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"Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert." |
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| 10.03.2008 09.32 | joan | "Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert." |
Meine Meinung dazu:
Ich stimme diesem Satz vollinhaltlich zu, sehe hier aber keine räumliche Zuordnungsmöglichkeit.
Tatsache ist (meiner Erfahrung nach), dass einem Schmerz, ob jetzt körperlich oder seelisch, ab einer bestimmten Intensität jede Freude gründlich verdirbt.
Da wiegt ein mir feindselig gestimmter Zeitgenosse viele mir freundlich Gesonnene einfach auf. Jeder der einmal gemobbt wurde kann das nachvollziehen.
Bei körperlichem Schmerz ist es ähnlich. Zahnschmerz beispielsweise oder Migräne, lassen einen sich in sich selbst zurückziehen, wie eine Schnecke in ihr Haus, nur man selber und der Schmerz. Da gibt es keine Sonne und keine Geburtstagsfeier.
Würde dieser Schmerz aus irgend einem Grund nicht abebben, würde das Leben seinen Sinn verlieren. |
| 10.03.2008 10.07 | VickyP | RE: "Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert." |
Deiner Aussage und deinen Erläuterungen stimme ich voll und ganz zu! Es ist wirklich so, man freut sich wegen einer Sache so sehr, das immer mal was dazu kommt und die äußeren Umstände so beeinflusst, das man sich schon garnicht mehr freuen kann. |
| 10.03.2008 10.45 | vanilla | |
ICh denke, der Satz hat etwas wahres, allerdings klingt er für mich zu endgültig- als ob sich daran nichts verändern lassen würe, bzw. es ein Allgemeinzustand sei. Und DEM stimme ich nicht zu, das fände ich eine furchtbare Aussage. DAfür bin ich ein bisschen zu idealistisch ;).
Ich denke allerdings schon, dass ein grosser Schmerz die Freude übersteigen kann. Für mich klingt das ein bisschen nach Depression, ein Wort das ich nicht besonders mag. Wenn Trauer da ist, muss man trauern, ich weiss nicht ob es andere Wege gibt, darüber hinweg zu kommen. |
| 10.03.2008 12.54 | little django | |
der satz an und für sich hat schon was richtiges. denn wenn einem etwas schlimmes passiert kann man sich in diesem moment kaum an etwas schönem festhalten bzw. sieht schöne dinge gar nicht.
und doch möchte ich den satz nicht als "endgültig" sehen. denn jede schlimme lage geht meistens vorbei, manches schnell manches dauert länger. und ich denke man sollte auch in regenzeiten daran glauben daß die sonne wieder scheint. |
| 12.03.2008 09.54 | Sunflower | RE: "Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert." |
Hallo Joan,
ich sehe das so: die Freude ist wie ein blauer wolkenloser Himmel - sie ist der Urzustand der Seele. Schmerzen und Leiden sind die Wolken, die den Himmel verdecken. Auch wenn der Himmel wolkenverhangen ist, über den Wolken wird es wieder strahlend blau. So ist es mit der Freude. Sie ist hinter dem Schmerz verborgen. Hat man Schmerzen, kann man die Freude nicht sehen, aber sie ist da. Auf keinen Fall kann die Freude vom Schmerz aufgefressen werden.
Liebe Grüße,
Sunflower |
| 12.03.2008 10.26 | chris | RE: "Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert." |
Original von Sunflower Auf keinen Fall kann die Freude vom Schmerz aufgefressen werden.
Wie kannst du denn da so sicher sein? Ich denke schon, dass es Menschen gibt, die absolut keine Freude empfinden. Oder meinst du, jemand der Suizid begeht, tut das wegen ein paar dunkler Wölkchen, hinter denen sich Freude versteckt? Kannst du dir nicht vorstellen, dass es Dinge gibt, die, wenn sie einem passieren, jegliche Freude in einem zum Ersterben bringen? Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Wenn ich mein Kind bespielsweise verlieren würde, dann gäbe es für mich keine Freude mehr. Sie wäre nicht versteckt hinter dunklen Wolken, sie wäre tot, ausgerottet, mit meinem Kind begraben. |
| 12.03.2008 10.42 | albosa | RE: "Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert." |
Original von chris
Wenn ich mein Kind bespielsweise verlieren würde, dann gäbe es für mich keine Freude mehr. Sie wäre nicht versteckt hinter dunklen Wolken, sie wäre tot, ausgerottet, mit meinem Kind begraben.
So etwas mag man empfinden, glauben, wenn man diese Situation nicht
kennt (für Dich von ganzem Herzen: Ich wünsche und hoffe sehr, dass Du in eine solche Situation niemals kommst - es ist nicht eigenes Verdienst, sein
Kind behalten zu dürfen...)
Ich stimme Dir aber dahingehend zu, dass es manchem Menschen nicht vergönnt ist, nach abgrundtraurigen Geschehnissen Freude, gleich welcher Gestalt und Form, nochmals so erleben zu können, dass sie vor dem
Selbstmord schützt.
Die Freude ist nach tiefer Trauer, die weiter besteht, dennoch da:
Die Freude, dass es dieses mein Kind gegeben hat und weiter für mich gibt -
nicht mehr leiblich, aber in jedem Augenblick meines, unseres Lebens, tragend, gestaltend und mehr.
Ich stimme Dir aber dahingehend zu, dass es manchen Menschen nach abgrundtief traurigen Geschehnissen nicht mehr möglich ist, Freude, gleich welcher Gestalt oder Art, nochmals so erleben zu können, dass sie vom Selbstmord abgehalten würden. |
| 12.03.2008 11.31 | Sunflower | RE: "Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert." |
Hallo,
ich kenne Schmerz und Depression sehr gut, mein erster Mann ist gestorben. Hätte ich mich umgebracht, was ich ernsthaft erwogen habe, dann hätte ich niemals erlebt, dass die Wolken wieder verzogen sind.
Liebe Grüße,
Sunfl,ower |
| 12.03.2008 11.59 | kalamity | RE: "Der Schmerz des Lebens übersteigt die Freude in einem Maße, dass keine Freude mehr existiert." |
Original von joan
Meine Meinung dazu:
Ich stimme diesem Satz vollinhaltlich zu, sehe hier aber keine räumliche Zuordnungsmöglichkeit.
Tatsache ist (meiner Erfahrung nach), dass einem Schmerz, ob jetzt körperlich oder seelisch, ab einer bestimmten Intensität jede Freude gründlich verdirbt.
Da wiegt ein mir feindselig gestimmter Zeitgenosse viele mir freundlich Gesonnene einfach auf. Jeder der einmal gemobbt wurde kann das nachvollziehen.
Bei körperlichem Schmerz ist es ähnlich. Zahnschmerz beispielsweise oder Migräne, lassen einen sich in sich selbst zurückziehen, wie eine Schnecke in ihr Haus, nur man selber und der Schmerz. Da gibt es keine Sonne und keine Geburtstagsfeier.
Würde dieser Schmerz aus irgend einem Grund nicht abebben, würde das Leben seinen Sinn verlieren.
Ich gebe dir - gerade als langjährige Schmerzpatientin - da sicher recht, ab einer gewissen Intensität des Schmerzes sind dir die schönen Seiten des Lebens wirklich egal, die siehst schlicht nicht mehr.
Allerdings hab ich ein Problem mit der Aussage an sich, zumindestens in meinem Leben übersteigt der Schmerz die Freude nicht (dauerhaft). |
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