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Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
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| 22.03.2008 19.55 | Muyiwa | |
Original von KarinRT
Ihm ist es im grunde egal wenn ich die Verbindung löse. Er zieht nicht aus. Fertig. Weil ich den Druck nicht aushalte versuche ich wieder mit ihm auszukommen. Ist immer das gleiche Spiel. Er weiß auch, dass ich ihn nicht fertig machen will. Ich kann aus moralischen Gründen nicht jetzt die Scheidung einreichen. Sein Bruder sagte, dass ich erst mal nach Nigeria kommen soll, um zu sehen wer ich wirklich bin. Er ist an seinen Bruder gebunden, ich an ihm.
Ich war beim Anwalt, er klärte mich über die rechtlichen Sachen auf. Was ich draus mache ist meine Sache. Ich hab auch Angst, wenn ich jetzt handeln würde, dass das Ausländeramt mir in den Rücken fällt mit Scheinehe und Riesengeldbeträge. Mir sind die Hände gebunden.
Hallo Karin,
zunächst einmal möchte ich Dir sagen, dass es mir für Euch sehr leid tut, dass es offenbar mit Euch beiden nicht klappt. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, wo er noch in Norwegen war und ich somit die Anfänge Eurer Beziehung teilweise miterleben durfte.
Wegen der Scheinehe würde ich mir keine Gedanken machen. Du hast diese Ehe geschlossen, um mit diesem Mann zusammenzuleben und Dein Leben mit ihm zu teilen. Ich unterstelle mal, dass dies auch sein Wunsch war. Und somit liegt schlicht und ergreifend keine Scheinehe vor.
Dass sich im Zusammenleben dann herausgestellt hat, dass Ihr beide offenbar völlig unterschiedliche Bedürfnisse habt, da kann ja keiner was dafür.
Ich an Deiner Stelle wäre wohl auch so nett, ihm die Zukunft nicht kaputt zu machen und würde wahrscheinlich noch so lange mit ihm nebeneinander her zusammenleben, bis er seine Niederlassungserlaubnis in der Tasche hat.
Hatte er nicht mal darüber nachgedacht, nach London zu gehen? Dann lass ihn das doch jetzt tun (nur ein Vorschlag).
Es kann gut sein, dass er Dich tatsächlich liebt (wie sein Bruder sagt). Ich sage immer wieder: Liebe alleine reicht für eine Beziehung nicht aus. Und vor allem kann Liebe auch vergehen.
Was ich nicht so ganz verstehe, warum sein Bruder meint, Du solltest mal nach Nigeria reisen, um Dich selber besser kennenzulernen. Ich würde es verstehen, wenn er dies vorschlägt, um Deinen Mann besser kennenzulernen.
Für mich war es eine wichtige und interessante Erfahrung mit meinem Mann nach Nigeria zu reisen. Ich habe dort vieles erlebt und gesehen, was mir hilft, ihn besser zu verstehen. Allerdings habe ich nie das Problem gehabt, dass wir nebeneinander her gelebt haben und dass ich nicht an seinem Leben teilnehmen durfte. Ich denke, das würde ich auch nicht akzeptieren können.
Jeder Mensch hat unterschiedliche Befürfnisse und in einer Beziehung finde ich es sehr hilfreich, wenn die Bedürfnisse der beiden Parteien kompatibel sind. |
| 22.03.2008 19.58 | kalamity | RE: @Kalamity |
Original von joan
Also ein "Mädel" ist Karin nicht mehr...
ER erpresst sie, wenn SIE ihn nicht mehr haben will?
Womit erpresst er sie denn?
Falls es Karin stört, wenn ich sie Mädel genannt habe - karin, bitte verzeih mir, das ist mein üblicher Wortschatz, so nenne ich auch meine Freundin, und die ist über 60.... war nicht böse gemeint.
Zur lieben joan: Er WEISS, dass es ihr WICHTIG ist, dass er seine Papiere bekommt, dass sie ein harmoniebedürftiger Mensch ist,... und er NUTZT das halt (nenn es Manipulation, schimpf es Erpressung,...).
Erinnert mich an die Geschichte, die mein Ex immer erzählt hat aus seiner Jugend: Er und seine drei Brüder schliefen in einem Zimmer, sie legen sich gerade hin, da rennt eine Maus von einer Ecke zur anderen. Mein Ex war die ganze Nacht munter, weil er die Maus erwischen WOLLTE, weil er nicht schlafen KONNTE, die Brüder haben gepennt (malesh). Ich hab den einen Bruder gefragt, ob es ihn den nicht stört, wenn er weiß, da ist eine Maus im Zimmer - ich mein, es gibt Leute, denen wär die Maus schlicht ein willkommenes Haustier. Seine Antwort: Klar hat mich das gestört, aber ich wußte genau, dass es mich nie so stören kann wie es ihn stört - ich brauchte nur drauf zu setzen, dass er die Maus fängt....
So isses in dem Fall auch - der Mann weiß, dass es ihr jede Menge bedeutet, ihm den A***llerwertesten zu retten (vor was auch immer) - also braucht er erst gar nicht versuchen, die Hand, die ihn füttert, nicht zu beißen....
Wäre ich mit einem Zeugen Jehovas verheiratet, der sich nun mal aus religionsrechtlichen Gründen nicht scheiden lassen wird, muss ich mir dann auch nur ansatzweise Mühe geben, eine Beziehung zu führen, mich einzubringen, wenn es mir ums reine Versorgtsein ginge?
Ich mein mal: Nö. Da bin ich ganz pragmatisch. |
| 22.03.2008 20.02 | KarinRT | |
Original von albosa
Original von KarinRT
Ihm ist es im grunde egal wenn ich die Verbindung löse. Er zieht nicht aus. Fertig. Weil ich den Druck nicht aushalte versuche ich wieder mit ihm auszukommen. Ist immer das gleiche Spiel. Er weiß auch, dass ich ihn nicht fertig machen will. Ich kann aus moralischen Gründen nicht jetzt die Scheidung einreichen. Sein Bruder sagte, dass ich erst mal nach Nigeria kommen soll, um zu sehen wer ich wirklich bin. Er ist an seinen Bruder gebunden, ich an ihm.
Ich war beim Anwalt, er klärte mich über die rechtlichen Sachen auf. Was ich draus mache ist meine Sache. Ich hab auch Angst, wenn ich jetzt handeln würde, dass das Ausländeramt mir in den Rücken fällt mit Scheinehe und Riesengeldbeträge. Mir sind die Hände gebunden.
Wenn es ihm egal ist, dass Du die Verbindung löst, Du sicher sein kannst,
dass er nicht nur pokert, dann kannst Du davon ausgehen, dass er schon eine "andere Lösung" hat.
Wieso zieht er nicht aus? Habt Ihr den Mietvertrag beide unterschrieben?
Man kann auch in einer Wohnung "getrennt" leben, muss das aber rechtsverbindlich erklären.
Was willst Du von ihm? Warum kann er immer damit rechnen, dass Du das tust, was er möchte? Warum meint er, Du kannst keinen Druck aushalten?
Was für "moralische Gründe" hast Du, oder denkst, sie zu haben, dass Du jetzt nicht die Scheidung einreichen kannst?
Bist Du in der Garantenstellung für das Bleiberecht?
Es gibt keine Scheinehen. Oder hast Du Geld genommen als Du ihn geheiratet hattest? Nur wer eine Ehe unter der "Schlepperbedingung" eingeht, kann wegen "Scheinehe" belangt werden.
Außerdem, ein solcher Vorwurf kann auch nach Erteilung der eigenständigen Aufenthaltsgenehmigung vom ehemaligen Partner kommen:
Aus Rache, dass nicht alles so gelaufen ist, wie "man" sich das vorgestellt hatte, weil man etwas über Scheinehen weiß, mal ausprobieren möchte,
wie "so etwas funktioniert"...
Wenn Du die Ehezeit abwarten möchtest, treffe bindende Absprachen mit ihm. Es kann nicht sein, dass Du dich durch den Rest der Ehezeit trauern musst - nur, damit der Mann Aufenthalt bekommt.
Kein Wunder, dass "solchen" Ehen - vor allem behördlicherseits - mit Misstrauen begegnet wird. Die Frauen tragen zu "Entwertungen" bei, wenn sie sich durch "unzumutbare" Ehezeiten schleppen, damit der Mann Aufenthalt bekommt, später nicht schlecht über sie redet...
Das ist das Problem, er meint, er müsse bei mir bleiben. Ich meine, dass ich es aushalten muss. Keine Anhnung woher das kommt. Ich von meiner Seite dachte, es wäre für die Ewigkeit. Er wohl auch. Dass nun aber jeder in ein andere Richtung geht hat niemand gewußt. Ich denke schon, dass jeder für sich versucht das Beste draus zu machen. Ich glaube auch nicht, dass er böse ist. Ich hab mir dieses Jahr als Frist gesetzt. Da es aber überhaupt nicht so aussieht, dass sich was ändert hat ich gesagt, ich gebe auf, was ja so ist. Ich schreibe hier und er guckt TV.
Mach mal Absprachen mit einem Dickkopf!
Seine Reaktion heute, ob ich nen Mann suche. Ich hab genug von Männern.... |
| 22.03.2008 20.08 | mimaj | |
Original von KarinRT
Ihm ist es im grunde egal wenn ich die Verbindung löse. Er zieht nicht aus. Fertig. Weil ich den Druck nicht aushalte versuche ich wieder mit ihm auszukommen. Ist immer das gleiche Spiel. Er weiß auch, dass ich ihn nicht fertig machen will. Ich kann aus moralischen Gründen nicht jetzt die Scheidung einreichen. Sein Bruder sagte, dass ich erst mal nach Nigeria kommen soll, um zu sehen wer ich wirklich bin. Er ist an seinen Bruder gebunden, ich an ihm.
Ich war beim Anwalt, er klärte mich über die rechtlichen Sachen auf. Was ich draus mache ist meine Sache. Ich hab auch Angst, wenn ich jetzt handeln würde, dass das Ausländeramt mir in den Rücken fällt mit Scheinehe und Riesengeldbeträge. Mir sind die Hände gebunden.
Wie wärs wenn du ausziehst? Sorry, aber er nutzt dich aus und du machst dir noch Sorgen um ihn?
Früher habe ich auch mal so gedacht, aber heute .....
Schick ihn in die Wüste und hör auf seine Probleme zu deinen zu machen, denn ancheinend hat er ja auch herzlich wenig verständnis für deine, oder habe da was falsch verstanden?
LG
Mimaj |
| 22.03.2008 20.13 | joan | RE: @Kalamity |
Es ist Erpressung, wenn er nicht dauernd tut, was sie will?
Machst du denn immer, was dein Partner will?
Gerade du, sie immer so sehr auf Selbstständigkeit bedacht ist, meint nun, es wäre normal, sich dauernd nach den Wünschen des Partner zu richten.
Sie KANN sich doch scheiden lassen.
Mit ihrer eigenen Moral erpresst sie sich doch selber, nicht er sie.
SIE sagt, wenn er nicht wunschgemäß funktioniert, dann soll er gehen.
Und ER erpresst?
Das ist dann eine "pragmatische" Partnerschaft - der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.
Verfügt man so über Menschen?
Hatte er vor ihr kein Leben?
Kann er dahin jetzt nahtlos zurück? |
| 22.03.2008 20.14 | joan | |
Karin,
WAS musst du denn aushalten? |
| 22.03.2008 20.16 | albosa | RE: @Kalamity |
Original von joan
Kann er dahin jetzt nahtlos zurück?
Ja. |
| 22.03.2008 20.20 | albosa | RE: @Kalamity |
Original von joan
SIE sagt, wenn er nicht wunschgemäß funktioniert, dann soll er gehen.
Sie hat das hier nicht mal angedeutet. Ich wüsste gerne, was Du dir unter
"wunschgemäß dauerndfunktionieren vorstellst?
Sie sagte, sie leidet unter seinem Desinteresse. Leiden und Desinteresse des Partners - wie kann das "dauernd" ertragen werden? |
| 22.03.2008 20.26 | sunnyibo | |
Original von mimaj
Sorry, aber er nutzt dich aus und du machst dir noch Sorgen um ihn?
Warum nutzt er sie denn aus?
Er geht arbeiten - lebt also nicht auf ihre Kosten. |
| 22.03.2008 20.35 | sunnyibo | |
Original von babylove241
und wenn Ihr nur wie Du sagst selten Sex habt...dann wird er sich den so hart wies klingt wohl schon woanders holen.
dann muß Frau ja davon ausgehen, daß der Liebste wenn er
mal 3,4 oder mehr Wochen in Nigeria auf Heimaturlaub,
oder im Ausland zum Studium ist,
automatisch auch "woanders holt" ?!?! 8o |
| 22.03.2008 20.43 | sunnyibo | |
Original von KarinRT
Ich schreibe hier und er guckt TV.
was mich mal interessieren würde:
ist DAS ein großes Problem für Dich?
oder eben nur so wie: viele Kleinigkeiten machen ein Großes?
Ich GENIESSE meine Freizeit (Freiheit!),
egal ob vor dem PC, mit einem Buch, in der Wanne, mal ums Haus rum, mal einfach nur so mit der Decke und 'nem Kaffee auf der Couch...
und FREUE MICH, daß ich NICHT mit meinem Schatz permanent CNN, Eurosport u.ä. schauen muß!!! |
| 22.03.2008 20.52 | KarinRT | |
Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, immer irgendwie in Kontakt mit ihm treten zu müssen, ansonsten wäre totale Stille. Ok, nicht immer reden ist gut.
Wir schaffen es, ein Woche mit "hallo", "bye" und küsschen auszukommen.
Der eine geht, der andere kommt. Mal kurz ne runde Sex ohne Worte, warum auch? An WE macht jeder sein Ding. Ich gehe noch nebenher Putzen, dann Einkaufen, dann zuhause schnell etwas sauber machen, dann kochen, dann aufräumen, geht alles ohne Worte. Er macht am PC seine Sportwetten, geht ins Wettbüro oder sonst wohin. Ohne Worte. Oder ich geh zu meiner Freundin, ohne Worte. Abends Fernsehen, ohne Worte. Meistens sitzt er ja am PC, heute ich, ohne Worte. Jeder macht sein eigenes Ding.
Super. |
| 22.03.2008 20.57 | sunnyibo | |
Original von KarinRT
Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, immer irgendwie in Kontakt mit ihm treten zu müssen, ansonsten wäre totale Stille. Ok, nicht immer reden ist gut.
Wir schaffen es, ein Woche mit "hallo", "bye" und küsschen auszukommen.
Der eine geht, der andere kommt. Mal kurz ne runde Sex ohne Worte, warum auch? An WE macht jeder sein Ding. Ich gehe noch nebenher Putzen, dann Einkaufen, dann zuhause schnell etwas sauber machen, dann kochen, dann aufräumen, geht alles ohne Worte. Er macht am PC seine Sportwetten, geht ins Wettbüro oder sonst wohin. Ohne Worte. Oder ich geh zu meiner Freundin, ohne Worte. Abends Fernsehen, ohne Worte. Meistens sitzt er ja am PC, heute ich, ohne Worte. Jeder macht sein eigenes Ding.
Super.
naja, so würde ich mir traute Zweisamkeit natürlich auch nicht vorstellen!
Wie wäre es denn, WENN DU mal NICHT versuchen würdest immer irgendwie mit ihm Kontakt aufzunehmen???
Schweige doch einfach auch mal, geh weg ohne zu sagen wohin etc.
MEIST (be-)merkt man erst (wieder) was, wenn etwas plötzlich anders ist als normal, wie gewohnt!!! |
| 22.03.2008 21.00 | okwukwe | |
Mal ganz unabhängig vom Sex, glaube ich ja, dass wenn man mi sich selbst einigermaßen zufrieden ist, kann man schier mit jedem der einem lieb und sympatisch ist, eine gute Beziehung haben.
Er hat nie einen Rosengarten versprochen.Er wollte mit dir essen, leben, schlafen.
Warum kann er denn nicht einfach sein Leben leben, auch wenn er mit dir verheiratet ist???????
Vielleicht sind ihm deine Vorschläge einfach grad mal zu viel.
Er ist nicht mal 2 Jahre hier.
Kannst du ihm nicht noch ein bisschen Zeit geben sich zurecht zu finden?
Kann er denn überhaupt selbst bestimmen, in welchem Tempo er was macht, wenn ständig Vorschläge kommen.
Hat er die Möglichkeit das Seine hier zu finden, um sich dann auch entscheiden zu können, was er mit dir teilen will?
Wenn ich mir überlege, in ein fremdes Land zu kommen, viele Eindrücke verarbeiten zu wollen, all das Neue zu lernen, könnte es mir Angst machen, wenn Vorschläge kommen, die ich als Ansprüche interpretiere.
Du sagst, wenn du ihm sagst, wie es dir geht, wird er wütend.
Bist du sehr in Vorwurfshalltung und sprichst entsprechend mit ihm?
Dann würde ich auch wütend werden, denn ich hätte das Gefühl, ich genüge sowieso nicht. |
| 22.03.2008 21.07 | albosa | |
Original von okwukwe
Dann würde ich auch wütend werden, denn ich hätte das Gefühl, ich genüge sowieso nicht.
Der Mann hat erkannt, daß ihm seine gefühlsmäßige Verweigerung ein starkes Druck- und Machtmittel der Frau gegenüber in die Hand gibt.
Das bringt sie dazu, ihn noch öfter anzusprechen. Dann hat er noch öfter
Grund, nicht zu reden.
Durch Wütendsein, weiterer Verweigerung, etc. kann man diesen Teufelskreis
nicht durchbrechen.
Beide sind da aufgefordert, sich aufeinander zuzubewegen. Du siehst ja,
zu was das Ansprechen, das aus hier nicht klärbaren Gründen nicht gewünscht wird, führte. |
| 22.03.2008 22.08 | joan | RE: @Kalamity |
Original von albosa
Original von joan
Kann er dahin jetzt nahtlos zurück?
Ja.
Woher willst du das denn wissen?
Ich glaube nicht, dass irgendwer jemals nahtlos dorthin zurück kann wo er einmal eine Weiche umgestellt hat. |
| 22.03.2008 22.16 | joan | RE: @Kalamity |
Original von albosa
Original von joan
SIE sagt, wenn er nicht wunschgemäß funktioniert, dann soll er gehen.
Sie hat das hier nicht mal angedeutet. Ich wüsste gerne, was Du dir unter
"wunschgemäß dauerndfunktionieren vorstellst?
Sie sagte, sie leidet unter seinem Desinteresse. Leiden und Desinteresse des Partners - wie kann das "dauernd" ertragen werden?
SIE leidet an seinem Desinteresse, sie leidet daran, dass er ihre Hobbies nicht teilt, dass er sich nur unwillig nach ihren Plänen richtet.
SIE leidet, weil er, trotzdem er ein netter Mann ist, nicht der Mann ist, der mit ihr sein Leben TEILT.
WAS, Albosa, ist DESINTERESSE?
Wenn jemand nicht gern spazieren geht, dann ist das Desinteresse, weil es der Partner gern tut?
Ist es Desinteresse, wenn er nicht der Arbeit nachgeht, die der Partner für gut findet?
Wenn jemand nicht gern immerzu was unternimmt, dann zeugt das von DESINTERESSE?
Dass an einem solchen Druck jede Partnerschaft scheitern MUSS ist doch logisch.
Was erträgt sie denn?
Dass er da ist, sich von sich aus NICHT trennen möchte, dass er nett ist, aber sich von ihr immer mehr zurückzieht?
Wer würde das denn nicht, unter diesen Umständen? |
| 22.03.2008 22.27 | joan | |
Original von KarinRT
Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, immer irgendwie in Kontakt mit ihm treten zu müssen, ansonsten wäre totale Stille. Ok, nicht immer reden ist gut.
Wir schaffen es, ein Woche mit "hallo", "bye" und küsschen auszukommen.
Der eine geht, der andere kommt. Mal kurz ne runde Sex ohne Worte, warum auch? An WE macht jeder sein Ding. Ich gehe noch nebenher Putzen, dann Einkaufen, dann zuhause schnell etwas sauber machen, dann kochen, dann aufräumen, geht alles ohne Worte. Er macht am PC seine Sportwetten, geht ins Wettbüro oder sonst wohin. Ohne Worte. Oder ich geh zu meiner Freundin, ohne Worte. Abends Fernsehen, ohne Worte. Meistens sitzt er ja am PC, heute ich, ohne Worte. Jeder macht sein eigenes Ding.
Super.
Super ist was anderes.
Aber ist das ein Scheidungsgrund?
Wenn DU ihn nicht loshaben wollen würdest, dann wäre das eine Krise, etwas, woran man arbeiten kann.
Wenn er dir zuhören soll, dann musst du umgekehrt auch ihm zuhören, dann müsst ihr auf einen gemeinsame Nenner kommen.
Vielleicht ist Funkstille, weil jedes Wort ein anderes auslöst, weil es eine Lawine auslöst, sobald ihr zu reden anfangt. Hier könnte man ansetzen.
Nur, soweit ich das sehe, willst du ihn einfach nur loswerden, hast aber ein schlechtes Gewissen, weil er nichts Schlimmes getan hat.
Man kann sich jemandes, dessen man überdrüssig geworden ist, nicht sauber entledigen.
Menschen sind kein Spielzeug.
Wenn du es trotzdem tust, dann ist es eben das was es ist, ein ungerechter Rauswurf.
Sowas geschieht jeden Tag. Er wird es überleben. |
| 22.03.2008 22.28 | chris | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von joan
Original von KarinRT
Der Vater der Kinder hat mit 30 studiert. Hat heute eine schlecht bezahlte Stelle. Ich habe keinen Kontakt von ihm, aber die Kinder (25 u. 21 J.). Er macht mich für sein jetziges Leben verantwortlich. Wir sind seit 1992 getrennt.
So was Ähnliches habe ich vermutet.
Du solltest wirklich mal versuchen, dich weniger auf deinen Partner zu konzentrieren.
Du schreibst doch, er sei nett.
Also warum sich trennen?
Denk doch einmal nicht drüber nach ob das was er macht richtig oder falsch ist, korrigier nicht rum, verplane ihn nicht - und kauf dir ein Pferd...;)
Also, öhm, ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber wo ist denn der Sinn einer Beziehung oder Ehe, wenn man trotzdem alles alleine macht? Wozu habe ich denn einen Freund oder Mann, wenn wir nichts gemeinsames teilen? Mit Freunden weggehen, Party machen, mit Freunden in den Urlaub, weil der Mann zu keiner gemeinsamen Unternehmung Bock hat, wo ist da der Unterschied zum Single-Leben? Ich verstehe Karin da total, so verschwendet man doch bloß sein Leben. Wer weiß, wen man stattdessen treffen könnte? Warum sollte man sich immer mit allem so zufrieden geben? Sie scheint ja eindeutig die zu sein, die versucht, der Beziehung Leben einzuhauchen, zumindest verstehe ich das so. Was machen mit einem alten faulen Sack (pardon), der sich nicht dreht? Ich würde auch die Beine in die Hand nehmen, solange ich noch keine 80 bin. |
| 22.03.2008 22.40 | joan | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von chris
Original von joan
Original von KarinRT
Der Vater der Kinder hat mit 30 studiert. Hat heute eine schlecht bezahlte Stelle. Ich habe keinen Kontakt von ihm, aber die Kinder (25 u. 21 J.). Er macht mich für sein jetziges Leben verantwortlich. Wir sind seit 1992 getrennt.
So was Ähnliches habe ich vermutet.
Du solltest wirklich mal versuchen, dich weniger auf deinen Partner zu konzentrieren.
Du schreibst doch, er sei nett.
Also warum sich trennen?
Denk doch einmal nicht drüber nach ob das was er macht richtig oder falsch ist, korrigier nicht rum, verplane ihn nicht - und kauf dir ein Pferd...;)
Also, öhm, ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber wo ist denn der Sinn einer Beziehung oder Ehe, wenn man trotzdem alles alleine macht? Wozu habe ich denn einen Freund oder Mann, wenn wir nichts gemeinsames teilen? Mit Freunden weggehen, Party machen, mit Freunden in den Urlaub, weil der Mann zu keiner gemeinsamen Unternehmung Bock hat, wo ist da der Unterschied zum Single-Leben? Ich verstehe Karin da total, so verschwendet man doch bloß sein Leben. Wer weiß, wen man stattdessen treffen könnte? Warum sollte man sich immer mit allem so zufrieden geben? Sie scheint ja eindeutig die zu sein, die versucht, der Beziehung Leben einzuhauchen, zumindest verstehe ich das so. Was machen mit einem alten faulen Sack (pardon), der sich nicht dreht? Ich würde auch die Beine in die Hand nehmen, solange ich noch keine 80 bin.
Chris,
Das steht ihr ja frei.
Das muss sie selbst entscheiden.
Man kann dann aber nicht von einer Schuld des Mannes sprechen oder gar von Erpressung.
Im Übrigen meine ich nicht, dass sie der Beziehung Leben einhaucht sondern dass sie sie abwürgt.
Wiederbelebungsversuche am gesunden Objekt sind gefährlich. |
| 22.03.2008 22.48 | chris | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von joan
Original von chris
Original von joan
Original von KarinRT
Der Vater der Kinder hat mit 30 studiert. Hat heute eine schlecht bezahlte Stelle. Ich habe keinen Kontakt von ihm, aber die Kinder (25 u. 21 J.). Er macht mich für sein jetziges Leben verantwortlich. Wir sind seit 1992 getrennt.
So was Ähnliches habe ich vermutet.
Du solltest wirklich mal versuchen, dich weniger auf deinen Partner zu konzentrieren.
Du schreibst doch, er sei nett.
Also warum sich trennen?
Denk doch einmal nicht drüber nach ob das was er macht richtig oder falsch ist, korrigier nicht rum, verplane ihn nicht - und kauf dir ein Pferd...;)
Also, öhm, ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber wo ist denn der Sinn einer Beziehung oder Ehe, wenn man trotzdem alles alleine macht? Wozu habe ich denn einen Freund oder Mann, wenn wir nichts gemeinsames teilen? Mit Freunden weggehen, Party machen, mit Freunden in den Urlaub, weil der Mann zu keiner gemeinsamen Unternehmung Bock hat, wo ist da der Unterschied zum Single-Leben? Ich verstehe Karin da total, so verschwendet man doch bloß sein Leben. Wer weiß, wen man stattdessen treffen könnte? Warum sollte man sich immer mit allem so zufrieden geben? Sie scheint ja eindeutig die zu sein, die versucht, der Beziehung Leben einzuhauchen, zumindest verstehe ich das so. Was machen mit einem alten faulen Sack (pardon), der sich nicht dreht? Ich würde auch die Beine in die Hand nehmen, solange ich noch keine 80 bin.
Chris,
Das steht ihr ja frei.
Das muss sie selbst entscheiden.
Man kann dann aber nicht von einer Schuld des Mannes sprechen oder gar von Erpressung.
Im Übrigen meine ich nicht, dass sie der Beziehung Leben einhaucht sondern dass sie sie abwürgt.
Wiederbelebungsversuche am gesunden Objekt sind gefährlich.
Aber was soll sie denn anderes tun? Sie versucht das doch alles, weil er ihr etwas bedeutet, nehme ich an. Ich meine, im Moment ist sie todunglücklich, denn das ist nicht ihre Vorstellung von einer Ehe. Seine scheint es zu sein und er lebt sie, ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn er meint, eine Ehe sollte null Gemeinsamkeiten haben, dann soll sie sich jemand anderen suchen, denn mit so einem Mann wird sie dann nicht froh. Das sind dann wohl unterschiedliche Ansichten und Vorstellungen einer Beziehung. Aber was kann da außer Trennung die Lösung sein, wenn es gefühlsmäßig doch stimmt? Wohl kaum, dass sie ihre Bedürfnisse immer zurück schraubt und ständig was alleine unternimmt. Ich meine, wenn er einmal alle zwei Monate mit ihr ins Kino gehen würde, das wäre doch schon was. Ein Zugeständnis seinerseits. Dann könnte sie ihn ja dafür häufiger vor sich hinbrüten lassen. Es sollten doch beide aufeinander zugehen, oder? |
| 22.03.2008 23.07 | joan | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Aber was soll sie denn anderes tun? Sie versucht das doch alles, weil er ihr etwas bedeutet, nehme ich an. Ich meine, im Moment ist sie todunglücklich, denn das ist nicht ihre Vorstellung von einer Ehe. Seine scheint es zu sein und er lebt sie, ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn er meint, eine Ehe sollte null Gemeinsamkeiten haben, dann soll sie sich jemand anderen suchen, denn mit so einem Mann wird sie dann nicht froh. Das sind dann wohl unterschiedliche Ansichten und Vorstellungen einer Beziehung. Aber was kann da außer Trennung die Lösung sein, wenn es gefühlsmäßig doch stimmt? Wohl kaum, dass sie ihre Bedürfnisse immer zurück schraubt und ständig was alleine unternimmt. Ich meine, wenn er einmal alle zwei Monate mit ihr ins Kino gehen würde, das wäre doch schon was. Ein Zugeständnis seinerseits. Dann könnte sie ihn ja dafür häufiger vor sich hinbrüten lassen. Es sollten doch beide aufeinander zugehen, oder?
Ich sehe das nicht so.
Aus allem was sie schreibt erdrückt sie ihn regelrecht.
Diese Gemeinsamkeiten, die da immer so hoch gehalten werden, wie soll es die denn geben?
Da kann nur heiraten, wer die selben Hobbies, den selben Rhythmus hat.
Da müsste man sich am besten selbst heiraten.
Den anderen annehmen als der, der er ist, das ist Liebe.
Selber will man doch auch angenommen und nicht umgekrempelt werden, oder?
Totunglücklich zu sein, weil mein Partner beispielsweise nicht mit mir bergsteigen will, ist doch selbstgeschaffenes Leid.
Wenn man seine Bedürfnisse direkt an den Partner bindet schiebt man ihm eine Verantwortung zu, an der er fast zwangsläufig scheitern muss.
Man kann dem nicht genügen, weder Mann noch Frau.
Auch der Mann muss sich in der Partnerschaft zuhause fühlen, muss sich entspannen können, nicht dauernd den Ansprüchen der Frau genügen müssen.
Genau dieses Problem reibt doch auch Frauen auf, wenn der Mann meint, die Frau müsse in der Partnerschaft ihr eigenes Leben völlig umkrempeln, sich eins zu eins nach ihm richten.
Eine Partnerschaft muss Raum für BEIDE Partner haben, kann nicht eine Beziehung sein, in der der eine immer nur die Bedürfnisse des anderen zu erfüllen hat.
(und wenn Kalamity hier nicht einseitig für die Frau und gegen den ausländischen Mann eingestellt wäre, würde sie mir zustimmen...;) )
Ich sehe übrigens nicht, dass er ihr etwas bedeutet.
Sie will ihn ja loswerden.
Womit sie gerade kämpft ist ihr Gewissen. |
| 22.03.2008 23.11 | chris | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von joan
Aber was soll sie denn anderes tun? Sie versucht das doch alles, weil er ihr etwas bedeutet, nehme ich an. Ich meine, im Moment ist sie todunglücklich, denn das ist nicht ihre Vorstellung von einer Ehe. Seine scheint es zu sein und er lebt sie, ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn er meint, eine Ehe sollte null Gemeinsamkeiten haben, dann soll sie sich jemand anderen suchen, denn mit so einem Mann wird sie dann nicht froh. Das sind dann wohl unterschiedliche Ansichten und Vorstellungen einer Beziehung. Aber was kann da außer Trennung die Lösung sein, wenn es gefühlsmäßig doch stimmt? Wohl kaum, dass sie ihre Bedürfnisse immer zurück schraubt und ständig was alleine unternimmt. Ich meine, wenn er einmal alle zwei Monate mit ihr ins Kino gehen würde, das wäre doch schon was. Ein Zugeständnis seinerseits. Dann könnte sie ihn ja dafür häufiger vor sich hinbrüten lassen. Es sollten doch beide aufeinander zugehen, oder?
Ich sehe das nicht so.
Aus allem was sie schreibt erdrückt sie ihn regelrecht.
Diese Gemeinsamkeiten, die da immer so hoch gehalten werden, wie soll es die denn geben?
Da kann nur heiraten, wer die selben Hobbies, den selben Rhythmus hat.
Da müsste man sich am besten selbst heiraten.
Den anderen annehmen als der, der er ist, das ist Liebe.
Selber will man doch auch angenommen und nicht umgekrempelt werden, oder?
Totunglücklich zu sein, weil mein Partner beispielsweise nicht mit mir bergsteigen will, ist doch selbstgeschaffenes Leid.
Wenn man sine Bedürfnisse direkt an den Partner bindet schiebt man ihm eine Verantwortung zu, an der er fast zwangsläufig scheitern muss.
Man kann dem nicht genügen, weder Mann noch Frau.
Auch der Mann muss sich in der Partnerschaft zuhause fühlen, muss sich entspannen können, nicht dauernd den Ansprüchen der Frau genügen müssen.
Genau dieses Problem reibt doch auch Frauen auf, wenn der Mann meint, die Frau müsse in der Partnerschaft ihr eigenes Leben völlig umkrempeln, sich eins zu eins nach ihm richten.
Eine Partnerschaft muss Raum für BEIDE Partner haben, kann nicht eine Beziehung sein, in der der eine immer nur die Bedürfnisse des anderen zu erfüllen hat.
(und wenn Kalamity hier nicht einseitig für die Frau und gegen den ausländischen Mann eingestellt wäre, würde sie mir zustimmen...;) )
Ich sehe übrigens nicht, dass er ihr etwas bedeutet.
Sie will ihn ja loswerden.
Womit sie gerade kämpft ist ihr Gewissen.
Also ich sehe es so, dass sie sich im Moemt komplett nach seinen Bedürfnissen richtet. Er will nichts unternehmen, also unternehmen sie nichts. Er will ihr seine Freunde nicht vorstellen, also tut er's nicht. Er will nicht mit ihr reden, also tut er's nicht. Was ist denn mit ihren Bedürfnissen? Mal ins Kino oder Essen gehen ist wohl was anderes als Bergsteigen und nicht zuviel verlangt. Ich denke schon, er bedeutet ihr was, was hätte SIE sonst für einen Grund gehabt, ihn zu heiraten? Und wenn sie ein schlechtes Gewissen hat, das sollte sie nicht, meiner Meinung nach. Sie kann sich doch nicht komplett aufgeben, nur weil er nicht bereit ist, auch mal einen winzigen Schritt auf sie zuzugehen. Reden sit doch die Basis jeder Beziehung. Wenn er nichtmal das noch tut, wenn außer hallo und tschüss nichts mehr kommt, was soll sie ihr Leben bei so einem Stoffel verschwenden? |
| 22.03.2008 23.17 | joan | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Also ich sehe es so, dass sie sich im Moemt komplett nach seinen Bedürfnissen richtet. Er will nichts unternehmen, also unternehmen sie nichts. Er will ihr seine Freunde nicht vorstellen, also tut er's nicht. Er will nicht mit ihr reden, also tut er's nicht. Was ist denn mit ihren Bedürfnissen? Mal ins Kino oder Essen gehen ist wohl was anderes als Bergsteigen und nicht zuviel verlangt. Ich denke schon, er bedeutet ihr was, was hätte SIE sonst für einen Grund gehabt, ihn zu heiraten? Und wenn sie ein schlechtes Gewissen hat, das sollte sie nicht, meiner Meinung nach. Sie kann sich doch nicht komplett aufgeben, nur weil er nicht bereit ist, auch mal einen winzigen Schritt auf sie zuzugehen. Reden sit doch die Basis jeder Beziehung. Wenn er nichtmal das noch tut, wenn außer hallo und tschüss nichts mehr kommt, was soll sie ihr Leben bei so einem Stoffel verschwenden?
Ich sehe, dass er sich nach Kräften zurückzieht, dass er sich von ihr bedrängt fühlt, und dass sie ihn loshaben will, weil er nicht passt.
Diese Einsilbigkeit hat doch einen Grund.
Würde sie den Grund dafür ergründen wollen, dann würde sie das tun.
Das will sie aber nicht.
Sie hat ihn satt, und will ihn wieder aus ihrem Leben entfernen.
Das ist kein "Stoffel", Chris, sondern ein Mensch.
Ein Tier, das einem zur Last wird, mit dem zu leben letzendlich nicht so ist, wie man sich das bei der Anschaffung dachte, kann man ins Tierheim abgeben.
Bei einem Menschen ist das etwas schwieriger. |
| 23.03.2008 00.53 | chris | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von joan
Diese Einsilbigkeit hat doch einen Grund.
Würde sie den Grund dafür ergründen wollen, dann würde sie das tun.
Das will sie aber nicht.
Sie hat ihn satt, und will ihn wieder aus ihrem Leben entfernen.
Das ist kein "Stoffel", Chris, sondern ein Mensch.
Ein Tier, das einem zur Last wird, mit dem zu leben letzendlich nicht so ist, wie man sich das bei der Anschaffung dachte, kann man ins Tierheim abgeben.
Bei einem Menschen ist das etwas schwieriger.
Wenn sie ihn danach fragt, und er nur sauer wird, nicht antwortet, was soll sie dann tun? Sie sagt doch, sie kann nicht mit ihm reden. Und wer sagt, dass ein Stoffel kein Mensch ist? Es ist halt nur ein schwieriger, gegebenenfalls nerviger Mensch. Warum sich damit belasten? Und warum ist es schwierig, sich von jemandem zu lösen, der sich so verändert hat? Wenn sie das ganze nicht mehr will, muss sie sich trennen. Wenn er nicht geht, muss sie gehen. Muss man einen anderen Menschen um jeden Preis ertragen? Meiner Meinung nach nicht. |
| 23.03.2008 01.24 | tina05 | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von joan
Also ich sehe es so, dass sie sich im Moemt komplett nach seinen Bedürfnissen richtet. Er will nichts unternehmen, also unternehmen sie nichts. Er will ihr seine Freunde nicht vorstellen, also tut er's nicht. Er will nicht mit ihr reden, also tut er's nicht. Was ist denn mit ihren Bedürfnissen? Mal ins Kino oder Essen gehen ist wohl was anderes als Bergsteigen und nicht zuviel verlangt. Ich denke schon, er bedeutet ihr was, was hätte SIE sonst für einen Grund gehabt, ihn zu heiraten? Und wenn sie ein schlechtes Gewissen hat, das sollte sie nicht, meiner Meinung nach. Sie kann sich doch nicht komplett aufgeben, nur weil er nicht bereit ist, auch mal einen winzigen Schritt auf sie zuzugehen. Reden sit doch die Basis jeder Beziehung. Wenn er nichtmal das noch tut, wenn außer hallo und tschüss nichts mehr kommt, was soll sie ihr Leben bei so einem Stoffel verschwenden?
Ich sehe, dass er sich nach Kräften zurückzieht, dass er sich von ihr bedrängt fühlt, und dass sie ihn loshaben will, weil er nicht passt.
Diese Einsilbigkeit hat doch einen Grund.
Würde sie den Grund dafür ergründen wollen, dann würde sie das tun.
Das will sie aber nicht.
Sie hat ihn satt, und will ihn wieder aus ihrem Leben entfernen.
Das ist kein "Stoffel", Chris, sondern ein Mensch.
Ein Tier, das einem zur Last wird, mit dem zu leben letzendlich nicht so ist, wie man sich das bei der Anschaffung dachte, kann man ins Tierheim abgeben.
Bei einem Menschen ist das etwas schwieriger.
Joan, ich finde es einfach falsch, wie du hier reagierst und was du ihr "vorwirfst". Ob sie uns hier Gründe für sein Verhalten (zb ihr Verhalten) verschweigt, ist die eine Sache.Er mag dafür ja seine Gründe haben,ich glaube auch nicht, dass man(n) sich SO verändern kann, von heute auf morgen.Ich denke aber sehr wohl, dass man sich verstellen kann, sich anpassen kann, vielleicht um etwas zu erreichen.Und das SOWAS auf Dauer nicht gut geht ist wohl klar.Man könnte fast sagen, jetzt zeigt er sein wahres Gesicht.
Ich empfinde sie nicht als erdrückend, ich empfinde sie als verweifelt.Wenn ich sie richtig verstanden habe, erwartet sie nicht, dass er nujr nach ihrer Nase tanzt und alles mit ihr teilt.Sie sehnt sich nach mehr Zwei-,Gemeinsam-, Zärtlichkeit.
Ich verstehe, dass du ein Motiv für sein Verhalten suchst, aber wenn du ihr vorwirfst, dass sie ihn aus ihrem Leben entfernen will und dass nur, weil er ihr so nicht mehr so passt, dann frage ich dich, wem passt denn ein Mann, der sich so wie von ihr beschrieben verhält?Dir, Joan?
Dieses "Sie hat ihn satt" finde ich ganz schrecklich und sehr einseitig von dir.Denn scheinbar hat ER SIE satt (Entschuldige Karin)... |
| 23.03.2008 09.06 | Frida | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
ich teile Deine Meinung, tina05.
es wäre dann so, als ob frau alles immer verzeihen müsste. von der Frau wird erwartet, dass sie sich all seinen Wünschen unterordnet, der Mann hat freie Hand, ist es das was Dir wirklich vorschwebt, Joan. Dein Post kommt so rüber, sorry falls ich das falsch lese.
Ich finde, die Ehe ist ein Geben und Nehmen, ein akzeptieren und tolerieren, bis zu einem gewissen Grad. Wo aber werden die Wünsche von Karin ernstgenommen, wo wird sie in ihrem Wesen toleriert?
Es ist immer zweiseitig. Ich habe ebenfalls Mühe, wenn man die Ehe lebt, als sei man alleine, wie ein Egoist halt. dann braucht man nämlich nicht zu heiraten. Klar ist es schädlich, den andern einzuengen, das seh ich ebenso. Jeder soll seine Persönlichkeit entfalten können. Ich empfinde Karin nicht als eine die klammert, sondern die nur eine Partnerschaft leben will. Dazu hat ihr Göttergatte anscheinenend keinen Bock.. ihm sei verziehen?!?
Frida |
| 23.03.2008 09.16 | KarinRT | |
Als Außenstehender würde ich auch sagen, dann mach doch Dein Ding. Geh doch dann einfach allein oder mit Freundin ins Kino oder zum Tanzen. Geh doch einfach Deine Freunde und Brüder besuchen in Hamburg, Düsseldorf usw.. Der Mann muss ja nicht dabei sein. Mach wieder alles was Du vorher schon gemacht hast.
Wenn man mittendrin ist, ist es wahnsinnig schwer das Hirn abzuschalten.
Konzentriert einer Sache nachzugehen, überhaupt irgendwas anzufangen.
Locker zu werden.
Wir haben absolut unterschiedliche Vorstellungen von Zusammenleben und Beziehungen.
Vorher hab ich noch rebelliert und gejammert, versucht es ruhig zu erklären.
Jetzt versuche ich mein Mund zu halten. Gegen Kopfschmerzen und Verspannungen gibt es ja Tabletten.
Warum zusammen bleiben wenn beide unglücklich sind? Nur weil man mal einen Zettel unterschrieben hat? |
| 23.03.2008 09.16 | joan | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von Frida
ich teile Deine Meinung, tina05.
es wäre dann so, als ob frau alles immer verzeihen müsste. von der Frau wird erwartet, dass sie sich all seinen Wünschen unterordnet, der Mann hat freie Hand, ist es das was Dir wirklich vorschwebt, Joan. Dein Post kommt so rüber, sorry falls ich das falsch lese.
Es ist nicht der Mann, der meint, die Frau würde sich nicht genug unterordnen und deswegen sei sie auszutauschen sondern es ist die Frau, die das sagt.
Was meinst du denn, dass sie ihm zu verzeihen habe? Dass er andere Interessen hat als sie? Dass er einen anderen Beruf hat als den, den sie sich für ihn wünscht?
Was schwebt einem denn vor, wenn man sich einen Partner sucht?
Dass der dann immer tut, was ich mir wünsche?
Ich finde, die Ehe ist ein Geben und Nehmen, ein akzeptieren und tolerieren, bis zu einem gewissen Grad. Wo aber werden die Wünsche von Karin ernstgenommen, wo wird sie in ihrem Wesen toleriert?
Man kann sich doch nicht wünschen, dass ein Anderer das tut, was man möchte, und sein eigenes Wohlbefinden daran aufhängen.
Wir reden hier NICHT von einem Fremdgänger oder einem Schlägertypen, einen, der seine Frau missbraucht, sondern von einem Mann, der nicht die selben Interessen hat wie die Frau.
Er interessiert sich für Fußball, sie geht lieber spazieren, unternimmt gern was.
Ein gegenseitiges Tolerieren sehe ich da von ihrer Seite nicht.
Während er es toleriert, und sogar, wenn auch widerwillig, bei ihren Aktionen mitmacht, toleriert sie seine Bedürfnisse (nach Ruhe beispielsweise) gar nicht, sondern will sich deswegen scheiden lassen.
Er sagt, wie unterschiedlich wir auch sind, wir können doch zusammen bleiben.
Sie sagt, wenn du dich nicht jetzt sofort gründlich änderst, dann ist es aus.
Wer toleriert? Wer macht Druck?
Es ist immer zweiseitig. Ich habe ebenfalls Mühe, wenn man die Ehe lebt, als sei man alleine, wie ein Egoist halt. dann braucht man nämlich nicht zu heiraten. Klar ist es schädlich, den andern einzuengen, das seh ich ebenso. Jeder soll seine Persönlichkeit entfalten können. Ich empfinde Karin nicht als eine die klammert, sondern die nur eine Partnerschaft leben will. Dazu hat ihr Göttergatte anscheinenend keinen Bock.. ihm sei verziehen?!?
Frida
Wie schon gesagt, was gibt es denn zu verzeihen?
Dass er anders ist?
Worin liegt denn sein eigentliches Vergehen? |
| 23.03.2008 09.17 | Bellacasa | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von tina05
Denn scheinbar hat ER SIE satt...
.....das NF-Dr.Sommer -Team im Einsatz :LOL:
und jetzt kommt noch so ne Hobbypsychologin um die Ecke....
Ich lese ja immer die alten Postings, weil ich viel hier vergesse.
Da schreibt Karin schon Ähnliches kurz nach der Ehe.
Ich denke, sie kann sich jetzt abstrampeln, so viel sie will...und es nicht einfach für sie, letztendlich festzustellen, wen sie da geheiratet hat,
wie sie selbst schreibt, einen Mann ohne Tiefe, ohne grossartigen Bedürfnisse.
Ob er nun Der ist, wie sie ihn erlebt, ob sein Verhalten auf ihre
permanente Insistenz zurückzuführen ist, ihn sich passend zu machen oder ob er vielleicht ganz einfach die zwei Jahre ohne grossen Aufwand absitzen möchte....wer weiss :wink: |
| 23.03.2008 09.31 | Bellacasa | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
....was ich vergessen habe.... Frohe Ostern! |
| 23.03.2008 09.31 | lissi | |
Hallo Karin, habe gerade die ganzen Beiträge gelesen und fühle mich an vieles erinnert, wie es in meinem Leben auch abgeht. Mein Mann neigt auch zum schweigen und kann ein richtiger Stoffel sein. Wir sind seit 6 jahren zusammen, haben eine 4 Jährige Tochter und seit 3 Jahren verheiratet. Ich war auch schon oft soweit Schluß zu machen, unsere Tochter ist manchmal noch unser einziges Verbindungsglied. Er läßt mich auch fast nicht an seinem Leben teilhaben, meint Afrikaner machen das nicht, und das schlimmste für ihn ist, wenn er sich kontrolliert fühlt. Meistens wenn ich dann aber total frustiert bin, dann kommt er doch wieder auf mich zu und tut etwa überaschend nettes so daß ich wieder Hoffnung schöpfe.
Da muß ich JOAN rechtgeben, wenn man losläßt, dem anderen seine Freiräume gibt, dann bekommt der andere auch wieder Luft und kann wieder auf einen zugehen. Das ist sehr schwer und immer eine Gradwanderung. Ich frage mich auch oft wie lange kann ich das noch machen?? LG Lissi |
| 23.03.2008 10.08 | albosa | |
Original von lissi
Da muß ich JOAN rechtgeben, wenn man losläßt, dem anderen seine Freiräume gibt, dann bekommt der andere auch wieder Luft und kann wieder auf einen zugehen. Das ist sehr schwer und immer eine Gradwanderung. Ich frage mich auch oft wie lange kann ich das noch machen?? LG Lissi
Was ist denn "Loslassen"? Sagte sie nicht, dass man sich schon mal eine Woche lang nichts sagt als "tschüss" und "Küsschen"?
Ist da nicht schon die "Persönlichkeit" losgelassen, die "Hülle" ist noch da und reagiert?
Warum kann man nicht unter "allgemeinem Desinteresse" des Partners leiden?
Muss es erst zu "stärkeren" Reaktionen kommen, dass man sagen könnte:
"Ja, die Frau leidet?" Jeder nimmt ja für sich in Anspruch, zu wissen, was Leiden ist...
Dieses Desinteresse hat doch einen Grund. Vielleicht hat er nicht gelernt, sich redend mitzuteilen? Da könnten fachliche Anleitungen helfen. Da wäre die Frage zu klären, ob er "Hilfe" annehmen möchte. Er braucht sie doch nicht.
Hilfe für das Wohlergehen seiner Frau annehmen? Wozu?
Er würde das wieder als "Bedrängen", "Kontrollieren" auffassen, so wie sie ihn beschreibt.
Einen Vorschlag finde ich gut: Warum wartet er die Aufenthaltserteilung nicht in England oder sonstwo ab?
Muss man sich diesem in der Ehe "toten Mann" aussetzen?
Karin sagt doch, dass sie dieses Dahintreiben lähmend und nagend bezüglich des eigenen Lebens empfindet.
Sie möchte ihn nicht "entsorgen", wie da gesagt wurde. Sie möchte ihr ehemaliges Lebensgefühl wiederfinden, das gestört ist. Hat sie keine Rechte?
Arbeiten kann der Mann doch auch anderswo. Es wäre doch ein Grund, sich räumlich zu trennen, wenn er eine andere Arbeitsstelle suchte?
Sie sagte doch, dass sie sich ein Leben mit ihm anders vorgestellt hatte,
sie aber eine Veränderung nicht erreichen kann, er nicht mithilft, eine für beide gute Lösung zu suchen. "Er muss bei ihr bleiben". Wahrscheinlich meint er nur, dass er die Zeit bis zur Aufenthaltserteilung "absitzen muss. Etwas anderes scheint ihn doch nicht zu bewegen.
Wenn die Frau nämlich redet, redet sie "Blödsinn" in seinen Augen.
Man muss schon ein "dickes Fell" haben, um sich das ständig anhören zu können.
Wenn doch die Menschen "gleich" sind - warum wird hier immer nur nach den Interessen, der möglichen Situations- und Gemütslage des Mannes gefragt?
Dieser zeigt doch ein Verhaltensmuster, das immer dann zum Einsatz kommt,
wenn man nicht kann oder nicht will.
Dem Können könnte man nachhelfen, wenn ihm klar wird, dass seine Stumpfheit der Ehefrau die Lebenslust nimmt. Es gibt ja Menschen, die Gefühle nicht äußern können, wenn sie positive eigentlich äußern möchten.
Mit dem Negativ-Gefühle-Zeigen klappt es aber meistens. So auch bei diesen beiden Menschen.
Es fehlt halt irgend etwas. Da müsste man dem "Wollen" auf die Sprünge helfen können.
Aber da wird ja darauf abgehoben, dass es sich um "einen Fremden, der hier noch so viel lernen müsste (wie aber, wenn keine Anforderungen an ihn gestellt werden, bzw. gestellt werden dürfen?), der Zeit braucht (für was?), jedenfalls mindestens 2 Jahre, damit die Voraussetzungen für Aufenthalt
geschaffen werden...
Plötzlich wird der Mann, der doch allen Männern gleicht, zum "Spezialfall".
Denn er kommt ja aus Nigeria...
Er sollte die Frau loslassen... |
| 23.03.2008 10.13 | Lizzy | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von okwukwe
Was hast du dir vorgestellt, bevor du geheiratet hast?
Ständiges Feuerwerk, Köppe heiß reden, Party, Spaß am Stück?
Ist es dein eigener Frust mit dir oder wirkich der Mann, das Leben mit ihm das dich frustriert.
Warum kannst du den Spaß, den du vorher hattest nicht weiter haben?
Muss das nun gezwungerner Maßen MIT Mann sein?
Kann man nicht auch ein eigenes Leben mit Mann haben?
Was selbst kannst du dazu beitragen, dass da (wieder) Leben rein kommt ins gemeinsame Leben?
Nur mal fix ein paar Gedanken, die ich dachte, als ich las.
Das sind wirklich gute Fragen!
Ich denke jeder Mensch hat irgendwie konkrete Vorstellungen wie seine Ehe laufen sollte. Warum es dann meistens doch nicht so wird, liegt wohl oft daran, dass man entweder den falschen Partner gewählt hat oder der Partner im Grunde nichts von den Vorstellungen des anderen weiss.
Ich finde es sogar sehr wichtig, das man ein eigenes Leben hat, denn nur wer mit sich selber zufrieden ist, kann in meinen Augen auch eine gute Beziehung mit jemanden anderen führen.
Für mich ist es aber so, dass ich auch mit meinen Partner leben möchte und nicht neben meinem Partner. Wir haben uns entschlossen ein Leben zusammen zu führen und dazu gehören für uns sehr viele Gespräche, Freude und Leid zu teilen, zusammen viele neue Dinge zuerleben und für einander da zu sein.
Wir haben viele gemeinsame Interessen, aber es gibt auch viele Dinge die jeder für sich macht. Ich mag kein Fußball und lese dann lieber ein Buch wenn mein Mann Fußball sieht. Das schadet niemanden und später kann er mir erzählen wie toll das Fußballspiel war und wer gewonnen hat und ich erzähle ihm was für ein tolles Buch ich mal wieder gelesen habe.
Ich verstehe Karin schon gut, dass Sie unglücklich mit der Lebenssituation ist, aber irgendwie habe ich das Gefühl das Ihr Mann schon sehr lange so ist. Vielleicht fast von Anfang an?
Der größte Fehler den viele machen, Sie denken Sie können Ihren Partner ändern! |
| 23.03.2008 10.14 | KarinRT | |
Original von lissi
Hallo Karin, habe gerade die ganzen Beiträge gelesen und fühle mich an vieles erinnert, wie es in meinem Leben auch abgeht. Mein Mann neigt auch zum schweigen und kann ein richtiger Stoffel sein. Wir sind seit 6 jahren zusammen, haben eine 4 Jährige Tochter und seit 3 Jahren verheiratet. Ich war auch schon oft soweit Schluß zu machen, unsere Tochter ist manchmal noch unser einziges Verbindungsglied. Er läßt mich auch fast nicht an seinem Leben teilhaben, meint Afrikaner machen das nicht, und das schlimmste für ihn ist, wenn er sich kontrolliert fühlt. Meistens wenn ich dann aber total frustiert bin, dann kommt er doch wieder auf mich zu und tut etwa überaschend nettes so daß ich wieder Hoffnung schöpfe.
Da muß ich JOAN rechtgeben, wenn man losläßt, dem anderen seine Freiräume gibt, dann bekommt der andere auch wieder Luft und kann wieder auf einen zugehen. Das ist sehr schwer und immer eine Gradwanderung. Ich frage mich auch oft wie lange kann ich das noch machen?? LG Lissi
Hallo Lissi,
Finde ich immer wieder zum lachen, wenn Afrikaner sagen, das und das machen Afrikaner nicht. Dann sollten wir sagen, aber wir Europäer machen das und das.
Joan hat recht, das bestreitet sicher auch niemand. Nur sollte das Gleichgewicht stimmen, dass jeder zufrieden ist.
Ich hab geträumt, dass ich zur Arbeit gehe und denke, hier fühle ich mich richtig zuhause. Im Traum war da sogar ein Sofa und ein Bett. Das gibt doch zu denken? Dort bekommt man hin und wieder Bestätigung etwas richtig gemacht zu haben.
In der Wirklichkeit bekomme ich zuhause dauernd eins aufs Dach. Ich bin Schuld, dass das mit dem Ausländeramt nicht richtig läuft, ich bin Schuld, dass meine Vermieterin jetzt nach 4 Jahren mit einer Nachzahlung für Wasser daher kommt. Nicht meine Vermieterin hat es verpennt, nein ich!
Ich glaub ich hör nicht recht. Ich bin an allem was nicht richtig läuft Schuld. |
| 23.03.2008 10.19 | okwukwe | |
Karin, vielleicht versuchen lernen, den anderen zu verstehen?
Nach so kurzer Zeit des zusammen seins ist der Karren noch nicht so im Dreck, dass man ihn nicht mehr heraus ziehen kann.
Selbst wenn zwei Menschen völlig verschieden sind, ist es möglich zusammen zu leben. Wenn man nur begreift, wie der andere tickt.
Ich finde das Verstehen so wichtig. Wenn ich etwas bei meinem Partner verstehe, was mir schwer fällt, damit umzugehen, fällt es mir leichter, dies zu akzeptieren, wenn ich spüre, es hat nicht mit mir zu tun, es ist nicht gegen mich gerichtet.
Natürlich ist es etwas schwierig etwas herauszufinden, wenn der andere beständig schweigt, sich schwer tut sich mitzuteilen.
Vielleicht fällt es ihm aber eben schwer sich mitzuteilen
Vielleicht benötigt er sein Innenleben für sich, weil es ihn unsicher machen würde, etwas nach außen zu tragen?
Vielleicht benötigt er diese innere Sicherheit für sein Gefühl der Unabhängigkeit?
Im Gegensatz dazu wirkst du eher, als sei dir der Austausch sehr wichtig.
Während es für deinen Mann eine Herausforderung wäre sich mitzuteilen, über seine Gefühle zu sprechen, etwas von sich zu zeigen, ist für dich die Herausforderung vielleicht zu akzeptieren, dass für andere Menschen andere Dinge wichtiger sind als für dich selbst, zu geben, ohne zu bekommen, zu fordern und zu nehmen was du brauchst, die Fülle der vorhandenen Möglichkeiten zu sehen?
Du wirkst so frustriert und traurig und es hört sich an, als sähest du nur noch das was nicht gut ist. Was war es denn, was jemals gut war? Was ist es, was du an deinem Mann magst? Ist das nicht ausbaufähig?
Was wäre denn, wenn sich das alles ändert, was dir gerade nicht gefällt?
Ist das tatsächlich dein Mann, der das alles ändern könnte? |
| 23.03.2008 10.27 | albosa | |
Original von okwukwe
Selbst wenn zwei Menschen völlig verschieden sind, ist es möglich zusammen zu leben. Wenn man nur begreift, wie der andere tickt.
Ich finde das Verstehen so wichtig. Wenn ich etwas bei meinem Partner verstehe, was mir schwer fällt, damit umzugehen, fällt es mir leichter, dies zu akzeptieren, wenn ich spüre, es hat nicht mit mir zu tun, es ist nicht gegen mich gerichtet.
Was hat denn in engen Gemeinschaften nichts mit dem anderen zu tun?
Gerade dann, wenn sich Menschen anschweigen müssen, wollen?
Wo ist denn Dein Hinweis, wie man "Verstehen lernt", obwohl es Dinge im Leben gibt, die man gerade nicht lernen kann und auch nicht sollte?
Das mag ich nicht an den Sozialarbeitern, die für sich stets herausgefunden zu haben scheinen, dass das, auf was sie treffen, "nichts mit ihnen zu tun hat".
Ich frage mich dabei, wie sie dieses Gefühl herstellen können. :wink: |
| 23.03.2008 10.38 | okwukwe | |
Original von albosa
Original von lissi
Da muß ich JOAN rechtgeben, wenn man losläßt, dem anderen seine Freiräume gibt, dann bekommt der andere auch wieder Luft und kann wieder auf einen zugehen. Das ist sehr schwer und immer eine Gradwanderung. Ich frage mich auch oft wie lange kann ich das noch machen?? LG Lissi
Was ist denn "Loslassen"? Sagte sie nicht, dass man sich schon mal eine Woche lang nichts sagt als "tschüss" und "Küsschen"?
Ist da nicht schon die "Persönlichkeit" losgelassen, die "Hülle" ist noch da und reagiert?
Warum kann man nicht unter "allgemeinem Desinteresse" des Partners leiden?
Muss es erst zu "stärkeren" Reaktionen kommen, dass man sagen könnte:
"Ja, die Frau leidet?" Jeder nimmt ja für sich in Anspruch, zu wissen, was Leiden ist...
Dieses Desinteresse hat doch einen Grund. Vielleicht hat er nicht gelernt, sich redend mitzuteilen? Da könnten fachliche Anleitungen helfen. Da wäre die Frage zu klären, ob er "Hilfe" annehmen möchte. Er braucht sie doch nicht.
Hilfe für das Wohlergehen seiner Frau annehmen? Wozu?
Er würde das wieder als "Bedrängen", "Kontrollieren" auffassen, so wie sie ihn beschreibt.
Einen Vorschlag finde ich gut: Warum wartet er die Aufenthaltserteilung nicht in England oder sonstwo ab?
Muss man sich diesem in der Ehe "toten Mann" aussetzen?
Karin sagt doch, dass sie dieses Dahintreiben lähmend und nagend bezüglich des eigenen Lebens empfindet.
Sie möchte ihn nicht "entsorgen", wie da gesagt wurde. Sie möchte ihr ehemaliges Lebensgefühl wiederfinden, das gestört ist. Hat sie keine Rechte?
Arbeiten kann der Mann doch auch anderswo. Es wäre doch ein Grund, sich räumlich zu trennen, wenn er eine andere Arbeitsstelle suchte?
Sie sagte doch, dass sie sich ein Leben mit ihm anders vorgestellt hatte,
sie aber eine Veränderung nicht erreichen kann, er nicht mithilft, eine für beide gute Lösung zu suchen. "Er muss bei ihr bleiben". Wahrscheinlich meint er nur, dass er die Zeit bis zur Aufenthaltserteilung "absitzen muss. Etwas anderes scheint ihn doch nicht zu bewegen.
Wenn die Frau nämlich redet, redet sie "Blödsinn" in seinen Augen.
Man muss schon ein "dickes Fell" haben, um sich das ständig anhören zu können.
Wenn doch die Menschen "gleich" sind - warum wird hier immer nur nach den Interessen, der möglichen Situations- und Gemütslage des Mannes gefragt?
Dieser zeigt doch ein Verhaltensmuster, das immer dann zum Einsatz kommt,
wenn man nicht kann oder nicht will.
Dem Können könnte man nachhelfen, wenn ihm klar wird, dass seine Stumpfheit der Ehefrau die Lebenslust nimmt. Es gibt ja Menschen, die Gefühle nicht äußern können, wenn sie positive eigentlich äußern möchten.
Mit dem Negativ-Gefühle-Zeigen klappt es aber meistens. So auch bei diesen beiden Menschen.
Es fehlt halt irgend etwas. Da müsste man dem "Wollen" auf die Sprünge helfen können.
Aber da wird ja darauf abgehoben, dass es sich um "einen Fremden, der hier noch so viel lernen müsste (wie aber, wenn keine Anforderungen an ihn gestellt werden, bzw. gestellt werden dürfen?), der Zeit braucht (für was?), jedenfalls mindestens 2 Jahre, damit die Voraussetzungen für Aufenthalt
geschaffen werden...
Plötzlich wird der Mann, der doch allen Männern gleicht, zum "Spezialfall".
Denn er kommt ja aus Nigeria...
Er sollte die Frau loslassen...
Albosa, ist denn nicht reden gleich zu setzen mit loslassen????????
Das ist es sceinbar. Mieist geschieht dies aber aus einer stillen Vorwurfshaltung heraus und genau damit bindet man einen Menschen an sich.
Mir persönlich geht es darum zu versuchen, dem Übel auf den Grund zu köommen. Ich möchte speziell Beziehungaspekte verstehen. Für mich ist hier noch nicht alles ausprobiert, noch nicht ausreichend hingeschaut.
Wenn ich leide, unzfrieden bin, weil der andere ist, wie er ist, darf ich auch in den Spiegel schauen und meine Anteile betrachten.
Es ist ein WEchslespiel und wenn man dies erkennt, kann man vielleicht doch etwas retten oder den eigenen Frieden finden, einen guten Weg gehen, getrennt oder gemeinsam, der nicht gefüllt ist mit Vorwürfen, Schuldsuche auf beiden Seiten.
Wenn es denn auf eine Trennung hinaus läuft, kann man im Frieden gehen, muss nicht verbittert sein, findet weitaus konstruktivere Lösungen und daran scheint mir Karin interessiert. |
| 23.03.2008 10.42 | Bellacasa | |
Original von okwukwe
Karin, vielleicht versuchen lernen, den anderen zu verstehen?
....das versucht Karin doch die ganze Zeit, im Gegensatz zu ihrem Mann. |
| 23.03.2008 10.42 | joan | |
Original von albosa
Was ist denn "Loslassen"? Sagte sie nicht, dass man sich schon mal eine Woche lang nichts sagt als "tschüss" und "Küsschen"?
Ja, das ist loslassen. Daraus zieht Karin aber die Konsequenz "Geh doch ganz."
DAS ist dann nicht mehr loslassen sonder loswerden.
Ist da nicht schon die "Persönlichkeit" losgelassen, die "Hülle" ist noch da und reagiert?
Ein Loslassen mit dem Druck, es müsse sich dadurch spontan komplett in meinem Sinne ändern ist eben KEIN Loslassen.
Diese "Hülle", die da ist, ist ein Schutzwall.
Wenn DICH der Partner dauernd drängt zu tun, was ER möchte, was dir aber widerstrebt, unter der Androhung des Hinauswurfs, dann würdest du anders, positiv, reagieren?
Du würdest plötzlich lieben, was du eigentlich vorher nicht möchtest?
Du würdest fröhlich sein, wo du eigentlich traurig bist?
Warum kann man nicht unter "allgemeinem Desinteresse" des Partners leiden?
Natürlich kann man darunter leiden.
Man leidet, weil die eigenen Wünsche nicht durch den Partner erfüllt werden, weil er dem Traumbild, das man hatte, nicht entspricht.
Wer sein Empfinden daran festmacht, ob der Partner alles genau so sieht wie man selbst, der leidet, wenn dem nicht so ist.
Muss es erst zu "stärkeren" Reaktionen kommen, dass man sagen könnte:
"Ja, die Frau leidet?" Jeder nimmt ja für sich in Anspruch, zu wissen, was Leiden ist...
Dieses Desinteresse hat doch einen Grund. Vielleicht hat er nicht gelernt, sich redend mitzuteilen? Da könnten fachliche Anleitungen helfen. Da wäre die Frage zu klären, ob er "Hilfe" annehmen möchte. Er braucht sie doch nicht.
ER braucht also psychologische Betreuung, weil er kein unternehmungslustiger Mann ist?
Gibt es dagegen eine Medizin? Ist man nnur "gesund", wenn man dauernd was unternimmt?
Hilfe für das Wohlergehen seiner Frau annehmen? Wozu?
Er würde das wieder als "Bedrängen", "Kontrollieren" auffassen, so wie sie ihn beschreibt.
Warum macht die Frau ihr Wohlergehen vom Verhalten des Mannes abhängig?
Einen Vorschlag finde ich gut: Warum wartet er die Aufenthaltserteilung nicht in England oder sonstwo ab?
Muss man sich diesem in der Ehe "toten Mann" aussetzen?
Ja, "tote" Menschen streift man ab und findet ohne sie zurück ins "Leben".
Man MUSSs sich nie einem Partner aussetzen. Man sprach von Liebe....
Karin sagt doch, dass sie dieses Dahintreiben lähmend und nagend bezüglich des eigenen Lebens empfindet.
Sie möchte ihn nicht "entsorgen", wie da gesagt wurde. Sie möchte ihr ehemaliges Lebensgefühl wiederfinden, das gestört ist. Hat sie keine Rechte?
Sie möchte ihn nicht entsorgen? Wovon redet sie dann?
Wenn er nicht funktioniert, dann muss er weg.
Natürlich hat sie Rechte, und niemand spricht ihr die ab.
Nur, warum den Mann dafür verantwortlich machen?
Sie kann ihn doch loswerden. Niemand zwingt sie, ihn zu behalten.
Arbeiten kann der Mann doch auch anderswo. Es wäre doch ein Grund, sich räumlich zu trennen, wenn er eine andere Arbeitsstelle suchte?
Also soll jetzt der Mann gefälligst eine neue Arbeit suchen, möglichst weit weg - weißt du denn, ob es für ihn einfach ist, eine zu finden?
Weißt du, ob er das möchte? Oder macht das nichts aus?
Sie sagte doch, dass sie sich ein Leben mit ihm anders vorgestellt hatte, sie aber eine Veränderung nicht erreichen kann, er nicht mithilft, eine für beide gute Lösung zu suchen. "Er muss bei ihr bleiben". Wahrscheinlich meint er nur, dass er die Zeit bis zur Aufenthaltserteilung "absitzen muss. Etwas anderes scheint ihn doch nicht zu bewegen.
SIE hat sich diese Partnerschaft irgendwie vorgestellt, und ER hat ihr diese Vorstellung gefälligst zu erfüllen?
ER muss sich so ändern, damit SIE ihren Traum lebt?
Es ist unwesentlich was IHN bewegt. Warum?
Wenn die Frau nämlich redet, redet sie "Blödsinn" in seinen Augen.
Man muss schon ein "dickes Fell" haben, um sich das ständig anhören zu können.
Man muss auch ein dickes Fell haben, wenn dauernd an einem herumgebastelt wird, wenn man nie genügt, sich dauernd ändern, verbessern, soll.
Wenn doch die Menschen "gleich" sind - warum wird hier immer nur nach den Interessen, der möglichen Situations- und Gemütslage des Mannes gefragt?
Es wird deswegen HIER von mir die Gefühlslage des Mannes hervorgehoben, weil ER es ist, der in diesem Fall den Bedürfnissen der Frau zu dienen hat.
Warum sollte, müsste er das?
Passt sich denn Karin an?
Sie duldet noch und plant dabei, ihn loszuwerden.
Dieser zeigt doch ein Verhaltensmuster, das immer dann zum Einsatz kommt, wenn man nicht kann oder nicht will.
Dem Können könnte man nachhelfen, wenn ihm klar wird, dass seine Stumpfheit der Ehefrau die Lebenslust nimmt. Es gibt ja Menschen, die Gefühle nicht äußern können, wenn sie positive eigentlich äußern möchten.
Mit dem Negativ-Gefühle-Zeigen klappt es aber meistens. So auch bei diesen beiden Menschen.
Es fehlt halt irgend etwas. Da müsste man dem "Wollen" auf die Sprünge helfen können.
Aber da wird ja darauf abgehoben, dass es sich um "einen Fremden, der hier noch so viel lernen müsste (wie aber, wenn keine Anforderungen an ihn gestellt werden, bzw. gestellt werden dürfen?), der Zeit braucht (für was?), jedenfalls mindestens 2 Jahre, damit die Voraussetzungen für Aufenthalt
geschaffen werden...
Der "Träge", der "Stumpfe", der "Stoffel", er passt nicht in das Lebensmuster, das einem hier vorschwebt.
Dafür bekommt er schelte, wird bloßgestellt, mit Titels bedacht, pathologisiert.
Er müsste auf die Sprünge gebracht werden, er funktioniert ja nicht richtig...
Plötzlich wird der Mann, der doch allen Männern gleicht, zum "Spezialfall".
Denn er kommt ja aus Nigeria...
DAS spielt sich in deiner Fantasie ab.
Es ist egal, ob es um Mann oder Frau, Afrikaner oder Europäer geht.
Er ist kein Spezialfall. Er ist überhaupt kein Fall.
Menschen werden in Partnerschaften oft benutzt und es ist immer falsch.
Wenn einem, egal ob Mann oder Frau, der Partner aus irgend einem Grund lästig geworden ist, dann hat man hier das Recht sich seiner zu entledigen, sich wieder freizumachen.
Es dem Partner zuzuschieben, dass die Partnerschaft gescheitert ist, nur weil er nicht so funktioniert, wie man sich das erträumt hat, finde ich einfach ungerecht.
Wenn ICH ihn nicht mehr will, dann muss ich auch dazu stehen, dann kann ich nicht die Realität verdrehen und ihm die Schuld zuschieben.
Er hatte nicht die Pflicht, sich mir zuliebe zu ändern, sondern es war mein Fehler, einen Menschen zum partner gewählt zu haben, der meinen Anforderungen nicht entspricht.
Wo liegt da das Problem, Albosa? |
| 23.03.2008 10.43 | joan | |
Original von Bellacasa
Original von okwukwe
Karin, vielleicht versuchen lernen, den anderen zu verstehen?
....das versucht Karin doch die ganze Zeit, im Gegensatz zu ihrem Mann.
Karin versucht nicht, ihren Mann zu verstehen. Sie versucht, ihn in ihrem Sinne zu ändern.
Da er sich anscheinend nicht ändern läßt, muss er weg. |
| 23.03.2008 10.49 | joan | |
In der Wirklichkeit bekomme ich zuhause dauernd eins aufs Dach. Ich bin Schuld, dass das mit dem Ausländeramt nicht richtig läuft, ich bin Schuld, dass meine Vermieterin jetzt nach 4 Jahren mit einer Nachzahlung für Wasser daher kommt. Nicht meine Vermieterin hat es verpennt, nein ich!
Ich glaub ich hör nicht recht. Ich bin an allem was nicht richtig läuft Schuld.
Karin,
Jetzt redest du wieder von ganz anderen Problemen, von denen, die einen einfach hinunterziehen, von einer großen finanziellen Belastung.
Wenn er dir da Schuld zuweist, dann redet ihr also doch.
DAS sind dann also die Dinge, die IHN bewegen, nicht Unternehmungen.
So etwas kann eine Beziehung leicht zu Fall bringen. Man streitet nur mehr, ist frustriert, sieht keinen Ausweg.
Und du kannst das natürlich für dich lösen, in dem du ihn zurückläßt und dich neu orientierst.
Dennoch ist es, was es ist. |
| 23.03.2008 10.50 | KarinRT | |
Original von okwukwe
Karin, vielleicht versuchen lernen, den anderen zu verstehen?
Nach so kurzer Zeit des zusammen seins ist der Karren noch nicht so im Dreck, dass man ihn nicht mehr heraus ziehen kann.
Vielleicht benötigt er sein Innenleben für sich, weil es ihn unsicher machen würde, etwas nach außen zu tragen?
Vielleicht benötigt er diese innere Sicherheit für sein Gefühl der Unabhängigkeit?
Du wirkst so frustriert und traurig und es hört sich an, als sähest du nur noch das was nicht gut ist. Was war es denn, was jemals gut war? Was ist es, was du an deinem Mann magst? Ist das nicht ausbaufähig?
Was wäre denn, wenn sich das alles ändert, was dir gerade nicht gefällt?
Ist das tatsächlich dein Mann, der das alles ändern könnte?
Ich verstehe ihn ja, die afrikanischen Freunde und Kirche und vielen Telefonate sind wichtige Verbindungen. Seine Sportwetten und Fußball gucken sind sein Ausgleich. Ist alles seins. Ich hab ihm ausdrücklich gesagt, dass ich ihm das nie wegnehmen werde. Wie auch?
Er kann auch von morgens bis abends schweigend vor dem PC sitzen, ausgehen, schlafen bis nachmittags, ich halte ihn nicht auf.
Frustriert bin ich vor allem, dass sonst nichts kommt. Dass er mal den Kasten abschält und sich mit mir unterhält, keine Probleme wälzen, nur quatschen, so wie früher, was haben wir gelacht. Das letzte mal eine halbe Stunde wo wir nur mal geredet haben über alles mögliche war an Silvester. Ich meine, dass wir uns gegenüber saßen und redeten, nicht mit den Augen auf den Fernseher oder PC.
Einmal vor Wut hab ich den Fernseher und PC aus gemacht und mich vor ihm gestellt und geschrien, hallo da bin ich, rede mit mir. Es war eine Verzweiflungstat. Was tut er? Er macht das Licht aus und schweigt. |
| 23.03.2008 10.51 | okwukwe | |
Original von albosa
Original von okwukwe
Selbst wenn zwei Menschen völlig verschieden sind, ist es möglich zusammen zu leben. Wenn man nur begreift, wie der andere tickt.
Ich finde das Verstehen so wichtig. Wenn ich etwas bei meinem Partner verstehe, was mir schwer fällt, damit umzugehen, fällt es mir leichter, dies zu akzeptieren, wenn ich spüre, es hat nicht mit mir zu tun, es ist nicht gegen mich gerichtet.
Was hat denn in engen Gemeinschaften nichts mit dem anderen zu tun?
Gerade dann, wenn sich Menschen anschweigen müssen, wollen?
Wo ist denn Dein Hinweis, wie man "Verstehen lernt", obwohl es Dinge im Leben gibt, die man gerade nicht lernen kann und auch nicht sollte?
Das mag ich nicht an den Sozialarbeitern, die für sich stets herausgefunden zu haben scheinen, dass das, auf was sie treffen, "nichts mit ihnen zu tun hat".
Ich frage mich dabei, wie sie dieses Gefühl herstellen können. :wink:
Was liebe Albosa, sollte man nicht lernen sollen, um Himmels willen? :help:
Vielleicht liest du meinen Beitrag noch einmal, dann wirst du sehen, dass ich Beispiele dafür gebracht habe, wie man verstehen kann?
Ich lernen zu verstehen, indem ich mich mit der Verschiedenartigkeit der Menschen auseinander setze.
Und bitte, welchen Schuh soll ich mir anziehen, der mir nicht passt?
Hat immer alles mit mir zu tun? Mammamia, jetzt wird es dann aber anstrengend.
Ich sagte nirgendwo kategorisch, dass nichts mit mir zu tun hat.
Das Wichtige eben ist, dies zu unterscheiden.
Hat es auch mit mir zu tun, wenn ein Mensch traurig ist, weil er etwas blödes erlebt hat, woran ich gar nciht Teil hatte? Am Ende, weil alles ein Großes Ganzes ist?
Ich nehme Antel und habe ich keine Distanz, werde ich der Person sicher schwer auf die Sprüngehelfen können. Das Entscheidende ist doch die Einfühlung aber das nicht vermischen mit dem Eigenen.
ICH persönlich kenne übrigens keinen Sozialarbeiter, der das von dir Behauptete für sich in Anspruch nimmt :wink: |
| 23.03.2008 10.57 | joan | |
Original von KarinRT
Original von okwukwe
Karin, vielleicht versuchen lernen, den anderen zu verstehen?
Nach so kurzer Zeit des zusammen seins ist der Karren noch nicht so im Dreck, dass man ihn nicht mehr heraus ziehen kann.
Vielleicht benötigt er sein Innenleben für sich, weil es ihn unsicher machen würde, etwas nach außen zu tragen?
Vielleicht benötigt er diese innere Sicherheit für sein Gefühl der Unabhängigkeit?
Du wirkst so frustriert und traurig und es hört sich an, als sähest du nur noch das was nicht gut ist. Was war es denn, was jemals gut war? Was ist es, was du an deinem Mann magst? Ist das nicht ausbaufähig?
Was wäre denn, wenn sich das alles ändert, was dir gerade nicht gefällt?
Ist das tatsächlich dein Mann, der das alles ändern könnte?
Ich verstehe ihn ja, die afrikanischen Freunde und Kirche und vielen Telefonate sind wichtige Verbindungen. Seine Sportwetten und Fußball gucken sind sein Ausgleich. Ist alles seins. Ich hab ihm ausdrücklich gesagt, dass ich ihm das nie wegnehmen werde. Wie auch?
Er kann auch von morgens bis abends schweigend vor dem PC sitzen, ausgehen, schlafen bis nachmittags, ich halte ihn nicht auf.
Frustriert bin ich vor allem, dass sonst nichts kommt. Dass er mal den Kasten abschält und sich mit mir unterhält, keine Probleme wälzen, nur quatschen, so wie früher, was haben wir gelacht. Das letzte mal eine halbe Stunde wo wir nur mal geredet haben über alles mögliche war an Silvester. Ich meine, dass wir uns gegenüber saßen und redeten, nicht mit den Augen auf den Fernseher oder PC.
Einmal vor Wut hab ich den Fernseher und PC aus gemacht und mich vor ihm gestellt und geschrien, hallo da bin ich, rede mit mir. Es war eine Verzweiflungstat. Was tut er? Er macht das Licht aus und schweigt.
Ja, Mensch, Karin,
Dein Mann hat Riesenprobleme, und du willst, dass er lustig ist.
Das funktionert halt nun mal nicht.
Du verlangst da Unmögliches von ihm. |
| 23.03.2008 10.57 | sunnyibo | |
Original von KarinRT
Einmal vor Wut hab ich den Fernseher und PC aus gemacht und mich vor ihm gestellt und geschrien, hallo da bin ich, rede mit mir. Es war eine Verzweiflungstat. Was tut er? Er macht das Licht aus und schweigt.
Man kann einen Menschen nicht verändern - man kann nur SICH SELBST ÄNDERN!!!!
Ich würde Dir nochmal raten ihn mit "seinen eigenen Waffen" zu schlagen bzw. so hoffentlich Interesse zu wecken.
Man kann Dinge auch müde diskutieren.
Auflehnung erzeugt oft Gegenwehr, nicht mal unbedingt aus Überzeugung, oft ist es dann nur reiner Trotz.
Frohe Ostern alle zusammen!!!
Liebe Grüße Sunny |
| 23.03.2008 11.01 | KarinRT | |
Original von joan
Original von Bellacasa
Original von okwukwe
Karin, vielleicht versuchen lernen, den anderen zu verstehen?
....das versucht Karin doch die ganze Zeit, im Gegensatz zu ihrem Mann.
Karin versucht nicht, ihren Mann zu verstehen. Sie versucht, ihn in ihrem Sinne zu ändern.
Da er sich anscheinend nicht ändern läßt, muss er weg.
HÄ? Ich versuche nicht meinen Mann zu ändern. Er ist in Ordnung. Nur, warum hat er mich geheiratet, wenn er an und für sich ein Singleleben leben will? Habe es so gelernt, dass in einer Beziehung jeder Kompromisse eingehen muss, nicht nur einer. |
| 23.03.2008 11.04 | albosa | |
Original von okwukwe
ICH persönlich kenne übrigens keinen Sozialarbeiter, der das von dir Behauptete für sich in Anspruch nimmt :wink:
Wie man "Eigenes" nicht vermischen kann - da müssten mal Rezepte kommen.
Kann mir vorstellen, Okwukwe, dass Du keinen "kennst". Wer kennt schon den anderen? :wink: |
| 23.03.2008 11.09 | KarinRT | |
Original von joan
Ja, Mensch, Karin,
Dein Mann hat Riesenprobleme, und du willst, dass er lustig ist.
Das funktionert halt nun mal nicht.
Du verlangst da Unmögliches von ihm.
Lustig? Ich bin auch nicht lustig. Weil wir uns damals besser verstanden haben. Damals war die Lage wirklich absolut scheiße, er wohnte im Asylheim, in während der Besuche bei ihm im Heim, die Spannung dort war extrem. Aber er musste wohl alles machen um mich bei Laune zu halten. Jetzt habe ich ja unterschrieben, also muss man sich ja nicht mehr anstrengen.
Heißt es nicht, dass man täglich an einer Beziehung arbeiten sollte? |
| 23.03.2008 11.12 | Green Oyibo | RE: Reihe mich ein im Reigen der Gescheiterten |
Original von albosa
Original von joan
Du gibst auf - was eigentlich?
Das, was übrig blieb - nach dem Fall der Maske, dem Wegfall all der Tricks, falschen Versprechungen.
Genauso sehe ich das auch.
Ein Mann der dich viel Geld kostet und von dir profitiert gibt sich noch nichtmal die Mühe seine Maske weiterhin aufzusetzen.
Du gibts nichts auf denke ich sondern löst nur eine Zweckgemeinschaft auf, die von deiner Seite keinen Zweck mehr erfüllt hat. |
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