hat und sie ausleben will? Grundsätzlich kein Interesse am Eheleben, weil ja jeder sich selbst bleiben soll? Usw...

Tja, ich für meinen Teil habe da mehr Fragezeichen als Antworten...

Frida

Das muss wohl jeder Mensch für sich entscheiden.

Ich denke, die Grenze ist da, wo der EIGENE Leidensdruck DURCH die Beziehung zu groß wird. Im allgemeinen.

Für mich persönlich wäre z. B. Fremdgehen seitens meines Mannes ein Trennungsgrund - hätte ich selbst Lust, fremdzugehen, würde ich ebenfalls in mich gehen und drüber nachdenken, ob ich vielleicht doch die falsche Person neben mir im Bett liegen habe.....

Für eine Beziehung arbeiten - das können Paare ja nur gemeinsam, wenn nur einer dafür arbeitet, geht dem ziemlich schnell die Puste aus, dann gibt er seelisch den Löffel ab oder er gibt Fersengeld, dazwischen bleibt leider nicht viel übrig.

25.03.2008 23.06 | kalamity |
Original von joan
Und was ist, wenn der andere Partner unter dieser Trennung endlos leidet?

Was ist, wenn nur ich meinen Partner nicht mehr liebe, er aber mich liebt, unabhängig davon, ob dieses Gefühl für mich noch lesbar ist - ich meine, man fühlt da immer nur die eigene Liebe, nie die des anderen, da kann einer sich auf den Kopf stellen um seine Liebe zu zeigen, sie wird nicht ankommen.

Wie kommt es dazu, dass man für den Partner nichts mehr empfindet, dass man lieber ohne ihn, allein oder mit jemand anderem leben WILL?

In dem Fall greift der gute alte Egoismus - mir ist nämlich vor allem wichtig, dass ICH nicht in der Beziehung weiterleide.

Nein, im Ernst, meine Grenze wäre eindeutig da, wo der Partner mir zu verstehen gibt, dass er an der Beziehung nicht interessiert ist - wenn er etwa grundsätzlich zu mir sagt, ich rede Sch***, wenn ich über meine Gefühle und Wünsche für die Zukunft rede, wenn er sich nicht einbringt,... Dann wäre mir auch egal, ob er im nachhinein an der Trennung leidet, weil er doch gemeint hat, es wäre eh okay, die Ehefrau (oder Freundin, ist ja wurst, ob Ehe oder ned) links liegen zu lassen.

Hätte ich das Gefühl, es lohnt sich nicht, gemeinsam in die Zukunft zu schauen, dann wäre das für mich persönlich ein Grund, erstens drüber zu reden zu versuchen - bei absoluter Ignoranz vom Gegenüber werf ich aber sicher irgendwann das Handtuch.

Dass man ohne den bisherigen Partner leben will, ist Ergebnis eines langen innerne Prozesses (bei mir zumindestens war es so), wo die Liebe Stück für Stück für Stück abstirbt. Und glaub mir, das geht wirklich.

Gibt es nichts, was dich mit Sicherheit dazu brächte, zu sagen: So, des war's jetzt aber, mir reicht's, ich bn alleine allemal besser dran?

In meiner ersten Ehe etwa hab ich gemerkt, dass ich mich immer öfter gefragt habe, wozu ich eigentlich verheriatet bin - am Schluß ist mir kein Grund mehr eingefallen. Ich habe bemerkt, dass ich OHNE meinen Ex lieber unterwegs war (auch mit den Kids), dass es viel schöner war, alleine ein Buch zu lesen, ....mich hat immer mehr gestört,... von seiner Neigung zum Möchtegern-Familienoberhauptspielen nach zehn Ehejahren rede ich erst gar nicht (ich habe eine ziemliche Allergie dagegen, dass mir einer MEINEN Bereich klaut - zehn Jahre raushalten, dann mitmischen, das wird's nicht).

26.03.2008 15.14 | lena_s | RE: Ehe - zu welchem Preis?
hi frida,
bei genauerem hinsehen habe ich erst mitbekommen, dass dein avatar eine malerei von frida kahlo ist ...

also ich habe in mehreren ehen noch nicht den mann gefunden mit dem ich auf immer und ewig eins geblieben bin.
entweder bin ich zu wählerisch oder nicht zum aushalten.
8)

manchmal denke ich mir wir stecken da in einer sehr wechselhaften zeit, die ewige mann-frau-beziehung ist vielleicht schon überholt, aber so wirklich akzeptieren kann es die gesellschaft noch nicht.

26.03.2008 19.40 | Elti | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Keine (Ehe-)Beziehung ist gleich, weil jeder Mensch anders ist und sich ja auch ständig-mehr oder weniger stark- ändert. Also wächst und reift.
In meiner 1.Ehe vor 15 Jahren habe ich mich genauso aus Liebe gegeben/verzehrt wie jetzt in meiner 2.Ehe seit 3 Jahren. Ich hatte/habe einen hohen Anspruch an eine Ehe, d.h.nicht, dass wir vollkommen/perfekt sein sollten, aber dass ich mein ALLERALLERBESTES geben will!!
Das hab ich getan (Einzelheiten erspar ich euch), ich hab materiell, körperlich und emotional ALLES gegeben und konnte nicht verstehen, wie jemand dann zu einem sagt: du kannst abhauen, aber lass die Kinder hier. Oder: Du willst mich umbringen.
Wenn man bis an seine Grenzen für eine Beziehung gekämpft hat, Ratschläge gehört hat und versucht hat mit dem Partner zu reden, aber es hilft nichts, ja, dann muß ich mich trennen, auch wenn der Partner dann sagt: Ich bring mich um, wenn du mich verläßt.
Ich dachte damals nur, es geht einfach nicht mehr, ich brauche Abstand, und nach Morddrohungen von seiner Seite (schon VOR irgendwelchen Trennungsgedanken) habe ich nur noch gedacht: Wenn ich den Kindern eine Mutter sein will und nicht tot oder in der Psychatrie, dann muß ich jetzt gehen.
Es war sehr schwer und ich habe fast 1 Jahr gehofft, dass wir eine Lösung finden. Ich wollte doch eine Familie für meine Kids und ich liebte meinen X immer noch. Aber er hat die Scheidung eingereicht. Punkt.
Es ist gut Freunde zu haben oder Familie, die einen kennen und schon länger begleiten, damit man etwas objektivere Sichtweisen hört, wenn man sich selbst im Gefühlsstrudel dreht. Letztendlich entscheiden kann ich aber nur allein nach bestem Wissen und Gewissen.
Ein grosse Handycap unserer Ehe war die geringe Kommunikation . Das ist jetzt total anders und das hilft mir sehr, Konflikte und Irritationen zu klären, bevor es eskalieren kann!
Ich wünsch euch allen eine glückliche Ehe/Familie und da wo es gar nicht mehr geht, Weisheit die richtige Entscheidung zu treffen und dei Kraft das dann auch auszuhalten.
Liebe Grüße
Elti

26.03.2008 21.36 | adauwa |
On Marriage
Kahlil Gibran


" You were born together, and together you shall be forevermore.
You shall be together when the white wings of death scatter your days.
Ay, you shall be together even in the silent memory of God.
But let there be spaces in your togetherness,
And let the winds of the heavens dance between you.


Love one another, but make not a bond of love:
Let it rather be a moving sea between the shores of your souls.
Fill each other's cup but drink not from one cup.
Give one another of your bread but eat not from the same loaf
Sing and dance together and be joyous, but let each one of you be alone,
Even as the strings of a lute are alone though they quiver with the same music.


Give your hearts, but not into each other's keeping.
For only the hand of Life can contain your hearts.
And stand together yet not too near together:
For the pillars of the temple stand apart,
And the oak tree and the cypress grow not in each other's shadow."



Die Sprache ist zwar ein wenig altmodisch und blumig, aber der Kerl hat
schon ganz gut beschrieben, worauf es ankommt.

26.03.2008 22.04 | kalamity | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von lena_s
manchmal denke ich mir wir stecken da in einer sehr wechselhaften zeit, die ewige mann-frau-beziehung ist vielleicht schon überholt, aber so wirklich akzeptieren kann es die gesellschaft noch nicht.

*gg* Meine Urgroßmutter war dreifache Witwe und hat zwei Kinder von zwei verschiedenen Ehemännern großgezogen - ich glaub, die EWIGE Mann-Frau-Beziehung ist schon immer ein Traum gewesen.


Mein Urgroßvater väterlicherseits war zweifach verwitwet, er hatte sechs Kinder von zwei Frauen - passenderweise waren die Frauen außerdem Cousinen, weil er pragmatisch gedacht hat: die kennt die Kinder, die mag die Kinder, die kann gut arbeiten (Bauernhof), des passt dann auch.

Es heißt nicht umsonst: Bis dass der Tod euch scheidet. :LOL:

28.03.2008 01.18 | joflo |
++++++Und was ist, wenn der andere Partner unter dieser Trennung endlos leidet?
Was ist, wenn nur ich meinen Partner nicht mehr liebe, er aber mich liebt, unabhängig davon, ob dieses Gefühl für mich noch lesbar ist - ich meine, man fühlt da immer nur die eigene Liebe, nie die des anderen, da kann einer sich auf den Kopf stellen um seine Liebe zu zeigen, sie wird nicht ankommen.+++

Joan, genau DAS geht mir permanent im Kopf rum und hat mich bis dato noch von einem endgültigen Schritt abgehalten.

Viele Grüße

28.03.2008 09.30 | Malo |
Hallo Frida!
Ich denke so lange es zwischen Streit, Alltag, Stress, Unannehmlichkeiten etc., die es ja in jeder Beziehung gibt noch die Momente gibt, in denen ich mich gut und richtig fühle an seiner Seite, die Momente in denen er mich einfach glücklich macht, so lange sollte an der Beziehung festgehalten werden!

28.03.2008 09.33 | VickyP |
Jetzt würden mir bestimmt am liebsten wieder einen Schlag in den Nacken verpassen :LOL: , aber um ehrlich zu sein finde wird mir immer wieder gezeigt, das man eine Partnerschaft ohne eheliche Verbindung und ohne Kinder eher ohne Nachfrage oder achtung der Gefühle des Partners lösen. Das es geht hat mir ja mein Ex zu genüge gezeigt. Ich bin eher so ein Mensch, ich kämpfe bis zum Schluß! Ich selber lasse mir vieles Gefallen in einer Beziehung, halt aber eher deshalb weil mir meine Eltern beigebracht haben, ich soll nicht zu schnell aufgeben. Naja vor meinen Ex war das ja auch so, aber seitdem die Trennung da ist und ich andere Männer kennenlerne, laufe ich schnell weg. Also bei jeder kleinsten Schwierigkeit.
Normal sehe ich es so: Wenn man sollte nicht zu schnell eine Partnerschaft beenden, egal ob verheiratet oder nicht. Wenn man bei jeder kleinesten Problematik gleich die Koffer packt, da kann man eigentlich direkt von ausgehen, das man es nie schaft eine langjährige Beziehung zu halten.

28.03.2008 11.37 | ursrx |
Aus meiner aktuellem Situation kann ich Dir sagen, dass ich fast alles tolerierte, ausser:
- angelogen zu werden
- keine Zuneigung mehr zu erhalten
- nicht respektiert zu werden
- Missachtung der Fürsorge des Kindes

Dies alles hat mich nun zur Trennung getrieben. Zur Zeit ist sie nicht mal mehr gesprächsbereit, hat ihre Post (Briefe) umleiten lassen und ist nicht (mehr) gewillt, zusammen zu leben.
Somit kann ich davon ausgehen, dass unsere "Beziehung" gescheitert ist.
Grüsse, Urs

28.03.2008 11.57 | albosa |
Original von ursrx

Somit kann ich davon ausgehen, dass unsere "Beziehung" gescheitert ist.
Grüsse, Urs

Nimm das so, wie die Künstler, für die "Scheitern" eine Verzweiflungs- oder Bescheidenheits- Pose ist, mit der sie zum Ausdruck bringen, dass sie nichts gottgleich Lebendiges schaffen können...

Wie "lebendig" müsste etwas sein, um nicht als gescheitert gelten zu müssen? :wink:

28.03.2008 23.06 | joflo |
Tut mir echt leid zu Hören, Usrx!

Kopf hoch, geniesse das "Single"-dasein. Hat auch seine guten Seiten, glaub mir.

Viele Grüße

28.03.2008 23.17 | stepsi |
"Und was ist, wenn der andere Partner unter dieser Trennung endlos leidet?"

Kein Mensch kann die alleinige Verantwortung für einen anderen in der Partnerschaft/Trennung übernehmen. Mann/Frau ist gar nicht mächtig genug alleine über Glück oder Leid des Partners zu entscheiden. Es bleibt letztlich immer in der Selbstverantwortung des Einzelnen einen glücklichen Zustand zu erreichen/zuzulassen, oder einen leidvollen zu beenden/zu ändern.

29.03.2008 18.31 | Frida |
Lieben Dank für die zahlreichen Inputs.
Ich möchte zwei Dinge noch aufgreifen.
Joan, Du schreibst über das Leid des Partners, dessen Gefühle man nicht (mehr) wahrnimmt. Das scheint mir jedoch ein Knackpunkt zu sein. Ich finde es zu schwierig, immer alle Schuld auf sich beziehen zu wollen. Der Partner kann gut und gerne sagen, dass er einem noch liebt, jedoch ist die Liebe auch Arbeit, der andere sollte auch auf das Gegenüber eingehen können. Die Liebe sollte keine Einbahnstrasse sein, wo sich nur der andere krümmt und verbiegt, oder hofft auf bessere Zeiten. Worte alleine genügen dabei nicht. Es ist auch mangelnder Respekt und Einfühlungsvermögen, wenn der Mann (oder die Frau) nur seinen Weg geht, ohne dabei auf die Gefühle der Partnerin/des Partners einzugehen. Klar ist auch, dass man sich die Freiräume gewähren muss, wenn aber der andere das Leben mehr Single lebt, dann stellt sich schon die Frage, was die Ehe noch soll. Alleine sein kann man ja schliesslich besser ohne Anhängsel. Manchmal ist es auch undurchsichtig, was der Partner denn dazu bewegt, zu sagen: "Ich liebe dich", auch wenn keine wie auch immer geartete Zärtlichkeit gezeigt wird. Ist es nur Bequemlichkeit oder wirklich Liebe? Gewohnheit, Angst vor Veränderung jedoch bezeichne ich nicht als Liebe. Wenn sich einer in der Zweierbeziehung nicht mehr wohl fühlt, sollte das ernst genommen werden, sonst hat man/frau ja wirklich den Freipass, eine Beziehung zu führen, ohne Gefühle.. Das wär für mich ein Graus.
Lena, ich glaube, Du hast Recht, vielleicht ist es in der heutigen, schnelllebigen Zeit auch nicht mehr möglich, eine Familienform zu wählen, die früher eher Sinn machte. Heute sind die Frauen zum Glück selbständig und nicht mehr finanziell abhängig, das heisst auch, dass deren Forderungen gestiegen sind. Was meineserachtens gut ist.
Trotz allem wär es mir jedoch auch am liebsten, eine Idealfamilie zu haben.. Ideale jedoch können nicht immer gelebt werden, zum Glück!

LG Frida

ps: Ja, Lena, mein Avatar ist Frida Kahlo's "Die zerbrochene Säule", ein Bildnis nach ihrer Operation, welches ihre Schmerzen illustriert. Für mich ist sie nicht nur eine grosse Künstlerin, sondern eine beeindruckende Frau.

29.03.2008 19.51 | joan |
Frida,

Wenn ich davon ausgehe, dass erst mal beide einander geliebt haben, wer ist dann "Schuld" daran, wenn einer aufhört den anderen zu lieben?

Du meinst, das könne verhindert werden, wenn der eine sich richtig, also liebend, verhält.

Der andere, in diesem Fall du, würde doch nur auf sein ungenügendes Verhalten reagieren.

So einfach ist es aber nicht.

Was hat den Partner denn dazu gebracht, sich negativ zu ändern?

Was gab es zuerst, das Huhn oder das Ei?

Ich gebe nur zu bedenken, dass, wenn meine Liebe für den Partner aus irgend einem Grund verflogen ist, es nicht zwangsläufig bedeutet, dass das umgekehrt auch der Fall ist.

Am Verhalten des Partners läßt sich das meist schwer festmachen.
Es gibt auch Menschen, die trotz dessen recht lieblosen Verhaltens ihren Partner weiter lieben, genau wie es Menschen gibt, die aufhören zu lieben, während ihr Partner gleichbleibend liebevoll ist.

Ich gebe niemandem "Schuld", sondern zu bedenken, dass man nicht davon ausgehen kann, dass der andere genau so fühlt wie man selber, genau so genervt, genau so innerlich mit der Beziehung am Ende ist.

Mir recht es, wenn jemand ehrlich ist, und sich selbst gesteht, dass ER es ist, der einfach nicht mehr will, nicht versucht, dieses Gefühl dem Partner anzulasten - wäre dieser so und so, ja dann würde man ihn auch weiter lieben.


Wenn ICH nicht mehr liebe, dann liebe ich nicht mehr.
Und dann ist es auch das Beste sich zu trennen.
Denn von einem Opfer hat auch der Partner nichts.

30.03.2008 08.23 | KarinRT |
Original von joflo
Tut mir echt leid zu Hören, Usrx!

Kopf hoch, geniesse das "Single"-dasein. Hat auch seine guten Seiten, glaub mir.

Viele Grüße

Was ist gut am "Singledasein"?

30.03.2008 14.02 | joflo |
Das man "frei" ist und tun und lassen kann was man will, das man keinen Streß mit einem Partner hat, nervenschonend etc.

Ok, mit dem RICHTIGEN Partner ist es durchaus besser als ein Singledasein, aber wenn ich mich recht erinnere, hast Du doch mit Deinem Partner immense Probleme? Da kann man "Singleleben" besser geniessen.

Viele Grüße

30.03.2008 14.17 | KarinRT |
Original von joflo
Das man "frei" ist und tun und lassen kann was man will, das man keinen Streß mit einem Partner hat, nervenschonend etc.

Ok, mit dem RICHTIGEN Partner ist es durchaus besser als ein Singledasein, aber wenn ich mich recht erinnere, hast Du doch mit Deinem Partner immense Probleme? Da kann man "Singleleben" besser geniessen.

Viele Grüße

Ich hab Probleme mit meinem Partner, weil ich dachte, wir würden zusammenleben, aber jeder hat sein Singleleben. Wenn ich das
akzeptieren würde gäbe es keinen Stress. Wenn ich 1/2 Jahr
unabgemeldet weg wäre würde es ihm nicht mal auffallen.

30.03.2008 14.19 | joan |
Original von KarinRT
Original von joflo
Das man "frei" ist und tun und lassen kann was man will, das man keinen Streß mit einem Partner hat, nervenschonend etc.

Ok, mit dem RICHTIGEN Partner ist es durchaus besser als ein Singledasein, aber wenn ich mich recht erinnere, hast Du doch mit Deinem Partner immense Probleme? Da kann man "Singleleben" besser geniessen.

Viele Grüße

Ich hab Probleme mit meinem Partner, weil ich dachte, wir würden zusammenleben, aber jeder hat sein Singleleben. Wenn ich das
akzeptieren würde gäbe es keinen Stress. Wenn ich 1/2 Jahr
unabgemeldet weg wäre würde es ihm nicht mal auffallen.

Bist du dir sicher?

30.03.2008 14.22 | albosa |
Original von joan
Original von KarinRT
Original von joflo
Das man "frei" ist und tun und lassen kann was man will, das man keinen Streß mit einem Partner hat, nervenschonend etc.

Ok, mit dem RICHTIGEN Partner ist es durchaus besser als ein Singledasein, aber wenn ich mich recht erinnere, hast Du doch mit Deinem Partner immense Probleme? Da kann man "Singleleben" besser geniessen.

Viele Grüße

Ich hab Probleme mit meinem Partner, weil ich dachte, wir würden zusammenleben, aber jeder hat sein Singleleben. Wenn ich das
akzeptieren würde gäbe es keinen Stress. Wenn ich 1/2 Jahr
unabgemeldet weg wäre würde es ihm nicht mal auffallen.

Bist du dir sicher?

Ach, wie "troll-ig"... dieser Kommentar.

30.03.2008 14.24 | joan |
Original von albosa
Original von joan
Original von KarinRT
Original von joflo
Das man "frei" ist und tun und lassen kann was man will, das man keinen Streß mit einem Partner hat, nervenschonend etc.

Ok, mit dem RICHTIGEN Partner ist es durchaus besser als ein Singledasein, aber wenn ich mich recht erinnere, hast Du doch mit Deinem Partner immense Probleme? Da kann man "Singleleben" besser geniessen.

Viele Grüße

Ich hab Probleme mit meinem Partner, weil ich dachte, wir würden zusammenleben, aber jeder hat sein Singleleben. Wenn ich das
akzeptieren würde gäbe es keinen Stress. Wenn ich 1/2 Jahr
unabgemeldet weg wäre würde es ihm nicht mal auffallen.

Bist du dir sicher?

Ach, wie "troll-ig"... dieser Kommentar.

Trollig?

Inwiefern?

30.03.2008 14.26 | KarinRT |
Original von joan
Original von KarinRT
Original von joflo
Das man "frei" ist und tun und lassen kann was man will, das man keinen Streß mit einem Partner hat, nervenschonend etc.

Ok, mit dem RICHTIGEN Partner ist es durchaus besser als ein Singledasein, aber wenn ich mich recht erinnere, hast Du doch mit Deinem Partner immense Probleme? Da kann man "Singleleben" besser geniessen.

Viele Grüße

Ich hab Probleme mit meinem Partner, weil ich dachte, wir würden zusammenleben, aber jeder hat sein Singleleben. Wenn ich das
akzeptieren würde gäbe es keinen Stress. Wenn ich 1/2 Jahr
unabgemeldet weg wäre würde es ihm nicht mal auffallen.

Bist du dir sicher?

Ja, da bin ich mir sicher.

30.03.2008 14.28 | albosa |
Original von joan


Trollig?

Inwiefern?

Es würde wohl niemand so formulieren, wenn er es nicht "so" meinte.
Du überlässt Dich wieder Deinen "Sinneseindrücken".

30.03.2008 14.28 | joan |
Original von KarinRT
Original von joan
Original von KarinRT
Original von joflo
Das man "frei" ist und tun und lassen kann was man will, das man keinen Streß mit einem Partner hat, nervenschonend etc.

Ok, mit dem RICHTIGEN Partner ist es durchaus besser als ein Singledasein, aber wenn ich mich recht erinnere, hast Du doch mit Deinem Partner immense Probleme? Da kann man "Singleleben" besser geniessen.

Viele Grüße

Ich hab Probleme mit meinem Partner, weil ich dachte, wir würden zusammenleben, aber jeder hat sein Singleleben. Wenn ich das
akzeptieren würde gäbe es keinen Stress. Wenn ich 1/2 Jahr
unabgemeldet weg wäre würde es ihm nicht mal auffallen.

Bist du dir sicher?

Ja, da bin ich mir sicher.

Hmm....hast du sowas schon versucht?

Irgendwo ist das gar nicht unpraktisch.

Du kannst eigentlich nebenher weitersuchen, und ihn rausschubbsen wenn du einen Neuen hast.

Ist mein Ernst, kein Schmäh.

30.03.2008 14.29 | joan |
Original von albosa
Original von joan


Trollig?

Inwiefern?

Es würde wohl niemand so formulieren, wenn er es nicht "so" meinte.
Du überlässt Dich wieder Deinen "Sinneseindrücken".

Meinen kann man Vieles.

Aber ob es auch wirklich so ist?

Dass ein Partner, wie kühl auch immer, nicht merken würde, dass er ein halbes Jahr allein in der Wohnung ist, kann ich mir nicht vorstellen.

Man merkt ja gelegentlich auch, wenn ein Mitarbeiter fehlt....

30.03.2008 14.30 | albosa |
Original von joan



Hmm....hast du sowas schon versucht?

Irgendwo ist das gar nicht unpraktisch.

Du kannst eigentlich nebenher weitersuchen, und ihn rausschubbsen wenn du einen Neuen hast.

Ist mein Ernst, kein Schmäh.


Nebenher wollte sie aber gar nicht.
Also doch Schmäh.

30.03.2008 14.32 | KarinRT |
Original von joan
Original von KarinRT
Original von joan
Original von KarinRT
Original von joflo
Das man "frei" ist und tun und lassen kann was man will, das man keinen Streß mit einem Partner hat, nervenschonend etc.

Ok, mit dem RICHTIGEN Partner ist es durchaus besser als ein Singledasein, aber wenn ich mich recht erinnere, hast Du doch mit Deinem Partner immense Probleme? Da kann man "Singleleben" besser geniessen.

Viele Grüße

Ich hab Probleme mit meinem Partner, weil ich dachte, wir würden zusammenleben, aber jeder hat sein Singleleben. Wenn ich das
akzeptieren würde gäbe es keinen Stress. Wenn ich 1/2 Jahr
unabgemeldet weg wäre würde es ihm nicht mal auffallen.

Bist du dir sicher?

Ja, da bin ich mir sicher.

Hmm....hast du sowas schon versucht?

Irgendwo ist das gar nicht unpraktisch.

Du kannst eigentlich nebenher weitersuchen, und ihn rausschubbsen wenn du einen Neuen hast.

Ist mein Ernst, kein Schmäh.

Ich möchte eigentlich erst mal wieder meine eigene Mitte finden. Wenn ich was suche, dann eine neue Wohnung.

30.03.2008 14.32 | joan |
Original von albosa
Original von joan



Hmm....hast du sowas schon versucht?

Irgendwo ist das gar nicht unpraktisch.

Du kannst eigentlich nebenher weitersuchen, und ihn rausschubbsen wenn du einen Neuen hast.

Ist mein Ernst, kein Schmäh.


Nebenher wollte sie aber gar nicht.
Also doch Schmäh.

Und warum?

Meine Schwester hatte ein ähnliches Problem.

Jetzt ist es gelöst.

30.03.2008 14.34 | joan |
@Karin

Wohnung ist auch nicht schlecht für den Anfang.

30.03.2008 14.35 | Wahala | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Hi

Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich die Einstellung "Entweder es klappt oder es klappt nicht und wenns eben nicht klappt, dann sollte es nicht sein". So wurde die Beziehung dann beendet und ich stand bei der nächsten Beziehung oftmals am gleichen an (zumindest sehr ähnlich).

Mittlerweile denke ich anders darüber. Auch wenn es sehr viele nicht nachvollziehen können, halte ich an der Beziehung fest. Wir haben Probleme und nicht zu knapp und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir da durch müssen und an unserer Beziehung arbeiten sollten, auch wenn "aufgeben" manchmal einfacher wäre.

Ich glaube, dass ich diese Einsicht durch meinen Mann erfahren habe. Für ihn kam und kommt Trennung nicht in Frage. Wenn, dann müsste sie ganz klar von mir ausgehen. Und wenn wir - im schlimmsten Fall - so wie Karin nebeneinander her leben würden. Er würde sich trotzdem nicht trennen.

Wahala

30.03.2008 14.37 | albosa | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von Wahala
Er würde sich trotzdem nicht trennen.

Wahala

Das ist meistens so. Hier wird oft von Direktheit, Konsequenz, Verantwortung gesprochen. Die bleibt dann den Frauen vorbehalten.

30.03.2008 14.38 | KarinRT | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von Wahala
Hi

Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich die Einstellung "Entweder es klappt oder es klappt nicht und wenns eben nicht klappt, dann sollte es nicht sein". So wurde die Beziehung dann beendet und ich stand bei der nächsten Beziehung oftmals am gleichen an (zumindest sehr ähnlich).

Mittlerweile denke ich anders darüber. Auch wenn es sehr viele nicht nachvollziehen können, halte ich an der Beziehung fest. Wir haben Probleme und nicht zu knapp und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir da durch müssen und an unserer Beziehung arbeiten sollten, auch wenn "aufgeben" manchmal einfacher wäre.

Ich glaube, dass ich diese Einsicht durch meinen Mann erfahren habe. Für ihn kam und kommt Trennung nicht in Frage. Wenn, dann müsste sie ganz klar von mir ausgehen. Und wenn wir - im schlimmsten Fall - so wie Karin nebeneinander her leben würden. Er würde sich trotzdem nicht trennen.

Wahala

Der Ansicht ist mein Mann auch, lieber so leben wie sich trennen. Nur, was ist der Sinn? Bei unverheirateten Paaren ist das was ganz anderes, meint er, da hat Mann/Frau das Recht aufzugeben. In Afrika würde eine Frau niemals eine schlechte Beziehung führen, aber eine schlechte Ehe.

30.03.2008 14.41 | joan | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von albosa
Original von Wahala
Er würde sich trotzdem nicht trennen.

Wahala

Das ist meistens so. Hier wird oft von Direktheit, Konsequenz, Verantwortung gesprochen. Die bleibt dann den Frauen vorbehalten.

DAS sehe ich nicht so.

Meist ist es der Mann, der eine Beziehung beendet, die Frau, die daran hängt.

Das geht soweit, dass einer eine Beziehung aufrechterhält, wenn die Frau sich schon trenne will, nur um sie selber zu beenden.

Es ist einfacher, sich aktiv zu trennen, als abgestreift zu werden.

30.03.2008 14.42 | joan | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von KarinRT
Original von Wahala
Hi

Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich die Einstellung "Entweder es klappt oder es klappt nicht und wenns eben nicht klappt, dann sollte es nicht sein". So wurde die Beziehung dann beendet und ich stand bei der nächsten Beziehung oftmals am gleichen an (zumindest sehr ähnlich).

Mittlerweile denke ich anders darüber. Auch wenn es sehr viele nicht nachvollziehen können, halte ich an der Beziehung fest. Wir haben Probleme und nicht zu knapp und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir da durch müssen und an unserer Beziehung arbeiten sollten, auch wenn "aufgeben" manchmal einfacher wäre.

Ich glaube, dass ich diese Einsicht durch meinen Mann erfahren habe. Für ihn kam und kommt Trennung nicht in Frage. Wenn, dann müsste sie ganz klar von mir ausgehen. Und wenn wir - im schlimmsten Fall - so wie Karin nebeneinander her leben würden. Er würde sich trotzdem nicht trennen.

Wahala

Der Ansicht ist mein Mann auch, lieber so leben wie sich trennen. Nur, was ist der Sinn? Bei unverheirateten Paaren ist das was ganz anderes, meint er, da hat Mann/Frau das Recht aufzugeben. In Afrika würde eine Frau niemals eine schlechte Beziehung führen, aber eine schlechte Ehe.

Das ist hier nicht anders.

30.03.2008 14.47 | KarinRT | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von joan
Original von KarinRT
Original von Wahala
Hi

Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich die Einstellung "Entweder es klappt oder es klappt nicht und wenns eben nicht klappt, dann sollte es nicht sein". So wurde die Beziehung dann beendet und ich stand bei der nächsten Beziehung oftmals am gleichen an (zumindest sehr ähnlich).

Mittlerweile denke ich anders darüber. Auch wenn es sehr viele nicht nachvollziehen können, halte ich an der Beziehung fest. Wir haben Probleme und nicht zu knapp und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir da durch müssen und an unserer Beziehung arbeiten sollten, auch wenn "aufgeben" manchmal einfacher wäre.

Ich glaube, dass ich diese Einsicht durch meinen Mann erfahren habe. Für ihn kam und kommt Trennung nicht in Frage. Wenn, dann müsste sie ganz klar von mir ausgehen. Und wenn wir - im schlimmsten Fall - so wie Karin nebeneinander her leben würden. Er würde sich trotzdem nicht trennen.

Wahala

Der Ansicht ist mein Mann auch, lieber so leben wie sich trennen. Nur, was ist der Sinn? Bei unverheirateten Paaren ist das was ganz anderes, meint er, da hat Mann/Frau das Recht aufzugeben. In Afrika würde eine Frau niemals eine schlechte Beziehung führen, aber eine schlechte Ehe.

Das ist hier nicht anders.

War vorher noch nie verheiratet, kann es nicht beurteilen. Ich sehe keinen Unterschied zu einer schlechten Beziehung und einer schlechten Ehe, wenn es nicht funktioniert dann kapituliert man.

30.03.2008 14.56 | joan | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von KarinRT
Original von joan
Original von KarinRT
Original von Wahala
Hi

Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, hatte ich die Einstellung "Entweder es klappt oder es klappt nicht und wenns eben nicht klappt, dann sollte es nicht sein". So wurde die Beziehung dann beendet und ich stand bei der nächsten Beziehung oftmals am gleichen an (zumindest sehr ähnlich).

Mittlerweile denke ich anders darüber. Auch wenn es sehr viele nicht nachvollziehen können, halte ich an der Beziehung fest. Wir haben Probleme und nicht zu knapp und trotzdem bin ich der Meinung, dass wir da durch müssen und an unserer Beziehung arbeiten sollten, auch wenn "aufgeben" manchmal einfacher wäre.

Ich glaube, dass ich diese Einsicht durch meinen Mann erfahren habe. Für ihn kam und kommt Trennung nicht in Frage. Wenn, dann müsste sie ganz klar von mir ausgehen. Und wenn wir - im schlimmsten Fall - so wie Karin nebeneinander her leben würden. Er würde sich trotzdem nicht trennen.

Wahala

Der Ansicht ist mein Mann auch, lieber so leben wie sich trennen. Nur, was ist der Sinn? Bei unverheirateten Paaren ist das was ganz anderes, meint er, da hat Mann/Frau das Recht aufzugeben. In Afrika würde eine Frau niemals eine schlechte Beziehung führen, aber eine schlechte Ehe.

Das ist hier nicht anders.

War vorher noch nie verheiratet, kann es nicht beurteilen. Ich sehe keinen Unterschied zu einer schlechten Beziehung und einer schlechten Ehe, wenn es nicht funktioniert dann kapituliert man.

Ich sehe da auch wenig Unterschied.
Nur kapituliere ich nicht leicht, bin sehr anhänglich, wenn ich einmal jemanden ins Herz geschlossen habe.

Manchmal erweist sich das als Fehler.
(Da gibt es schon Menschen, die sich wünschen, mir niemals die Freundschaft angeboten zu haben....:( )

30.03.2008 15.04 | KarinRT | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von joan

Ich sehe da auch wenig Unterschied.
Nur kapituliere ich nicht leicht, bin sehr anhänglich, wenn ich einmal jemanden ins Herz geschlossen habe.

Manchmal erweist sich das als Fehler.
(Da gibt es schon Menschen, die sich wünschen, mir niemals die Freundschaft angeboten zu haben....:( )

Ist doch schön, dass man beständig ist.

30.03.2008 15.13 | joan | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von KarinRT
Original von joan

Ich sehe da auch wenig Unterschied.
Nur kapituliere ich nicht leicht, bin sehr anhänglich, wenn ich einmal jemanden ins Herz geschlossen habe.

Manchmal erweist sich das als Fehler.
(Da gibt es schon Menschen, die sich wünschen, mir niemals die Freundschaft angeboten zu haben....:( )

Ist doch schön, dass man beständig ist.

Es ist nicht unbedingt schön.
Wenn einen jemand wieder lossein möchte, dann kann man sich den nicht einfach aus dem Herzen reißen.

Ich denke, man hat es leichter, wenn man da "flexibler" ist.

30.03.2008 15.23 | KarinRT | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von joan
Original von KarinRT
Original von joan

Ich sehe da auch wenig Unterschied.
Nur kapituliere ich nicht leicht, bin sehr anhänglich, wenn ich einmal jemanden ins Herz geschlossen habe.

Manchmal erweist sich das als Fehler.
(Da gibt es schon Menschen, die sich wünschen, mir niemals die Freundschaft angeboten zu haben....:( )

Ist doch schön, dass man beständig ist.

Es ist nicht unbedingt schön.
Wenn einen jemand wieder lossein möchte, dann kann man sich den nicht einfach aus dem Herzen reißen.

Ich denke, man hat es leichter, wenn man da "flexibler" ist.

Ich hab nach meiner letzten Beziehung Jahre gebraucht, bis ich wieder die "Mitte" fand, obwohl ich gegangen bin. Ich brauche Ewigkeiten überhaupt jemanden zu vertrauen und Ewigkeiten jemanden zu vergessen, wenn überhaupt möglich.

30.03.2008 15.56 | joan | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von KarinRT
Original von joan
Original von KarinRT
Original von joan

Ich sehe da auch wenig Unterschied.
Nur kapituliere ich nicht leicht, bin sehr anhänglich, wenn ich einmal jemanden ins Herz geschlossen habe.

Manchmal erweist sich das als Fehler.
(Da gibt es schon Menschen, die sich wünschen, mir niemals die Freundschaft angeboten zu haben....:( )

Ist doch schön, dass man beständig ist.

Es ist nicht unbedingt schön.
Wenn einen jemand wieder lossein möchte, dann kann man sich den nicht einfach aus dem Herzen reißen.

Ich denke, man hat es leichter, wenn man da "flexibler" ist.

Ich hab nach meiner letzten Beziehung Jahre gebraucht, bis ich wieder die "Mitte" fand, obwohl ich gegangen bin. Ich brauche Ewigkeiten überhaupt jemanden zu vertrauen und Ewigkeiten jemanden zu vergessen, wenn überhaupt möglich.

:umarm:

30.03.2008 20.32 | kalamity |
Original von KarinRT
Was ist gut am "Singledasein"?

Was ist schlecht dran, Single zu sein?

Jede Lebensform hat Vor- und Nachteile.

30.03.2008 20.35 | kalamity | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von albosa
Original von Wahala
Er würde sich trotzdem nicht trennen.

Wahala

Das ist meistens so. Hier wird oft von Direktheit, Konsequenz, Verantwortung gesprochen. Die bleibt dann den Frauen vorbehalten.

Schließe mich an.

Sind ja nicht selten die Fälle, wo der Mann nach der Trennung sagt: Ich verstehe nicht, was in meine Frau gefahren ist, wir haben doch so schön friedlich (nebeneinander her) gelebt.

Ich glaube, Frauen erwarten von Beziehung ein wenig mehr als Männer - so übern Daumen gepeilt pauschaliert *gg*.

30.03.2008 20.37 | kalamity | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Original von KarinRT
In Afrika würde eine Frau niemals eine schlechte Beziehung führen, aber eine schlechte Ehe.

Tja, das sagt eine Menge drüber aus, welche Einstellung dein Mann zu Frauen hat - und vermutlich auch darüber, dass es in Afrika für eine Frau vielleicht aus irgendwelchen Gründen wichtig sein könnte, offizielle "Mrs. xy" zu sein.

Samma ehrlich, auf sowas legt eine Europäerin höchstens Wert, wenn Mr. Xy so richtig Kohle und eine gesellschaftliche Stellung hat, von der sie profitieren kann.

30.03.2008 20.51 | Wahala | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Hi

Wären wir nicht verheiratet, hätte ich mich wohl schon mehrmals getrennt :whistle:

Wahala

30.03.2008 21.42 | kalamity | RE: Ehe - zu welchem Preis?
Mh, für mich macht es keinen Unterschied, ob ich verheiratet bin oder nicht - wenn es mir reicht, reicht es mir.

Der Unterschied liegt dann nicht im OB oder WANN sondern im WIE - eine Scheidung ist halt auch staatlicherseits ein wenig mehr Krampf als eine schlichte Trennung von zwei Nichtverheirateten.

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